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  #11  
Alt 18.11.2018, 10:28
Benutzerbild von Saure
Saure Saure ist offline männlich
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Hallo Heiko,

lese ich das richtig, dass Ihnen
vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge,
von der Deutschen Dienststelle (WASt) einschl. Krankenbuchlager,
vom Standesamt 1 in Berlin,
und vom DRK-Suchdienst in München
bisher keine schriftlichen Antworten vorliegen ?

Ich gehe mal davon aus, dass die Eltern von dem gesuchten Franz Rohleder eine Karte
'Kriegsgefangenen- und Vermißtenregistrierung 1950' ausgefüllt und an den DRK-Suchdienst in München geschickt haben. Aber die Antwort dazu steht ja noch aus. Hier ein Beispiel.

Sie schreiben:
Auch in den Verlustlisten oder Vermisstenbüchern taucht er nicht mehr auf.
Wenn er in den Wehrdienst eingezogen wurde, müßte es ja auch einen Eintrag in die Stammkriegsrolle gegeben haben. Da wurde ich bisher auch nicht fündig.

daher wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir schreiben könnten, welche Verlustlisten und Vermisstenbücher Sie genau durchgesehen haben, und wo Sie den Eintrag in die 'Stammkriegsrolle' oder meinen Sie Kriegsstammrolle ? gesucht haben.
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/...sonstiges.html
Außerdem wurde noch die Kriegsstammrolle von den Feldtruppenteilen geführt. Sie war genauso wie die Wehrstammrolle eine Art Grundliste, ein Gesamtverzeichnis. Während die Wehrstammrolle prinzipiell vor allem der Erfassung der Wehrpflichtigen diente, war die Kriegsstammrolle die Personalliste der Truppenteile (allerdings meist als Einzelblatt pro Soldat und nicht mehr in Listenform geführt).
Die Kriegsstammrolle enthielt lediglich die wichtigsten Personalangaben und die Daten, die während der Zugehörigkeit zur Feldeinheit neu hinzukamen, z.B. Beförderungen. Die Kriegsstammrolle enthielt also noch nicht einmal alle Daten, die im Wehrpass nachgewiesen waren (z.B. Versetzungen, die vor der aktuellen Verwendung) lagen. Bei Versetzung zu einer anderen Einheit wurde das Kriegsstammrollenblatt des betreffenden Soldaten abgeschlossen und der Wehrersatzdienststelle übersandt. Die den Soldaten aufnehmende Einheit legte dann eine neue Kriegsstammrolle an.
Die abgeschlossenen Kriegsstammrollenblätter waren in den Wehrstammbüchern aufzubewahren.


Auch wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Original-Geburtsurkunde mit den Randbemerkungen hier einstellen würden.

Auch könnte es hilfreich sein, wenn Sie uns etwas über die Schulzeit des Gesuchten und über das Arbeitsverhältnis des Gesuchten schreiben könnten.

Können Sie uns auch schreiben, was genau Sie hiermit meinen:
Die Matrikel der kath. Kirche haben auch nichts ergeben.
Ich kann mir leider nichts darunter vorstellen.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Freiburg 2.jpg (248,2 KB, 23x aufgerufen)
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Viele Grüße
Dieter Saure

Manchmal findet man, was man sucht.
Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.

Geändert von Saure (18.11.2018 um 11:37 Uhr)
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  #12  
Alt 28.11.2018, 20:31
Unterfranke Unterfranke ist offline männlich
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@Saure

Hallo und Danke für deine Nachricht

Ich versuche mal die einzelnen Fragen zu beantworten.

1. Also der Franz Rohleder ist dem VdK nicht bekannt
2. Anfrage beim DRK-Suchdienst läuft
3. Anfrage bei der WAST noch nicht gestellt, wegen der sehr langen Wartezeiten.
4. Standesamt im Geburtsort hat Geburtseintrag mit Namen der Eltern (keine Randbemerkungen)
5. Sterbefall wurde nicht bekundet, da er vermisst wird
6. Vermisstenanzeige gibt es keine offizielle - auch keine Todeserklärung (Amtsgericht wäre evtl. noch eine Möglichkeit)
7. Schulzeiten und Arbeitsverhältnisse sind uns keine bekannt
8. Bei der kath. Kirche gibt es keinen Sterbeeintrag über ihn
( bei den Brüdern meines Großvaters mütterlicherseits gab es 2x Feldpost mit entsprechendem Inhalt : Er ist als Held für sein Vaterland gestorben )
Dies trifft auf Franz nicht zu. Da gab es nie Post, oder es gibt sie nicht mehr.
9. Was die Dienstzeit betrifft wissen wir auch nichts über ihn.
Nicht wann er eingezogen wurde, nichts über die Einheit, nichts über die Einsätze wo er gewesen sein könnte, und auch nicht ab wann er vermisst wurde oder ob er verwundet oder gefallen ist.
Wenn er verwundet oder gefallen wäre, müßte es normalerweise irgendwo einen Eintrag geben (z.B. Vermissten - oder Verlustlisten)
Wenn er zum Dienst eingezogen wurde, dann müßte er ja in einer Stammkriegsrolle oder Kriegsstammrolle eingetragen worden sein. Vielleicht wurde diese im Krieg ja vernichtet, verbrannt, zerstört ? Auch da gibt es nichts was Aufschluss geben könnte.

