#21  
Alt 25.04.2020, 20:07
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Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Hedwiga Beitrag anzeigen
Hallo, ja, auch Butter wurde gehortet sowie andere Lebensmittel, die
zum Überleben im Katastrofenfall notwendig waren.


An diese Dosen kann ich mich (Jahrgang 1947) auch erinnern, auch an sog. Panzerplatten (Kekse, trocken und "stahlhart") in Aluverpackung. Butter wurde auch aus den Depots an den Handel geliefert und dann rel. günstig verkauft.

Den Ausdruck "Panzerplatten" für trockene und harte Kekse kannte ich auch noch nicht, man lernt eben immer noch dazu....


Gruß
Matthias
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  #22  
Alt 25.04.2020, 20:09
Verano Verano ist offline
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Hallo Manfred,


EVST. Das kommt mir bekannt vor.

Mit deinem Brotbelag könntest du reich werden. Aber mache es nicht so gehaltvoll, es geht auch preiswerter.
Auf der letzten Kirmes gab es hier einen gutbesuchten Stand mit Schmalzbroten. Ohne alles nur mit Salz. Für eine Scheibe war ein Euro fällig.

Auf dem Krongut Bornstedt gab es zur Begrüßung Schmalzstullen und Bier. Die kamen mit dem Schmieren nicht nach, die waren der Renner.


@ diderich,
mit Schlachten sind die Kinder früher ja groß geworden. Aber wenn Kuscheltiere nicht mehr da waren, hat es die Kinderseele sicher getroffen.


@Matthias
Einweckgläser kenne ich auch von meiner Großmutter. Die waren ihr ganzer Stolz. Und auch Marmelade und Saft, haltbar gemacht mit oben aufgestreuter Salizylsäure.
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Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #23  
Alt 25.04.2020, 20:16
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Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Kenne aus meiner eigenen Kindheit noch Gänseschmalzbrot mit Grieben und Zuckerrübensaftstulle als Zwischenmahlzeit.......


Gruß
Matthias
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  #24  
Alt 25.04.2020, 20:24
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OlliL OlliL ist offline männlich
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Bei uns wurde auch immer viel eingeweggt. Mein Vater ist auf'm Dorf in der Nähe groß geworden. Der hatte Beziehungen zu allen und kannte auch viele wild wachsende Obstbäume. Wir hatten immer Massen an Obstkonserven im Keller, aber auch Bohnen, Erbsen usw.... Wie oft ich Kirschkerne rausgestanzt habe....
Nach der Wende ist das quasi alles eingeschlafen. Man brauchte es ja nicht mehr - gab ja nun alles im Laden zu kaufen - jederzeit.....
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  #25  
Alt 25.04.2020, 20:39
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Die Generation, die nach dem Krieg aufgewachsen ist, kennt dieses Art der Vorratshaltung noch gut, egal ob Ost oder West. Die Unterschiede dürften seinerzeit nicht groß gewesen sein.
Gärten waren nicht zur Erholung da, mit Rasen, Grill und Hollywoodschaukel, sondern zur Versorgung. Unsere Verwandten, die auf dem Dorf lebten, hatten riesige Gärten, und die wurden intensiv bestellt mit Kartoffeln, Gemüse und Obst. Und am ersten Mai musste alles fertig bearbeitet und bepflanzt sein!
Es wurden geradezu Unmengen eingemacht - heute haben wir stattdessen Konserven allerorten. Der "Rexkessel" lief bei uns in der Obstsaison praktisch unermüdlich.
Wir selber stellen noch immer unsere langfristigen Obstreserven selbst her, durch Einkochen und Einfrieren, und dazu Marmeladen und Gelees. Und ein paar uralte Einmachgläser (die mit der Gummidichtung) haben wir auch noch im Keller …. ich glaube, darin ist Kürbis, von der Schwiegermutter eingekocht.
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Gruß, fps
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  #26  
Alt 25.04.2020, 21:17
Benutzerbild von Ursula
Ursula Ursula ist offline
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Hallo,

meine Mutter hatte auch den ganzen Keller voll mit Eingemachtem. Ich erinnere mich sehr gut an die dampfende Küche damals. Die Bohnen durfte ich durch den Bohnenschneider lassen. Darauf war ich sehr stolz, denn die Messer waren sehr scharf.
Unser ganzer Garten wurde zum Gemüseanbau genutzt. Am Rand ein paar Blumen, am Ende des Gartens ein Zwetschgenbaum. Eine ganze Reihe mit Johannis- u. Stachelbeerbüschen. Aus den Johannisbeeren wurde Saft gemacht. Mit Wasser vermischt, war das unser Kindergetränk. Mein liebstes Einmachobst waren die Erdbeeren. Die Optik war nicht so schön, aber sie schmeckten köstlich, zusammen mit Grießbrei. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Mutter jemals Gemüse gekauft hätte.
Nicht zu vergessen, die Kalkeier! Wenn ich in den Keller geschickt wurde, Kalkeier zu holen, igitt. Dieses Graben im Glibber. Auch 2 Fässer Most hatte mein Vater immer. Mir ist heute ein Rätsel, wie er sie in den Keller befördert bekam. Fragen kann ich ihn nicht mehr.

