#11  
Alt 04.07.2007, 23:41
Apollonia Apollonia ist offline
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Liebe Hina,

da bist du ja zu beneiden. So hast du es aufgrund deiner Abstammung sicher ein wenig einfacher mit deiner Forschung. Außerdem beneide ich dich, denn aufgrund von Ahnengalerien kannst du sicher sehr viele Bilder deiner Ahnen, deren Ursprung weit zurück reicht, betrachten.

Das war immer ein Traum von mir.....ich habe mir oft vorgestellt, ich besichtige ein historisches Gebäude und gehe einen langen Gang entlang mit einer Ahnengalerie und zeige meinen Kindern die Gemälde ihrer UrUrUr...Großeltern. Das älteste Familienfoto, das ich besitze zeigt meine UrUrGroßmutter mütterlicherseits samt Familie. Väterlicherseits habe ich auch noch ein Foto meiner Urgroßeltern samt ihren Kindern.

Betreffend Adelsverzichts-Recherche ist es sicher effizienter, wenn ich im Staatsarchiv persönlich nachforsche, wenn das möglich ist. Auf jeden Fall ist das wieder ein möglicher Anhaltspunkt, eventuell mehr über Dionysius' Wurzeln zu erfahren. Bisher wusste ich ja einfach nicht, wo ich ansetzen sollte. Vielen Dank nochmals für den Tipp.

Liebe Grüße
Apollonia
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  #12  
Alt 05.07.2007, 00:44
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo Apolonia,

ich drücke Dir die Daumen, dass Du im Staatsarchiv etwas finden kannst. So viel ich weiß, ist es zugänglich. Ein Problem wäre allerdings, wenn der Dionysus schon vorher in einem anderen Herrschaftsgebiet seinen Adel abgelegt hatte.

Von meinen Ahnen habe ich tatsächlich eine große Menge Abbildungen. Von wem die älteste zeitgenössische Darstellung ist, weiß ich allerdings gar nicht. Da habe ich nicht drauf geachtet. Es ist auch ganz witzig, wenn man in Schlössern und Gemäldegalerien seine Ururur.....großeltern zu sehen bekommt. Besonders die Pausbacken sind immer sehr auffällig. Auf die schlanke Linie wurde eher nicht geachtet ;-).

Viele Grüße
Hina
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  #13  
Alt 06.07.2007, 11:54
Apollonia Apollonia ist offline
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Hallo Hina,

vielen Dank für deine Unterstützung. Mein Problem ist wirklich, weil ich nicht weiß, woher Dionysius einst gekommen ist und wo er (wenn überhaupt) seinen Titel abgelegt hat. Aber ich werde vielleicht auch beim Deutschen Adelsrechtsausschuss anfragen und hoffen, dass man da auch eventuell schriftlich Auskunft erhält.

Ich weiß von der Familie Haid von Haidenburg, dass sich ein Teil davon eine Zeit lang nur Haid genannt, ein anderer Teil nur von Haidenburg und dann teilweise wieder auf Haid von Haidenburg zurückgegriffen hat.

Kann es sein, dass Dionysius vielleicht einfach nur beschlossen hat, sich in den Pfarrmatriken nur mit Harn bzw. Haid(en) eintragen zu lassen? Oder, war es bereits damals Vorschrift, seinen Namen durch Urkunden zu belegen, wenn man zB ein Kind taufen ließ oder heiratete?

Liebe Grüße
Apollonia
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  #14  
Alt 06.07.2007, 17:35
Joachim v. Roy Joachim v. Roy ist offline
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Hallo Apollonia,

der „Adelsrechtsausschuß“ wäre nicht der richtige Ansprechpartner, vielmehr müßten Sie Ihre Anfrage an das - mit nur wenigen Mitarbeitern ausgestattete - DEUTSCHE ADELSARCHIV in Marburg a.d. Lahn richten. Dessen Auskünfte aber sind gebührenpflichtig!

Freundliche Grüße vom Rhein
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  #15  
Alt 06.07.2007, 18:06
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Liebe Apollonia,

den "verschleierten" Adel gab es natürlich. Aus welchen Gründen auch immer hat wohl manch einer seinen Namen nicht vollständig angegeben. Ausgewiesen haben sich die Leute in den Pfarrämtern wohl auch nicht, sonst würden nicht in so vielen Kirchenbucheinträgen die Namen verändert stehen. Bei meinen Breunner gibt es zeitgenössische Urkunden, die die selbe Person mal als Breunner, Breuner, Breiner oder Breyner auswiesen.

Wenn also ein Zugezogener beim Pfarrer seinen Namen angab, dann wurde der Name wohl eher so eingetragen, wie der Pfarrer ihn verstand. Auf dem Heiratseintrag meines einen Ururgroßvaters steht z.B. auch Eltern und Geburtsort unbekannt, obwohl es durchaus bekannt war und sein Geburtsort sogar in der Absolventenliste der Universität, wo er studierte, eingetragen ist. Ich glaube ganz so genau, wurde es damals einfach nicht genommen.

Viele Grüße
Hina
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  #16  
Alt 06.07.2007, 18:48
Apollonia Apollonia ist offline
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Hallo Joachim von Roy,

vielen Dank für den Hinweis, es beim Archiv des Deutschen Adelsausschusses zu versuchen. Ich habe vor Jahren bereits mal übers Internet unter www.edelleute.at Informationen bestellt und auch erhalten. Sie waren jedoch leider nicht sehr ergiebig und ich konnte nicht wirklich feststellen, ob es einen Zusammenhang mit meiner Familie und diesen Unterlagen gibt.

Aber ich werde nun beim Deutschen Adelsausschuss mein Glück versuchen.

