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  #11  
Alt 19.08.2015, 23:39
ManuelKrug ManuelKrug ist offline
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Themenstarter
 
Registriert seit: 07.03.2015
Beiträge: 15
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Ich weiß, dass Verheiratete oftmals geschieden wurden. Zur Demoralisierung, Isolation und weil die Ehepartner zu Hause sich neu orientieren sollten.
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  #12  
Alt 20.08.2015, 06:20
Benutzerbild von genera
genera genera ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 16.01.2014
Beiträge: 120
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ist schon gut möglich, schließlich wollte man gerade politische Gefangene möglichst isolieren und vom funktionierenden NS System abtrennen. Wenn das in Deinem Fall so war, muss es auch irgendwo eine Eintragung in einem Standesamt geben. In diesen Jahren herrschte ja schon eine gut eingespielte Bürokratische Ordnung. Eventuell solltest du doch mal mit dem Archiv in Buchenwald Kontakt aufnehmen. Mir hat vor einiger Zeit der Archivar in Dachau sehr nett geholfen (und auch kostenlos).
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  #13  
Alt 21.08.2015, 23:36
uweA uweA ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.01.2013
Ort: Langenfeld / Rheinland
Beiträge: 133
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Hallo Manuel,

auf grund meiner Arbeiten in den Konzentrationslagern kann ich folgendes anmerken:

1. Todesort
wird sicherlich stimmen

2. Todestag
kann durchaus minimal variieren, insbesondere bei schweren
Luftangriffen

3. Todeszeit
Diese sagt gar nichts aus. Sie kann stimmen oder auch nicht.

4. Todesart
wenn keine ausführliche Krankenakte vorliegt, kann man nicht unbedingt
von der Richtigkeit zu diesem Zeitpunkt ausgehen.
Todesart wurden standardmäßig eingetragen

5. BV Bezeichnung
Man kann davon ausgehen, das die Bezeichnung Berufsverbrecher
richtig vergeben wurde. In Buchenwald waren die Häftlinge mit dem
roten Winkel (politischen) sehr stark vertreten und es gab eine große
Solidarität unter diesen.
Jedoch solltest du bedenken, das diese Bezeichnung immer aus Sicht der
Nationalsozialisten vergeben wurde. Die verurteilungen halten
rechtstaatlichen Prinzipien nicht immer statt. Es muss also eine
Verurteilung vorliegen. Dies müßte aber aus den Akten des KL
Buchenwalf hervorgehen.

6. Es gab ein Sonderstandesamt in Buchenwald, welches zum Standesamt Weimar gehörte.

7. "Scheidung"
Es gab keine Zwangsscheidungen. Jedoch wurde Druck auf diejenigen
Personen ausgeübt, welche mit einer Jüdin verheiratet waren.
Der Eintrag kann also durchaus falsch sein.
Du solltest hierzu aber seine Standesamdaten im Archiv abklären.
(scheinbar lebte er ja in Erfurt)

Ich hoffe, dies erklärt einiges etwas klarer.

Uwe
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