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  #31  
Alt 25.11.2018, 20:45
saku saku ist offline
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Zitat:
Zitat von Nemo63 Beitrag anzeigen
....es hat ja ein dritter (vllt. August) die Lebensalter im KB angegeben und der war ja nur Halbbruder von Nathalie und Agnes und wusste es nicht genau.
Danke für die Idee... das erscheint mir schlüssig !

-Sascha
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  #32  
Alt 25.11.2018, 20:51
saku saku ist offline
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Zitat:
Zitat von Kleinschmid Beitrag anzeigen
...
Bereits 1767 läßt sich in der Stadt Gleiwitz ein Buchbinder namens Gärnter nachweisen. Vermutlich dessen Sohn Ignatz Gärtner wurde dann offiziell 1811/12 als einziger Buchbindermeister in Gleiwitz ausgewiesen. 1816 waren es zwei. Der andere hieß Augustin Ronge aus Deutsch-Neukirch. Er hatte zuvor 1/2 Jahr in Jägerndorf als Geselle gearbeitet. Als er 1816 von der Gründung des Gleiwitzer Gymnasiums erfuhr, verzog er nach dort. Am 19.7.1816 legte er mit nur 20 Jahren den Bürgereid ab. Erst zehn Jahre später kam der bereits erwähnte Neumann nach Gleiwitz, um dort seine Druckerei zu gründen. Ob er dabei auch einen Buchbinder beschäftigte, wissen wir nicht. Unser Joseph hatte eher bei dem Gärtner oder dem Ronge sein Handwerk erlernt.
Danke für die Hintergrundinformationen. Ich habe gerade etwas im Beyträge zur Beschreibung von Schlesien Bd.2 1783 von Zimmermann, Friedrich Albert (1745-1815) gelesen und versucht, ein paar Information über Gleiwitz zu erfahren.

Zitat:
Empfehlenswert ist sicher:
Friedrich Kaminsky: Beiträge zur Geschichte der oberschlesischen Buchbinderei-, Buchdruck- Buchhandels-, Zeitungs- u. Bibliothekswesens bis 1815. Breslau 1927. 131 Seiten.
Es reicht zwar zeitlich nicht ganz heran, könnte aber Hinweise auf Bestände im Gleiwitzer Archiv liefern, die auch den Bereich bis Ende der 1820er Jahre erfassen.
Danke für den Hinweis.
Leider scheinen sich dann so langsam meine Online-Möglichkeiten zu erschöpfen. Auch finde ich keine Webseiten, die mir Einblicke in den Oberschlesischen Wanderer der fraglichen Jahrgänge ermöglichen. Bei der Deutschen Nationalbibliothek werde ich mich bzgl. der Präsenzausgaben des Wanderers erkundigen. Ebenso versuche ich mal per Mail an der Unibibliothek Breslau zu erfragen, ob die von dir genannten Dokumente online einsehbar sind (ggf. gegen Gebühr)

In einem Familysearch-Center der Mormonen habe ich angefragt, ob ich die evangelischen Einträge des Kirchenbuchs von Gleiwitz dort einsehen kann. Ich bin hier auf eine Antwort gespannt.

-Sascha
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  #33  
Alt 26.11.2018, 08:09
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Ich würde mir zunächst den Film ausleihen. Ist es tatsächlich ev. Gleiwitz, sind darauf Taufen, Tote 1840-1858. Somit alle drei fehlenden Tf der Mädchen. Die Bg der Mutter wird vermutlich fehlen, da sie beim Tod des Joseph am 13.2.1857 noch erwähnt wurde. Sie starb somit zws. Frühjahr 1857 u. dem 10.5.1872 (Tod des Ehemannes). Interessant, aber auch unverständlich, daß die Bg von 1857 bei St. Bartholomäus stattfand und die Ortsangabe nun Petersdorf lautet. Das eigentliche Problem hier bleibt die Herkunft der Sophie. Man könnte im SA Gleiwitz die Sterbeurkunden seit Herbst 1874 nach ev. Konieczny durchsuchen. Das werden sicher nicht viele sein. Womöglich finden sich darin Personen, die vom Alter her Sophies Eltern sein könnten und man kommt über den Beruf (auch Handwerker) und entspr. Akten im SA Gleiwitz noch an deren Kinder ran.

Hier würde sich also wirklich eine Reise nach Gleiwitz lohnen. Viel Erfolg!
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  #34  
Alt 26.11.2018, 17:33
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Natürlich längst bekannt: Augusts Sterbeurkunde ist bei Ancestry. 1906 war er nicht mehr kath, sondern ev., nicht mehr Schuhmacher, sondern Krankenpfleger und seine Mutter war nicht mehr die Sophia Konieczny, sondern eine Josefa Kornetschnie. Altersangaben in den KB stimmen nicht, Vor- u. Zunamen in den Standesamtsregistern stimmen nicht.

