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  #1  
Alt 07.09.2009, 21:44
karlfriedrich
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Beiträge: n/a
Standard Klogstorb (de Clokestorpe)

Per Familysearch habe ich die Linie der Aurbach-Familie aus Bad Langensalza zurückverfolgt. Am Ende dieser Kette taucht ein

Aurbach, Kurt * Bad Langensalza 1382 + Bad Langensalza nach 1465 auf.

Die Heirat soll 1407 in Bad Langensalza mit Guellen Klogstorb stattgefunden haben. Diese Hochzeit und den Namen fand ich auf einer weiteren Seite auch mit "de Clokestorpe" angegeben:

http://www.familypursuit.com/genealo...storb-b.1386-1


In diesem Zusammenhang bin ich noch auf folgende Daten gestoßen:
Um 1295 wurde (in Lübeck ?) Johannes Molnere de Clokestorpe geboren, der um 1319 die Bürgerschaft in selbiger Stadt erwarb.
Unweit von Lübeck gelegen, wurde 1291 auf Anordnung die Burg Clokestorpe im heutigen Carlow-Klocksdorf zerstört, aber einige Zeit danach wieder aufgebaut.

Aufgrund der großen Zeitspanne ist es natürlich nicht leicht herauszufinden, was damals wirklich passiert ist.

Handelt es sich bei Guellen Klogstorb wirklich um eine "de Clokestorpe", und ist sie eine Nachfahrin des Johannes Molnere ? Oder ist "de Clokestorpe" eher eine Herkunftsbezeichnung, sodass der Burgbesitzer und die Ehefrau des Kurt Aurbach vielleicht aus einem Dorf kamen, aber nicht verwandt waren ?

Die Verbindung habe ich bislang in keiner Internetquelle finden können.
Auch an Dokumente heranzukommen, dürfte schwierig sein.

Ist der Name eventuell im Genealogischen Handbuch des Adels aufgeführt ?
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  #2  
Alt 07.09.2009, 23:36
Benutzerbild von Hina
Hina Hina ist offline weiblich
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Registriert seit: 03.03.2007
Ort: Skive, Danmark
Beiträge: 4.662
Standard

Hallo rolo,

Mittelaltergenealogie ist eine sehr komplizierte Angelegenheit. Meist ist auf Grund der sehr dünnen Urkundenlage kein Licht ins Dunkel zu bringen.
Ich denke, bei Klogestorb und Clokestorpe dürfte es sich in allen Fällen um Herkunftsnamen handeln.

Wem die Burg gehörte und ob sie tatsächlich im Jahre 1291 zerstört wurde, ist nicht gesichert. Aus den Urkunden geht nur hervor, dass es sie gab und dass sie in dem Jahr zerstört werden sollte, nicht aber ob es tatsächlich gelang (s. die verschiedensten Urkundenbücher).

Eine adelige Familie de Clokestorpe oder Klocksdorf o.ä. Varianten ist nicht überliefert, dafür war es üblich, die Leute mit Beinamen entsprechend ihrem Herkunftsort zu bezeichnen. Gerade in Norddeutschland haben wir ja heute noch sehr häufig das von XYZ in bürgerlichen Familiennamen.

Leider findet sich zu der von Dir verlinkten Person keine Quelle. Es ist auch nicht sonderlich selten, dass unsere amerikanischen Freunde recht sorglos mit geographischen Deutungen umgehen. Insofern würde ich den Eintrag nicht überbewerten. Das thüringische Bad Langensalza hieß ja zu der Zeit natürlich auch nicht so, sondern Salza. Ob überhaupt und wenn ja, wie und warum nun eine Frau oder ihre Vorfahren im Mittelalter aus dem Bistum Ratzeburg nach Thüringen auswanderten, wird sich kaum ergründen lassen, es ist allerdings schwer vorstellbar. Das war eine Auswanderung über viele Ländergrenzen hinweg.

Viele Grüße
Hina
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"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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  #3  
Alt 10.09.2009, 23:04
karlfriedrich
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Danke für Deine Hilfe.
Hier habe ich noch einen Datensatz gefunden, in dem es in englischer Sprache heißt, die Familie hätte ihre Ursprünge in Lübeck und sie wären im 13. und 14. Jahrhundert Kleiderhändler gewesen.
Das könnte auch die Wanderschaft der besagten Person erklären.
Es ist zudem eine Quelle angegeben, vielleicht finde ich noch mehr.


http://wc.rootsweb.ancestry.com/cgi-..._tree&id=I1241
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  #4  
Alt 10.09.2009, 23:16
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Hina Hina ist offline weiblich
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Registriert seit: 03.03.2007
Ort: Skive, Danmark
Beiträge: 4.662
Standard

Hallo rolo,
das besagt nur, dass es eine Familie dieses Namens in Lübeck gab und daran ist ja auch nicht zu zweifeln. Daran, dass viele Lübecker Familien Händler waren ebenso nicht, denn durch den Handel wurde Lübeck eine reiche und berühmte Stadt. Dass eine Familie dieses Namens nach Salza auswanderte, ist dennoch eine etwas zweifelhafte Angelegenheit. Gäbe es tatsächlich urkundliche Belege, würde der Zeitraum der Einwanderung auch eingegrenzt werden und die thüringische Genealogie auch weiter geführt werden können oder zumindest sollte es Hinweise geben, was auf einen tatsächlichen Zusammenhang deutet. Ich will niemandem zu nahe treten, aber das sieht mir ein wenig nach Rekordjagd aus .
Viele Grüße
Hina
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