Es gibt ja mehrere Stellen wo man suchen konnte, wie z.B. Ancestry. Die sind aber auch nicht vollständig.

Ich warte mal den DRK ab. Vielleicht habe ich da eine Chance

Gruß
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  #13  
Alt 28.11.2018, 23:52
focke13 focke13 ist offline
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Hallo
Vorname nur Franz oder zufällig Franz Wilhelm ?
Mfg
Focke13
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  #14  
Alt 29.11.2018, 08:39
Henry Jones Henry Jones ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Gerrit Beitrag anzeigen
das Standesamt I in Berlin hat auf Antrag zentral die Todeserklärungen ausgestellt. Spätestens im Erbfall bzgl. des Hofes müsste das ja erfolgt sein. Alternativ das örtliche Standesamt und/oder Stadtarchiv anfragen
Nicht ganz richtig. Beim Standesamt 1 in Berlin werden die Beschlüsse zu Todeserklärung jeden dt. Gerichts zentral verwahrt, im sog. "Buch für Todeserklärungen". Dort wurden/werden keine Verfahren geführt!

Meine Empfehlung daher direkt eine Anfrage dort ob ein Beschluss vorliegt. Danach sind wir schlauer ob es ein Verfahren gegeben hat.
Siehe auch https://service.berlin.de/dienstleistung/326129/

Hat früher nicht lange gedauert, vielleicht 1-2 Monate und man musste keine Verwandtschaft nachweisen nur glaubhaftes Interesse (Vermisstensuche / Schicksalsklärung).

Ich empfehle dir auch bei der WASt zuerst nur eine Auskunft zum Verbleib zu stellen. Das dauert nicht so lange, ca. 6 Monate und liefert erste wichtige Daten (Datum letzte Meldung, Erkennungsmarke, letzte Einheit, Vermisstenregistrierung DRK ggf Todeserklärung.)

Gruß Alex
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Mitglied im Verein zur Klärung von Schicksalen Vermisster & Gefallener (VKSVG e.V.)
www.vermisst-gefallen.net (Homepage)
www.vksvg.de (Forum)
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  #15  
Alt 29.11.2018, 11:26
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Saure Saure ist offline männlich
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Hallo Heiko,

ich möchte nochmal auf meine Fragen und Ihre Antworten eingehen:

Meine Frage: ... lese ich das richtig, dass Ihnen
vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
bisher keine schriftlichen Antworten vorliegen ?

Ihre Antwort: 1. Also der Franz Rohleder ist dem VdK nicht bekannt

Jetzt frage ich mich natürlich, woher Sie das so genau wissen ?
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Dieter Saure

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Geändert von Saure (29.11.2018 um 11:30 Uhr)
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  #16  
Alt 01.12.2018, 00:42
Unterfranke Unterfranke ist offline männlich
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@Saure

Es gibt ein Schreiben des VdK in dem hervorgeht das es mit dem Namen und Geburtsdatum keine Übereinstimmung gibt.
Später habe ich Online die Gräbersuche aufgerufen und es gibt mehrere Franz Rohleder. Leider passen Geburtsdatum und Geburtsort nicht.
Normalerweise ist der VdK gut organisiert, aber sie sind nicht Allwissend. Ich habe sogar den Fall (1. Weltkrieg) eines Bruders meines Urgrossvaters der 2x auftaucht und gleichzeitig auf 2 Soldatenfriedhöfen bestattet ist. Das dürfte auch unwahrscheinlich sein.
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  #17  
Alt 01.12.2018, 01:13
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Hallo Heiko,

entschuldigen Sie bitte, wenn ich nur auf die Suche nach Franz Rohleder eingehe.

Es wäre sehr schön, wenn Sie das Schreiben vom Volksbund hier einmal einstellen würden.

