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  #31  
Alt 10.09.2018, 21:20
rigrü rigrü ist offline männlich
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Hier wird das Ganze auch beschrieben: https://books.google.de/books?id=II7...page&q&f=false


Ich weiß nur nicht genau, ob es dazu auch Rechtsquellen gibt, die das Prozedere überregional legitimierten, oder ob es einfach eine Art Gewohnheitsrecht in einzelnen Dörfern war.


Auf letzteres deutet zumindest die Formulierung hier hin: https://books.google.de/books?id=Xsk...page&q&f=false
__________________
rigrü
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  #32  
Alt 10.09.2018, 21:38
Malte55 Malte55 ist offline
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Beiträge: 265
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Ich würde das eher für ein Mißverständnis halten und denken in erster Linie wurde das Haus/die Stelle vererbt in der Schule gehalten wurde.
Malte
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  #33  
Alt 10.09.2018, 21:56
Benutzerbild von henrywilh
henrywilh henrywilh ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Malte55 Beitrag anzeigen
Ich würde das eher für ein Mißverständnis halten und denken in erster Linie wurde das Haus/die Stelle vererbt in der Schule gehalten wurde.
Malte
Aber das sind zwei unterschiedliche Begriffe!
In rigrüs Quelle wird die "Schulmeisterstelle" vererbt, das ist der Posten, das Amt des Lehrers, nicht das Haus (selbst wenn dieses mit vererbt werden sollte.).
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm

Hingucken oder nicht hingucken, das ist hier die Frage!

Geändert von henrywilh (10.09.2018 um 21:58 Uhr)
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  #34  
Alt 11.09.2018, 09:02
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo zusammen,
unter meinen Vorfahren in Sprockhövel/Westf. habe ich fünf Schulmeister, gleichzeitig Küster, in direkter Generationenfolge. Der letzte starb 1729, er hatte mW keinen Sohn. Seine einzige(?) Tochter ist meine Vorfahrin.

Das Küsterschulhaus wurde von der Kirchengemeinde gepachtet, Verpächter waren die Drosten zu Blankenstein als Vertreter der Landesherrschaft. Die Küster/Schulmeister wurden von der Kirchengemeinde in Dienst genommen, unterrichteten und wohnten im Küsterschulhaus.

Obwohl Amt und Wohnsitz de facto über ca. 180 Jahre vererbt wurden, bestand meines Wissen kein vererbbares Recht auf Ausübung des Amtes. Die Begriffe Erbschule und Erbschulmeister wurden nie verwendet. Die Kontinuität war wohl einerseits durch eine Art Gewohnheitsrecht begründet, andererseits durch praktische Überlegungen. Der Nachfolger lernte von Kindheit an beim Vorgänger, ging in die Schule, in der er später selber unterrichtete. Neben ihrer Hauptfunktion traten die Schulmeister/Küster zB als Zeugen bei Verträgen und als Schreiber auf. Sicherlich gehörten sie zur Bildungsschicht des Dorfes.

Viele Grüße
Xylander
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  #35  
Alt 11.09.2018, 10:08
Benutzerbild von henrywilh
henrywilh henrywilh ist offline männlich
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Danke für die authentische Information. So wird es überwiegend gewesen sein.

Allerdings habe ich mit gar keiner Silbe behauptet, dass "Erbschulen" allgemein üblich oder gar weit verbreitet gewesen seien, sondern nur, dass es so etwas gegeben hat. Dazu haben wir nun ein paar Belege, wenn auch spärlich, aber immerhin.
Und nun ist es, was mich betrifft, gut.
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm

Hingucken oder nicht hingucken, das ist hier die Frage!
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  #36  
Alt 11.09.2018, 16:47
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Registriert seit: 23.10.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 6.012
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Noch ein Beleg für "Erbschulmeister", in der Autobiografie von Julius Bittner, siehe Anhang. - https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Bittner

"... Meine Mutter stammte aus der oberösterreichischen Familie Heinzel, die einer ganzen Reihe von Generationen zu Raab im Innviertel das A-B-C als Erbschulmeister beibrachte."
Angehängte Grafiken
Dateityp: png Bittner.png (67,8 KB, 9x aufgerufen)

Geändert von Anna Sara Weingart (11.09.2018 um 16:50 Uhr)
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  #37  
Alt 11.09.2018, 19:19
Benutzerbild von henrywilh
henrywilh henrywilh ist offline männlich
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Registriert seit: 13.04.2009
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Nett von dir, aber dies ist die Doublette eines Beleges, den ich schon in #30 gebracht hatte.
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm

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