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  #11  
Alt 26.05.2022, 00:46
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Thore,

bei dem 1708 gestorbenen Hinrich kann es sich eigentlich nur um einen Sohn "meines" Heinrich handeln, entweder Hinrich *1657 oder Hinrich Christoph *1672, denn am 04.01.1694 wird "der alte Hinrich Schlöpke" in Ratzeburg St. Petri begraben. Ich bin mir sehr sicher, daß das "meiner" ist, denn einen noch älteren Hinrich Schlöpke wird es zu der Zeit in Ratzeburg nicht gegeben haben.

Viele Grüße
consanguineus
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Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Rötger Martin TODE, Obergerichtsprocurator in Hamburg, * 1735, + 1805
Carl KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * um 1700
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
Thomas SCHÜTZE, Bürgermeister in Wernigerode 1561
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  #12  
Alt 26.05.2022, 23:11
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Nachtrag: wie aufgrund der großen zeitlichen Lücke zwischen Einbürgerung (07.12.1646) und Trauung mit Maria Tießen (1654) eigentlich zu erwarten, war, war Heinrich Schlöpke vorher schon einmal verheiratet, nämlich am 19.01.1647 mit Lysebeth Schwartzen, Bäckerstochter aus Ratzeburg, welche am 10.10.1653 begraben wurde. Lysebeth wurde 1619 geboren. Es ist also nicht unwahrscheinlich, daß Heinrich etwas älter war als ich bisher angenommen hatte. Vielleicht ist er doch der Sohn des Bäckers Barthold Schlöpke in Lübeck. Barthold heiratete 1616 und ließ 1617 ein Kind taufen. Dem genealogischen Register traue ich in dieser Sache irgendwie nicht so recht. Irgendetwas ist da nicht stimmig. Vielleicht bringt der Taufeintrag vom 01.04.1617 in Lübeck, St. Petri etwas Licht ins Dunkel.
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  #13  
Alt 27.05.2022, 03:03
Gastonian Gastonian ist offline
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Hallo:


Die Kirchenbücher St. Petri sind bei familysearch einsehbar. Hier der Taufeintrag vom 01.04.1617 (zweiter Eintrag von unten auf der linken Seite): https://www.familysearch.org/ark:/61...=14&cat=178377. Leider wird dieser Taufeintrag nicht viel helfen - wie auch alle anderen Taufeinträge dieser Zeit nennt er nur den Vater und die drei Gevatter, aber nicht das Kind.


Zu der Personenkartei: mit der hatte ich schon vor etwa 4 Jahren etwas Erfahrung gemacht. Sie verkartet nicht nur die Kirchenbücher, sondern auch die Gerichtsbücher und Bürgerbücher. Der Eintrag auf Bild 1677 besagt, daß laut dem Niederstadtbuch (also Grund- und Gerichtsbuch der Niederstadt) ein Hinrich Schopke 1598 verstorben ist; auf Bild 1611 erfährt man, daß der gleiche Eintrag im Niederstadtbuch den Barthold als Erbe seines 1598 verstorbenen Hinrich nennt (d.h., dies ist ein Erbschaftseintrag im Gerichtsbuch). Die Bilder 1678 bis 1682 beziehen sich auf einen Bäcker Hinrich Schlöpke, der am 17.05.1685 (Sonntag Cantate) die Margretha Lohman geheiratet hat (Bild 1679) und am 21.05.1685 das Bürgerrecht erhalten hat (Bild 1678). In den nächten fünf Jahren ließ er dann 5 Kinder in St. Petri taufen (Bild 1680), und in 1687 ist ihm das Backhaus in der Königstraße übertragen worden (Bild 1682). Vielleicht ist es der gleiche Bäcker Hinrich Schlöpke, oder vielleicht ein anderer gleichen Namens in Lübeck, dem in 1691 das Haus seines 1665 verstorbenen Schwiegervaters Werner Möller übertragen wurde (Bild 1684); dieser ließ 1692 und 1696 zwei Kinder in St. Petri taufen (Bild 1685). Schließlich war ein Hinrich oder Henrich Schlöpke Mitbürge bei der Erlangung des Bürgerrechts von 4 Männern 1686 bis 1702; einer davon war ein Johann Albrecht Schlöpke in 1697 (Bild 1681).


VG


--Carl-Henry
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  #14  
Alt 27.05.2022, 17:36
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Hallo Carl-Henry,

hab vielen Dank für den Link bei Familysearch! Die Paten des Kindes von Barteld Schlöpke heißen ja alle nicht Heinrich mit Vornamen, und wenn man den Bräuchen folgen mag, die anderswo herrschen, so trug der Täufling dann vermutlich auch nicht diesen Namen. Nun gut, dann bleibt der Vater meines Heinrich Schlöpke wohl im Dunkeln verborgen.

Das genealogische Register liegt meines Erachtens dennoch falsch. Da fehlt wohl eine Generation.

Die Personenkartei scheint ein Schatz zu sein. Ich habe leider massive Probleme, diese 30er Jahre-Schreibschrift zu lesen. Hast Du Deine Informationen ausschließlich aus dieser Kartei, oder konntest Du parallel mit den Originalakten arbeiten? Mein Vorfahre Heinrich Schlöpke kommt wohl nicht in der Kartei vor, da er ja als junger Bäcker nach Ratzeburg gezogen ist, dort heiratete und den Rest seines Daseins verbrachte. Vermutlich sind die aufgeführten Personen aber sämtlich mehr oder weniger nahe Verwandte Heinrichs.

Viele Grüße
consanguineus
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  #15  
Alt 27.05.2022, 18:28
Gastonian Gastonian ist offline
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Hallo:


Ich habe hier nur mit der Kartei gearbeitet, kannte aber durch meine Arbeit vor vier Jahren die Kürzel (N.St.B. = Niederstadtbuch). Vor vier Jahren war das Stadtarchiv Lübeck extrem hilfsbereit und hatte mir die in der Kartei angezeigten Unterlagen schnell als Scans zugeschickt.


Aber ja, hier wird es Dir wohl nicht weiterhelfen, da kein Erbschaftseintrag für den Barthold verkartet ist und wir deshalb nicht seine Kinder kennen (und ich gebe Dir recht, daß das genealogische Register nicht überzeugt).


VG


--Carl-Henry


Nachtrag: Und was des Täuflings Namen angeht - ja, in Nordhessen und Unterfranken war es Sitte, den Täufling nach dem Gevatter zu nennen (bei meinen unterfränkischen Vorfahren war das 100-prozentig der Fall), und in Anhalt, wo es in der Regel drei Gevatter gab, trug der Täufling den Namen zumindest eines der Gevatter. Aber bei meinen Vorfahren im Oldenburgischen, wo es auch in der Regel drei Gevatter gab, hatte der Name des Kindes überhaupt nichts mit dem Namen der Gevatter zu tun (gütlicherweise trug der Pfarrer hier zumindest den Namen des Kindes ein). Ich würde es also nicht pauschal ausschließen, daß das 1617 getaufte Kind des Barthold dein Heinrich sein könnte - aber ja, zum Beweis trägt dies nichts bei.

Geändert von Gastonian (27.05.2022 um 18:35 Uhr)
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