#1  
Alt 25.04.2020, 12:18
Verano Verano ist offline
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Registriert seit: 22.06.2016
Beiträge: 7.369
Standard Vorratshaltung vor etwa 50 Jahren

Hallo zusammen,

kann sich von den älteren Lesern noch jemand an die Notfall-Reserve der Bundesregierung erinnern?
Ich bin wegen den Hamsterkäufen darauf gekommen. Meine Eltern haben früher Konserven mit Rind- und Schweinefleisch auf Vorrat gekauft. Sie wurden zum Verkauf frei gegeben, wenn die Lagerbestände ausgetauscht wurden. Es waren schlichte goldfarbene Dosen mit dem Aufdruck Bundesreserve oder so ähnlich. Vielleicht auch Bundeswehrreserve.
Meine Kinder konnten das nicht glauben.
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #2  
Alt 25.04.2020, 12:58
Benutzerbild von OlliL
OlliL OlliL ist offline männlich
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Moin,


die Bundesregierung unterhällt auch heute noch große Depots mit Notfallreserven an Lebensmitteln (Getreide z.B.) regelmässig werden die Depots und deren Inhalt durchgetauscht.


Deine Schilderungen kenne ich jedoch (auch) nicht - zu jung und auf "der anderen Seite" aufgewachsen



Viele Grüße,
OlliL
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  #3  
Alt 25.04.2020, 13:10
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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Hallo,

ja, kann ich bestätigen, auch wenn das bei uns nicht auf Vorrat gekauft wurde. Das Produkt ( Rindfleischo Schmalzfleisch in 400g-Dosen ) gibt es mE heute noch, wenn eben auch nicht mehr aus der Reserve. Diese Reserve-Produkte hatten auch einen entsprechenden Stempel auf der Dose. Das Produkt jetzt kostet so um 2,30 Euro, im Sonderangebot auch mal unter 2 Euro.

Gruß


Thomas
__________________
FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Uelzen)
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  #4  
Alt 25.04.2020, 13:14
Hedwiga Hedwiga ist offline weiblich
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Hallo, ja, auch Butter wurde gehortet sowie andere Lebensmittel, die
zum Überleben im Katastrofenfall notwendig waren.


An diese Dosen kann ich mich (Jahrgang 1947) auch erinnern, auch an sog. Panzerplatten (Kekse, trocken und "stahlhart") in Aluverpackung. Butter wurde auch aus den Depots an den Handel geliefert und dann rel. günstig verkauft.
__________________
ich grüße freundlich


Renate
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  #5  
Alt 25.04.2020, 13:40
Verano Verano ist offline
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Danke Olli, Thomas und Renate für die Antworten.

An den Stempel auf dem Boden der Dose kann ich mich wieder erinnern. Der Text lautete etwas anders als nur Bundesreserve. Aber egal, es stimmte also.

Die Dosen werden auch heutzutage wieder gehamstert. Siehe das Bild vom Regal bei Edeka.

Und ein Goody für Thomas:
Anna Pein oo Friedrich Kölln, Sohn des Harm, Barmstedt-Pinneberg-Lockstedter Zweig der Kölln Sippe. Sechs Kinder zwischen 1779 und 1792
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg heute bei Edeka.jpg (80,1 KB, 61x aufgerufen)
__________________
Viele Grüße August

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  #6  
Alt 25.04.2020, 13:49
Nebelmond Nebelmond ist offline
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Es muß in der früheren BRD öfter mal Aufrufe zum Hamstern gegeben haben. Aus alten Briefen der Verwandtschaft geht hervor, daß es so um 1964 mal eine "Aktion Eichhörnchen" gegeben haben muß. Ich meine mich zu erinnern, daß Verwandte damals auch etwas von Vorratshaltung erzählten bei ihren Besuchen. Mit welcher Begründung damals die Bundesbürger dazu angefeuert wurden, entzieht sich meiner Kenntnis, mein Lebensalter war noch im einstelligen Bereich.
Gruß Nebelmond
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  #7  
Alt 25.04.2020, 14:30
ahnenforscherin52 ahnenforscherin52 ist offline
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Im Internet fand ich dieses Bild.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg vorrat.JPG (60,2 KB, 83x aufgerufen)

Geändert von ahnenforscherin52 (25.04.2020 um 14:34 Uhr)
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  #8  
Alt 25.04.2020, 14:43
Verano Verano ist offline
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Danke Ahnenforschwerin für das Bild.

Damit kommt man schon einige Zeit über die Runden.


@ Nebelmond:

Hier steht die Begründung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Eichh%C3%B6rnchen
__________________
Viele Grüße August

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  #9  
Alt 25.04.2020, 14:45
Benutzerbild von AKocur
AKocur AKocur ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Nebelmond Beitrag anzeigen
Es muß in der früheren BRD öfter mal Aufrufe zum Hamstern gegeben haben. Aus alten Briefen der Verwandtschaft geht hervor, daß es so um 1964 mal eine "Aktion Eichhörnchen" gegeben haben muß. Ich meine mich zu erinnern, daß Verwandte damals auch etwas von Vorratshaltung erzählten bei ihren Besuchen. Mit welcher Begründung damals die Bundesbürger dazu angefeuert wurden, entzieht sich meiner Kenntnis, mein Lebensalter war noch im einstelligen Bereich.
Gruß Nebelmond
Aktion Eichhörnchen begann 1961. Begründung für Vorratshaltung war in der Zeit zwischen 2.WK und Wende der Kalte Krieg.

Ich bin wohl zu jung um mich an diese Vorräte zu erinnern. Bin mir aber sicher, dass sowas in meiner Familie sicherlich gekauft wurde.

LG,
Antje
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  #10  
Alt 25.04.2020, 15:41
Nebelmond Nebelmond ist offline
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Hallo Antje und August, danke für den Link.
Na schön, und was ist, wenn der Vorrat in schlechten Zeiten sich dem Ende zuneigen würde - gugelt mal nach verschiedenen Buchtiteln, "Tante Linas Kriegskochbuch", "Tante Linas Nachkriegsküche", "Eßbare Landschaften" und dergleichen. Ein paar Kenntnisse, wie man sich (früher ?) über Notzeiten retten konnte, schaden ja auch nicht. Da kann man sich schon vorstellen, was bei unseren Vorfahren in diesen Zeiten auf den Tisch kam, wenn die Vorratsregale leer waren. Auf dem Lande waren die Überlebenschancen oft nicht besser als in der Stadt, wenn viel geplündert wurde.
Gruß Nebelmond
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