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  #1  
Alt 16.05.2018, 20:52
Scherfer Scherfer ist offline
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Standard Testament 1747 - Fortsetzung 1

Quelle bzw. Art des Textes: Testament
Jahr, aus dem der Text stammt: 1747
Ort und Gegend der Text-Herkunft: Stralsund (Testament geschrieben in Danzig)
Namen um die es sich handeln sollte: Wraatz bzw. Wratz


Danke allen, die bisher zur Entzifferung des Testamentes beigetragen haben, vor allem ein großes Dankeschön an August alias Verano!
Angeregt durch diese tolle Hilfe, möchte ich hier die nächste Seite einstellen. Da sie mit dem bereits begonnenen Punkt beginnt, ergänze ich das bereits Entzifferte von der Vorseite:


„7. Sollte deine Mutter sich versorgen mit ein getreuen Freundt und das sie sich solte wieder in Ehestand begeben“

Und nun, was ich in der Fortsetzung bereits entziffern kann – allerdings werde ich nun zunehmend unsicher. Dennoch ist es ja ein Anfang….

„So Christo gleich aus ihren [brodt ?], den die Liebe ist [Nota ?] […] Kinder verschwinden, und da dir als dem der Größte Hengt Zu Deines Vatters Haus wird zu fallen, so soll es dir den noch nicht höhr als […] [Kost ?] zu gerechnet werden. [„Nembl“ für „Nämlich“?] Zwei dausendt Rthl, […] kasse deine Eltern nach […] Jahr für billigen […] wohnen bis du [mündig ?], […] beding aber, das due eine Stube und Kammer dar rin behelst […] das die Dantziger Handlung Gentzlich wirdt [… gehört ?], wo sie dieses nicht wollen so lass dir eine [profois ??!] ersetzen, aber die […] alle Jahr […] gibt, du aber [verhalte ?] stendig, wie ich dir vorgeschrieben die Dantziger […] bey deinem Zuhause […]

8. […] alle mahl mit [den provises ?] […] Dantz: Haus dito die Tobacks faberick dito die [bude ?] jedes [a part avani ?] tragt [a ?] Jahr, eines so […] […] […]

9. [Gewehr ?] deiner Mutter zu […] zahle ihr […] aus, es werden sich noch guhte Hertzen finden, [...] die vor fleiß thun.

10. […] Halte dir ja nicht […] 27 bis 28 Jahr alt bist, es sey dan das du […] sonderlich Glück dich suchst, […] ding aber wohl für […] […]

11. Die kleinen unMündingen sollen für Bezahlung in […] Kost gegeben werden. Hindrich kann umb […] Jahr in die […]

12. Schließ dein Hertz nie mahlen für die obenstehend […] sie an in Vatters stell und [gebrauch ?] nie mahlen daran was du ihm […], sondern […] was du noch zu ihr Heil willst […] […] […] dieses wirdt dausendt fach vergelten, […] im tode noch […] für ihr […] seine […] ist und arbeit, so lass es […] […] […] an jenden Tage verklagen [Verte]




Ganz herzlichen Dank erneut im Voraus!
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Testament Martin Wraatz - Seite 5.pdf (896,7 KB, 9x aufgerufen)

Geändert von Scherfer (16.05.2018 um 20:55 Uhr)
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  #2  
Alt 17.05.2018, 06:41
Benutzerbild von Karla Hari
Karla Hari Karla Hari ist offline
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hola,


hab mal etwas nachgebessert, alles kann ich auch nicht
nächstes mal bitte den Zeilenumbruch übernehmen, macht sich dann leichter bei korrigieren



„So Christo gleich aus ihren [brodt ?], den die Liebe
ist [Nota ?] Euer Kinder verschwunden, und da
dir alß dann das Größte Recht Zu Deines Vatters Hauß
wird zu fallen, so soll es dir den noch nicht höher
alß […] es Kost zu gerechnet werden. [„Nemb.“ für „Nämlich“?]
Zwei dausendt Rthl, da deßen laste(?) deine Eltern
nach […] Jahr für billigen heute wohnen
bis du mündig, mit beding aber, das
du eine Stube und Kammer dar rin
behelst und dir die Dantziger Handlung
Gentzlich wirdt [abgetreten ?], wo sie dieses nicht wollen
so lass dir ein proviser setzen, der dir vor
Me...der alle Jahr Rechnung gibt, du aber
ver Richte stendig, wie ich dir vorgeschrieben die
Dantziger Reisund bey deinem Zuhause kau...
lege Rechung für dein vorgeschichte ab,

