Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Genealogie-Forum Allgemeines
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #1  
Alt 11.04.2021, 15:50
Benutzerbild von LutzM
LutzM LutzM ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.02.2019
Ort: Greifswald
Beiträge: 704
Standard Ist er der leibliche Vater? Was meint Ihr?

Hallo allerseits,

am 10.04.1809 wird Elisabeth Kessel unehelich geboren. (erster Eintrag)

Die Mutter (auch Elisabeth Kessel) heiratet am 18.07.1810 den Wenzel Vetter. (ganz unten)

Bei Hochzeit der Elisabeth (Tochter) am 10.07.1827 mit Paul Kühnel, steht sie als eheliche Tochter von Wenzel Vetter & E. Kessel. Der Vater gibt auch seine Zustimmung zur Ehe wg. Minderjährigkeit. (dritter Eintrag)

Im Ehevertrag von Wenzel Vetter & Elisabeth Kessel, den ich dank aktiver Hilfe von Zita entschlüsseln konnte, steht: "verbündet sich annoch der Bräutigam das von Seite Braut hier befindliche Kind Elisabeth so wie sein eigenes zu ernähren und zu erziehen." Auch wird sie erbschaftlich mit den ehegezeugten Kindern gleichgestellt (wenn ich das richtig verstehe): "mit denen Kindern aus der gegenwertigen Ehe, als auch mit der hier befindlichen Braut Tochtern Elisabeth einen gleichen Kindstheil beziehen"

Was meint Ihr? Ist es sein eigenes Kind, oder eher nicht? Wenn nicht, würde es heißen, dass mein Stammbaum an dieser Stelle nicht in Richtung Vetter weitergehen würde, denn Elisabeth (*1809) ist meine 3fache Uroma.
__________________
Lieben Gruß

Lutz

--------------
mein Stammbaum
suche Eising * um 1880 aus/bei Creuzburg/Ostpreußen, sowie (August & Hellmut) Wegner und (Friederike) Lampe * um 1840 aus/bei Kleinzerlang/Prignitz

Geändert von LutzM (11.04.2021 um 15:56 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 11.04.2021, 16:04
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 2.783
Standard

Zitat:
Zitat von LutzM Beitrag anzeigen
Im Ehevertrag von Wenzel Vetter & Elisabeth Kessel, den ich dank aktiver Hilfe von Zita entschlüsseln konnte, steht: "verbündet sich annoch der Bräutigam das von Seite Braut hier befindliche Kind Elisabeth so wie sein eigenes zu ernähren und zu erziehen.

Hallo Lutz,

ich verstehe von solchen Dingen nichts, würde aber grundsätzlich meinen, daß die von mir fett markierte Formulierung recht eindeutig ist. "So wie sein eigenes" ist etwas anderes als "sein eigenes".

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 12.04.2021, 14:56
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2021
Ort: Österreich (nahe Wien)
Beiträge: 167
Standard

Für mich klingt die eingetragene Floskel auch eher nach Adoption (Annahme an Kindes statt) als nach Anerkenntnis der Vaterschaft. Eine solche war bei mir bisher immer recht eindeutig, z.B. "...gibt vor Zeugen an, der Vater dieses Kindes zu sein...".
LG Susanna

Geändert von Su1963 (12.04.2021 um 14:58 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 12.04.2021, 15:18
Benutzerbild von LutzM
LutzM LutzM ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 22.02.2019
Ort: Greifswald
Beiträge: 704
Standard

Danke für Eure Meinungen. Ja, auch ich bin inzwischen der Meinung, dass es nicht seine leibliche Tochter war. Ich denke, nachdem ich den Vertrag jetzt x mal gelesen habe, dass die Braut und/oder der Brautvater auf dem Vertrag bestanden hat um das Kind abzusichern und auch den Hausbesitz nicht zu verlieren. Es ging hier ja um das Haus des Brautvaters.
Da das Kind bei der Hochzeit erst ca. 1 Jahr alt war, ist sie sicher wie ein eigenes aufgewachsen und so hat der Pfarrer bei ihrer Hochzeit "eheliche Tochter" geschrieben. Das hatte ich auch schon in einem anderen Fall. Da war die Mutter kurz nach der Geburt gestorben und bei der Hochzeit des Kindes stand die neue Frau des Vaters als leibliche Mutter drin-die Braut wusste womöglich gar nicht, dass es nicht ihre leibliche Mutter war.
Na gut, dann ist die Linie hier zu Ende...
__________________
Lieben Gruß

