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  #1  
Alt 14.01.2019, 22:40
Franzjoni Franzjoni ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 10.12.2017
Beiträge: 7
Standard Brief 23.Nov 1945

Quelle bzw. Art des Textes: Brief an Vater
Jahr, aus dem der Text stammt: 1945
Ort und Gegend der Text-Herkunft: Wahrscheinlich Pfalz
Namen um die es sich handeln sollte: Rudolf "Rudi" Nicolaus



Die anderen Briefe fielen mir bisher leicht. Bei diesem Brief habe ich Schwierigkeiten.



Ich mache mal den Anfang:

Waldmohr , den 23. Nov 1945


Lieber Herr Nikolaus!
Mit welcher Freude wir Ihre lieben Zeilen erhalten haben, können Sie sich kaum vorstellen. () Monate () wir immer? () und Ihren Kameraden Herrn (), sollen () den Kreig gklücklich und gesund überstanden haben. Auf Ihren Abschiedsbrief hat ein kleines Mädchen () gebangt ? (...) in meinem ...





Einfache Worte gehen gut aber längere scheiter ich immer. Die Schrift ist aber eigentlich sehr sauber. Wenn die Bilder nicht scharf genung sind, kann ich versuchen die Kontraste noch weiter zu erhöhen.



Über Hilfe freut sich sehr,



Franz Joseph



Wenn der zu transkribierende Text nicht in deutscher Sprache verfasst ist, sind Sie hier falsch! Siehe gelbe Hinweisbox oben!

Bitte tippen Sie hier den Text Zeile für Zeile ein, soweit Sie diesen selbst entziffern können. Sie können unsichere Wörter mit einem Fragezeichen und fehlende Stellen mit Punkten kennzeichnen. Nennen Sie zumindest unbedingt die Orts- und Familiennamen, die im Text vorkommen (sofern lesbar bzw. bekannt)!
Eine Anrede, eine freundliche Bitte und am Schluss ein netter Gruß erhöhen die Motivation der Helfer!
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Brief 1.jpg (229,7 KB, 22x aufgerufen)
Dateityp: jpg Brief2.jpg (251,0 KB, 11x aufgerufen)
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  #2  
Alt 15.01.2019, 10:15
Benutzerbild von henrywilh
henrywilh henrywilh ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 13.04.2009
Ort: Weserbergland
Beiträge: 10.071
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Für die, die Zeit haben, eine optisch bessere Version. So eigentlich ziemlich leicht zu lesen, hoffe ich:

Brief 1.jpg
Brief2.jpg

Zeitgeschichtlich hochinteressant diese Passage:

"Wir haben uns den Kriegsausgang anders gedacht. ... Unsere Soldaten hätten es nach einem 6-jährigen harten Kampfe anders verdient ..."
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm

Hingucken oder nicht hingucken, das ist hier die Frage!

Geändert von henrywilh (15.01.2019 um 10:36 Uhr)
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  #3  
Alt 15.01.2019, 10:37
Benutzerbild von Karla Hari
Karla Hari Karla Hari ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.11.2014
Beiträge: 3.475
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Lieber Herr Nikolaus!
Mit welcher Freude wir Ihre lieben Zeilen erhalten
haben, können Sie sich kaum vorstellen. Schon
Monate dachten wir immer an Sie und Ihren
Kameraden Herrn Lesekram(?), sollen Sie den Krieg
glücklich und gesund überstanden haben. Auch Ihren
Abschiedsbrief hat ein kleines Mädchen uns gebracht,
welcher ich Tag täglich in meiner Handtasche nachtrug,
so gern hatten wir Sie. Was hatten wir doch schöne
Stunden zusammen verlebt, jetzt ist es bald eine
Jahr her, wo wir doch die schönsten Verweihnachdtage
zusammen feierten. Wir haben uns den Kriegs-
ausgang anders gedacht. Die letzte Zeit bei dem
Bombenhagel war ja fast unerträglich geworden,
daß man sich wirklich nach einem Ausgang sehnte.
Unsere Soldaten hätten es nach einem 6 jahrichen harten
Kampfe anders verdient, es ist halt an der Tatsache
nichts zu ändern. Unser Sohn Oskar ist am 24. Dez. Frankreich(??)
vermißt worden, ein ganzes Jahr lebten wir in der
Ungewißheit, seid 14 Tagen haben wir Nachricht von
Ihm erhalten und zwar Post von Feb. März und April
Es war und ein Stein von unserm Herzen gefallen
als wir seine Zeilen lasen, er lebt, Er ist in amerikanischer
Gefangenschaft in Frankreich, hoffentlich wird er bald enlassen
daß er bis Weihnachten in unserer Mitte verweilen
kann, das wäre das schönste Weihnachtsgeschenk für
uns alten Leute. Auch Sie lieber Herr Nikolaus hat das
Schicksal schwer heimgesucht wenn man beide Eltern so

