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  #1  
Alt 03.03.2009, 00:48
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Hina Hina ist offline weiblich
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Standard Hochadelsanschlüsse bürgerlicher Familien

Liebe Adelsforscher,

da wir an anderer Stelle schon mehrmals das Thema direkte Hochadelsanschlüsse bürgerlicher Familien angeschnitten hatten, eröffne ich dieses neue Thema. Es dürfte recht interessant werden.

Es geht hier nicht so sehr um die Verbindungen bürgerlicher Familien mit adeligen Familien, die dann den Hochadelsanschluss bringen, die gibt es häufiger. Wobei es auch da ein paar ganz "wichtige" und weitverbreitete Anschlüsse gibt, die durchaus auch erwähnt werden sollten. Es soll hier aber in erster Linie um die seltenen direkten Verbindungen mit Hochadelsgeschlechtern, also Männer aus mindestens gräflichen Häusern mit bürgerlichen Frauen und deren uneheliche Kinder, gehen.

Eingeladen sind alle, die Spaß an dem Thema haben und vor allem auch diejenigen, die in ihrer eigenen oder in einer ihnen bekannten Genealogie derartige Verbindungen gefunden haben. Schön wäre es, wenn Ihr auch ein wenig Hintergrundinformationen mit einbringen könntet, z.B. welche Quellen Euch für diesen Anschluss bekannt sind (Kirchenbuch, Sekundärliteratur, Webseite, Wappen mit Bastardfaden, Familiengeschichten usw.).

Es soll nicht nur um die zweifelsfrei belegten Hochadelsanschlüsse gehen, sondern auch um solche, die glaubhaft sind, solche, die bereits widerlegt wurden, solche, die zweifelhaft sind und solche, die Ihr kennt aber keine weiteren Informationen habt. Vielleicht entsteht daraus ja eine recht interessante Diskussion.

[Edit nachdem das Thema Hochadel in einem anderen Faden aufgekam:
Hochadel bedeutet per Definition korrekterweise, dynastischer Adel oder ihm ebenbürtige Häuser. Dazu zählen nicht alle fürstlichen Häuser, einige gräfliche Häuser sind jedoch dabei und auch ein freiherrliches Haus.
Für unseren Faden soll das aber nicht so eng im Sinne der Definition gesehen werden, sondern allgemeiner, im landläufigen Sinne hochgestellte Adelshäuser.]


Viel Spaß wünscht Euch
Hina

PS: Ich habe die angefangene Diskussion hierher verschoben. Allerdings ist mir da technisch etwas durcheinandergeraten, so dass alles im Beitrag von Friedrich zusammengefasst ist. Lasst Euch davon nicht beirren - Frauen und Technik eben .

PPS: Nils Lenke, herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Forschung, viele weiterbringende Antworten im Forum und viel Spaß mit Deinen neuen "Verwandten" und den anderen Usern hier.
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  #2  
Alt 03.03.2009, 11:38
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Standard Hochadelsanschlüsse bürgerlicher Familien

Zitat:
Zitat von Hina Beitrag anzeigen
Interessant wäre übrigens tatsächlich mal die Hochadelsanschlüsse bürgerlicher Familien zusammenzutragen. Ich werde dazu demnächst einen Thread eröffnen. Zwei, die widerlegt sind, hatte ich ja schon benannt. Aber es geht ja um die echten.
Viele Grüße
Hina
Moin Hina,

da bin ich aber gespannt! War ja nicht nur Franz. So nebenbei, ich weiß nicht, ob ich schon mal geflachst habe:

Franz von Waldeck, Bischof von Münster und Osnabrück, hatte die acht Kinder ja mit seiner "Köchin" Anna Pohlmann. Ich pflege da immer zu sagen: Die konnte eben nicht nur gut kochen und braten, sondern auch gut brüten!!!

