#11  
Alt 01.02.2011, 10:03
Sucher13 Sucher13 ist offline weiblich
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Guten morgen Hina,
Vielen Dank für die extra Stellung meiner Beiträge unter eigenem Namen.
Ich bin viel mit Lesen der verschiedenen Beiträge beschäftigt, um vielleicht Hinweise zu meiner Forschung nach Kichenbüchern aus Günthersdorf und Leopoldshain zu entdecken.
War das Wappen früher eigentlich in Farbe?Ich fand es bis jetzt in noch keinem Buch.
Tschüssi und einen schönen Tag. c.
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  #12  
Alt 01.02.2011, 12:39
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo Sucher,

die Farben eines Wappens kann man auch bei einfarbigen Wappenzeichnungen oder Siegeln an den Schraffuren ablesen. Während das Wappen Knott in Rot (senkrechte Schraffur) eine goldene (gepunktet) Rose aufweist, hat das Wappen Knothe in Rot (senkrecht) eine silberne (keine Striche) Rose. In den Wappennachschlagewerken sind die Abbildungen nur selten in Farbe. Es wäre im Druck zu kostspielig.

Wie es aussieht, ist dann wohl das Wappen Knothe dem Tobias Leberecht Knothe zuzuordnen. Das scheint mir auch sehr realistisch, da er Ratsherr und Ältester der Tuchmacherzunft war, dass er sich ein Wappen zulegte. Ob die Knothe mit den Zinzendorf verwandt sind, weiß ich nicht. Was das Wappen betrifft, gibt es da keinen Zusammenhang. Deren Stammwappen ist geviert und die Felder 1: Rot, 2: Silber, 3: Silber, 4: Schwarz.

Viele Grüße
Hina
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"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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  #13  
Alt 02.02.2011, 10:09
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Vielen Dank Hina für diese Informationen.
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  #14  
Alt 02.08.2011, 17:38
Maucksch Maucksch ist offline
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Standard Knothe

Zur Verbindung zwischen (Görlitzer) Knothe und Zinzendorf:

Aus der Ahnengalerie meiner Frau, einer geb. Knothe, deren Vater aus Görlitz stammt:
---Graf Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760)
---dieser hatte eine Tochter Benigna (1725-89), die mit Johannes von Wattewill (1718-88) verheiratet war
---diese hatten eine Tochter Elisabeth (1755-1813), die mit Alexander von Schweinitz (1740-1802) verheiratet war
---diese hatten eine Tochter Marianne (1795-1871; geb. in Bethlehem, Pennsylvania, USA; gest. in Görlitz), die mit Friedrich Emanuel(Immanuel) Knothe (1777-1844) verheiratet war; dieser Knothe war Superintendent und Pastor zu Nieda bei Görlitz; dieser Knothe war Sohn des Tuchmachers Christian Tobias Knothe (1735-1807; geb. und gest. in Görlitz)

Geändert von Maucksch (02.08.2011 um 18:20 Uhr)
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  #15  
Alt 05.09.2011, 18:38
Maucksch Maucksch ist offline
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Der Familienname Knothe kommt wahrscheinlich von Gnote (Knote).
Gnote (Knote) ist ein studentischer/Akademiker- Ausdruck für einen ungebildeten Menschen, Dienstboten, Handwerksburschen. Knotig heißt: ungehobeltes Benehmen. Gnote kommt von Genosse; ein Genosse ist (ursprünglich) einer, mit dem man Gemeinsamkeiten hat (wie Walz oder Schlafraum).
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  #16  
Alt 06.09.2011, 11:36
Maucksch Maucksch ist offline
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Standard Knothe

Zusatz zu Vorstehendem:
Bei Einführung der Familiennamen etwa im 14. Jahrhundert gehörten die Knot(h)e grundsätzlich der Unterschicht an, und hatten allein daher damals noch keine Familienwappen.
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  #17  
Alt 04.03.2012, 16:31
Gnaesios Gnaesios ist offline
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Standard Bedeutung der Namen Knode, Knodt, Knut, Knothe

Ihrer Deutung des Namens Knothe muss ich widersprechen. Ausführliche Informationen finden Sie in der "Knodischen Chronik", die auf meiner Homepage www.knothe.de als PDF-Datei zu finden ist.
Mit freundlichem Gruß
Gnaesios
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  #18  
Alt 16.03.2014, 03:50
Maucksch Maucksch ist offline
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Standard Herkunft des Namens Knothe

Aus dem Internet zusammenkopiert:


Meyers großes Konversationslexikon 1893: Knote

[193] Knote, ungebildeter Mensch, Studentenschimpfwort für Handwerksburschen, stammt von Gnote (genote), Genosse, wie früher die Handlungsdiener in Stettin und Königsberg genannt wurden; nach andern ist das Wort verderbt aus lat. (homo) ignotus (»unberühmter«, d. h. gemeiner, niedriger Mensch). Davon knotig für ungehobeltes Benehmen.
_______________________________________________
Pierers Universallexikon: Gnote
[433] Gnote (zusammengezogen aus Genote, d.i. Genosse), Studentenausdruck für Handwerksbursche.
______________________________________________
Universal-Lexikon. 2012: Knote
Kno|te m. 17; nordostdt. derber, grober Kerl [<nddt. gnote, genote = nhd. Genosse; angelehnt an Knoten]

Knote, Heinrich, Sänger (Heldentenor), * München 26. 11. 1870, Garmisch-Partenkirchen 12. 1. 1953; debütierte 1892 in München, war Mitglied u. a. der Münchener Oper, sang 1904-08 an der Metropolitan Opera in New York; einer der führenden Wagner-Interpreten seiner Zeit.

