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  #1  
Alt 28.10.2020, 12:36
Julchen53 Julchen53 ist gerade online weiblich
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Standard Urnenüberführung 2 Jahre nach dem Tod (Dresden 1922/1932)

Hallo miteinander,

im Einäscherungsverzeichnis von Dresden gibt es zu einem Sterbefall den angehängten Eintrag.
Es ist alles recht merkwürdig bei seiner Lebensgeschichte, zuletzt stirbt er 1922 im Krankenhaus. In seiner Sterbeurkunde wird bei seiner Ehefrau als Adresse die Straße und Hausnummer des gleichen Krankenhauses angegeben.
Aber gestorben ist sie nicht in Dresden, dann gäbe es zu ihr auch eine Urkunde. Zu dieser Zeit sind dort auch die KH-Fälle komplett indexiert.

Wenn ich den Eintrag richtig lese, wurde die Urne am 11.Jun 1934 nach Berlin-W. überführt und dort am 20 Okt beigesetzt? Wurde sie in der Zwischenzeit in Dresden eingelagert? Gab es nur eine Bestattung, wenn genug Geld vorhanden war?
Oder wurde ein Grab wieder geöffnet?
Von seiner Seite gab es Verwandtschaft in Berlin, das würde also Sinn machen.

Liebe Grüße
Jutta
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Krematorium 1932.JPG (67,5 KB, 36x aufgerufen)
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Stauch und Ponsold (Kreis Sonneberg)
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  #2  
Alt 28.10.2020, 13:43
Basil Basil ist offline männlich
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Standard

Hallo Jutta,

zur Urnenfrage kann ich nicht viel beitragen. Nur soviel, es gibt ja nicht nur das Urnengrab, sondern auch die oberirdische Beisetzung in z.B. einer Urnenwand.
Da wäre eine Verlegung sicher denkbar.

Zur Ehefrau, im Sterbeeintrag ist zu ihr keine Adresse angegeben, nur "wohnhaft in Dresden". Sie wohnte sicher beim Ehemann, zumindest unter der Adresse noch bis 1934. Eine Frau mit dem Namen der Ehefrau, selber Geburtsname und Geburtstag, starb am 29.12.1955 in Jestetten (Baden). Gefunden in der Sammlung "Baden und Hessen, Deutschland, evangelische Kirchenbücher, 1502-1985".

Viele Grüße
Basil
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  #3  
Alt 28.10.2020, 14:11
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Standard

Hallo,

die Urne meiner Tante wurde auch erst 2 Jahre nach ihrem Tod beigesetzt. Sie stand so lange im Wohnzimmer...

Grund war, daß die Verwandschaft die Beerdigung zusammen in ihrem Geburtsort vornehmen wollte und es lange Zeit keinen gemeinsamen Termin gab. War aber überhaupt kein Problem.

Gruß
Astrid
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  #4  
Alt 28.10.2020, 15:03
Julchen53 Julchen53 ist gerade online weiblich
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Beiträge: 294
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[QUOTE=Basil;1308208]
Zur Ehefrau, im Sterbeeintrag ist zu ihr keine Adresse angegeben, nur "wohnhaft in Dresden". Sie wohnte sicher beim Ehemann, zumindest unter der Adresse noch bis 1934. Eine Frau mit dem Namen der Ehefrau, selber Geburtsname und Geburtstag, starb am 29.12.1955 in Jestetten (Baden). Gefunden in der Sammlung "Baden und Hessen, Deutschland, evangelische Kirchenbücher, 1502-1985".
[QUOTE]

Hallo Basil,
erstmal danke für die Korrektur, natürlich bezieht sich die Friedrichstr. 41 auf den Verstorbenen!
Und dann ein ganz großes Dankeschön für den Hinweis auf Baden.
Da kann ich lange nach Alma John suchen! Und der Vater ist der Ehemann.
Jestetten passt auch sonst genau, weil sich ein Teil ihrer Familie im Raum Waldshut niedergelassen hatte.

@Astrid:
Das war aber nicht in Deutschland? Da darf man ja nicht einmal die Urne selber vom Krematorium zum Friedhof befördern, geschweige denn mit heimnehmen.

Liebe Grüße
Jutta
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  #5  
Alt 29.10.2020, 08:29
Ingenieur Ingenieur ist offline
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Es gibt auch die Möglichkeit, das die Urne normal beigesetzt wurde und nachher die Ehefrau oder andere Verwandte umgezogen sind und dann die Urne in ein neues Grab, am neuen Ort, umgebettet wurde.
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  #6  
Alt 29.10.2020, 13:15
Julchen53 Julchen53 ist gerade online weiblich
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Registriert seit: 30.09.2015
Ort: Schwarzwald
Beiträge: 294
Standard

Ich dachte, dass Urnenwände eine recht neue Einrichtung sind. Aber Google hat mich da eines Besseren belehrt.
Dresden hat sogar seit 1911 einen speziellen Urnenhain.
Also war die Umbettung wohl ein recht normaler, einfacher Vorgang.


Danke und liebe Grüße
Jutta
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  #7  
Alt 22.11.2020, 20:46
Asphaltblume Asphaltblume ist offline
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Zitat:
Zitat von Julchen53 Beitrag anzeigen

@Astrid:
Das war aber nicht in Deutschland? Da darf man ja nicht einmal die Urne selber vom Krematorium zum Friedhof befördern, geschweige denn mit heimnehmen.

Liebe Grüße
Jutta

Ich kenn das so, dass man die Leiche im Ausland einäschern lässt und dann die Urne von dort abholt und nach Deutschland bringt (nicht ganz legal). Das ist dann unter dem Radar der Behörden, sodass die Familie sich die Urne auch ins Wohnzimmer stellen kann.
Bei einem verstorbenen Kollegen war das so. Der wurde in Tschechien eingeäschert. Eigentlich sollte die Asche verstreut werden, aber bisher steht die Urne wohl schon ein paar Jahre bei seinen Eltern zu Hause in Deutschland.



Die Umbettung einer Urne während der gesetzlichen Liegezeit ist genehmigungspflichtig und muss begründet werden. Der Umzug der Angehörigen von Dresden nach Baden wäre ein legitimer Grund.

Technisch ist auch das Ausgraben einer in der Erde beigesetzten Urne kein Problem - Urnengräber sind klein und nicht tief, eine Urne ist handlich und hygienisch unproblematisch. Bleibt halt der Papierkrieg mit den zuständigen Behörden und Verwaltungen und die dafür zu entrichtenden Gebühren, das war 1934 sicherlich auch schon so.
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Gruß Asphaltblume
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