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  #1  
Alt 21.06.2018, 21:14
nibr nibr ist offline
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Standard Zeitliche Einordnung Uniform

Hallo zusammen,



anbei ein Bild, das vermutlich meinen Urgroßvater (geb. 1899 in Ostsachsen und da auch wohnhaft) darstellt, allerdings bin ich mir da nicht sehr sicher und würde um eine zeitliche Einordnung der Uniform bitten, da ich auf dem Gebiet leider keine Ahnung habe.
Leider gibt es keine weitere Vermerke auf dem Bild. Über jede weiterführende Information wäre ich daher natürlich auch sehr dankbar.


Viele Grüße
Nick
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  #2  
Alt 22.06.2018, 00:27
Basil Basil ist offline männlich
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Beiträge: 470
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Hallo Nick,

die Aufnahme ist leider sehr schlecht, es ist nur wenig erkennbar. Ich denke, es handelt sich um eine blaue Friedensuniform der Kaiserzeit, vielleicht Königlich Sächsische Armee, aber ich kann keine Knöpfe am Ärmelaufschlag erkennen, dann wäre es klarer. Die Aufnahme entstand vermutlich vor dem Krieg, da sich die jungen Soldaten während des 1. Weltkrieges eher in Feldgrau ablichten ließen.

Gruß
Basil
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  #3  
Alt 23.06.2018, 12:52
nibr nibr ist offline
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Registriert seit: 21.06.2018
Beiträge: 5
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Hallo Basil,



Danke schon mal für die Auskunft!
Anbei nochmal ein "verbessertes" Bild, auf dem man hoffentlich mehr Details erkennen kann.

Zu den Knöpfen am Ärmelaufschlag: Da sind tatsächlich zwei, einer direkt auf dem Aufschlag und einer knapp dahinter. Leider konnte ich das auch auf der besseren Variante nicht besser herausarbeiten...

Ich erinnere mich, dass bei uns auch mal ein Helm gab, ähnlich einer Pickelhaube (als mit spitzzulaufendem Aufsatz) mit einem Adler auf der "Stirn". Ich versuche mal ein Bild davon zu bekommen.
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Geändert von nibr (23.06.2018 um 13:07 Uhr)
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  #4  
Alt 23.06.2018, 13:48
Basil Basil ist offline männlich
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Hallo Nick,

das Bild ist tatsächlich besser, aber die Knöpfe leider nicht erkennbar. Wenn du schreibst, ein Knopf ist auf dem Ärmelaufschlag und einer etwas weiter oben, entlang des Ärmels, dann ist das die typische Knopfanordnung der sächs. Infanterie. vgl. hier, das vorletzte Beispiel, oder auch hier.

Besser erkennbar sind jetzt die Schulterklappen, die haben die sächsische Form. Ist im Originalbild auf der Schulterklappe etwas erkennbar? Dort standen immer die Regimentsnummern drauf. In Zittau war das 3. Königl. Sächs. Infanterie-Regiment Nr. 102 stationiert. Wäre er z.B. bei diesem Regiment gewesen, würde eine "102" auf der Schulterklappe stehen.

Pickelhauben hatten ja einen spitz zulaufenden Aufsatz und die wurden auch bei den Sachsen getragen. Nur hatten die Sachsen keinen Adler als Emblem, sondern einen Stern mit dem Sächsischen Wappen, so wie der hier. Der Adler ist Preußisch. Du kannst aber gerne nochmal ein Bild hierzu einstellen.

Gruß
Basil
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  #5  
Alt 30.06.2018, 13:33
nibr nibr ist offline
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Registriert seit: 21.06.2018
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Hallo zusammen,

Ja, die Anordnung der Köpfe passt zu dem Beispiel.

Die Schulterklappen sind leider auch auf dem Orginal schlecht zu erkennen, es sieht aber so aus, als wäre zwei parallele Striche darauf (11?), parallel zur kurzen Seite der Schulterklappen.

Den Helm hab ich inzwischen auch gefunden, leider ist er in einem schlechten Zustand und unvollständig, aber zumindest mit einem Stempel auf der Innenseite.

Was is soweit entziffern konnte:

6. (oder 8.?) xxx xxx Rgt. Nr. 19
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  #6  
Alt 01.07.2018, 10:25
Basil Basil ist offline männlich
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Moin,

die Nummern, auch 3-stellige, auf den Schulterklappen waren immer quer zur langen Seite der Schulterklappe ausgerichtet. s. hier. Eine Nummer 11? passt zu keiner sächs. Einheit, zumindest keiner der Vorkriegszeit. Infanterie-Regimenter mit den Nummern 110-119 waren badisch, hessisch oder württembergisch.

Die Pickelhaube ist preußisch (Infanterie, preuß. Linien-Adler, Mannschaften, Modell M1895, Kammerstück) und passt nicht zur sächs. Uniform auf dem Bild. Der Aufdruck lautet wohl:

6. (oder 8.) Komp. Inf. Reg. Nr. 19.

Das preußische Infanterie-Regiment Nr. 19 war in Görlitz (I. und III. Batl.) und Lauban (II. Batl.) stationiert. 6. bzw. 8. Kompagnie gehörten zum II. Bataillon, der Träger des Helms war also in Lauban stationiert.

Diese Pickelhauben wurden nur zu Beginn des Krieges getragen bzw. ausgegeben soweit vorhanden. Da Millionen Soldaten ausgerüstet werden mussten, folgten schnell Hauben aus Ersatzmaterial, um Leder zu sparen. Das Modell M1915 hatte dann Pickel, Emblem und sonstige Metallteile aus grauem Stahl, ebenfalls aus Kostengründen. 1916 folgte dann der Stahlhelm.

Gruß
Basil
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  #7  
Alt 01.07.2018, 17:46
gki gki ist offline
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Registriert seit: 18.01.2012
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Hallo,

die Ursprungsfrage war ja ob das Bild den Urgroßvater (*1899) darstellen könnte. Nachdem der Abgebildete eine Vorkriegsuniform trägt, ist er es wohl nicht. Vielleicht ein älterer Bruder?
__________________
Gruß
gki
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