Nochmals vielen Dank und liebe Grüße
Apollonia



Hallo Hina,

dass die Eintragungen früher nicht immer so exakt durchgeführt wurden, habe ich bereits mehrmals feststellen müssen. Ich habe jedoch gedacht, dass es bei den Eintragungen Adeliger genauer abgelaufen sein müsste, denn diese waren ja gebildet, konnten also selbst lesen und schreiben und hatten ihre Familiendaten ja schriftlich dokumentiert.

Ich denke schon fast, Dionysius wollte seine Herkunft verschleiern, oder sie war ihm vielleicht nicht so wichtig?

Weißt du zufällig, ob man früher einfach vom protestantischen Glauben zum katholischen übertreten konnte, oder ob dafür ein amtliches Zeremoniell mit Herkunftsnachweis notwendig war? Oder konnte man bei einer Hochzeit einfach nur ohne einen Nachweis dafür zu erbringen, angeben, dass man katholisch ist?

Die Haid-Haidenburg aus dem Elsass waren (alle?) Protestanten. Die Nachkommen waren dann teils katholisch, teils protestantisch. Nun ist meine Überlegung, dass Dionysius vielleicht, als er hier in meine Heimat kam als (eventueller) Protestant Probleme gehabt hätte und so einfach konvertiert ist zum katholischen Glauben? Was meinst du dazu?

Liebe Grüße
Apollonia
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  #17  
Alt 06.07.2007, 19:06
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Liebe Apollonia,

nicht beim Adelsausschuß sonder Adelsarchiv in Marburg. Aber das war sicher von Dir nur ein Verschreiber ;-).

Deine Frage kann ich Dir leider nicht klar beantworten. Ich denke auch, dass das durchaus recht unterschiedlich gehandhabt wurde mit der Konvertierung. Manch einer brauchte da sicher nicht große "Aktionen" zu machen, denn die Kirche war ja auch recht froh, wenn einer wieder zum "rechten Glauben" fand. Zumindest lohnt aber sicher ein Blick in das Kirchenbuch, denn eigentlich müßte es tatsächlich einen Eintrag dazu gegeben haben, es sei denn, er gab sich von Anfang an dort als Katholik aus, auch wenn er es vielleicht nicht wirklich war.

Viele Grüße
Hina
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  #18  
Alt 08.07.2007, 16:50
Apollonia Apollonia ist offline
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Hallo Hina,

ja, da habe ich mich vertippt :O. Ich meinte natürlich Adelsarchiv.

Ja, dieser Dionysius gibt mir wirklich sehr viele Rätsel auf. Laut der ersten Eintragung, die ich von Dionysius finden konnte, schien er bereits von Haus aus, katholisch gewesen zu sein. Aber ich werde mich nochmals im Pfarramt erkundigen, ob ein Religionsübertritt vielleicht in einem gesonderten Buch vermerkt wurde.

Liebe Grüße
Apollonia
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  #19  
Alt 13.11.2008, 16:22
mumof2 mumof2 ist offline weiblich
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Hallo,

ich weiß, diese Diskussion um "von Haren" ist bereits länger beendet. Aber ich bin erst heute auf sie gestoßen. Vielleicht kann ja auch mir jemand von Euch helfen. Ich suche auch Informationen zur Familie von Haren/ von Haaren. Und zwar speziell zu H(e) inrich von Haren, geboren in Stade um 1575, ab 1645 königl. schwed. Kanzel der Regierung Stade im Herzogtum Bremen. Über seine Ämter usw. habe ich mich bereits informieren können. Nun suche ich Informationen zu seinem Vater/ Mutter/ Ehefrau/ Kinder.
Ist der in Jork genannte Gräfe Matthias von Haaren sein Sohn?

Über weitere Infos und/oder Suchansätze würde ich mich freuen. Vielen Dank

mum of 2
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  #20  
Alt 13.11.2008, 22:17
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo mum of 2,

sei herzlich willkommen.
Es ist kein Problem, wir greifen Themen auch gerne wieder auf.

Ich kann hier leider nur mit Ehefrau und einer Tochter (über die von Bülow) weiterhelfen.

Heinrich von Haren zu Lahr und Hopen, um 1590-1669, Fürstlich Münsterscher Landrat oo Anna Sophie von Harling aus dem Hause Eversen-Oldenburg, 1592-nach 1669
Tochter: Margarete von Haren zu Hope ?-1660, oo 1642 Christian von Bülow auf Essenrode, Lüneburgischer Amtshauptmann und Schatzrat 1575-1639

Im Archiv für Sippenforschung wird Heinrich von Haren für 1647 als Rentmeister angegeben.

Als Eltern kämen evtl. infrage: Heinrich von Haren + Stade oo Eulalia Oelgart + 10.5.1627 Stade

Dass Matthias von Haren aus Twielenflet (7 km von Stade entfernt) ein Sohn des og. Heinrich gewesen sein könnte, ist anzunehmen, denn das beschriebene Wappen seiner Familie in der St. Matthias Kirche Jork, ist das der westfälischen Familie von Haaren auf Lahr und Hopen (Hopen ist ein Gut bei Lohne).

Hier die Wappenbeschreibung aus dem Rietstap. Wobei sich alle nicht so ganz einig werden, ob die drei Teile Dengeleisen, Haspeln oder Stöcke sein sollen.

Dieses westfälische adelige Geschlecht von Haren erlosch 1794. Deshalb sind ihre Genealogien leider weder im alten Gotha noch im Genealogischen Handbuch des Adels beschrieben. Jedoch sind die frühen Generationen bei Jürgen von Damm, Vorfahren des Tile von Damm, Genealogie um die Familie von Damm in Braunschweig, Band 5, Braunschweig 1999 teilweise beschrieben. Die Genealogie beginnt mit Raban von Haren im 11. Jh.

Viele Grüße
Hina
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