#11  
Alt 27.03.2018, 13:15
Benutzerbild von viktor
viktor viktor ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2007
Ort: Germania Inferior
Beiträge: 1.069
Standard

Uijui... weit hergeholt
Im Krünitz heißt es zu "Humpe": (und macht auch nicht viel schlauer)
Im Oberd. Gumpe, wo es aber auch die Tiefe in einem Wasser bedeutet, wie das Ital. Gumba. Bey dem Notker ist Gumph, ein stehender See. Im Nieders. ist Kume, Kumpe, ein Wasserbehältniß, eine Cisterne, imgl. eine tiefe Schüssel, im mittlern Lat. Cumex, im Angels. Comb, ein Thal, im Franz. Cume, das tiefe Behältniß an einer Kelter, ....... Alle diese Wörter bezeichnen eine Vertiefung....

Ich rate mal, dass der Maulgumpenmacher irgendein Gefäß zum Schöpfen und Gießen gefertigt hat. Das irdene Gefäß vom Töpfer mit dem Schnabelausguss würde eine eigene Berufsbezeichnung nicht rechtfertigen. Das wäre ja dann ein "Krüger"
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 27.03.2018, 14:11
Kasstor Kasstor ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.11.2009
Ort: bei Hamburg
Beiträge: 7.603
Standard

Hallo,

ich weiß ja nicht, inwieweit Bergbau in der Gegend betrieben wurde, da käme dann ja auch diese Bedeutung einer Gumpe in Betracht ( Extra-Beruf?? für den Bau solcher): https://books.google.de/books?id=f4R...rgwerk&f=false
ab § 715 Buchseite 307.

Frdl. Grüße

Thomas
__________________
FN Pein (Quickborn-Renzel), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg)
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 27.03.2018, 14:28
Benutzerbild von viktor
viktor viktor ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2007
Ort: Germania Inferior
Beiträge: 1.069
Standard

Das könnte schon eher der Sache näher kommen. Es bleibt spannend.
Mit Zitat antworten
  #14  
Alt 03.04.2018, 19:47
Uwe Schäder Uwe Schäder ist offline
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 11.02.2007
Beiträge: 52
Standard

Hallo Nina,
ich habe aus einer Chronik der 1920 iger Jahre unter der Überschrift Berufe die im Dorf üblich waren, diesen " Maulgumpenmacher" gelesen. Es waren alle Berufe im Ort untereinander aufgeführt.

MfG U. Schäder
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 05.04.2018, 18:44
Uwe Schäder Uwe Schäder ist offline
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 11.02.2007
Beiträge: 52
Standard

Hallo Thomas, u. Viktor,
Die Beruf, welche aufgeführt sind , stammen aus der Zeit kurz nach dem 30jährigen Krieg.
Bergbau wurde auch betrieben aber erst ab 1903.

MfG U. Schäder
Mit Zitat antworten
  #16  
Alt 06.04.2018, 13:56
nina1103 nina1103 ist offline weiblich
Benutzer
 
Registriert seit: 19.09.2017
Ort: Calau, Land Brandenburg
Beiträge: 26
Standard

hallo,
ich möchte mich dann mal der Meinung von Horst von Linie 1 anschließen, dass diese Leute Puppen hergestellt haben.
Oft liest man auch, dass mit Gumpen = Lumpen gemeint waren
Also aus Lumpen wurden Puppen hergestellt.
Oder der damalige Ausdruck für Puppen war eben Gumpen.
Die Suche im Inet unter "Berufsbezeichnungen aus Kirchenbüchern im Mittelalter" ergibt als Gumpenmacher = Puppenmacher
Viele Grüße
Mit Zitat antworten
  #17  
Alt 04.05.2018, 19:57
Uwe Schäder Uwe Schäder ist offline
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 11.02.2007
Beiträge: 52
Standard

Hallo in die Runde,
in einem Buch über mittelalterliche Berufe habe ih gefunden, Maulgumpen - Macher:
Leute , die Zuggeschirre für Ochsen und Pferde machen.

Danke
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:15 Uhr.