Lutz

--------------
mein Stammbaum
suche Eising * um 1880 aus/bei Creuzburg/Ostpreußen, sowie (August & Hellmut) Wegner und (Friederike) Lampe * um 1840 aus/bei Kleinzerlang/Prignitz
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 12.04.2021, 15:22
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.10.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 9.767
Standard

Hi,
ich sehe es wie die Vorredner
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (12.04.2021 um 15:24 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 13.04.2021, 19:51
Benutzerbild von Ursula
Ursula Ursula ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.01.2007
Ort: BW
Beiträge: 1.164
Standard

Zitat:
Zitat von LutzM Beitrag anzeigen


"verbündet sich annoch der Bräutigam das von Seite Braut hier befindliche Kind Elisabeth so wie sein eigenes zu ernähren und zu erziehen."
Nein, sie ist nicht sein Kind, er verspricht nur, es wie sein eigenes anzusehen und zu behandeln.


LG
Uschi
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 13.04.2021, 19:56
Benutzerbild von LutzM
LutzM LutzM ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 22.02.2019
Ort: Greifswald
Beiträge: 704
Standard

Vielen Dank an alle. Dann sind wir uns ja einig.
__________________
Lieben Gruß

Lutz

--------------
mein Stammbaum
suche Eising * um 1880 aus/bei Creuzburg/Ostpreußen, sowie (August & Hellmut) Wegner und (Friederike) Lampe * um 1840 aus/bei Kleinzerlang/Prignitz
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 18.04.2021, 22:46
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2021
Beiträge: 170
Standard

Zitat:
Zitat von LutzM Beitrag anzeigen
Was meint Ihr? Ist es sein eigenes Kind, oder eher nicht? Wenn nicht, würde es heißen, dass mein Stammbaum an dieser Stelle nicht in Richtung Vetter weitergehen würde, denn Elisabeth (*1809) ist meine 3fache Uroma.

Selbstverständlich geht dein Stammbaum in Vetter Richtung weiter, er ist schließlich der Vater des (angenommenen) Kindes. Mit allen Konsequenzen. Er ist es gesellschaftlich sowie auch rechtlich gewesen.

Dazu muss er sie nicht gezeugt haben.
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 19.04.2021, 08:36
Benutzerbild von LutzM
LutzM LutzM ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 22.02.2019
Ort: Greifswald
Beiträge: 704
Standard

Hallo Carolien,

interessante Meinung! Hmmm, aber stimmt das so?

Aus heutiger Sicht und Gesetzeslage ist er der Vater-mit allen Konsequenzen, trotzdem ist er doch nicht mein Ahn, oder doch?

Ich habe das für mich immer so definiert, dass es mich nicht gäbe, wenn die entsprechende Person nicht existiert hätte. In diesem Fall spielt der W. Vetter aber keine Rolle, denn das Kind Elisabeth (meine x fache Oma) wurde von einem anderen gezeugt-dieser Unbekannte ist mein x+1 fache Opa/Ahn/Vorfahr.

Oder was sagen die Anderen dazu?
__________________
Lieben Gruß

Lutz

--------------
mein Stammbaum
suche Eising * um 1880 aus/bei Creuzburg/Ostpreußen, sowie (August & Hellmut) Wegner und (Friederike) Lampe * um 1840 aus/bei Kleinzerlang/Prignitz
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 19.04.2021, 10:32
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2021
Beiträge: 170
Standard

Zitat:
Zitat von LutzM Beitrag anzeigen
Aus heutiger Sicht und Gesetzeslage ist er der Vater-mit allen Konsequenzen, trotzdem ist er doch nicht mein Ahn, oder doch?
Ein Ahn wirst du durch Geburt (in deinem Fall die uneheliche Tochter), Adoption oder vergleichbare Annahme oder durch Heirat (der Mann der Mutter des unehelichen Kindes).

Nicht zum Ahn wird man, wenn man in einer wohligen Stunde, gut durchtränkt und frischen Mutes des Nachts irgendwo hinter den Fassaden einer Disco irgendeine lustig aussehende und ansprechende Dame pimpert und sie dabei dupliziert.


Deiner Logik folgend wären auch Zweitpartner nicht verwandt. Also Tante und Onkel... nun stirbt der Onkel und Tante heiratet nochmal. Dann ist auch dieser Mann dein Onkel. Klingt komisch, ist aber so.

Geändert von Carolien Grahf (19.04.2021 um 10:36 Uhr)
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:29 Uhr.