#1  
Alt 08.06.2011, 14:06
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VerenaRohde VerenaRohde ist offline weiblich
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Standard sowas wie eingetragene Lebenspartner

Mich würde interessieren, ob es früher schon Stammbäume gab, in denen zwei Frauen, natürlich nicht als Ehepartner, aber als Partner geführt wurden. Heute dagegen würde es ja kein Problem mehr darstellen, da es ja in Deutschland die eingetragene Lebenspartnerschaft gibt.
Wie war das früher??? Ich vermute,...wahrscheinlich alles heimlich und unter den Teppich gekehrt. Finde dies aber als einen interessanten Diskussionsbeitrag.
Gruß Verena
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  #2  
Alt 08.06.2011, 15:55
sternap sternap ist offline
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wir haben einen solchen fall in der vergangenheit. der mann, war zuerst in ungarn nach dem bekenntnis einer evangelischen freikirche verheiratet und angeblich rechtmässig geschieden worden.die papiere habe ich noch nicht ausheben können.

nach auswanderung in ein anderes gebiet, in dem es ausschliesslich die katholische trauung, und damit kein recht auf scheidung gab, liess ihn der bischof nicht noch einmal katholisch heiraten.
das paar lebte über fünfunddreissig jahre unverheiratet zusammen.
es ist mir zuwider, das paar abfällig als "nur liiert" zu führen. es zog schliesslich seine zwei kinder aus erster ehe, ihre zwei aus erster ehe, und die drei gemeinsamen auf.
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freundliche grüße

sternap
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  #3  
Alt 08.06.2011, 16:31
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Karl Heinz Jochim Karl Heinz Jochim ist offline männlich
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Hallo, Verena,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, geht es Dir hier um gleichgeschlechtliche Partnerschaften!? Darf ich dazu an Dich und auch an die anderen Forum-Benutzer eine Frage stellen: Wie geht Ihr dabei mit dem Eintrag in ein genealogischen Programm um, in dem es bei Paaren nur Männer und Frauen gibt? Ich kann doch auf der (rechten, Frauen-) Seite unter eine ungerade Kekulé-Nr. nicht noch einen Mann eingeben, oder umgedreht auf der linken Männer-Seite mit geraden Kekulé-Nrn. nicht noch eine Frau. Ich weiß auch nicht, ob das Programm beim Zusammenschluss der Familien eines gleichgeschlechtlichen Paares überhaupt die Namen dann annimmt. Ist jemand in der Lage, mir dazu Auskunft zu geben, auch wenn ich diesen Fall aktuell nicht habe? Ich bin nur durch Deine Frage jetzt drauf gekommen.

Vielen Dank im voraus und liebe Grüße

Karl Heinz



Zitat:
Zitat von VerenaRohde Beitrag anzeigen
Mich würde interessieren, ob es früher schon Stammbäume gab, in denen zwei Frauen, natürlich nicht als Ehepartner, aber als Partner geführt wurden. Heute dagegen würde es ja kein Problem mehr darstellen, da es ja in Deutschland die eingetragene Lebenspartnerschaft gibt.
Wie war das früher??? Ich vermute,...wahrscheinlich alles heimlich und unter den Teppich gekehrt. Finde dies aber als einen interessanten Diskussionsbeitrag.
Gruß Verena
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  #4  
Alt 08.06.2011, 17:27
Pitka Pitka ist offline weiblich
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Hallo,

dazu fällt mir noch etwas ganz andres ein, was ja heutzutage auch nicht mehr so selten und auch per Gesetz geregelt ist.

Wie geht Ihr mit Personen um, die nach dem Transsexuellengesetz ihren Personenstand von männlich auf weiblich oder umgekehrt und auch ihre Vornamen geändert haben?
Und auch bei solchen Personen können bereits Kinder (manchmal sogar gemeinsame Kinder) existieren.

Fällt damit auch die Eintragung in Ahnenprogramme aus dem Rahmen dieser Programme?

