#1  
Alt 20.05.2017, 17:15
Marie Susanne Marie Susanne ist offline weiblich
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Lächeln Kriegsenkel

Durch Zufall bin ich auf ein sehr spannendes Gesuche dieser Seite gestoßen.
Da musste ich mich einfach anmelden.
Seit 4 Jahren weiß ich, dass ich eine Kriegsenkelin bin. Beide Großeltern haben beide Kriege erlebt. Zu Hause wurde nur geschwiegen.
Erst jetzt, mit dem Beginn der Ahnenforschung, fange ich an, nach und nach meine Familie zu kennen.
Es wird jeden Tag spannender.

„Wer nicht weiß,
was vor der eigenen Geburt geschehen ist,
wird immer ein Kind bleiben."
-Cicero-

Geändert von Marie Susanne (20.05.2017 um 17:37 Uhr)
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  #2  
Alt 20.05.2017, 18:22
Roxane121 Roxane121 ist offline weiblich
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Hallo Marie Susanne,

erst einmal herzlich willkommen!

Das Thema "Kriegsenkel" ist ein sehr spannendes Feld und beschäftigt mich auch, da ich auch betroffen bin. In diesem Zusammenhang sei auf das Buch "Kriegsenkel - Die Erben der vergessenen Generation" von Sabine Bode verwiesen, das sich dem Thema auf sehr interessante Weise genähert hat.

LG
Roxane121
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  #3  
Alt 23.10.2017, 17:06
Florek Florek ist offline männlich
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Hallo,

ich habe im Internet einiges zum Thema Kriegsenkel gelesen und finde das Thema interessant. Wobei ich die übliche Definition von Kriegsenkel als Jahrgänge 1960 - 1975 für fragwürdig und willkührlich halte. Ist denn nicht jeder Enkel eines Kriegsteilnehmers im weitesten Sinne ein Kriegsenkel?

Ich bin Jahrgang 1981 und meine beiden Großväter haben im Krieg gekämpft und meine Großmütter haben den Krieg erleiden müssen. Dieser Krieg hat deutliche Spuren in meiner Familie hinterlassen, so sehr dass dieser Krieg in meiner Familie als Thema bis heute präsent ist und auch in meinem persönlichen Alltag fast täglich irgendwie Thema oder Gegenstand eines Gesprächesist. Darum verstehe ich mich ebenfalls als Kriegsenkel. Ich selbst habe als Kind meinen anderen Großvater immer gesagt er solle aus dem Krieg erzählen - wobei ich damals eher naiv Abenteuergeschichten hören wollte.

Einen Unterschied kann ich allerdings durchaus erkennen. In meiner Familie wurde über den Krieg und die Teilnahme meiner Großväter nie geschwiegen. Eher im Gegenteil und mein Vater erwähnte mir, dass er - Jahrgang 1949 - Albträume vom Krieg hatte weil sein Vater ständig davon geredet hat. Auch seine jüngere Schwester erwähnte mir mal gegenüber ähnliches.

Jetzt durch die Familienforschung gelingt es mir sogar vieles anhand von Dokumenten zu bestätigen was in der Familie bisher nur als Erzählung oder Gerücht bekannt war. Aber auch neue Details entdecke ich erst jetzt.

Anfangs hieß es in der Familie, dass man da doch nichts mehr finden würde und es nichts brächte. Jetzt sind in der Familie (fast) alle heilfroh dass ich das mache und dieses Kapitel aufarbeite.

Grüße

Florek

Geändert von Florek (23.10.2017 um 17:23 Uhr)
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balve , borissow , breslau , hemer , kriegsenkel , kriegskinder , lepel , russland , volkringhausen , witebsk

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