#11  
Alt 28.02.2017, 17:33
ronnsvq ronnsvq ist offline
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Hallo auch,

da ich mich beruflich damit beschäftige (muss), bin ich hier gelandet und hab noch was interessantes für euch. So aus der Geschichte heraus liegen die Damen rechts neben dem Mann. Die Grabstätten werden, wie es bei der Kirche üblich war und ist, nach Osten ausgerichtet. Das Grabmal steht am Kopfende (westl. Seite, Füße Richtung Osten).
Wenn man dann als Betrachter vor dem Grab steht, liegt Sie links (steht dann meistens auch so auf dem Grabmal)

Nun das interessante ABER: gelegentlich wird das Grabmal auf das Fußende gesetzt.
Nicht um zu verwirren, aber manchmal geht es nicht anders, z.B. wenn das Grab am Rand vom Friedhof ist und der Weg eben an der anderen Seite lang geht. Auch dann liegt Sie rechts neben dem Mann und auf dem Grabmal steht ihr Name dann rechts.

Da sich aber heute immer mehr Menschen für eine Urnenbeisetzung entscheiden, spielt die Stelle bald keine Rolle mehr und der "Klassiker" wird seltener.

MfG
Ronny
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  #12  
Alt 01.03.2017, 22:55
Benutzerbild von Rolf Stichling
Rolf Stichling Rolf Stichling ist offline männlich
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Standard Weil dies ja die Plauderecke ist ....

Also:

Wenn der Mann zu Lebzeiten mit einer Frau unterwegs ist, dann geht die Dame immer rechts (analog gilt dies auch, wenn der Mann mit einem Vorgesetzten unterwegs ist - die Dame ist quasi wie ein Vorgesetzter). Warum? Weil der Herr seinen Säbel (oder Degen) auf der linken Seite trug, damit er ihn schnell mit der rechten Hand ziehen konnte, um dann seine Begleiterin (oder seinen Herrn und Vorgesetzten) vor Übergriffen und Taschendieben zu beschützen (Linkshänder wurden früher meist umerzogen).
Da das den ganzen Tag so ging, wurde diese Seitenverteilung sicher auch des Nachts beibehalten. (Ich fühle mich noch heute körperlich unwohl, wenn ich eine Dame nicht rechts sondern links von mir habe.) Und warum sollte das dann im Grab anders sein?
Allerdings kann jede Regel auch abgewandelt werden. (Zum Beispiel, wenn der Mann sich im Hotel zwischen Tür und seine Angehimmelte legen sollte, damit kein Hoteldieb an sie ran kann.) Gelegentlich werden Gräber ja nicht nur von einem Ehepaar benutzt, sondern als Familiengrab über mehrere Generationen belegt.
In unserem Grab liegt beispielsweise meine Mutter auf der richtigen "Damen"seite. Als nun vor einigen Jahren meine Frau starb, wurde sie auf der Männerseite beerdigt. Ich muß nun so lange überleben, bis die Liegefrist meiner Mutter abgelaufen ist. Und dann liege ich bis zur Auferstehung zum Jüngsten Gericht auf der falschen Seite. Dinge gibt es ....

Also was ich sagen will: Für alle Gebräuche gibt es Erklärungen ... und von allen Gebräuchen gibt es Ausnahmen.
__________________
Herzliche Grüße und viel Erfolg bei der Suche nach den Ahnen.

Rolf Stichling

PS. Ich suche die Herkunft von

Tobias Stichling. Er erhielt als Gürtlermeister 1697 in Weimar das Bürgerrecht und stammt dem Bürgerbuch nach aus Erfurt.
In Erfurt gibt es aber so viele Stichlinge! Von welchem Zweig der Stichlinge in Erfurt mag mein Tobias abstammen?
1688 hat er seine Lehre als Gürtler in Erfurt beim Gürtlermeister Hucke begonnen. Jetzt suche ich die Eltern von Tobias.

Geändert von Rolf Stichling (01.03.2017 um 22:57 Uhr)
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