Liebe Grüße
Pitka
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  #5  
Alt 08.06.2011, 18:20
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Hallo, zuerst zu den Programmen. Ich benutze das Ahnenblatt, dort wird bei gleichgeschlechtlichen Einträgen kurz durch ein popup, dauf hin gewiesen, durch betätigen des Buttums ignorieren, lässt das Programm gleichgeschlechtliche Paare zu. Also kein Problem.
Nun zu dem Thema Transsexualität: Dies trifft auf mich zu. Nach der gerichtlichen Vornamenänderung, führst Du alle Dokumente mit deinem neuen Namen. Nach der erfolgten Geschlechtangleichenden Operation wird gerichtlich auch der komplette Personenstand, Geburtsurkunde und Geburtenregister geändert. Die evangelische Kirche erkennt dies auch an und ändert die Kirchenbücher, bei Muslemen wird es auch so gehandhabt. Nur russisch-ortodox und römisch-katholische Kirchen erkennen dies nicht an. Außerdem erlässt das Amtsgericht für minimum 5 Jahre für transsexuelle Menschen eine Melderegistersperre, die alle 5 Jahre verlängert werden kann, aber nicht muß. Sie dient zum Schutz Betroffener vor Ausspähung.

LG Verena
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  #6  
Alt 08.06.2011, 18:29
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Zitat:
Zitat von Karl Heinz Jochim Beitrag anzeigen
Wie geht Ihr dabei mit dem Eintrag in ein genealogischen Programm um, in dem es bei Paaren nur Männer und Frauen gibt? Ich kann doch auf der (rechten, Frauen-) Seite unter eine ungerade Kekulé-Nr. nicht noch einen Mann eingeben, oder umgedreht auf der linken Männer-Seite mit geraden Kekulé-Nrn. nicht noch eine Frau.
Da gleichgeschlechtliche Paare keine Nachkommen haben können (wenn ich das mit den Bienchen und Blümchen richtig verstanden habe), sollte die Kekulé-Nr. kein Problem sein. Die meisten Programme ermitteln in einer Ahnenliste die Nr. eh selbst, je nach Ausgangsperson.

Zitat:
Zitat von Karl Heinz Jochim Beitrag anzeigen
Ich weiß auch nicht, ob das Programm beim Zusammenschluss der Familien eines gleichgeschlechtlichen Paares überhaupt die Namen dann annimmt.
Namen sind Schall und Rauch, prinzipiell kannst Du jeden Namen angeben, auf die Angabe des Geschlechts kommt es an. Da reagieren einige Programme unterschiedlich:

PAF: gleichgeschlechtlicher Partner kann nicht eingegeben werden
Ahnenblatt: gleichgeschlechtliche Ehepartner können eingegeben werden, bei der Fehlerprüfung wird darauf hingewiesen, daß evtl. ein Fehler vorliegen könnte. Die Partner werden im Verwandschaftsbaum aber korrekt dargestellt.
Ages!: Keine Probleme. Eingabe möglich, wird auch nicht als Fehler angemeckert.

Zum Thema Transsexualität:
Diesen Sonderfall wird man mit keinem Programm ordentlich verwalten können. Da bleibt nur, einen Roman in die Bemerkungen zu schreiben.
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Vom Standpunkt der Jugend aus gesehen
ist das Leben eine unendlich lange Zukunft.
Vom Standpunkt des Alters aus
eine sehr kurze Vergangenheit.
Arthur Schopenhauer, 1788 - 1860, dt. Philosoph
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  #7  
Alt 08.06.2011, 18:36
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wer Fragen zu der Thematik hat, darf sich gern bei mir melden. Als selbst Betroffene gebe ich gern offen Auskunft.
LG Verena
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  #8  
Alt 08.06.2011, 18:59
sternap sternap ist offline
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man müsste diese problematik auch in foren der betroffenen posten.auf die schnelle habe ich keines gefunden.

es freut mich, dass du das thema artikuliert hast.
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freundliche grüße

sternap
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  #9  
Alt 08.06.2011, 19:07
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Hallo, das interessiert in diesen Foren niemanden. Die rechtliche Seite ist allen Betroffenen deutlich bewusst, da sie ja den gerichtlichen Prozess selbst führen müssen.
LG Verena

PS: wen es trotzdem interessiert, alle rechtlichen Fragen dazu gibt es bei der dgti.org = Deutsche Gesellschaft transidenter Menschen.
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  #10  
Alt 08.06.2011, 19:23
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mir ist es ein anliegen, wo immer möglich, die vielfalt des wirklichen lebens kennenzulernen.
menschen mit nicht durchschnittlicher lebensweise oder mit anderen körperlichen voraussetzungen zu bestärken, war mir immer schon ein anliegen.
mein verständnis enstand oft nur durch den einblick, den betroffene mir durch ihre beiträge in foren oder zeitungen gewährten.


nochmals herzlichen dank!
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freundliche grüße

sternap
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