Ich bin auch erstaunt, dass Sie den Volksbund nicht gebeten haben, nähere Informationen bei der WASt anzufragen.

Aber vielleicht haben Sie ja gute Gründe dafür. Ich bin gespannt, diese zu erfahren.
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Viele Grüße
Dieter Saure

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  #18  
Alt 01.12.2018, 17:00
Unterfranke Unterfranke ist offline männlich
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Hallo Dieter

Ich wußte bis eben noch nicht das man beim Volksbund eine Anfrage machen kann,
so das die eine Anfrage bei der WAST machen. Das ist mir neu !
( Informationen über DRITTE ) ???

Das wäre genauso wenn ich meinen BMW in die Vertragswerkstatt bringe, und Mercedes stellt dann die Diagnose ??? Verstehe ich das richtig ?

Aus dem Schreiben des VdK ergibt sich nur das es keine Übereinstimmung gibt !
Was erhoffst du Dir von dem Brief ? Das Datum ? Das Aktenzeichen ? Sachbearbeiter ?

Gruß
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  #19  
Alt 03.12.2018, 14:14
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Hallo Heiko,

ich bin schon zu lange in diesem 'Geschäft'.
Sie können mir glauben, dass alle meine Vorschläge praxiserprobt sind.

Dieser Vorschlag ist auch für die Suchenden gedacht, die nicht direkt mit dem Gesuchten verwandt sind.

Hier mal die Antwort vom Volksbund, resultierend aus einer Volksbund-WASt-Anfrage, die ich für meinen Vater erhalten habe:
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Volksbund 1.jpg (208,7 KB, 18x aufgerufen)
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Dieter Saure

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  #20  
Alt 04.12.2018, 17:30
Unterfranke Unterfranke ist offline männlich
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@All

Hurra die Post war da.

Endlich kommen wir in dem Fall Franz Rohleder weiter.
Der DRK-Suchdienst war ein Volltreffer und hat reichlich Informationen.

Es gibt eine Akte aus der russischen Gefangenschaft.
Am 02.08.1941 wurde er 70km von Smolensk in Gefangenschaft genommen.
Von dort kam er am 08.09.1941 in das Lager nach Spasski-Sawod, Gebiet Tscheljabinsk.
Dann kam er am 05.06.1942 in das Lager Nr. 67 nach Basjanowski, Gebiet Tscheljabinsk
Am 15.11.1942 kam er in das Lazarett : Diagnose Pellagra
Lt. Angaben im Totenschein ist er am 03.02.1943 im Lager 67 an Herzschwäche verstorben.

So, und jetzt kommts :
Die Deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin hat den Kriegssterbefall am 18.04.1950
dem Standesamt Frankfurt am Main zur Beurkundung angezeigt.
( Kein Wunder das das örtliche Standesamt das nicht weiß )

( Seine Schwester Juliana Rohleder hat damals nach ihm gesucht. Sie wohnte zwischenzeitlich in Frankfurt und Amsterdam )

So jetzt muß ich mal nach Frankfurt schreiben und versuchen an Unterlagen heran zu kommen.
Jetzt wissen wir schon einmal das der Franz in Kriegsgefangenschaft gestorben ist.

Weiter wird ergänzt das er Schütze der 8. Kompanie / 2. Bataillon / 427. Regiment / 129 Division war ( Soldat der Kadertruppen ).

Weiterer Text :
Schulbesuch bis 1933 ( 7 Klassen )
1933 bis 1940 Getreideanbau (Getreidebauer)
Am 03.10.1940 bis 25.10.1940 eingeteilt in den Reservebataillon 106, Bodentruppen,
mit Aufenthalt in Aschaffenburg.
Ab Oktober 1940 eingeteilt in die 129. Division, Bodentruppen in Hessen. 427. Regiment, 2. Bataillon, 8. Kompanie.
Aufenthalt bis April 1941
April 1941 Ankunft in der Stadt TORN (Thorn in Polen) Nähe Bromberg.
Blieb dort bis zum 2. Juni 1941.
Von dort aus am 24. Juni 1941 die Grenze zu Fuss passiert.
Und 70km von Smolensk entfernt im Ersten Kampf gefangen genommen.

Ich finde es unglaublich das wir nun das Rätsel von Franz lüften konnten.
Nun werden wir der Spur mit Frankfurt nachgehen.

Gruß Heiko
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Konfuzius sagt : " Arbeit macht Ehre - Ehre macht Arbeit ! "

Geändert von Unterfranke (04.12.2018 um 17:34 Uhr)
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