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Umfrageergebnis anzeigen: Eheschließungen - Wer schaffte die meisten und wie viele?
3 60 56,60%
4 35 33,02%
5 11 10,38%
mehr als 5 0 0%
Teilnehmer: 106. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #21  
Alt 23.02.2012, 19:45
brummelinchen brummelinchen ist offline weiblich
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ha, da fällt mir auch noch was ein, ist es euch auch aufgefallen, dass innerhalb der Familie geheiratet wurde, ganz viele mit den gleichen Namen aus Familien vom Bruder oder wie auch immer?
  #22  
Alt 23.02.2012, 19:57
Benutzerbild von gabyde
gabyde gabyde ist offline weiblich
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Hallo Bine,

ja, das war nicht unüblich - man muß sich auch überlegen, daß das für die Kinder bestimmt am einfachsten war, wenn z.B. eine Schwester der Mutter in den Haushalt kam als wenn es eine völlig fremde Frau gewesen wäre. Dazu kommt natürlich, daß dann auch nicht groß mit Mitgift und dergleichen rumgetan werden mußte, da ja im wahrsten Sinne des Wortes alles in der Familie blieb.
Naja, Liebesheiraten waren in vergangenen Jahrhunderten eher die Ausnahme - es gibt da mehr als eine Geschichte von Eheleuten, die sich nicht ausstehen konnten. Der Kindersegen war da meist nichts als "Pflichterfüllung".

Die Kinder behielten üblicherweise den Familiennamen. Das änderte sich nur, wenn sie unehelich geboren wurden und der Vater sie im Nachhinein anerkannte - oft genug durch nachträgliche Heirat.
Uneheliche Geburten konnten auch daher rühren, daß die Partner nicht heiraten durften, wofür es früher genügend Gründe gab. So konnte z.B. der Vater gegen die Heirat sein, weil der Auserwählte noch Geselle war. Sobald er dann Meister war, durfte geheiratet werden. Bis dahin waren manchmal aber schon mehrere Kinder da.

LG
Gaby
__________________
Litauen: NASSUT / BATRAM - Liebenscheid/LDK: BRANDENBURGER - Wagenfeld: CORDING - Sonnborn: MOEBBECK / ZIELES - Sprockhövel: NIEDERSTE BERG / DOTBRUCH - Lintorf/Angermund: HUCKLENBRUCH / RASPEL - Motzlar: FÜRST / DERWORT - Sauerland: WORM / NAGEL - Italien (Provinz Belluno): MARES
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  #23  
Alt 24.02.2012, 12:15
Benutzerbild von Michel85
Michel85 Michel85 ist offline männlich
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So Fälle gibt es bei mir mehrmals, gerade in kleineren Ortschaften ist es nicht unüblich.

Z.B. mein 5-fach Uropa in direkter väterlichen Linie Peter Sauerwein heiratete 1774 eine Anna Catharina Sauerwein, ihr Sohn Johann Peter Sauerwein IV. heiratete eine Maria Magdalena Roth, ihre Mutter war Angelica Sauerwein. Naja der Enkel von J.P.S. IV. heiratete 1885 eine Angelica Krautwurst, die hat wiederum in den Vorfahren eine Sauerwein

Meist muss ich nicht einmal weit zurück gehen um eine Verwandtschaft zwischen allen zu finden. Gerade die Tage habe ich in den Vorfahren meines Vaters den Nachnamen meiner Mutter gefunden - kommend aus dem selben Ort wie die Vorfahren meiner Mutter.... ist nur noch eine Frage der Zeit bis ich da auch eine Verbindung finde. Ergibt Ahnenschwund ohne Ende
__________________
Suche:
SAUERWEIN vor 1660 (z.B. Eltern und Geschwister von Christoph Sauerwein,*1649 evtl. Kleestadt, +1728 Schlierbach) /
KREBS (Eltern von Johann Nikolaus Krebs *1736 Kleestadt, +1813 Kleestadt)
  #24  
Alt 24.02.2012, 22:48
brummelinchen brummelinchen ist offline weiblich
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Registriert seit: 18.02.2012
Ort: Teltow bei Berlin
Beiträge: 132
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da wünsch ich dir viel Glück, manchmal ist es blöd, wenn man einfach festhängt, nur ein kleines Puzzleteil fehlt und schon könnte es weitergehen, aber man findet es nicht gleich

Deine Nachnamen sind ja auch nicht gerade gewöhnlich, da gibt es doch bestimmt nicht so viele die nicht irgendwie zur Familie gehören oder??
  #25  
Alt 24.09.2013, 23:47
OW OW ist offline
- gelöscht -
 
Registriert seit: 05.12.2008
Beiträge: 0
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Mein Vorfahre Wilhelm Dircksen aus Westpreußen,
war insgesamt 6 mal verheiratet. Dabei stammt meine Vorfahrin Dorothea Dircksen *1700 aus seiner 6. Ehe.

