#1  
Alt 07.07.2016, 11:14
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Zwönitz Zwönitz ist offline weiblich
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Registriert seit: 03.07.2016
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Standard Geht es euch auch so?

Liebe Ahnenforscher/innen,

wenn ich in die Welt meiner Ahnen abtauche (zur Zeit die Erlebnisse meines Großvaters während des 1. Weltkriegs), finde ich oft gar nicht mehr in die Wirklichkeit zurück und das 21. Jahrhundert erscheint mir merkwürdig fremd. Geht es euch auch so? Wie findet ihr wieder zurück?

Manchmal mache ich mir deshalb Sorgen....

Freue mich auf den Erfahrungsaustausch,

Regine
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  #2  
Alt 23.07.2016, 23:57
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo,
da tauchen eine Menge Leute in die Welt der Ahnen ein. Samstag abend
Schau :
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  #3  
Alt 24.07.2016, 16:02
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Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Durch die permanente Technisierung unserer Welt geht nach meiner Meinung und Erfahrung viel Zwischenmenschliches verloren, ich verteufle die Technik nicht generell, sie hat ja auch ihre guten Seiten wie z.B im Gesundheitswesen etc., wenn man aber ständig mit gesenktem Blick auf sein i-phone starrend durch die Gegend rennt und dabei sein Umfeld völlig ausblendet und in einer virtuellen Welt lebt, wie jetzt mit dem Pokemon-Hipe, stimmt es einen schon sehr nachdenklich, früher hatte man noch mehr Zeit mit einander zu reden....
Man hat den Eindruck, das Handy wird zum Ersatzpartner!

Wir brauchen in unserer heutigen Zeit mehr Entschleunigung und Rückbesinnung.

Gruß
Matthias
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  #4  
Alt 24.07.2016, 16:16
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Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Zitat:
Zitat von Matthias Möser Beitrag anzeigen
, wenn man aber ständig mit gesenktem Blick auf sein i-phone starrend durch die Gegend rennt und dabei sein Umfeld völlig ausblendet und in einer virtuellen Welt lebt, wie jetzt mit dem Pokemon-Hipe, stimmt es einen schon sehr nachdenklich, früher hatte man noch mehr Zeit mit einander zu reden....
Man hat den Eindruck, das Handy wird zum Ersatzpartner!

Wir brauchen in unserer heutigen Zeit mehr Entschleunigung und Rückbesinnung.

Gruß
Matthias
Hallo,

Genauso wenn 5 Mädels neben einander sitzen und jede zur anderen per i-Phone schreibt "Wie geht es dir"

Also ich rede mit meinen Mitmenschen nach wie vor lieber persönlich.

LG Silke
__________________
Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
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  #5  
Alt 24.07.2016, 23:55
Acanthurus Acanthurus ist offline
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Hallo,

Zitat:
Zitat von Zwönitz Beitrag anzeigen
wenn ich in die Welt meiner Ahnen abtauche (zur Zeit die Erlebnisse meines Großvaters während des 1. Weltkriegs), finde ich oft gar nicht mehr in die Wirklichkeit zurück und das 21. Jahrhundert erscheint mir merkwürdig fremd.
ist doch gut. Das 21. Jahrhundert lässt solche Beschäftigungen und Tagträumereien zu. Säuglings- und Kindersterblichkeit im Promillebereich, hohe Lebenserwartung, 40-Stunden-Woche und entsprechende Freizeit, soziale Sicherungssysteme, keine Kinder an der Front, seit 70 Jahren Frieden.

A.
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  #6  
Alt 25.07.2016, 01:05
PNS PNS ist offline
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Hallo Regine,

du sprichst/schreibst mir aus der Seele, denn mir geht es auch so. Mich zwingt dann der Alltag wieder in die Realität. Wenn ich von meiner "Zeitreise" zurück bin, hört mir meine Familie "tapfer" zu , wobei ich dann wieder abschalten kann.

