#11  
Alt 15.06.2009, 09:36
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Hallo Mario,
ein Adjuvant war das Mitglied des Kirchenchors, der auch "Adjuvantenchor" genannt wurde. Habe darüber zahlreiche Unterlagen, weil es auch einen meiner Ahnen betraf (allerdings nicht in Elxleben).
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Liebe Grüße von Luise
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  #12  
Alt 15.06.2009, 21:31
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Hallo Mario,

ich freu mich, von dir zu hören.

Und noch mehr freue ich mich darüber, dass wir wahrscheinlich doch den Hans Kind von um 1640 als gemeinsamen Spitzenahnen haben.
Eine Kopie des Taufeintrages habe ich noch nicht, weil ich erst am 16.7. wieder im Pfarramt bin.
Tja, ich war halt nicht untätig in den letzten Monaten, so dass ich mich bis zum Hans Kind vorarbeiten konnte.

Deinen „Michael Heinrich“ habe ich leider (bis jetzt) meiner Linie noch nicht richtig zuordnen können. Er könnte aber der Sohn von Johann Caspar Kind und Barbara Justine Nödlich sein. Richtig? Der Spitzenahn dieser Linie ist nach meiner Vermutung der Michael Kind * 1690. Welches Verwandtschaftsverhältnis dieser Michael Heinrich Kind zu meinem /unserem ? Hans Kind * 1640 hat, konnte ich bisher noch nicht herausfinden.

Meine Linie (mütterlicherseits) ausgehend von meinem Urgroßvater Johann Friedrich Kind würde ich dir gern - wenn du damit einverstanden bist - per PN senden. Vielleicht kommen wir damit unserer „Verbindung“ näher.
Wäre doch schön, wenn du deine Daten mit den meinen in Zusammenhang bringen könntest.

Übrigens hat mich der „Adjuvant“ ebenfalls zum Verzweifeln gebracht. Er taucht bei mir bei einem Paten in einem Taufeintrag von 1786 auf. Luise hat Recht. Es ist sowas wie ein Chorsänger.

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Viele Grüße, Oma
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  #13  
Alt 15.06.2009, 21:32
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Zitat von Luise Beitrag anzeigen
Hallo Mario,
ein Adjuvant war das Mitglied des Kirchenchors, der auch "Adjuvantenchor" genannt wurde. Habe darüber zahlreiche Unterlagen, weil es auch einen meiner Ahnen betraf (allerdings nicht in Elxleben).
Hallo Luise,

hab mich nochmals im Internet schlau gemacht. Das stimmt, aber als Adjuvant wurden damals auch die Hilfslehrer bezeichnet. Ich denke aber das Mitglied des Kirchenchors doch wahrscheinlicher ist, da er vorher als Taglöhner gearbeitet hat. Allerdings würde mich aber auch eine Anstellung als Hilflehrer nicht wirklich wundern, da aus verschiedenen Quellen bekannt ist wer damals notgedrungen zum Lehrer gemacht wurde (z.B. Kriegsveteranen). Lehrer war kein sonderlich beliebter Beruf und alles andere als gut bezahlt. Freut mich sehr das Du mich darauf aufmerksam gemacht hast, denn diese Deutung des Begriffs war mir nicht bekannt. Vor 20 Jahren gab es noch keine Möglichkeit im Internet zu recherchieren und manche Dinge sollte einfach nochmal hinterfragt werden.

Viele Grüße,

Mario
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  #14  
Alt 15.06.2009, 21:48
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Hallo Mario,

du warst ein Minütchen schneller ich.

Damit du meinen Beitrag noch liest, schieb ich mich mal vor dich.
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Viele Grüße, Oma
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  #15  
Alt 15.06.2009, 22:13
Ragnar Ragnar ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von oma Beitrag anzeigen
Hallo Mario,

ich freu mich, von dir zu hören.

Und noch mehr freue ich mich darüber, dass wir wahrscheinlich doch den Hans Kind von um 1640 als gemeinsamen Spitzenahnen haben.
Eine Kopie des Taufeintrages habe ich noch nicht, weil ich erst am 16.7. wieder im Pfarramt bin.
Tja, ich war halt nicht untätig in den letzten Monaten, so dass ich mich bis zum Hans Kind vorarbeiten konnte.

Deinen „Michael Heinrich“ habe ich leider (bis jetzt) meiner Linie noch nicht richtig zuordnen können. Er könnte aber der Sohn von Johann Caspar Kind und Barbara Justine Nödlich sein. Richtig? Der Spitzenahn dieser Linie ist nach meiner Vermutung der Michael Kind * 1690. Welches Verwandtschaftsverhältnis dieser Michael Heinrich Kind zu meinem /unserem ? Hans Kind * 1640 hat, konnte ich bisher noch nicht herausfinden.

Meine Linie (mütterlicherseits) ausgehend von meinem Urgroßvater Johann Friedrich Kind würde ich dir gern - wenn du damit einverstanden bist - per PN senden. Vielleicht kommen wir damit unserer „Verbindung“ näher.
Wäre doch schön, wenn du deine Daten mit den meinen in Zusammenhang bringen könntest.

