#1  
Alt 24.08.2019, 20:14
Philipp Philipp ist offline
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Standard Sterbeort 1945 Nepadat

Name des gesuchten Ortes: Nepadat
Zeit/Jahr der Nennung: 1959
Ungefähre oder vermutete Lage/Region: unklar
Ich habe die Datenbanken zur Ortssuche abgefragt [ja/nein]: ja


Hallo!

Ich habe hier die 1959 erfolgte Nennung einer Bezeichnung, hinter der sich nach meiner Vermutung der Sterbeort verbergen dürfte.
Es handelt sich um lateinische Handschrift auf einer Karteikarte.

Ich lese Nepadat.

Probiert haben wir unter anderem auch wegen der Verwechslungsgefahr zwischen N und St bei deutscher Schrift Stepadat, Steparath, Stapedat sowie Hepadat, Heparat und ähnliche, mit "Vl" vorweg, aber bis auf Steprath komme ich auf keine vernünftigen Ergebnisse, was diesen Begriff angeht.

Der Tote soll im Juni 1945 gestorben sein.
Letzter Wohnort war nach hiesiger Kenntnis Boltenhagen Krs. Schivelbein. Ich gehe davon aus, dass niederdeutsche Mundart gesprochen wurde bzw. die Sprache entsprechend gefärbt war.

Die Angehörigen kamen nach dem Krieg im Kreis Uelzen unter bzw. bei Bietigheim, einer starb während der Flucht in Schwerin in Mecklenburg.

Der Verstorbene wird nicht in der Gräbersuche des Volksbundes gelistet. Ich gehe auch nicht davon aus, dass er in der Wehrmacht gewesen ist. Möglich, dass er - Geburtsjahr 1889 - zum Volkssturm gezogen wurde. Die Flucht vor der Roten Armee begann im Kreis Schivelbein erst zu Beginn März 1945, scheiterte oftmals. Die Vertreibung aus Boltenhagen begann im Juli 1945. Ob Verschleppungen stattfanden, kann ich nicht sagen. Von Kriegsgefangenschaft ist nichts bekannt.

Wenn jemand eine Idee hat - bitte melden!

Vielen Dank im Voraus!

VG
Philipp
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Nepadat.jpg (187,8 KB, 25x aufgerufen)

Geändert von Philipp (24.08.2019 um 22:20 Uhr)
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  #2  
Alt 24.08.2019, 20:51
Benutzerbild von scheuck
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Hallo, Philipp!

Gibt's dazu noch irgendwelchen Text "drum-rum", vielleicht vom selben Schreiber, um etwas vergleichen zu können?
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #3  
Alt 24.08.2019, 21:25
Philipp Philipp ist offline
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Hallo!

Leider nichts vernünftiges. Es handelt sich um einen Nachtrag, der vermutlich von einem anderen Schreiber vorgenommen wurde. Keine Vergleichsmöglichkeiten zu Großbuchstaben.

Es ist lediglich zu erkennen, dass der Verfasser beim Namen der Ehefrau das kleine "r" schreibt, wie ich es aus der USA kenne (D'Nealian), das kleine "d" wie in der deutschen Schreibschrift bzw. wie im Bild.

VG
Philipp
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  #4  
Alt 24.08.2019, 21:46
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo Philipp,
- wer hat das geschrieben
- warum wurde es geschrieben
- warum vermutest Du nur das es der Sterbeort ist
- was für eine Kartei ist das
- wo wurde es geschrieben
- ist der Todestag bekannt
- auf welchen Wegen flüchteten die Angehörigen
__________________
Viele Grüße
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  #5  
Alt 24.08.2019, 22:03
Philipp Philipp ist offline
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Hallo!

Es handelt sich um eine Karteikarte der Heimatortkartei. Sie trägt keine Namenszeichen.

In dem Feld für neue Anschrift oder Änderungen steht "+ 23.6.1945".

Da ich keinen Sterbeort dieses oder ähnlichen Namens gefunden habe, muss ich vermuten, dass es etwas anderes sein kann, evtl. eine Todesursache oder anderer Hinweis zum Tode . Manchmal steht da "von den Polen erschlagen", "erschossen" u.s.w.

Vorgenanntes Datum war (auch) als Todesdatum der Ehefrau lt. Meldekarte genannt.

Nachdem ich aber vor Ort einen Grabstein mit ihrem Namen und weitaus späterem Sterbedatum noch vorgefunden habe, muss das ja alles nicht stimmen...

Der Fluchtweg ist nicht überliefert.

VG
Philipp
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  #6  
Alt 24.08.2019, 23:14
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo Philipp, Du schreibst:

A) "Die Angehörigen kamen nach dem Krieg im Kreis Uelzen unter bzw. bei Bietigheim, einer starb während der Flucht in Schwerin in Mecklenburg."
B) "Nachdem ich aber vor Ort einen Grabstein mit ihrem Namen und weitaus späterem Sterbedatum noch vorgefunden habe ..."


Meine Frage: hat also nach Aussage B keine Flucht stattgefunden, und die in Aussage A erwähnten "Angehörige" sind entferntere Verwandte??
__________________
Viele Grüße
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  #7  
Alt 25.08.2019, 13:24
sonki sonki ist offline
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Es wird auch hier erwähnt: https://www.politische-bildung-brand...Heimkehrer.pdf

Zitat:
Der 15jährige Gerhard Rattunde aus Großjestin, Krs. Kolberg (Pommern), kam am21. Mai 1945 in der Wüstenstadt Nebit Dag an, etwa 180 km entfernt von Kras-novodsk, einer Hafenstadt an der Ostseite des Kaspischen Meeres.

Gerhard Rattunde im Lager Nebit Dag, 2.Hälfte 1945: „Es sind 6 große Ar-beitsbereiche...: Bau einer Wasserleitung entlang der Bahnlinie Aschchabat-Krasnovodsk, Steinbruch..., Kiesgrube, Betonherstellung..., Sägewerk, Außen-dienst, z.B. als Beifahrer. An der Wasserleitung werden wir für Schachtarbeiteneingeteilt. Die Tagesnorm beträgt 6 laufende Meter.
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  #8  
Alt 25.08.2019, 13:29
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Hallo,

das macht doch durchaus Sinn; liegt an einer Bahnstrecke und genug Arbeit gab's da auch.

Nebịt-Dag
Stadt in Turkmenistan, an der Transkaspischen Bahn, 89 100 Einwohner; Erdölzentrum, Braunkohlenbergbau; Hauptstadt des Verwaltungsgebiets Balkan.
Quelle: Wikipeadia
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #9  
Alt 25.08.2019, 14:36
Philipp Philipp ist offline
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Hallo!

Ja, erscheint möglich. ich werde es denn auch so vermerken. Über eine Anfrage an ein deutsches Standesamt brauche ich mir jedenfalls keine Gedanken mehr zu machen. Da wird ein russisches Archiv nötig sein.

Vielen Dank an alle!

VG
Philipp
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