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  #1  
Alt 10.11.2018, 20:43
Benutzerbild von Matthias Möser
Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Standard Ende des 1.Weltkriegs vor 100 Jahren

Hallo, liebe Mitforscher,


Heute wird in Paris in deutsch-französischer Freundschaft des Ende des 1. Weltkrieges gedacht, dieser Krieg war eine einzige Materialschlacht und Soldaten auf beiden Seiten wurden unermüdlich ins Inferno geschickt, ohne Rücksicht auf Verluste! Grauenhaft...


Mich würde mal interessieren, wo Eure Vorfahren an der Front im Einsatz waren? Haben Sie überlebt?



Mein Großvater mütterlicherseits war bei Verdun in einer Maschinengewehrabteilung als Reserveoffizier. Er wurde verschüttet und doch gerettet...


In einem KRIEG gibt es keine SIEGER-nur VERLIERER!



Gruß
Matthias
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Geändert von Matthias Möser (10.11.2018 um 20:45 Uhr) Grund: zusatz
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  #2  
Alt 10.11.2018, 23:44
Pommerellen Pommerellen ist offline
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Hallo,

sehr gut die Erinnerung hier im Forum. Nie Wieder Krieg!!

Beide Vorfahren waren im Weltkrieg und haben überlebt.

1. Beim Marine Corps in Flandern von Zweiten Tag des Krieges bis zum Letzten.
2. Bei einer Infanterieeinheit ab 1915 sowohl West- wie auch Ostfront. Vorderste Linie- Gefangennahme 1917 Chemin des Dames.

Viele Grüße
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  #3  
Alt 11.11.2018, 00:04
Scherfer Scherfer ist offline
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Einer meiner Urgroßväter (mit deutscher Abstammung) väterlicherseits kämpfte im 1. Weltkrieg für die polnische Armee. Über diese Zeit weiß ich so gut wie nichts, aber von dem anderen Urgroßvater väterlicherseits weiß ich wirklich gar nichts über seine Zeit während des 1. Weltkriegs.

Ein Urgroßvater mütterlicherseits kämpfte bei Verdun und kehrte zurück, der andere Urgroßvater mütterlicherseits starb als Militärpfarrer in Mazedonien. Von letzterem habe ich eine Abschrift seiner Briefe von der Front und einige Zeichnungen von der mazedonischen Front.

Geändert von Scherfer (11.11.2018 um 00:06 Uhr)
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  #4  
Alt 11.11.2018, 00:19
bcfrank bcfrank ist offline männlich
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Hallo, eine interessante Umfrage, vielen Dank dafür! Zwei Urgroßväter konnte ich in den Verlustlisten auffinden, mit Einsatzorten an der Ost- ud Westfront. Darüberhinaus ist leider nur wenig Information überliefert:

Ein Urgroßvater hat seine spätere Frau in einem Lazarett an der Westfront kennengelernt, nur 2 leichte Verwundungen (den genauen Ort muss ich noch ausfindig machen), er zog daraufhin nach dem Krieg von Münsterberg/Schlesien nach Bonn. Ein weiterer wurde in Galizien schwer verletzt, ein Bein wurde bei der OP um 4 cm verkürzt.

Von den Schwieger-Urgroßvätern habe ich von einem ca. 10 Feldpostkarten von der Westfront, teils mit Fotos. Dieser scheint nie verwundet und lt. Erzählungen auch nicht groß in Kampfeshandlungen involviert gewesen - warum auch immer. Ein weiterer war als Hoboist in Lothringen stationiert, und der dritte wurde als Eisendreher für die Waffenherstellung bei Skoda in Pilsen zurückgezogen.

Interessante, aber leider auch nur sehr bruchstückhafte Details.

Viele Grüße
bcfrank
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SUCHE: Langfeld im Raum Döbeln/Grimma/Oschatz; Syrotzki in und um Danzig; meinen Großvater (https://forum.ahnenforschung.net/sho...d.php?t=111579) und dessen Vater, Mathematik-Lehrer/Professor Ludwig Frank, Berlin (https://forum.ahnenforschung.net/sho...d.php?t=109514)

BIETE: Auskunft aus KB Münsterberg u. Hertwigswalde i. Schl., Mattern b. Danzig



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  #5  
Alt 11.11.2018, 09:13
Ancestorseacher57 Ancestorseacher57 ist offline
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Hi, tolle Umfrage.
3 Schneidenbach Söhne von meiner Ur Ur Grossmutter mütterlicher Seite sind
im WW1 sehr jung gestorben. Erich mit 25 Jahren 1915 gefallen, Werner mit 23 Jahren 1917 im Königreich Galizien gefallen und Ernst mit 19 Jahren 1915 in Semendria, Serbiesche Republik/Bosnien gefallen.
Ich habe alle 3 in den Verlustlisten WW1 gefunden.
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  #6  
Alt 11.11.2018, 09:16
Ancestorseacher57 Ancestorseacher57 ist offline
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Hi, tolle Umfrage.
3 Schneidenbach Söhne von meiner Ur Ur Grossmutter mütterlicher Seite sind
im WW1 sehr jung gestorben. Erich mit 25 Jahren 1915 gefallen, Werner mit 23 Jahren 1917 im Königreich Galizien gefallen und Ernst mit 19 Jahren 1915 in Semendria, Serbiesche Republik/Bosnien gefallen.
Ich habe alle 3 in den Verlustlisten WW1 gefunden.
Viele Grüsse
Helga
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  #7  
Alt 11.11.2018, 10:15
Basil Basil ist offline männlich
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Guten Morgen Matthias und Mitforscher,

ich kann hier nur von meinem Urgroßvater in der Stammlinie berichten. Er absolvierte seit 1913 eine Banklehre, meldete sich dann bei Ausbruch des Krieges zusammen mit seinem jüngeren Bruder (17 J.) freiwillig beim IR 139 in Döbeln (Sachsen). Einsatz an der Westfront. Er wurde ein Jahr später Leutnant d. Res. und in der Folge Kompanieführer.