LG Petra

Geändert von PNS (27.07.2016 um 13:22 Uhr)
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  #7  
Alt 26.07.2016, 21:53
nickigeni nickigeni ist offline
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Interessant, Regine. Wie ich manchmal meine Ahnenforschung erfahre ist vielfältig. Ich erlebe wie meine englischen Urgroßväter (so wie so ganze Familien) in totaler Armut lebten … und, im "Workhouse" als alte Menschen leben und sterben mussten. Da erlebe ich tiefe Trauer, dass alte Männer (unsere alte Männer) unter solche Umständen leben mussten. Meine Englische Seite war sehr schwer von Armut geprägt, bis meine Ururgroßeltern auswanderten (nach Kanada, dann USA (wo ich herkomme)). Sie hatten auch keine Schulbildung, was heute auch unter den ärmsten Europäer kaum vorkommt.

Ich denke auch daran, wie Acanthurus darauf deutet, dass einige Verwandte sehr jung gestorben sind … wobei heutzutage das nicht geschehen würde. Meine Urgroßmutter mit 33, zB.

Ich werde auch sentimental … zum grössten Teil weil die meißten meine Vorfahren viele Kinder hatten, und ich keine. Na ja.

Mir kommt es nie wirklich vor wo ich denke: "das wäre doch eine bessere Zeit gewesen". Jede Epoche hatte seine guten und schlechten Seiten. Na ja, wir habe sehr viel Technik heute … stimmt … aber wenn es nicht so wäre konnte ich meine eigene Erfahrungen nicht mit Euch teilen
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  #8  
Alt 26.07.2016, 22:16
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Zwönitz Zwönitz ist offline weiblich
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..wenn ich mich mit meinen Vorfahren beschäftige, habe ich oft eine große Sehnsuch nach ihnen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Beschäftigung mit deren Leben auch heilsam für uns ist. Wie viele Traumata haben sie erfahren müssen (nicht nur Krieg, sondern auch viele gestorbene Kinder, Armut, Hunger, Krankheit...) und die Gefühle, die dadurch entstanden sind, wurden weitergetragen - das ist inzwischen auch wissenschaftlich bestätigt und schon inm alten Testament steht: bis zum 7. Glied.
Ich habe so viele Gedanken dazu und freue mich, sie mit euch nach und nach zu teilen.
Herzlich, Regine
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  #9  
Alt 27.07.2016, 10:51
Benutzerbild von urmel_x
urmel_x urmel_x ist offline männlich
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... ich tauche nicht unbedingt ab in die Vergangenheit, aber manchmal versuche ich mir die Lebensverhältnisse meiner Vorfahren und Verwandten vorzustellen - daher finde ich Berufe, Wohnverhältnisse und Einflüsse historischer Ereignisse und Gegebenheiten auf deren Leben bedeutender als eine lange Reihe von Ahnen, von denen kaum mehr als der Name bekannt ist.

Und wenn langweiliges Schulwissen über die industrielle Revolution und deren Auswirkungen plötzlich in der eigenen Familie anschaulich lebendig werden und Lebenswege erklären helfen, so ist das schon faszinierend.
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  #10  
Alt 27.07.2016, 15:15
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Anna89 Anna89 ist offline
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Interessantes Thema!

Ich selbst tauche auch gerne ab, denke mir "was mussten die armen Vorfahren alles mitmachen" und erfreue mich seit dem Wissen auch an den Kleinigkeiten des Alltags, z.B. dass wir gesund sind und zu Mittag warmes Essen auf dem Tisch steht, die Kinder glücklich und behütet aufwachsen können...

Seltsamerweise hat mich die Ahnenforschung in eine für heutzutage recht "revolutionäre" Richtung getrieben... Nämlich meine Familie so ernähren zu wollen, wie meine Großeltern, deren Großeltern usw. es bereits getan haben. Glücklicherweise haben wir vor 6 Jahren einen alten Bauernhof gekauft, dessen Geschichte ich natürlich auch forsche und das Grundhaus mindestens 250 Jahre alt ist (Forschung noch nicht abgeschlossen). Passt also ganz gut. Und es ist eine tolle Sache, man lebt entschleunigt, stapft barfuß durch das Kartoffelfeld und sammelt Käfer, ist übersät mit blauen Flecken und Schwielen, dafür bleibt der Alltagsstreß aus. Wenn man nicht genug erntet, kauft man halt im Geschäft nach. Die heutige Technologie möchte ich aber dennoch nicht missen, meinen Computer und die Digitalkamera brauche ich, und auch die heutige Medizin bringt viele Vorteile und schenkt Leben.
__________________
LG Anna

Suche jegliche Informationen zu OSKAR BINNER °° META FRANKE aus Krs. Goldberg, Schlesien.
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