#1  
Alt 07.07.2018, 19:58
Ravey76 Ravey76 ist offline
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Standard SPEISER aus Haguenau / vor 1760

Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: Vor 1750
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Stadt Haguenau/Elsass
Konfession der gesuchten Person(en): Katholisch
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): alles!
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):
http://archives.bas-rhin.fr / http://expoactes.ville-haguenau.fr / AKdFF / etc.




Hallo liebe Mitstreiter

oft kommt man bei seinen Recherchen an einen Punkt, wo es partout nicht weiter zu gehen scheint. Genau hier bin ich nun angekommen und ich hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt.

Was ist bekannt:
"Johann Georg" hat am 06. Feb. 1752 die "Elisabeth Reib(l)er" in Haguenau / St. Georg geheiratet (LINK)

Die beiden hatten drei Töchter:
Irgendwann nach 1756 ist die Familie nach APATIN (Banat) / Ungarn ausgewandert.
Ich konnte den kompletten Stammbaum (plus Großteil der Seiten-Linien) von 1752 bis heute rekonstruieren.

Was ich suche:
Informationen zu meinem Vorfahren "JOHANN GEORG SPEISER" bzw. seinem Vater "MATHIAS SPEISER"
  • Wann und WO ist "Johann Georg" geboren? (in Familien-Geschichten kommt immer wieder der Begriff "Schwarzwald" vor)
  • selbiges zu seinem Vater "Mathias"
  • Wer war die Mutter?
  • Wann sind sie aus Hagenau ausgewandert? Gibt es in Hagenau dafür ein Archiv? In den "Wiener Hofkammer-Akten" habe ich leider nur eine FALSCHE Datumsangabe gefunden
Vor 1752 gibt es keinen einzigen weiteren Eintrag über einen Speiser in den KB Hagenaus.
Im originalen Heirats-Kirchenbucheintrag (LINK, Eintrag Nr. 234) steht bei der Nennung des Vaters (Mathias) noch Folgendes: "tutelaris hagenoensis"

Kann mir jemand bei der Übersetzung und Deutung des Begriffs helfen? Laut Google ist ein "Tutelaris" eine Art Schirmherr oder Schutzpatron? Würde das bedeuten, dass er eine bedeutende Persönlichkeit der Stadt Hagenau gewesen ist (über den ggf. mehr Akten/Informationen vorliegen müssten)?

Wie kann ich jetzt weiter vorgehen, damit ich dieses Rätsel knacken kann?

Ich danke euch für Eure Mithilfe!

Beste Grüße
Karl Speiser

PS.: Ich habe unter "archives.bas-rhin.fr" etliche weitere Personen mit dem Nachnamen "Speiser" in der Stadt "Geispolsheim" bzw "Innenheim" gefunden. Da ich aber keine Verknüpfungspunkte dorthin finde, VERMUTE ich dass dies keine Vorfahren meiner Sippe sind...(?)

Geändert von Ravey76 (07.07.2018 um 20:08 Uhr)
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  #2  
Alt 08.07.2018, 08:01
Josef Both Josef Both ist offline männlich
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Hallo.
Habe mal diese Daten gefunden. Vielleicht helfen sie weiter.
Mfg
Josef Both


Johann SPEISER
+ in Hohenbaldern

Katharina N.N
+ in Hohenbaldern
oo in

Kind:
Franziska SPEISER * in Hohenbaldern
1.Ehegatte:



Andreas STAUSER
* in Hohenbaldern
oo 26.10.1779 in ki Lockweiler -
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  #3  
Alt 08.07.2018, 11:01
Ravey76 Ravey76 ist offline
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Hallo Josef, danke für den Hinweis. Werde ich überprüfen. Ist zu dem "Johann" ein Geburtsdatum bekannt?
Viele Grüße
Karl
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  #4  
Alt 08.07.2018, 18:11
Josef Both Josef Both ist offline männlich
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Hallo.
Geburtsdatum ist nicht bekannt. Aber gehe mal hier auf diese Seite.



http://ggs.spdns.eu/Crawl/index.php?...BD=&DD=&PLACE=
oder


http://ggs.spdns.eu/Crawl/index.php


Mfg
Josef Both

Geändert von Josef Both (08.07.2018 um 18:13 Uhr)
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  #5  
Alt 09.07.2018, 10:56
Ravey76 Ravey76 ist offline
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Hallo Josef,


das ist mal ein nützlicher Link - vielen Dank!
Er funktioniert sogar > wenn ich nach "Johann Georg" suche, dann findet er sogar die beiden von mir erstellten Einträge bei "FamilySearch" - sehr schön!


Die Suche nach "Mathias" gestaltet sich wegen des fehlenden Geburtsdatums/-ortes als sehr schwierig. Der von dir unter #2 erwähnte "Johann Speiser" scheint leider nicht der Richtige zu sein.


Mir fiel gestern etwas ein, was mein Großvater immer zu sagen pflegte. Er meinte dass unsere Familie "... dort herkommt, wo die Donau entspringt..." Das müsste "Donaueschingen" bzw. "Furtwangen" sein, oder? Aber auch hier gilt: wer weiß ob das stimmt oder nur eine "Familien-Mär" ist.


