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  #1  
Alt 19.08.2011, 16:44
Marlies
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Welche Berufe galten als "nicht ehrbar"

Hallo,

welche Tätigkeiten gehörten zu den geachteten und welche zu den geächteten Berufen?

geachtet waren wohl ganz sicher alle Richter, Amtsmänner usw. ...

geächtet war der Scharfrichter, Schinder, Wasenmeister

Kennt Ihr weitere Berufe, die geachtet oder geächtet waren?

Auf eine Ergänzung freut sich

Marlies
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  #2  
Alt 19.08.2011, 16:53
Radheim Radheim ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 12.05.2011
Beiträge: 12
Standard

Hallo,

So spontan fällt mir nur ein, dass auf jeden Fall Hänker geächtet waren.

Nette Grüße
Timo
__________________
Ich suche die Vorfahren von:
Andreas Roth *1633, +17.07.1703 in Mainaschaff
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  #3  
Alt 19.08.2011, 17:09
Cubert Cubert ist offline männlich
Benutzer
 
Registriert seit: 31.07.2010
Ort: Bayern
Beiträge: 73
Standard

Hallo,

auch den Totengräber würde ich bei den geächteten einreihen.
Räumlich nahe dazu der Priester, allerdings bei den geachteten
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  #4  
Alt 19.08.2011, 17:11
Klingerswalde39_44
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo,

geachtet wurden sicher auch Ärzte und Hebammen.

Gruss, Gabi
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  #5  
Alt 19.08.2011, 17:26
Dominik Dominik ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.06.2011
Beiträge: 767
Standard

ärzte, apotheker ect gehörten zb zu den gachteten
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  #6  
Alt 19.08.2011, 17:38
Benutzerbild von Pendolino
Pendolino Pendolino ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.04.2009
Ort: Bayern
Beiträge: 12.106
Standard

Hallo zusammen!

"Geächtet" würde ich jetzt nicht sagen, aber der Beruf des Müllers galt lange Zeit als "anrüchig".

Sozialgeschichte des Müllerberufes (bitte im Link etwas runterscrollen )
__________________
Viele Grüße von Pendolino!

Hier findet ihr Übersichten meiner Vorfahren aus Sachsen und Thüringen
sowie aus der (Elch-) Niederung in Ostpreußen


Dauersuche in Ostpreußen und im Memelland:
Alles zu den Familiennamen Kumbartzky, Matzeit (Macait) und Petrick

Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schulbildung, sondern des lebenslangen Versuches, sie zu erwerben. (A. Einstein)
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  #7  
Alt 19.08.2011, 18:10
Benutzerbild von karin-oö
karin-oö karin-oö ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.04.2009
Beiträge: 2.652
Standard

Hallo!

Ich habe mich während des letzen Jahres ziemlich intensiv mit dem Beruf des Müllers beschäftigt und bin dabei auch immer wieder auf den Ruf der Unehrlichkeit dieser Zunft gestoßen.
Bei der Erforschung der Müllerfamilien in meinem Heimatdorf habe ich aber eher die Erfahrung gemacht, dass es sich dabei um geachtete Familien handelte.

Jedenfalls gab es seit dem Mittelalter eine Vielzahl von Bestimmungen, die das Mühlenwesen regelten. Daraus könnte man ableiten, dass die Müller wirklich oft betrogen haben und deshalb so viele gesetzliche Vorschriften nötig waren.
Das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber den Müllern war zweifellos immer hoch - schließlich übergab man ihnen das kostbare, lebensnotwendige Getreide zur Verarbeitung. Da musste man schon sicher sein, dass man auch das dafür bekam, was einem zustand.

Ich bin deshalb zu dem Schluss gekommen, dass die Vielzahl von Vorschriften beide Seiten absicherte: Der Bauer bekam was ihm zustand und der Müller musste sich keinen Vorwurf des Betrugs machen lassen, wenn er die Vorschriften einhielt.

Soweit mein Exkurs zum (Be)Ruf des Müllers.

Schöne Grüße
Karin
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  #8  
Alt 19.08.2011, 20:03
Leineweber12 Leineweber12 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.08.2010
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 1.145
Standard

Hallo zusammen!
Auch die Leineweber (ja ja,) gehörten vielerorts, besonders in den mittelalterlichen Städten, zu den nicht geachteten Berufen. Sie standen in der Handwerkhierarchie ganz unten und wurden in einem Atemzug mit den "unehrenhaften" Nachtwächtern, Totengräbern und Scharfrichtern genannt. Sie gehörten in den Städten zu der ärmsten Bevölkerungsschicht. Aber auch in den ländlichen Gebieten hatten sie keinen guten Stand. Dort wurde das Handwerk oft von hörigen Bauern und Tagelöhner, die als unehrlich galten, im Nebenerwerb ausgeübt. Eine richtig schlüssige Begründung, warum die armen Leineweber so schlecht angesehen waren, lässt sich nur schwer finden. Ähnlich wie beim Müller ließ sich bei den Leinewebern auch nur schwer überprüfen, ob sie den angelieferte Rohstoff, hier das Garn, auch wirklich komplett verarbeitet hatten. Es wurde ihnen auch nachgesagt, dass sie bei der Ausübung ihres Berufes unangemessen oft geflucht und geschimpft haben, was damals unter Strafe stand. Allerdings gab es im 17.Jh. auch viele Orte, in denen Bauern begannen, Flachs anstatt Korn anzubauen und diesen im eigenen "Leinewebernebenerwerb"" zu Leinen zu verarbeiten und so einen gewissen Wohlstand erreichten.
Gruß von Leineweber
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  #9  
Alt 19.08.2011, 20:38
mumof2 mumof2 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.01.2008
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 1.037
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Hallo,
die Tatsache, ob ein Beruf "unehrlich", das heißt unehrenhaft war, hatte was damit zu tun, ob derjenige im Kriegsfall einberufen werden konnte. Und das konnte ein Müller nicht: Er mußte bei seiner Mühle bleiben, genau wie der Schäfer, der seine Schafe nicht verlassen konnte. Daher war der Beruf des Schäfers auch unehrenhaft.
mum of 2
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  #10  
Alt 20.08.2011, 09:43
Benutzerbild von Eva64
Eva64 Eva64 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.07.2006
Ort: Ba-Wü
Beiträge: 708
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Die Pfarrer waren auf jeden Fall geachtet auch Lehrer, Schulmeister etc. gehörten dazu. Dann denke ich, dass die meisten Handwerker dazu zählten. Also Schmied, Maurer, Zimmermann etc.

Geächtet oder weniger angesehen waren sicherlich Gerber.

Grüßle
Eva
__________________

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