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Alt 20.10.2018, 12:06
Benutzerbild von U Michel
U Michel U Michel ist offline weiblich
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Standard Bitte um Hilfe und Ratschläge - Dokumente deutscher Zivilgefangener in Russland 1914-18

Hallo,
ich habe eine grundsätzliche Frage bezüglich der Registrierung von deutschen Zivilgefangenen im 1. WK in Russland.
Nachdem der 1. Weltkrieg ausbrach mit Russland am 1.8.14 befanden sich zahlreiche Deutsche im Russischen Reich. Entweder als Unternehmer, Arbeitnehmer für deutsche Firmen, Urlauber, Diplomatische Beamte, ....usw.. Sie galten ab dem 1.8.14 als Staatsfeinde Russlands.

So auch mein Großonkel, welcher zu dem Zeitpunkt in Petrograd arbeitete. Gewohnt hat er in Witebsk. Am 2.8.1914 wurde er nach Wologda von Petrograd aus verbannt, mit der Bedründung, dass er:

Die Ankunft von (Alfred) Lutoschka in Witebsk ist absolut unerwünscht, weil sich Witebsk im Hinterland unserer Truppen befindet, im Gebiet, das im Kriegszustand ist und am am Eisenbahnknotenpunkt liegt. Es kann keiner die Garantie dafür geben, dass Lutoschko die eingesammelten Informationen, die zum Militärgeheimnis gehören, nicht an ihren Ehemann in Deutschland weitergibt. Frau Lutoschka ist eigens ihrem Mann nach Wologda gefolgt. Es ist wünschenswert, dass sie auch jetzt ihrem
Ehemann nach Deutschland folgt.“

Polizeihauptmeister der Stadt Witebsk. Unterschrift.
Sekretär. Unterschrift.
Grundlage: Form 1430, Meldung 1, Bericht 49077, SS..457-457.

Nun habe ich bisher trotz mehrfacher Nachfragen in den russischen und deutschen Archiven keine Unterlagen aus Russland bzw. Deutschland erhalten können über die offizielle Registrierung der damals deutschen zivilen Gefangenen in Russland und in Deutschland 1914 - 18, keine beiderseitigen länderbezogenen diplomatischen Schreiben über die Verhandlungen zur Rückkehr der deutschen Gefangenen nach Deutschland aus Russland bis 1918 sowie aus beiden Botschaften keinerlei Informationen über diese deutschen zivilen Gefangenen des Russischen Reiches.

Wer kennt vielleicht einen Rat, Tipp oder Hinweis, wie ich die Suche nach den Unterlagen weiterführen kann in Bezug auf:


- die Registrierung des/der Gefangenen in Russland und in Deutschland,
- dt. und russ. gegenseitige Verhandlungsunterlagen, diplomatische Schreiben und Bemühungen zur Rückführung der Deutschen in der Verbannung aus Russland nach Deutschland - wie und wann genau erfolgt?,
- Hinweise in deutschen und russischen Archive mit Hinweisen zur offiziellen Einreise nach Deutschland von Betroffenen, welche aus Russland zurückkehrten (Ausreise aus Russland), welche Genehmigungsschreiben, Unterlagen, Pässe waren notwendig für eine Rückkher aus der Verbannung?
- wo, wie und über welche Behörde sind die aus Russland Zurückgekehrten offiziell in D registriert worden? Es muss ja auch schon damals eine Reise-/Pass-/ Visumspflicht gegeben haben, um zu reisen. Und diese Reisegenehmigungen im Kriegszustand erhalten zu können sind mit Sicherheit verantwortliche Behörden für die Registrierung zuständig gewesen. Nur welche genau? Mir wurde vom Auswärtigen Amt mitgeteilt, dass es keine Unterlagen in ihren Beständen dazu gibt.

Ich bin für jeden Tipp dankbar, denn ich komme leider nicht weiter mit meinen Recherchen über meinen Großonkel Alfred Lutoschka aus Cottbus.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Lutoschka Übersetzungen der Schreiben aus Minsk.pdf (85,2 KB, 6x aufgerufen)
__________________
Freundliche Grüße aus Böhmen von
Michel

(Suche alles zum :
FN Lutoschka und FN Rose in Lettland-Riga, Litauen, Wehlisch/ Russland, Witebsk/ Weißrussland, Berlin - Cottbus Niederlausitz - Wahrenbrück - Hamburg/ Deutschland und Neustettin/ Polen;

FN Müller, FN Räbiger,
FN Oertel aus Reinswalde und Waltersdorf/ Sorau, der ehemeligen Neumark;

FN Balzke aus der Niederlausitz

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Stichworte
1. wk , deutsche gefangene , in russland 1914 , lutoschka , verbannung

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