rasch nacheinander verliert, das ist bitter hart. So viel ich
weiß, haben Sie Seine Geschwister und sind auf Verwande angewiesen.
Noch nachträglich mein herzlich Beileid, trösten Sie sich auch Ihr
Leiden hat Ihnen der Vater im Himmel geschickt und er wirds
zu seinem Besten lenken. Als am 21. März Die Amerikaner
einrückten, das für uns ein d... Gefühl, wir hatten nicht aus dem
Haus gemußt, aber so viele hatten in 10 Min. ihre Häuser verlassen
müssen und Alles zurücklassen, es war etwas furchbares.
Momentan haben wir keine Besatzung, aber im nahen Jägelburg
sind sehr viele Franzosen, Wir mussen uns mit unserm Schicksal
abfinden. Unser Sohn Hans mit Familie wohnt bei uns, sonst müßten
wir anderweitig vermieten. Es geht uns Allen gesundheitlich
gut, was wir auch Ihnen Alle von Herzen wnschen.
Jetzt noch eins, ds wird Sie sehr freuen, Heute morgen
wollt ich bei einem ... die Adresse von Herta haben
was meinen Sie, in unserem Hausflur begegnete mir
die Herta, ich traute meinen Augen nicht. Gestern ist Sie
von Ihrer verhängnisvollen Reise zurückgekehrt.
Ich berichte Ihnen weiter nichts, Sie selbst wird das
Nötige besorgen. Mit der Hoffnung, Sie vielleicht
mal wieder in Waldmohr wieder zu sehen
verbleibe ich Ihre
Frau Bächle
Zum Schluß lieber Rudi habe ich weiter die selbe
Bitte als vor eine Jahr, Wenns Ihnen möglich
ist, so schicken Sie Paladon wir brauchen
dasselbe sehr nötig, oder bringen Sies gleich
selber mit. Nun nach meine herzlichen
Gruß Fr. Bächle


enthält sicher einige Tippfehler u.anderes


Oh, Henrywilhelm, da hab ich auch geschluckt, was für verblendete ....
__________________
Lebe lang und in Frieden
KarlaHari

Geändert von Karla Hari (15.01.2019 um 10:38 Uhr)
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  #4  
Alt 15.01.2019, 11:14
Franzjoni Franzjoni ist offline
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Themenstarter
 
Registriert seit: 10.12.2017
Beiträge: 7
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Vielen Dank für die hervorragende Hilfe! Das waren alte Leutchen bei denen mein Großvater während des Krieges Quartier hatte. Dort traf er dann auch meine Großmutter. (Das Mädchen im Hausflur )
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  #5  
Alt 15.01.2019, 14:45
Benutzerbild von ChrisvD
ChrisvD ChrisvD ist gerade online männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.06.2017
Ort: bei Den Haag, die Niederlande
Beiträge: 543
Standard

dankendes Gefühl
bei meiner Nichte die Adresse
__________________
Gruß Chris

Geändert von ChrisvD (15.01.2019 um 14:48 Uhr)
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  #6  
Alt 15.01.2019, 14:52
Benutzerbild von henrywilh
henrywilh henrywilh ist offline männlich
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Registriert seit: 13.04.2009
Ort: Weserbergland
Beiträge: 10.071
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Als am 21. März Die Amerikaner
einrückten, (war) das für uns ein drückendes Gefühl,
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm

Hingucken oder nicht hingucken, das ist hier die Frage!
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