Sein Bruder fiel im Frühjahr 1915, genauso wie auch ein guter Kamerad meines Urgroßvaters. Durch den Briefkontakt mit der Familie des gefallenen Freundes lernte er die Schwester kennen, seine spätere Frau und meine Urgroßmutter.

Er blieb den gesamten Krieg über an der Westfront (Flandern, ...), inklusive mutiger Taten, Verletzungen, Beinahe-Tod-Erlebnissen (nicht zu verwechseln mit Nahtoderfahrung) und Sorge um Mutter und Schwester aufgrund der schlechten Versorgungslage zuhause. Er kehrte Ende 1918 in die Heimat zurück und nahm Anfang 1919 seine Banklehre wieder auf, was mich vielleicht am meisten beeindruckt.

Zum Schluss kann ich nur noch schreiben, dass er wohl nie viel über den Krieg gesprochen hat. Ich konnte ihn nicht mehr kennenlernen, denn er starb vier Jahre vor meiner Geburt. Achso, er war übrigens Ahnenforscher, der in den 20er und 30er Jahren seine Urlaube mit Forschungsarbeit in Dorfkirchen verbrachte. Seine Forschung endete mit dem Ende des 2. Weltkrieges und der Teilung Deutschlands.

Bin gespannt auf weitere Berichte hier und wünsche noch einen schönen Sonntag, Basil
__________________
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Erzgebirge: Uhlmann, Lieberwirth, Gläser, Herrmann
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  #8  
Alt 11.11.2018, 12:05
WeM WeM ist offline weiblich
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grüß euch zusammen,


ein interessantes Thema.
Sowohl in meiner Familie als auch in der meines Mannes gibt es zahlreiche Verwandte, die Soldaten im WK I waren. Dementsprechend viele der bayerischen Kriegsstammrollen habe ich schon durchgearbeitet.
Meine beiden Großväter waren an der Westfront.
Der Großvater väterlicherseits, Jahrgang 1893, war in einer Fuhrparkkolonne, eingerückt im November 1914, ins Feld im Februar 1915. Zunächst südlich Dieuze, dann Lothringen, Oberelsaß, Vogesen. Mehrere Lazarettaufenthalte wegen Verletzungen durch ein Pferd. Kurz vor Weihnachten 1918 wurde er entlassen.
Sein einziger Bruder war 1917 bei Berry au Bac gefallen.
Der Großvater mütterlicherseits, Jahrgang 1807, war bei einer Pioniereinheit,
eingezogen im Dezember 1916, ins Feld im September 1917- Eingesetzt in der Siegfriedstellung und bei Cambrai. Er wurde im Januar 1919 entlassen.

Der Großvater väterlicherseits meines Mannes war selbst nicht Soldat, verlor jedoch den ältesten Sohn im WK I und mehrere im WK II.
Der Großvater mütterlicherseits meines Mannes, Jahrgang 1881, hatte 1902/03 den Wehrdienst abgeleistet und wurde im August 1916 wieder eingezogen. Er war bei einem Radfahrbataillon (wo?) und einem Wachkommando. Nach dem Krieg bewirtschaftete er den eigenen Hof weiter und heiratete - erst mit 39 Jahren.



Allen einen schönen Sonntag.
Waltraud
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  #9  
Alt 11.11.2018, 12:14
Geesthopper Geesthopper ist offline
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Hallo zusammen,

ein wirklich guter Beitrag, schade das es so wenig Resonanz gibt!

Mein Urgroßvater wurde am 10. November 1914 als vermisst gemeldet (Bialobzeggi/Augustowo/Masuren), 1918 per Ausschlussurteil für tot erklärt.
Mein Großvater erlitt einen Schulterdurchschuss an der Ostfront, überlebte aber den WK 1. Er fiel im Januar 45, Ort unbekannt. Aus seinem letzten Brief an die Familie:
"Im Graben, Weihnachten 1944..... Es ist so traurig all diese jungen Menschen sterben zu sehen..."

Mit denen die all das Leid ertragen haben scheint auch die Erinnerung zu sterben, warum sonst das Streben nach immer perfekteren Waffen...

Danke für den Anstoß zum Nachdenken, einen ruhigen und vielleicht Nachdenklichen Sonntag noch,

Julia
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  #10  
Alt 11.11.2018, 12:45
WeM WeM ist offline weiblich
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grüß dich Julia,


traurig, das mit deinem Großvater. Was mag ihm und den anderen Männern, die im WK I waren, durch den Kopf gegangen sein, als sie nach 1939 wieder in den Krieg mussten. Oder so wie bei meinem Großvater, als sein einziger 17-jähriger Sohn im Januar 1945 eingezogen wurde.



lg, Waltraud
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