#11  
Alt 25.04.2020, 16:20
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Silke Schieske Silke Schieske ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Nebelmond Beitrag anzeigen
Hallo Antje und August, danke für den Link.
Na schön, und was ist, wenn der Vorrat in schlechten Zeiten sich dem Ende zuneigen würde - gugelt mal nach verschiedenen Buchtiteln, "Tante Linas Kriegskochbuch", "Tante Linas Nachkriegsküche", "Eßbare Landschaften" und dergleichen. Ein paar Kenntnisse, wie man sich (früher ?) über Notzeiten retten konnte, schaden ja auch nicht. Da kann man sich schon vorstellen, was bei unseren Vorfahren in diesen Zeiten auf den Tisch kam, wenn die Vorratsregale leer waren. Auf dem Lande waren die Überlebenschancen oft nicht besser als in der Stadt, wenn viel geplündert wurde.
Gruß Nebelmond



Daher gab es bei uns zu DDR-Zeiten das Kochbuch mit dem sensationellen Nemen "Wir kochen gut", das dafür dienen sollte was man angesichts der Mangelwirtschaft noch kochen kann Es gab sogar eine "Kochsendung" die zeigte wie man auch aus nichts was zaubert


LG Silke
__________________
Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
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  #12  
Alt 25.04.2020, 16:28
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Hallo Verano,


Zitat:
Zitat von Verano Beitrag anzeigen
Es waren schlichte goldfarbene Dosen mit dem Aufdruck Bundesreserve oder so ähnlich. Vielleicht auch Bundeswehrreserve.

das was Du meinst, war vermutlich die EPA der Bundeswehr. Siehe Bild der ahnenforscherin52
Die konnte man früher tatsächlich kaufen, wenn die Bundeswehr ihren Lagerbestand auffrischte. Meine Schwiegereltern hatten vor ca. 40 Jahren immer den Schweinebraten im Italienurlaub dabei

Heute sieht es etwas anders aus und man kann es nicht mehr direkt von der BW kaufen.
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #13  
Alt 25.04.2020, 17:03
Nebelmond Nebelmond ist offline
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Hallo Silke,
"Unser Kochbuch" Ausgabe 1955 vom Verlag für die Frau, Leipzig, gehört zu meinen vorhandenen alten Büchern, Standardwerk meiner Mutter zum Nachschlagen mit zahlreichen Hinweisen für die damalige Art der Vorratshaltung. Also das Einwecken, Einlegen, Trocknen ... ein Kühlschrank war Luxus und als sich Jahre später ein Fernseher angeschafft wurde - wer kannte in der DDR nicht Kurt Drummer, den Fernsehkoch. Oder solche Aktionen, wenn`s mal genug davon gab, "Nimm`ein Ei mehr" und wenn die Fischfangquote in Saßnitz die Erwartungen überstieg "Frischer Fisch auf jeden Tisch, mehrmals in der Woche Fisch". Fakt ist, es gab nicht immer alles, beileibe nicht, Bananen oft nur vor Weihnachten ... aber Hunger als solchen hat meine Generation nicht mehr kennengelernt. Sogenannte Grundnahrungsmittel waren für jeden erschwinglich, hatten feste Preise und alles war berechenbar.

Gruß Nebelmond
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  #14  
Alt 25.04.2020, 17:14
Benutzerbild von OlliL
OlliL OlliL ist offline männlich
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Hallo,

"Wir kochen Gut" gibt es auch als Neuauflage. Wir haben es einmal von meiner Tante 2006 geschenkt bekommen

Das andere war ein Backbuch von meiner Mutter - aber wir schweifen ab, oder?

Viele Grüße,
OlliL
Angehängte Grafiken
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  #15  
Alt 25.04.2020, 17:40
Nebelmond Nebelmond ist offline
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Hallo OlliL,
so direkt als Abschweifen kann man das doch nicht bezeichnen - Vorratshaltung ging auch noch vor 50 Jahren ein bißchen anders, das Haltbarmachen in eigener Regie war durchaus noch angesagt. (Und dazu fand sich Etliches in den Kochbüchern.) Nicht nur das Beschaffen von Dosenfutter oder wie es heutzutage stattgefunden hat, das Ausräumen von Supermarktregalen. - Wir sind doch in der Plauderecke, hier sind doch mal ein paar Nebenbemerkungen gestattet ?
Gruß Nebelmond
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  #16  
Alt 25.04.2020, 18:31
Verano Verano ist offline
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Hallo Nebelmond, Silke und Olli

die Bücher würde ich gern der Generation ab den 60ern (nicht pauschal) ans Herz legen. Einfaches Kochen mit unverfälschten Lebensmitteln.