Man hat es nicht leicht als Familienforscher ...
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  #35  
Alt 26.11.2018, 18:22
saku saku ist offline
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Zitat:
Man hat es nicht leicht als Familienforscher ...
Das stimmt...
Immerhin, Augusts Name + das mit Bleistift geschriebene Geburtsdatum machen den Eintrag verwertbar.
Seine Wandlung vom Schuhmacher zum Krankenpfleger erscheint verwunderlich bis absurd, aber vielleicht war er ja Hilfspfleger.

Von der Unibibliothek Breslau habe ich noch keine Informationen bzgl. des Oberschlesischen Wanderers. Ob es Sinn macht, einen Forumsbeitrag bzgl. heruntergeladener Exemplare aus der Zeit, als sie noch verfügbar waren zu erstellen? Aber wahrscheinlich hätte sie schon jemand online gestellt oder dem Forum hier zur Verfügung gestellt. Ich bin ja sicher nicht der erste, der darin suchen möchte...
Ich bin gespannt - auch auf die Antwort der DNB in Leipzig...

Nach Gleiwitz fahren, wird für mich erstmal leider nicht möglich sein.

-Sascha
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  #36  
Alt 26.11.2018, 19:15
Benutzerbild von Weltenwanderer
Weltenwanderer Weltenwanderer ist offline männlich
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Hallo Sascha,

die Ausgaben des Oberschlesischen Wanderers in der Unibib Breslau sind nicht online. Der Zeitschriftenkatalog ist riesig und bisher noch nicht digital erschlossen (nur als Scans von Karteikarten). Lediglich ein paar wenige Zeitungen sind überhaupt online (im Moment wird das Auraser Stadtblatt online gestellt bzw. erweitert, während die Kattowitzer SBC fleißig Bücher zur Kirchengeschichte in Schlesien online stellt).
Hier ist eine Übersicht aller online-Zeitungen für Schlesien:
https://www.reddit.com/r/AlteNachrichten/wiki/schlesien
Der Oberschlesische Wanderer ist in der ersten Tabelle zu finden.

LG,
Weltenwanderer
__________________
Kreis Militsch: Latzel, Gaertner, Meißner, Drupke, Mager, Stiller
Kreis Tarnowitz / Beuthen: Gebauer, Parusel, Michalski, Wilk, Olesch, Blondzik, Kretschmer, Wistal, Skrzypczyk, von Ziemietzky, von Manowsky
Brieg: Parusel, Latzel, Wuttke, Königer, Franke
Trebnitz: Stahr, Willenberg, Oelberg, Meißner, Latzel
Kreis Grünberg / Freystadt: Meißner, Hummel

Mein Stammbaum bei GEDBAS

Geändert von Weltenwanderer (26.11.2018 um 19:27 Uhr)
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  #37  
Alt 27.11.2018, 12:01
Nemo63 Nemo63 ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Kleinschmid Beitrag anzeigen
... seine Mutter war nicht mehr die Sophia Konieczny, sondern eine Josefa Kornetschnie. Altersangaben in den KB stimmen nicht, Vor- u. Zunamen in den Standesamtsregistern stimmen nicht.

Man hat es nicht leicht als Familienforscher ...

Dazu ein Zitat von agoff.de:
Es wurde nach Gehör geschrieben und so weichen die Namen erheblich voneinander ab, was selbst noch in den Jahren 1946 und 1947 bei der Erfassung der Vertriebenen im Durchgangslager Mariental bei Helmstedt deutlich wird.


Auch die Verwechslung der Vornamen Josepha und Sophia kenne ich von meinen Vorfahren.

Bemerkenswert: "Wohnhaft in Britz im Kreiskrankenhause"...deswegen vielleicht der Berufswechsel.
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  #38  
Alt 27.11.2018, 17:22
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Es fehlt noch die Familie Trzaskalik bzw. die I. Ehefrau des Buchbinders Josef K.

Es handelt sich zwar hier ebenfalls um einen nicht gerade seltenen Familiennamen in Oberschlesien, aber wie bereits festgestellt, erscheint er in den drei Indices der kath. KB Allerheiligen erst 1820 mit der Tf eines Sohnes des Fleischermeisters Johann T. u. d. Marianna Bombetzky (oder Macha/Machowsky?). Noch viele weitere aus der Familie übten später dieses Handwerk aus, so daß die 'alten Gleiwitzer' bei den Namen sicher alle direkt an Wurst u. Braten dachten. Neben diesem Johann (~1796-1834) gab es noch seine zwei vermeintlichen Brüder, die 1825 heirateten und der Pfarrer ausnahmsweise mal im KB auch deren Herkunft nortierte. Sie stammten aus Skotschau in Österreichisch-Schlesien. Franz (~1802-1879) war ebenfalls Fleischer. Joseph (~1800-1861) war Tischler. 1832 u. 1834 waren bekanntlich ein Joseph und eine Marianne Trzaskalik Paten bei den Kindern des Joseph Kuczora und der Marianne Trzaskalik. Dabei handelt es sich um den zuvor genannten Tischler und seine Ehefrau Marianne Wawerda. Ebenso hatte 1825 Marianne Trzaskalik die Patenschaft bei einem Kind des Tischlers Joseph T. u. Marianne W. übernommen. Hier muß man einfach davon ausgehen, daß Marianne, die I. Ehefrau des Joseph K., die jüngere Schwester der Gebrüder Johann, Franz u. Joseph T. war und somit ebenfalls aus Skotschau stammt.