8. […] alle mahl mit den provises was
dir Dantz: Reis dito dito die Tobacks faberick
dito ... die Bude jedes a part avani tragt
a Jahr, und so über Reicht es die VorMünder [#Einschub von links]
[Einschub #Johan Luder soll vorMundt sein u. N.N. Gadebusch]

9. was deiner Mutter zu komt zahle ihr Richtig
auß, es werden sich noch guhte Hertzen finden, so
dir Vor Schuß thun.

10. ver heyRahte dir ja nicht ehr Befur du 27 bis 28 Jahr
alt bist, Es sey dan das du ein sonderlich Glück für
dich siehst, sehe dich aber wohl für du wirst sie nicht wieder lohs

11. Die kleinen unMündingen sollen für Bezahlung(?) in die
Kost gegeben werden. Hindrich kann umb […] Jahr in die […]
gegeben werden

12. Schließ dein Hertz nie mahlen für die obenstehend […] sie an in
Vatters stell und gedenk nie mahlen daran was du ihm
[…], sondern stets was du noch zu ihr Heil wirst Erforderlich
[…] […] sei versichert d. Gott dieses wird dausendt fach ver-
gelten, […] im tode noch […] für
ihr Mannige […] Schweiß und arbeit, so lass es […] ge-
wissen du hast .... vor auß wirst bei diesen […] […]
halten [# du kanst] werde dich an jenen Tage verklagen [Verte]
__________________
Lebe lang und in Frieden
KarlaHari
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  #3  
Alt 17.05.2018, 07:46
Verano Verano ist offline
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Guten Morgen Karla,

ich ergänze etwas, sollte aber kontrolliert werden.

Ist natürlich einfacher als den Anfang zu machen:

„So Christo gleich aus ihren brodt, den die Liebe
ist Noa Euer Kinder verschwunden, und da
dir alß dann das Größte Recht Zu Deines Vatters Hauß
wird zu fallen, so soll es dir den noch nicht höher
alß mir es Kost zu gerechnet werden. Nemb(lich)
Zwei dausendt Rthl, In deßen laße deine Eltern
nach et(lichen) Jahr für billigen heuer wohnen
bis du mündig, mit beding aber, das
du eine Stube und Kammer dar rin
behelst und dir die Dantziger Handlung
Gentzlich wirdt abgetreten, wo sie dieses nicht wollen
so lass dir ein proviser setzen, der dir Vor
Münder alle Jahr Rech(n)ung gibt, du aber
ver Richte stendig, wie ich dir vorgeschrieben die
Dantziger Reis und bey deinem Zuhause Kauf-
lege Rechung für dein Vorgeschichte ab,


http://www.woerterbuchnetz.de/cgi-bi...&lemid=GR02368


Erstmal bis hierher, die Arbeit ruft.
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Viele Grüße August

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  #4  
Alt 17.05.2018, 07:53
mawoi mawoi ist offline
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Hallo,
ein paar Vorschläge

„So Christo gleich aus ihren [brodt ?], den die Liebe
ist [Nota ?] Euer Kinder verschwunden, und da
dir alß dann das Größte Recht Zu Deines Vatters Hauß
wird zu fallen, so soll es dir den noch nicht höher
alß […] es Kost zu gerechnet werden. [„Nemb.“ für „Nämlich“?]
Zwei dausendt Rthl, In deßen lasse deine Eltern
nach […] Jahr für billigen Heuer wohnen
bis du mündig, mit beding aber, das
du eine Stube und Kammer dar rin
behelst und dir die Dantziger Handlung
Gentzlich wirdt [abgetreten ?], wo sie dieses nicht wollen
so lass dir ein proviser setzen, der dir vor
Me...der alle Jahr Rechnung gibt, du aber
ver Richte stendig, wie ich dir vorgeschrieben die
Dantziger Reisund bey deinem Zuhause kaufe
lege Rechung für dein vorgeschichte ab,