Ich würde gern nochmal das Stichwort "TUTELARIS" aufgreifen. Kann da jemand, der lateinkundig ist, etwas zur genaueren Deutung sagen?

Vielen Dank und

Beste Grüße
Karl Speiser
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  #6  
Alt 11.07.2018, 15:27
AugustinMichel AugustinMichel ist offline männlich
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Hallo Ravey76 bzw. Karl,
"tutelaris" ist offenbar das Adjektiv zu dem Substantiv "tutela". Ich vermute, dass Mathias Speiser Schirmer, Schirmverwandter, Schutzverwandter der Stadt war. Damit bezeichnete man Einwohner, die zwar unter dem Schutz der Stadt waren, aber noch nicht das Bürgerrecht erworben hatten. Z. B. wurden die Schweizer Einwanderer, die nach dem dreißigjährigen Krieg in das Elsass kamen, in der ersten Zeit als Schirmer etc. bezeichnet.
Gruß
AugustinMichel
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  #7  
Alt 12.07.2018, 13:49
Ravey76 Ravey76 ist offline
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Hallo AugustinMichel,


vielen herzlichen Dank für diese aufschlussreiche Erklärung


Das klingt tatsächlich plausibel. Mit der Hilfe von Josef Both´s Link/Datenbanksuche konnte ich noch weitere "Mathias Speiser" (Trauregister-Einträge 1701/1714/1720) in Geispolsheim finden. 1-2 von denen scheinen nicht in Geispolsheim geblieben zu sein. Einer ist nachweislich nach "Innenheim" gezogen. Ich *hoffe* dass einer der Anderen derjenige war, der dann nach Hagenau gezogen ist. Deine Erklärung des Begriffs "tutelaris" scheint ja darauf hin zu deuten dass er ein "Zugezogener" in Hagenau gewesen ist.

Aber: leider gibt es keine Unterlagen, dass er (Mathias) in Hagenau "Bürgerrechte" erhalten hat oder dass er dort verstorben ist...

Zu: "... Z. B. wurden die Schweizer Einwanderer, die nach dem dreißigjährigen Krieg in das Elsass kamen, in der ersten Zeit als Schirmer etc. bezeichnet..."

Wäre das ein Hinweis, dass meine Vorfahren vielleicht aus der Schweiz stammen? In der Schweiz habe ich auch viele "Speisers" gefunden...

Viele Grüße
Karl

Geändert von Ravey76 (12.07.2018 um 13:51 Uhr)
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  #8  
Alt 12.07.2018, 14:21
Ravey76 Ravey76 ist offline
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Ich habe mal den originalen Heiratsregister-Eintrag hier dran gehängt - vielleicht kann man daraus ja doch noch ein paar Hinweise ziehen.

Was bedeutet der Begriff hinter dem Namen der Ehefrau (E. Reiber)?
Leider kann ich das nicht entziffern ... "ad fxxxxx..." Ist dieser Begriff relevant?
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  #9  
Alt 12.07.2018, 18:44
Benutzerbild von Svenja
Svenja Svenja ist offline weiblich
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Hallo

Ich denke das Wort "adfuerunt" bezieht sich auf das Wort "testes" = Zeugen. Viel wichtiger ist das Wort "defuncti" vor dem Namen des Vaters, das bedeutet nämlich, dass der Vater Mathis Spiser bereits früher verstorben war.

Bezüglich der möglichen Herkunft aus der Schweiz müsstest du zuerst im Elsass nach einem Eintrag suchen, der das beweist.
Der Name Speiser ist nur in drei Gemeinden im Kanton Aargau und in zwei Gemeinden im Kanton Basel Land altverbürgert.
http://www.hls-dhs-dss.ch/famn/index.php

Gruss
Svenja
__________________
Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste: http://iten-genealogie.jimdo.com/

Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73

Geändert von Svenja (12.07.2018 um 18:49 Uhr)
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  #10  
Alt 12.07.2018, 20:48
AugustinMichel AugustinMichel ist offline männlich
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Hallo,
die Sache mit den Schweizer Einwanderern sollte nur ein Beispiel sein. Ich habe jetzt allerdings noch einmal das Buch von Walter Bodmer, Die Schweizer Einwanderung in die Grafschaft Hanau-Lichtenberg im siebzehnten Jahrhundert (deutsche Übersetzung) durchgesehen. Das Buch kann online bei Yumpu gelesen werden. Dort gibt es auf Seite 93 eine Barbara Speiser aus Basel, die 1668 in das Dorf Reinhardsmünster gekommen ist. Weitere Speiser habe ich nicht gefunden. Die Grafschaft war ein Flickenteppich aus verschiedenen Vogteien im Elsass, in der Pfalz (Pirmasens etc.) und in der Nähe des rechtsrheinischen Kehls. Ich habe selbst zwei Jahre in Kehl gelebt. Die Umgebung von Kehl wird noch heute Hanauerland genannt. Die Gebiete im Elsass stellten nur einen kleineren Teil des Elsasses dar, so dass durchaus weitere Speiser aus der Schweiz in das übrige Elsass eingewandert sein können.
Gruß
AugustinMichel
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