Über die Gleiwitzer Fleischer-Innung blieb noch einiges erhalten, so daß man sicher noch mehr Details über die Fam. Trzaskalik in Erfahrung bringen sollte.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Trzaskalik.JPG (151,0 KB, 5x aufgerufen)

Geändert von Kleinschmid (28.11.2018 um 09:19 Uhr)
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  #39  
Alt 27.11.2018, 17:30
saku saku ist offline
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Zitat:
Zitat von Weltenwanderer Beitrag anzeigen
Hallo Sascha,

die Ausgaben des Oberschlesischen Wanderers in der Unibib Breslau sind nicht online. Der Zeitschriftenkatalog ist riesig und bisher noch nicht digital erschlossen (nur als Scans von Karteikarten). ...
Hallo Weltenwanderer,

danke für deinen Hinweis. Meine Anfrage wurde auch beantwortet:
Zitat:
Zitat von Unibibliothek Breslau
Guten Tag,

unsere Zeitschrift ist nicht digitalisiert worden. Zwei Jahrgaenge (1848, 1849) sind durch der Schlesiche Digitale Bibliothek verfuegbar https://www.sbc.org.pl/dlibra/public...e=en#structure Sie koenen eine Digitalisierung der Jahrgaenge 1840-1850 in unserer Bibliothek bestellen aber das wurde etwa 1200-1500 Euro kosten.

Mit freundlichen Gruessen
....
Abteilung fuer die Wissenschaftliche Information
Viel "Holz" für die Wahrscheinlichkeit eines Hinweises...



@Nemo63:
Ja, das habe ich mir auch gedacht. Aber zum Glück ist es leicht, die "Gleichheit" zwischen Josepha Kornetschnie und Sophia Konieczny zu erahnen.

-Sascha

Geändert von saku (27.11.2018 um 17:32 Uhr)
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  #40  
Alt 27.11.2018, 17:48
saku saku ist offline
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Zitat:
Zitat von Kleinschmid Beitrag anzeigen
Es fehlt noch die Familie Trzaskalik bzw. die I. Ehefrau des Buchbinders Josef K.

Es handelt sich zwar hier ebenfalls um einen nicht gerade seltenen Familiennamen in Oberschlesien, aber wie bereits festgestellt, erscheint er in den drei Indices der kath. KB Allerheiligen erst 1821 mit der Tf einer Tochter des Fleischermeisters Johann T. u. d. Marianna Macha/Machowsky. Noch viele weitere aus der Familie übten später dieses Handwerk aus, so daß die 'alten Gleiwitzer' bei den Namen sicher alle direkt an Wurst u. Braten dachten. Neben diesem Johann (~1796-1834) gab es noch seine zwei vermeintlichen Brüder, die 1825 heirateten und der Pfarrer ausnahmsweise mal im KB auch deren Herkunft nortierte. Sie stammten aus Skotschau in Österreichisch-Schlesien. Franz (~1802-1879) war ebenfalls Fleischer. Joseph (~1800-1861) war Tischler. 1832 u. 1834 waren bekanntlich ein Joseph und eine Marianne Trzaskalik Paten bei den Kindern des Joseph Kuczora und der Marianne Trzaskalik. Dabei handelt es sich um den zuvor genannten Tischler und seine Ehefrau Marianne Wawerda. Ebenso hatte 1825 Marianne Trzaskalik die Patenschaft bei einem Kind des Tischlers Joseph T. u. Marianne W. übernommen. Hier muß man einfach davon ausgehen, daß Marianne, die I. Ehefrau des Joseph K., die jüngere Schwester der Gebrüder Johann, Franz u. Joseph T. war und somit ebenfalls aus Skotschau stammt.

Über die Gleiwitzer Fleischer-Innung blieb noch einiges erhalten, so daß man sicher noch mehr Details über die Fam. Trzaskalik in Erfahrung bringen sollte.


Hallo Kleinschmid,

ich bin schier sprachlos, was und wie schnell du hier alles herausgefunden hast. Vielen Dank (und lass dich bitte nicht bremsen )

Ich hab jetzt hier viel zu lesen... Meine Güte ...

-Sascha

Geändert von saku (27.11.2018 um 17:48 Uhr) Grund: Fipptehler
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