VG
mawoi
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  #5  
Alt 17.05.2018, 08:08
mawoi mawoi ist offline
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11. Die kleinen unMündingen sollen für Bezahlung in die
Kost gegeben werden. Hindrich kann umb Par Jahr in die Ler
gegeben werden
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  #6  
Alt 17.05.2018, 09:03
Benutzerbild von Karla Hari
Karla Hari Karla Hari ist offline
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hab 12. noch etwas nachgebessert, fehlt aber noch viel


12. Schließ dein Hertz nie mahlen für die obenstehenden leist hierin
in Vatters stell und gedenk nie mahlen daran was du ihm
guths gethan, sondern stets was du noch zu ihr Heil wirst Erforderlich
sein und sey versichert d. Gott dieses wird dausendt fach ver-
gelten, […] ... ... im tode noch guths tun für
ihre Mannige […] Schweiß und arbeit, so lass es […]klein ge-
wissen du hast .... vor auß wirst bei diesen […] […]
halten [# du kanst] werde dich an jenen Tage verklagen [Verte]
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KarlaHari

Geändert von Karla Hari (17.05.2018 um 09:06 Uhr)
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  #7  
Alt 17.05.2018, 09:46
Verano Verano ist offline
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Ein Stückchen weiter:

8. Rechne alle mahl mit den provises was
dir Dantz: Reis dito die Tobacks faberick
dito und die Bude jedes a part avani tragt
a Jahr, und so über Reicht es die VorMünder [#Einschub von links]
[Einschub #Johan Lüders soll vorMundt sein u. N.N. Gadebusch]


9. was deiner Mutter zu komt zahle ihr Richtig
auß, es werden sich noch guhte Hertzen finden, so
dir Vor Schuß thun.

10. ver heyRahte dir ja nicht ehr Befür du 27 bis 28 Jahr
alt bist, Es sey dan das du ein sonderlich Glück für
dich siehest, sehe dich aber wohl für du wirst sie nicht wieder lohs.


Was für ein lebenserfahrener, abgeklärter Ratschlag zu Nr. 10

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Viele Grüße August

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  #8  
Alt 17.05.2018, 10:38
Scherfer Scherfer ist offline
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Ihr seid wunderbar! Seid alle herzlichst bedankt!
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  #9  
Alt 17.05.2018, 10:52
Scherfer Scherfer ist offline
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Noch ein paar Rückfragen und Hinweise:


- Ja, der Kommentar zur Nummer 10 ist sehr lebensweise, obwohl der Herr mindestens dreimal verheiratet war, die Damen also durchaus "losgeworden" ist...


- Der 1732 geborene älteste Sohn heiratete übrigens wirklich erst mit 30 Jahren.


- Was könnte "Dantz:Reis" (Ende Nr. 7 und Nr. 8) bedeuten? Ist eine regelmäßige Reise nach Danzig gemeint?


- In Nr. 7 werden 2000 Reichsthaler als Erbe genannt. Kann mir jemand von euch eine ungefähre Einordnung geben: War das 1748 sehr viel oder eher ein mittleres Guthaben? Der Sohn heiratete 1762 in Kopenhagen in eine wohlhabende Familie. Mich würde interessieren, ob er das vom Vater erwirtschaftete Kapital gut verwaltete oder gar vermehrte.

Geändert von Scherfer (17.05.2018 um 10:57 Uhr)
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  #10  
Alt 17.05.2018, 12:23
Verano Verano ist offline
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Nr. 12 sollte noch überprüft werden:


12. Schließ dein Hertz nie mahlen für die obenstehenden leist hierin/hievur?
in Vatters stell und gedenk nie mahlen daran waß du ihm
guths gethan, sondern stets was du noch zu ihr Heil wirst Erforderlich
sein und sey versichert d. Gott dieses wird dausendt fach ver-
gelten, willst du deine Eltern im tode noch guths tun für
ihre Mannige Saur Schweiß und arbeit, so laß es d__klen ge-
wißen du hast .... vor auß wirst du diesen Punt (Punkt?) nicht
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