@ Nebelmond
Plünderungen gab es ja nur in Kriegszeiten. Außerhalb davon waren die Bauern schon bessergestellt.
Ich habe einige sehr alt gewordene Bauern unter den Vorfahren. Die Ernährung spielte sicher eine Rolle.


@ Christine,
ja die Dosen auf dem Bild von Ahnenforscherin konnten es gewesen sein. Aber auch die Dosen von Edeka sind denen ähnlich.
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #17  
Alt 25.04.2020, 19:21
Benutzerbild von Balle
Balle Balle ist offline männlich
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Eine Dose Schmazlzfleisch und eine Dose Rindfleisch durch den Wolf und dann diese Creme auf Brot.
Das hatte ich oft.
Später und wohl auch heute lief das über die Einfuhr-und Vorratsstellen EVSt.
__________________
Lieber Gruß
Manfred


Gesucht: Herkunft von Johann Christoph Bresel (Brösel, Prehel, Brahel),
ehem. Dragoner im Churfürstlich Sächsischem ehemaligen Herzog Churländischen Regiment Chevaux Legers in Zittau.
Eheschließung 1781 in Zittau
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  #18  
Alt 25.04.2020, 19:40
Benutzerbild von Hracholusky
Hracholusky Hracholusky ist offline männlich
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Bei der NVA gab es die K(omplekte)-Portionen und wenn die an ihre Haltbarkeitsgrenze kam wurde sie in der Truppe am sogenannten Komplektetag ausgegeben. Da gab es den ganzen Tag nichts anderes.
Hier so ein Pack:
http://up.picr.de/1732678.jpg
Hier der Inhaltszettel am Pack:
http://up.picr.de/1732679.jpg
Hier der Inhalt:
http://up.picr.de/1732681.jpg
Vorn in dem eingeschweisten Päckchen ist ein Kochgestell mit Trockenspiritus und Streichhölzern um die Dosensuppen warm zu machen.


Beste Grüsse
Gerd
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  #19  
Alt 25.04.2020, 19:54
didirich didirich ist gerade online
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Hallo
nach dem verlorenen Krieg hat man kein Fleisch mehr bekommen, außer auf Lebensmittelkarten, aber das war selten !
Also baute man sich einen Hühner- oder besser Kaninchenstall und bei festlichen Anlässen wurden die Tierchen geschlachtet !
Immer zum Leidwesen der Kinder die lieber diese Tiere gestreichelt haben.
Hoffentlich müssen wir diese Zeiten nicht noch mal erleben !
meint didirich
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  #20  
Alt 25.04.2020, 19:54
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Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln für daheim sollte man wegen "schlechter Zeiten" ohnehin anlegen. Aber alles im Rahmen, Toilettenpapier bis unter die Decke horten, wie an diesen Tagen in Berichten schon gesehen, entbehrt ja jeder Grundlage und zeigt den persönlichen Egoismus pur.
Die Generation der Nachkriegszeit hat gelernt fast alles ,was man in seinem eigenen Garten anbauen kann, einzumachen bzw. einzuwecken, um Vorräte zu haben, denn die haben Hunger erlebt!



Als meine Tante in Plaue (Thüringen) in einem Altenpflegeheim starb, mußte mein Vater vor der Übergabe ihres Hauses an neue Eigentümer aus der Verwandtschaft auch den Gewölbe- Keller aufräumen. Dabei hat er über 350 Weckgläser in Containern entsorgt, die aufgrund des Druckes im Glas geradezu "explodierten", d.h der Glasdeckel zwischen Gummiringdichtung und Glasbehälter war schon gewölbt. Den Inhalt der Gläser konnte man nur noch erahnen, da auch die Beschriftung weg war. Solange sollte man das Zeug auch nicht aufheben. Bei meiner Tante war das schon eher krankhaft...


Gruß
Matthias
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