1. Ehe: 20.11.1662 mit Elisabeth Kieprin??? (beim Nachnamen bin ich mir unsicher)
2. Ehe: 18.01.1672 mit Barbara Karsten
3. Ehe: 08.03.1677 mit Maria Römer
4. Ehe: 21.10.1680 mit Catharina Witzcky
5. Ehe: 15.01.1685 mit Judith Seidlerin
6. Ehe: 16.07.1697 mit Maria Zoll

die letzte Frau wurde im Jahr 1665, also 3 Jahre nach seiner ersten Eheschließung geboren und sie war ca. 30 Jahre jünger als er selbst.
Bei der Geburt meiner Vorfahrin war er über 60 Jahre alt.
das genaue Geburtsdatum von Wilhelm Dircksen kann ich leider nicht mehr herausfinden, weil die Kirchenbücher nur bis 1650 gehen.
  #26  
Alt 25.09.2013, 11:00
Benutzerbild von Kunzendorfer
Kunzendorfer Kunzendorfer ist offline männlich
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Gilt diese Umfrage nur für die eigenen Ahnen oder für sich selber als zukünftiger Ahn auch?
__________________
G´schamster Diener
Kunzendorfer
  #27  
Alt 25.09.2013, 13:32
Asphaltblume Asphaltblume ist offline
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Witwen durften erst eine gewisse Zeit nach dem Tod des ersten Ehemannes heiraten, weil sie ja noch vom ersten Mann schwanger sein konnten. Diese nachgeborenen Kinder waren natürlich ehelich und hatten auch ein Anrecht auf ihr väterliches Erbe.

Bei Männern war das anders, mit dem Tod der Ehefrau war ja auch ein potentielles ungeborenes eheliches Kind tot, da konnte er also schnell wieder heiraten. Und wenn er kleine Kinder zu versorgen hatte, war das vielfach auch das, was von ihm erwartet wurde.

Der Wikipediaartikel zum Trauerjahr fasst das ganz gut zusammen und nennt weiterführende Literatur.
__________________
Gruß Asphaltblume
  #28  
Alt 25.09.2013, 14:23
Jettchen Jettchen ist offline
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Ein Ahn von mir aus Ludwigstadt (*1590) heiratete 5 mal:
1613/1618/1628/1635 und 1644, jedesmal nach dem Tod der Ehefrau.
Meine Linie führt über die letzte Ehefrau.
Ich bin immer wieder überrascht, in welch hohem Alter Männer früher eine weitere Ehe eingegangen sind - und Kinder gezeugt haben! Manchmal waren sie über 70 Jahre alt.
Was bedeutete dies für die jungen Frauen???
Jettchen
  #29  
Alt 25.09.2013, 17:02
Benutzerbild von Rolf Stichling
Rolf Stichling Rolf Stichling ist offline männlich
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Cool Manche lernen auch nicht dazu!

Zitat:
Zitat von Jettchen Beitrag anzeigen
Ein Ahn von mir aus Ludwigstadt (*1590) heiratete 5 mal
Fünf mal verheiratet? Das ist ja sequentielle Polygamie! Da frag ich mich schon, ob manche Menschen denn durch garnichts abzuschrecken sind?

(Scherz aus!)


Häufig waren solche Ehen mehr wirtschaftlich begründet. Die Frage danach, wie ein verwitweter Partner schon nach wenigen Monaten wieder heiraten konnte, die ist mehr von unserer heutigen Sichtweise geprägt. Ein älterer Witwer war halt oft eine gute Möglichkeit, eine noch "übriggebliebene" Tochter doch noch zu versorgen. Das sah man wohl oft viel mehr unter praktischen als unter emotionalen Gesichtspunkten. Und eine Witwe (vor allem wenn sie Kinder zu versorgen hatte) war auch gut beraten, wenn sie schnellst möglichst wieder einen Mann fand, der für sie sorgen konnte.
Hartz IV war damals nicht!

