#31  
Alt 28.03.2009, 12:41
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GertrudF GertrudF ist offline weiblich
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Quelle: Amtsblatt der königlichen Regierung zu Koblenz 1860



Cob lenz, den 23. Mai 1860.
In Folge höherer Verfügung wird über die Veranstaltung öffentlicher Tanzlustbarkeiten in den Gemeinden Koblenz, Ehrenbreitstein, Güls, Horchheim, Moselweiß, Neuendorf und Pfaffendorf folgendes bestimmt:
1. Tanzlustbarkeiten, welche von Privat- oder sog. geschlossenen Gesellschaften gegen Erhebung eines Eintrittsgeldes veranstaltet werden, sind als öffentliche zu betrachten, vorausgesetzt, daß die Gesellschaft eben zu dem Zwecke, die Tanzlustbarkeit zu veranstalten, zusammentritt, nicht aber, wenn sie bereits anderweitig besteht und die Tanzlustbarkeit nur gelegentlich neben den Zwecken, welche sie sonst verfolgt, wenn auch ,.gegen besonderes Eintritts- oder Tanzgeld ihrer Mitglieder, veranstaltet.

2. Hinsichtlich der Zahl der Kirmesse und der während derselben mit Tanzlustbarkeiten zu begehenden Tage entscheidet das Herkommen, wie es für jeden einzelnen Ort zu Anfang des vorigen Dezembers von Alters her bestand, jedoch mit der Beschränkung, daß
a) kein Ort mehr als jährlich höchstens 2 Kirmesse feiern,
b) an der sog. Prunk- oder Frühkirmes höchstens 2, an der Hauptkirmes
höchstens 3 Tage getanzt werden darf, - .
e) die sog. Nachkirmesse und andere mißbräuchlich mit dem Namen Kirmesse bezeichneten Tanzfeste untersagt sind.
3. Außer den Kirmessen sind öffentliche Tanzlustbarkeiten allgemein statthaft: an den Carnevalstagen, wo deren Feier herkömmlich ist,jedoch nie über 3 Tage
am Ostermontag,
am Pfingstmontag,
am Sylvester-Abend,
am Königs - Geburtstag.

4. Die Ortspolizeibehörden sind ermächtigt, auch an andern als den unter 3. bezeichneten Tagen jedem darum nachsuchenden Wirthe die Erlaubnis zur Abhaltung einer öffentlichen Tanzlustbarkeit zu ertheilen.
5. Die Dauer des Tanzes darf in der Regel nur bis 1 Uhr Nachts währen, und es muß auf dem von der Polizeibehörde dem einzelnen Wirthe auszustellenden Erlaubnißscheine jedesmal die Stunde, mit welcher die Tanzmusik spätestens zu beendigen ist, ausdrücklich vermerkt werden.
__________________
Viele Grüße

Gertrud


Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ist ein Ozean.

Schäme dich nicht deiner Ahnen, du hast auch keinen Anteil an ihren Verdiensten.
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  #32  
Alt 31.03.2009, 21:42
itau
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Standard SAMMELTHREAD Funde Rhein - Land Pfalz

Am 18. 08.1723 starb in Koblenz der Bürger Johannes Reuter , Schlosser , im Alter von 120 Jahren , 6 Monaten und 3 Tagen . Das K.B. von Liebfrauen vermerkt ein Alter von 121 J. 20 Tagen , demnach wäre er 1602 oder 1603 geboren. Nach der Sterbeurkunde wird er Trevirensis ( Trierer) genannt. In der " Gesta Trevirorum " heißt es , das er in Trier gebürtig war. Die alten Trierer Kirchenbücher datieren erst seit 1797. Die Stadtbibliothek von Trier konnte nach sorgfältiger Prüfung die Geburtseintragung des Reuter aus den Taufbüchern der Pfarreien nicht angeben.
Trevirensis kann allerdings nicht nur einen Stadt - Trierer , sondern auch einen im gesamten Trierer Gebiet Geborenen bedeuten.

Es wird berichtet , Johannes Reuter sei am Vormittag des 18.8.1723 bei einem Gang über die alte Moselbrücke in Koblenz von einem Schlaganfall betroffen worden .
Seine Letzten Worte sollen gewesen sein :
" Dat hann ich nau davon , dat ich heute Morje noch kai Värdelche gedrunke hann ........... ( Das habe ich nun davon , das ich heute Morgen noch kein Viertelchen ( Glas Wein ) getrunken habe ....... )"

Mitgeteilt von : Dr. W. J. BECKER , Koblenz ; in Archiv für Sippenforschung Februar 1968 , Heft 29
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  #33  
Alt 01.04.2009, 21:11
itau
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Standard Re: Koblenzer 120 Jahre alt

Ergänzungen und Richtigstellungen in AfS 1968 Heft 31

Die Angabe für Trierer Kirchenbücher ab 1797 ist wohl ein Druckfehler . Trier St. Gangolf hat schon Taufen ab 1589.

