#1  
Alt 04.08.2018, 14:44
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Standard Marken der Hansekaufleute

Hallo zusammen!

Weiß jemand von Euch, ob es Literatur über diese speziellen Marken gibt, mit denen Kaufleute (mich interessieren speziell die Hansekaufleute) ihre Waren zum Nachweis des Eigentums gekennzeichnet haben? Diese Marken sehen im Prinzip nicht anders aus als Hausmarken: geradlinige, abstrakte Gebilde. Vielleicht gibt es ja tatsächlich einen Autor, der sich irgendwann einmal dieses abgefahrenen Themas angenommen hat.

Vielen Dank für jegliche Hilfe!
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Gruß
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  #2  
Alt 04.08.2018, 20:17
Birkenfelde Birkenfelde ist offline männlich
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Guten Abend!


Ich habe mal eben das Buch "Die Hanse" von Karl Pagel schnell durchgeblättert.
Auf S. 117 findet sich ein Ausschnitt des Gemäldes "Bauernhochzeit" von Pieter Breughel. Die Bildunterschrift erwähnt "rheinische Tonwaren". Auf drei der Krüge erkenne ich darauf an deren Bauch einen Punkt. Möglicherweise eines dieser von Dir gesuchten Zeichen? Auf jeden Fall ein Tip, auf zeitgenössischen Darstellungen, von denen es ja genug gibt, mal gezielt danach zu suchen.
Auf S. 137 fand ich dann noch die Abbildung eines Brandeisens der Heringsröder aus dem Kölner Stadtmuseum.
Vielleicht kann Dir der Begriff Beschauzeichen über Ecken auch noch weiterhelfen.


Ich wünsche erfolgreiches Forschen.


Gruss
Emanuel
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  #3  
Alt 04.08.2018, 20:34
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Emanuel,

vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast!

Die Punkte auf den Tonkrügen der "Bauernhochzeit" sind meiner Einschätzung nach keine Marken, denn sie sehen zu unspezifisch aus.

Vom Brandeisen aus dem Stadtmuseum Köln habe ich leider kein Bild gefunden.

Beschauzeichen sind auch nicht das, was ich meine.

Mir geht es um folgende Zeichen/Marken (hier zwei Beispiele aus der Kölner Familie Rinck, in der die Marke sogar zum Wappen der Familie geworden war)

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann...herr-15-Jh.JPG

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_...ln-1475-80.jpg

Vielleicht gibt es ja spezielle Literatur hierzu.

Gruß
consanguineus
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Gruß
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  #4  
Alt 04.08.2018, 20:57
Birkenfelde Birkenfelde ist offline männlich
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Hallo, consanguineus!


Mein Hinweis auf die Beschauzeichen entsprang auch nur der Hoffnung, von "ganz hinten" doch irgenwie an das Gesuchte zu gelangen; denn eine gewisse Verwandtschaft besteht ja.


Aber versuch es doch mal mit Brandzeichen. Man denkt dabei zuerst an Western, Rösser und Rinder. Und die meisten Einträge im Netz beziehen sich auch darauf. Aber die englischen Wörter brand und branding bedeuten heutzutage doch mehr Marke. Schnell bist Du dann z. B. bei den gekreuzten Schwertern des Meissener Porzellans und womöglich auch bei Deiner Hanse-Forschung.


Viele Grüße
Emanuel
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  #5  
Alt 04.08.2018, 22:04
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AUK2013 AUK2013 ist offline männlich
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Hallo.

Sprechen wir hier von den besonderen Gütesiegeln (Kaufmannszeichen),
die es im Mittelalter (Hanse) gegeben hat.


https://books.google.de/books?id=ARp...eichen&f=false

Viele Grüße

Arno

Hier gibt es viele Beispiele von Kaufmannszeichen:

https://books.google.de/books?id=Suh...eichen&f=false

Geändert von AUK2013 (04.08.2018 um 22:31 Uhr)
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  #6  
Alt 05.08.2018, 06:54
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von AUK2013 Beitrag anzeigen
Hier gibt es viele Beispiele von Kaufmannszeichen:

https://books.google.de/books?id=Suh...eichen&f=false

Danke! Genau so etwas meine ich. Diese Zeichen müssen aber mehr so etwas wie ein Eigentumsnachweis gewesen sein, nicht ein "Gütesiegel". Man stelle sich ein Schiff vor, vollgeladen mit Ballen voller Wollstoff von verschiedenen Kaufleuten. Das ist dann für den Faktor des Händlers beim Entladen des Schiffes von großem Vorteil, schnell und unkomplizierrt die Ware seines Herrn zu identifizieren.
__________________
Gruß
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  #7  
Alt 05.08.2018, 13:59
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AUK2013 AUK2013 ist offline männlich
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Zitat:
Diese Zeichen müssen aber mehr so etwas wie ein Eigentumsnachweis gewesen sein, nicht ein "Gütesiegel". Man stelle sich ein Schiff vor, vollgeladen mit Ballen voller Wollstoff von verschiedenen Kaufleuten. Das ist dann für den Faktor des Händlers beim Entladen des Schiffes von großem Vorteil, schnell und unkomplizierrt die Ware seines Herrn zu identifizieren.
Hallo.

Die Kaufmannszeichen entsprechen doch genau diesen Ansprüchen.

Jeder Händler / Kaufmann hatte sein individuelles Zeichen, mit dem er seine Ware kennzeichnete.
Für den Händler, Kunden und Transporteure war die Ware somit eindeutig erkennbar.
Gleichzeitig versprach der Händler mit seinem Zeichen gute Qualität zu liefern.
Sein guter Ruf steht hier ja auch für ein Art Gütesiegel.

Grüße

Arno
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