Andererseits können wir auch feststellen, daß solche schnellen Wiederverheiratungen zum Beispiel dann nicht notwendig waren, wenn die Eltern der Witwe oder des verstorbenen Mannes die Witwe mit ihren Kindern versorgen konnte. Ich habe solche Fälle auch unter meinen Vorfahren.
Eine junger Handwerksmeisters verstirbt kurz vor der zweiten Niederkunft seiner Frau. Die Eltern führen den wirtschaftlich gut laufenden Handwerksbetrieb (Gürtlerei) aber noch solange weiter (und versorgen ihre nun verwitwete Schwiegertochter und die Enkel), bis der ältere der Söhne den Betrieb selber übernehmen kann. Diese Witwe hat nicht wieder geheiratet, nicht wieder heiraten müssen.

Jeder Fall ist anders - und nur zu beurteilen, wenn man die Umstände näher erforscht hat.

Es gab aber auch ganz andere Verhältnisse. Hier mal ein Ausszug aus unserer Familienchronik:

"Emil hatte sich 1811 mit Luise xxx verlobt, die er in Günzburg kennengelernt hatte. Er war sich aber wohl nicht so ganz sicher, ob seine Verlobte die richtige Frau für ihn sei, denn zu der für Anfang September 1813 anberaumten Hochzeit erschien er zwar – aber ohne die nötigen Papiere. Es kam dann zu einem dramatischen Auftritt, als ein weiterer Verehrer seiner Braut nur mit Mühe davon abge­halten werden konnte, sich vor den Augen der anderen umzubringen. Die Hochzeit fand nicht statt, die Braut reiste in die Schweiz ab. Nach einer Aussprache wurde ein neuer Hochzeitstermin auf den 11. Oktober fest­gelegt, doch Emil erschien erst drei Tage später. Die Hochzeit fand dennoch statt und die Neuvermählten fuhren am 17. Oktober ab. Es folgte ein nicht sehr glückliches Ehejahr in München, so daß sich das Paar schon im Winter 1814 wieder trennte und eine Scheidung anstrebte. Luise xxx war katholisch, so daß man sich um eine päpstliche Genehmigung zur Auflösung der Ehe bemühen mußte. Durch Vermittlung des Bischofs von Rottenburg wurde diese Ge­nehmigung im Oktober 1816 erteilt. Nach einer Zeit der Trennung näherten sich die beiden wieder aneinander an und 1822 heirateten die beiden erneut. In einer nun folgenden neunjährigen Ehe wurden fünf Kinder geboren. Die Mutter starb nach der Geburt des letzten Kindes an Kindbettfieber."

Da heiratet einer zweimal die gleiche Frau?
Über Konfessionsgrenzen hinweg! Läßt sich von ihr scheiden ... mit päpstlicher Genehmigung ... und heiratet sie dann doch wieder?
Das ist kein Stoff einer amerikanischen Soap-Opera sondern Realität im 19. Jahrhundert in Deutschland. Da soll keiner sagen unsere Vorfahren hätten ein langweiliges Leben geführt.
__________________
Herzliche Grüße und viel Erfolg bei der Suche nach den Ahnen.

Rolf Stichling

PS. Ich suche die Herkunft von

Tobias Stichling. Er erhielt als Gürtlermeister 1697 in Weimar das Bürgerrecht und stammt dem Bürgerbuch nach aus Erfurt.
In Erfurt gibt es aber so viele Stichlinge! Von welchem Zweig der Stichlinge in Erfurt mag mein Tobias abstammen?
1688 hat er seine Lehre als Gürtler in Erfurt beim Gürtlermeister Hucke begonnen. Jetzt suche ich die Eltern von Tobias.
  #30  
Alt 25.09.2013, 18:32
Asphaltblume Asphaltblume ist offline
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Beiträge: 1.454
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Mein Ururgroßvater starb 1896 mit 36 Jahren bei einem Unfall. Er war Binnenschiffer und hatte einen eigenen Kahn, der einiges wert war, außerdem besaß er ein kleines Haus mit einem großen Garten, zu dem wohl auch etwas Acker- oder Weideland gehörte (wohl verpachtet, muss ich aber noch nachforschen). Er hinterließ seine Frau mit vier kleinen Kindern.
Es kam auch bald einer, der sie trotz der vier Kinder heiraten wollte - aber als der erfuhr, dass das Erbe der Kinder von einem Vormund verwaltet wurde, also seinem Zugriff entzogen war, ist er wieder abgehauen.
Und meine Ururgroßmutter blieb den Rest ihres Lebens Witwe, was sie wohl hart ankam. Es war auch trotz des Erbes nicht leicht, sich und die Kinder durchzubringen.

Übrigens: Zweimal die gleiche Frau geheiratet hab ich auch in der Familie. Ging aber auch das zweite Mal nicht lange gut und sie haben sich wieder getrennt.
__________________
Gruß Asphaltblume
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