Der Originaleintrag lautet " Joannes Reuter civis confluentinus et tormentarius trevirensis ...............

Tormentarius ist mit Stückknecht oder Kanonier , nicht mit Schlosser zu übersetzen.
Trevirensis heißt nicht gebürtig von Trier , sondern einfach soviel wie kurtrierischer Soldat.

Allein im Jahr 1723 kommen mehrmals die Ausdrücke , miles , decurio und nochmals tormentarius , locumtenens , tympanista und vexillifer , alle mit dem Zusatz trevirensis vor.
Trevirensis kann also unmöglich bedeuten das alle Soldaten aus der Stadt Trier gebürtig sein sollen . Auch ist nur bei den Soldaten der Zusatz trevirensis gemacht.

Mitgeteilt von Dr. W. J. Becker ( Ergänzungen u. Richtigstellungen die er dem Bistumsarchiv verdankt )

Geändert von itau (01.04.2009 um 21:23 Uhr)
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  #34  
Alt 03.04.2009, 18:03
itau
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Standard Ergänzungen : TRIERER - Geburtsbriefe

In Archiv für Sippenforschung 1934 von Heinrich MILZ , die Trierer - Geburtsbriefe :
als Pdf - Dateien hier :http://www.genealogienetz.de/vereine...ier/index.html
Veröffentlichungen ( Trierer Geburtsbriefe )

In AfS 1935 erschienen noch einige Nachträge von Heinrich Milz ,
aus : Archiv der kath. Pfarrei St. Paulus , Reste des ehem. Archivs der Trierer Schiffleute - Zunft : 5 Geburtsbriefe

Lager 636 : Geburtsbrief für :1) Seyler Caspar ( Die Seiler gehörten in Trier zur Schiff - Leute -Zunft) von Mülheim in der Grafschaft Veldenz
2) + Schneyder Johann von Mülheim und 3) + Gretz seiner Hausfrau.
Dienstag nach den hl. Christtag ( 29.12.1551 )
Rückseite : Caspar SEILLER von Müllem ; Bürger anno 1551
Dazu die alte Archiv - Nr. des Archivs der Schiffleute Zunft Nr. 155.

Fortsetzg. folgt.
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  #35  
Alt 03.04.2009, 18:52
itau
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Standard Ergänzungen : Trierer Geburtsbriefe

Lager 642 :

Geburtsbrief für :

Lucas , der sich nunmehr u. hiebevor an eine bürgerliche Tochter namens Grieth zu Trier verheiratet u. i. d. Pfarre St. Pauli hat wohnen machen , der eheliche Sohn ist von :
1) + Clares Hans und
2) + Kuene , Eheleuten im Dorfe " Oitscheit " ( Outscheid Kr. Bitburg )

28.5.1572
Rückseite : Geburtsbrief Lauxen von der Neuerburg .Ao. 1572 , Nr.127




Lager : 643
Geburtsbrief für :
1)Michael von Pfalzel ( wohl noch Michael Paltzell der im Schatzungsreg. Trier 1613 beim Schiffleutamt 13 alb zu zahlen hat )
Schiffsknecht und Bürger zu Trier , der sich zu Trier niedergelassen und verheiratet hat und dort bleiben will ,
2) der ehrsame Thonges von Gammellen ( wohl Gamlen bei Kaiseresch Kr. Cochen ) , Bürger zu Pfalzel
3) Sunna , seine ehel. Hausfrau die er zu Pfalzel ( kath ) ehel. zur Kirchen geführt hat.
Pfalzel 19.2.1573 m.T. ( 1574 )
Rückseite : Geburtsbrief Michaeln von Pfalzel Ao. 1573 Nr. 121

Fortsetzg. folgt.
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  #36  
Alt 03.04.2009, 19:32
itau
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Standard Ergänzungen : Trierer Geburtsbriefe

Lager 644 :

Georg Herr zu Crichingen und Pittingen , Erbmarschall im Herzogtum Luxemburg u.i. d. Grafschaft Chiny entläßt gegen Zahlung von 4 Rthl. aus der Leibeigenschaft

1) Johann von Manderen
2) Thieß Leineweber

Erwähnt wird der Chrichingensche Amtmann Jerich Frensch
Unterschrift Georgs 15.11.1575
Rückseite : Loeßbrieff Johann von Manderen Ao. 1575 . Nr. 105


Lager 645 .

Vogt , Mayer u. Scheffen des Hochgerichts der Stadt St. Veith ( heute St. Vieth i. sog. Neu - Belgien ( Neundorf 3 km. südwestlich ) erteilen Geburtsbrief für
1) den ehrbaren Drauden Peter von Neundorff ( unter diesem Amt und Gerichtszwang gehörig ) der sich anderswo niederlassen will :

2) Drauden Diederich sel. Gedächtnis,
3) Maria noch am Leben
2und 3 haben lange Zeit ehelich beieinander gesessen .
St. Veith 30.4.1576 , Unterschrift des Stadtschreibers H. SCHAUWART

Rückseite : DRAUDEN Peter von Neundorff Ao. 1576 Nr. 92


Lager 648 :

Mejer u. Gericht des Hobs Schiern ( Schieren a.d. Alzette / Luxemburg ; Grentzingen dicht bei Schieren )
erteilen Geburtsbrief für
1) den ehrsamen Wilhelm Treuwell ( er hat den Familiennamen in Trier nicht behalten . Das Schatzungsregister von 1613 nennt ihn Wilhelm von Scheren )

2) + der ehrbare Treuwels Johann sel.
3) Catharina seine ehel. Hausfrau
3) + Johann Treuwell der alte , Mitgenosse und Scheffe des Hofes .