Kno|te, der; -n, -n [aus der Studentenspr.; entw. in übertr. Bed. zu ↑Knoten od. zu ostniederd. gnote = Kaufmannsgehilfe < mniederd. genōt = Genosse] (veraltet): grober, ungebildeter Mensch.
__________________________________________________ __
· Knote — Knote, ungebildeter Mensch, Studentenschimpfwort für Handwerksburschen, stammt von Gnote (genote), Genosse, wie früher die Handlungsdiener in Stettin und Königsberg genannt wurden; nach andern ist das Wort verderbt aus lat. (homo) ignotus… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
· Knote — Sm plumper Mensch per. Wortschatz arch. (18. Jh.), ondd. gnōte Handlungsdiener Stammwort. Schreibung und jüngere Bedeutung offenbar beeinflußt von Knoten; das ältere Wort ist dagegen die ndd. Form des Wortes Genosse, das in bestimmten Bereichen… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
· Knote — Kno|te m. 17; nordostdt. derber, grober Kerl [<nddt. gnote, genote = nhd. Genosse; angelehnt an Knoten] * * * Knote, Heinrich, Sänger (Heldentenor), * München 26. 11. 1870, Garmisch Partenkirchen 12. 1. 1953; debütierte 1892 in München,… … Universal-Lexikon
__________________________________________________
Genosse: ags. geneat; Nebenformen g(e)nas, gnoß, g(e)note, knote. Präteritum-Stamm von genießen.

in der Studentensprache: gnote, knote für Handwerksburschen und Nichtstudenten.

in Stettin und Königsberg: Handlungsdiener: gnote

gnote(n), m., dasselbe wie vorherrschendes knoten 15 b, teil 5, 1508, vgl. auch gnoten neben knoten 'handwerksgesellen' bei Kluge dtsche studentenspr. 101a: (studenten) machen mit gnoten oder philistern ... brüderschaft Laukhard leben u. schicksale (1791) 1, 68; in wahrheit war der gnote (ein schneidergeselle) gläubiger als der dichter Treitschke dtsche gesch. (1879) 5, 516.
















Übrigens: "Hugenotte" kommt auch von Genosse, hat also die gleiche Wurzel wie Knothe
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  #19  
Alt 06.11.2014, 19:26
Maucksch Maucksch ist offline
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Standard Herkunft des Namnes Knothe


Folgender Text wurde aus der Homepage der Gemeinde Schönau am Königssee kopiert, die den südöstlichsten Punkt des bayerischen Freistaates beinhaltet
Von der Gnotschaft Schönau zur Gemeinde Schönau a. Königssee
Um ihre speziellen und örtlich bedingten Belange gegenüber der Obrigkeit, dem Augustiner Chorherrenstift, wirksam zu vertreten, und zwecks gemeinsamer Bestrebungen und Bewältigung öffentlicher Arbeiten und Lasten, schlossen die Bauern ihre Einzelhöfe und Einöden zu größeren Einheiten zusammen, deren Zahl (8) durch die geographische Struktur des Landes, vor allem durch die Täler vorgegeben war. Dieser Zusammenschluß "Gnotschaft" (Genossenschaft) genannt, bildete eine Art Selbsthilfeorganisation des Landstands gegenüber der Grundherrschaft, dem Kloster. Im ganzen Lande wurden 8 Gnotschaften gebildet: Au, Berg = Salzberg, Bischofswiesen, Ettenberg, Gern, Ramsau, Scheffau und Schönau, die z.T. den heutigen Gemeinden entsprachen und bis zur Säkularisation (1803) bestehen blieben. Im Jahre 1456 werden diese Gnotschaften erstmals alle aufgeführt.



Mein Resümee: Auch vorstehender Text beweist, dass Knote/Gnote von Genosse kommt. Im vorliegenden Fall waren Bauern die Genossen, und die Gnotschaft war die Vorläuferin der Gemeinde.
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  #20  
Alt 20.12.2017, 16:25
Maucksch Maucksch ist offline
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Standard Knothe o.Ä.

Aus der Ahnenforschungs-Homepage "ancestry.de"
Knot(h)(e)/Knott kommt von:
-natürlicher Knoten am menschlichen Körper oder an Pflanzen
-künstlicher Knoten an einem Faden/einer Schnur
-übertragen für einen kleinen, groben, plumpen Menschen.




Zusatzbemerkung:
Schade, dass die Homepage "knothe.de" geleert wurde, die uns vielleicht eine andere (zutreffendere?) Bedeutung von "Knothe" gelehrt hätte.
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