Zum hamstern: 1962, ich war noch sehr klein, kam meine Mutter vom einkaufen und teilte meinem Vater entsetzt mit "die hamstern alle". Ja, die Menschen hatten Angst - die Kubakrise! Ob meine Mutter dann auch anfing zu hamstern, das entzieht sich meiner Kenntnis. Auf meine Frage, was denn "hamstern" zu bedeuten hätte, gab sie mir ehrliche Auskunft.

LG
Uschi
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  #27  
Alt 25.04.2020, 21:37
Pipline Pipline ist offline männlich
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Hallo,
es ist ja heute noch so, dass selbstkonserviertes Obst usw. geschmacklich und vor allem von den Inhaltsstoffen her, viel besser ist als die Industriewaren.
Trotz der wachsenden Zahl an Eigenheimen werden diese leider aus Kostengründen immer seltern mit einem Keller versehen.
Das erschwert dann auch die mögliche Vorratshaltung jeder Art.
Gruß Pipline
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  #28  
Alt 25.04.2020, 22:21
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Silke Schieske Silke Schieske ist gerade online
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So, und wodrin wurde alles eingekocht..... Natürlich in der WM 66, das Multitalent in der man Wäsche gewaschen hat, mit der man auch Würstchen warmgemacht hat und natürlich auch einkochen konnte.
Gut man hat zwar beim Fleischer vorbestellen müssen wenn man grillen wollte, hungern brauchte man aber nie
Solange meine Kinder noch kleiner waren (heute alle groß) haben wir jedes Jahr Marmelade und Apfelmus selber gemacht.

Heute reichen uns mal paar Gläschen Marmelade schon. Wenn das Obst nicht während der Blühte verfriert gibt es auch heute noch das ein oder andere Obst eingefroren.


LG Silke
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Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
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  #29  
Alt 25.04.2020, 23:38
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Hallo, zusammen!

Vor 50 Jahren; okay, da war ich ein Teenager , und wenn ich hier alles lese, kriege ich "Komplexe"

Vorratshaltung? Kenne ich nicht; so gut wie alles, von dem Ihr hier berichtet, kenne ich nicht aus dem Haushalt meiner Eltern
Nein, meine Mutter ist nicht jeden Tag zum Einkaufen gegangen; wir hatten also durchaus einen Vorrat an "gängigen" Lebensmitteln.

Eingemachtes hatten wir nicht, Marmeladen wurden nicht gekocht; im Keller gab's Kohlen, sonst nix.
Opa hatte einen Garten, da gab's aber auch immer nur "Saison-Ware", die gegessen wurde, wenn sie eben so weit war; auch da wurde nichts eingekocht.

Nun "gut", ich bin ein Stadt-Kind; muss ich mir aber doch mal Gedanken drüber machen ...
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Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck
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  #30  
Alt 25.04.2020, 23:39
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ich Jahrgang 45, auf dem Dorf aufgewachsen, kenne es nicht anders. Habe immer einen Vorrat von mindestens 2 Wochen. Einwecken tue ich nicht mehr, friere mein Gemüse ein. Marmelade und Gelee wird jedes Jahr gemacht. Habe meine Bäume und Sträucher, die wieder schön angesetzt haben. Habe noch Äpfel vom letzten Jahr, die schmecken einfach nur gut. Viehzeug habe ich nicht mehr, wohne seit 45 Jahren in der Stadt und habe einen kleinen Garten 600 m2. Bekomme durch Bekannte jedes Jahr Galloway, kaufe meist 10 kg, das wird eingefroren. Als wir vor 18 Jahren gebaut haben, habe ich auf eine Speisekammer bestanden. Da ich nicht gern einkaufe, alle 2 Wochen ein Großeinkauf, passt das. Auf dem Dorf hatten wir Schweine, Hühner, Gänse und Enten. Bis 1955 hatten wir auch noch 2 Ziegen. Der Garten und das Feld 1/2 Morgen hat unsere 5 köpfige Familie ernährt. Auf dem Feld wurde im Wechsel Kartoffeln und Weizen angebaut. Das Weizenmehl wurde dem Bäcker übergeben und man bekam das Brot dann für kleines Geld. Kartoffeln wurden in einer Miete gelagert, so waren die frisch bis die neue Ernte da war. Ich entsinne mich in den 70ern mußte der Butterberg abgebaut werden, da bekam man die Butter sehr günstig.
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