1) = frei und der Eigenschaft ledig.
01.04.1598

Rückseite : Geburtsbrief TREUWELLS Wilhelms von Schiern Ao. 1598 ; Nr. 41.

Ende .
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  #37  
Alt 05.04.2009, 17:08
schaefera
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Standard Approbirte Hebammen,

Nr.893. Nachbenannte 5 Hebammen haben nach bestandener Prüfung

Approbirte Hebammen, die Approbation erhalten und sind nach stattgehabter Vereidung in Funktion getreten:

1) Adelheid Wingen in Ahrweiler;

2) Frau Catharina Milz in Irlich, Kreis Neuwied;

3) Christina Kuhn in Ulm, Kreis Wetzlar;

4) Frau Elisabeth Bauer in Traben, Kreis Zell;

5) Elisabeth Langer in Kirn, Kreis Creuznach.

Die drei erstgenannten sind auf der Hebammenschule zu Cöln, die beiden andern auf der zu Trier ausgebildet worden.

Coblenz, den 9. November 1855.

Amtsblatt der preusischen Regierung zu Koblenz:
Für das Jahr 1855
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  #38  
Alt 07.04.2009, 09:42
Heinz Heinz ist offline männlich
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Ort: Baesweiler
Beiträge: 67
Reden Hebamme

Hallo habe auch eine Hebamme als Ahnen gefunden :Anne Pese'gebor. um 1668 starb am 20.4. 1748 in Saarlouis .Sie wurde am 15.12.1731 vereidigt ,sie war mit Nicolas Mayer verheirate
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  #39  
Alt 09.04.2009, 10:43
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GertrudF GertrudF ist offline weiblich
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Verschiedenes Amtsblatt Koblenz

In Folge einer Genehmigung des Herrn Ministers der geistlichen Angelegenheiten vom 28. Februar d. J. sind die Katholiken zu Winningen und auf dem Distelberger Hofe von der Pfarrei Güls getrennt und in die Pfarrei Lay umgepfarrt, und es ist die diesfällige Urkunde von dem Herrn Bischof zu Trier am 25. v. Mts. ausgefertigt worden.
Coblenz, den 13. Juni 1860.

Dem Kaufmann Anton Syr zu Kruft ist die nachgesuchte Erlaubnis zur Uebernahme einer Agentur der Versicherung - Gesellschaft „Deutscher Phönix" zu Frankfurt a. M. von uns ertheilt worden.


Der Schiesser Anton Merthes zu Neuwied hat am 9. und 16. Mai d. I. zwei Kinder mit Muth und Entschlossenheit, sowie in richtiger und rascher Auffassung der zum Ziele führenden Mittel, aus den Fluthen des Rheines gerettet, was hiermit belobend zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.

Das Königliche Landgericht zu Bonn hat durch Urtheil vom 12. d. Mts. verordnet, daß über die Abwesenheit des Johann Ezeyder, früher Ackerer zu Rauschendorf, ein Zeugenverhör abgehalten werden soll.


Die mir durch Vermittelung des Königl. Ministeriums der auswärtigen Angelegenheilen zugegangene Urkunde über das am ?. August 1858 zu Straßburg erfolgte Ableben des Gutsbesitzers Gabriel Mathes aus Waldlaubersheim ist heute dem Civilstandsbeamten zu Windesheim Bezugs Eintragung in das Sterberegister übersandt worden.

Nachdem der seitherige Hilfsgerichtsbote Hempel aus seiner Function entlassen ist, soll die von demselben bestellte Dienstkaution zurückgezahlt werden. Es werden demgemäß Alle, welche aus der Dienstführung des Hempel Ansprüche an dessen Kaution erheben zu können glauben, bei Vermeidung des Ausschlusses aufgefordert, solche spätestens in dem am 14. Juli d. .J., Morgens 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Termine anzumelden.
__________________
Viele Grüße

Gertrud


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  #40  
Alt 12.04.2009, 19:14
itau
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Standard Noch ein REUTER ca. 100 Jahre alt

Familienbuch Kell;

Reuter Johann * ca. 1593 , aus Meckenheim + 24.12.1693 etwa 100 Jahre alt

oo 1 )vor 1631 Lucia * um 1591 + 1672, Witwe des Bartholomäus von ULMEN.

oo 2 ) Elisabeth SCHMITZ , + 1711 als Witwe
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