Übrigens hat mich der „Adjuvant“ ebenfalls zum Verzweifeln gebracht. Er taucht bei mir bei einem Paten in einem Taufeintrag von 1786 auf. Luise hat Recht. Es ist sowas wie ein Chorsänger.

Hallo Oma,

das wird ja noch richtig spannend ...
Mein Michael Heinrich ist der Sohn von Johann Melchior Kind * 17.09.1751 + 01.05.1823 und der Maria Elisabetha Winzer * um 1754 + 30.10.1822. Andererseits wo ein Melchior ist kann auch ein Caspar nicht weit sein. Sehr gerne würde ich natürlich versuchen Deine Daten in Zusammenhang zu bringen. Ich bin sicher das wir da irgendwie weiterkommen.

Viele Grüße,

Mario
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  #16  
Alt 15.06.2009, 22:24
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Hallloo Mario,

Zitat:
Zitat von Ragnar Beitrag anzeigen
Hallo Oma,

das wird ja noch richtig spannend ...
Mein Michael Heinrich ist der Sohn von Johann Melchior Kind * 17.09.1751 + 01.05.1823 und der Maria Elisabetha Winzer * um 1754 + 30.10.1822. Andererseits wo ein Melchior ist kann auch ein Caspar nicht weit sein. Sehr gerne würde ich natürlich versuchen Deine Daten in Zusammenhang zu bringen. Ich bin sicher das wir da irgendwie weiterkommen.

Viele Grüße,

Mario

Und dein/mein Johann Melchior Kind hatte eine Tochter Martha Eleonora Kind * 18.3.1778. Diese hat Johann Conrad Kind geheiratet und von dieser Linie stamme ich bzw. meine Großmutter ab. Genial. Wann gibst du einen aus ?

Du bekommst von mir die weiteren Daten per PN. Aber erst morgen. Heute habe ich schon 4eckige Augen, da ich beruflich auch viel am PC sitze.
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Viele Grüße, Oma
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  #17  
Alt 15.06.2009, 22:52
Ragnar Ragnar ist offline männlich
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Jetzt bin ich tatsächlich platt. Freu mich schon auf die Daten. Da können wir ja wieder an unseren Bäumen basteln.

Genial!

Viele Grüße,

Mario
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  #18  
Alt 16.06.2009, 09:36
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Zitat:
Zitat von Ragnar Beitrag anzeigen
Hallo Luise,

hab mich nochmals im Internet schlau gemacht. Das stimmt, aber als Adjuvant wurden damals auch die Hilfslehrer bezeichnet. Ich denke aber das Mitglied des Kirchenchors doch wahrscheinlicher ist, da er vorher als Taglöhner gearbeitet hat. Allerdings würde mich aber auch eine Anstellung als Hilflehrer nicht wirklich wundern, da aus verschiedenen Quellen bekannt ist wer damals notgedrungen zum Lehrer gemacht wurde (z.B. Kriegsveteranen). Lehrer war kein sonderlich beliebter Beruf und alles andere als gut bezahlt. Freut mich sehr das Du mich darauf aufmerksam gemacht hast, denn diese Deutung des Begriffs war mir nicht bekannt. Vor 20 Jahren gab es noch keine Möglichkeit im Internet zu recherchieren und manche Dinge sollte einfach nochmal hinterfragt werden.

Viele Grüße,

Mario
Hallo Mario,
ich möchte mir gar nicht mehr vorstellen, ohne Internet zu sein Wenn ich dran denke, dass ich über Telefonbücher nach Verwandten gesucht habe und dann per Hand Brief schrieb. Ich liiiiiiiiiiebe mein Internet

Noch mal zum Adjuvantenchor. So weit ich weiß, gab es diese Bezeichnung wohl nur in Mittelthüringen. Ich fand mal einen Pfarrerbericht von 1806, da klagte er, wie "jämmerlich" dieser war, weil er von einem 84jährigen Mann geleitet wurde, der aber trotz seines Alters immer noch als Schulmeister tätig war. Ich hab vor Lachen unterm Schreibtisch gelegen.
In Kirchenrechnungen habe ich auch gesehen, dass Adjuvanten eine (wenn auch geringe) Bezahlung erhielten. Vielleicht war es gerade deshalb beliebt, ein Chormitglied zu sein.

Und kurz noch zum Beruf des Schulmeisters. Mein Ahnen Johann(es) Beyer war in der 2. Hälfte des 16. Jh. als Schulmeister 44 Jahre in Elxleben tätig. Ich hoffe, eure Ahnen haben ihn als Schulkinder nicht gar zu arg geärgert
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Liebe Grüße von Luise
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  #19  
Alt 16.07.2011, 15:31
Spielfeld Spielfeld ist offline
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Standard Adjuvant hier nicht "Hilfslehrer"

Mit Adjuvant ist hier eher das Mitglied eines zur damaligen Zeit in thüingisch-sächsischen Dörfern üblichen "Chorus Musicus" gemeint. Die Mitgliedschaft in einem solchen adjuvantenchor war nicht selbstverständlich und brachte neben einigen pflichten (sonn- und feiertäglicher Kirchenmusikdienst) auch Privilegien mit sich.
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