Friedrich

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Da bin ich auch gespannt.
Ueber schwaebische Vorfahren habe ich z.B. noch den Johann Wirttemberger im Stammbaum. Das ist, wie ich las, auch ein recht bekannter "Anschluss" und eine Menge schwaebischer Buergers- und Pfarrersfamilien stammen von dem ab...

Beste Gruesse
Johannes

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Zitat:
Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen
Franz von Waldeck, Bischof von Münster und Osnabrück, hatte die acht Kinder ja mit seiner "Köchin" Anna Pohlmann.
Ja, dieser Anschluss des Bischofs an den Hochaldel dürfte wohl unstrittig sein

hier mal eine Auswahl an Vorfahren: http://worldconnect.rootsweb.ancestr...erin&id=I15978

und auch noch eine an Nachfahren: http://worldconnect.rootsweb.ancestr...erin&id=I15978

Grüße
Lars

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Moin,

habe gerade mal über die Nachfahren geschaut. Ich bin etwas skeptisch, weil da wohl Fehler drin sind. Da hat wohl einer schlampig bei Schwennicke oder Waldschmidt (1927) abgeschrieben.

Friedrich

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Zitat:
Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen
habe gerade mal über die Nachfahren geschaut. Ich bin etwas skeptisch, weil da wohl Fehler drin sind. Da hat wohl einer schlampig bei Schwennicke oder Waldschmidt (1927) abgeschrieben.
mag sein, das jemand schlampig abgeschrieben hat, die "Quellen" sind ausgewiesen, sehr gern lass ich mich belehren und verbessere...

Lars

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Moin Lars,

also ich nehme Johann Daniel Waldeck (+ 1640), hier als Enkel von Bischof Franz ausgewiesen, und seine Frau, hier als N. Gottlieb ausgewiesen. Beides Blödsinn, um es deutlich zu sagen!

Johann Daniel Waldeck war ein Sohn des Franz Waldeck (1582 - 1635) und gehört somit in die 4. Nachfahrengeneration. Seine Frau hieß mit Vornamen Gottliebe. Sowohl bei Waldschmidt (1927) als auch bei Schwennicke (2000) bleibt der Nachname offen. Allerdings hat Dr. Hermann Steinmetz, ein Nachfahr auch der bürgerlichen Waldecks, und sehr rühriger Forscher im Waldeckischen schon im Band 50 der Geschichtsblätter für Waldeck (1958) eine Abhandlung geschrieben, in der er den Mädchennamen der Gottliebe Waldeck mit Bilgen angibt, ein aus dem Wittgensteinischen stammender Name.

Schade, daß in dieser Aufstellung die Nachfahren der Henriette Margaretha Elisabeth Waldeck (1750 - 1823) nicht aufgelistet sind, die 1766 Johann Franz Christoph Steinmetz (1730 - 1791) geheiratet hat, den damaligen Hofprediger in Arolsen und Angehörigen einer Sippschaft, aus der in Waldeck ernorm viele Pfarrer stammten, darunter etliche Hofprediger sowie der Altlutheraner Rudolf Rocholl und sein Sohn Theodor, der vor allem als Maler bekannt ist!

Also so richtig ausgewogen ist mir die Aufstellung nicht und leider nicht vollständig.

Friedrich

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Hallo,

ich bin neu hier im Forum und sehe dass gerade über Franz von Waldeck diskutiert wird. Von dem und seiner Partnerin Anna Pohlmann stamme ich auch ab (das mit der Köchin ist ja auch nur so ein Schnack, siehe die Biographie von Hans-Joachim Behr), nämlich über den Sohn Christoph von Waldeck (1543-1587) oo Agnes Pagenstecher und dann deren Sohn Christoph Waldeck (1585-1657) oo Ottilie Fesel, weiter über die Tochter Anna Christina Waldeck oo Ludwig Becker usw.

Über den Christoph W, die Familie Fesel und Ludwig Becker forsche ich zur Zeit etwas ausführlicher. An einem Austausch bin ich interessiert.

Viele Grüße,

Nils Lenke

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Einen habe ich noch, den praktisch ein Blinder erkennen würde:

Als letzter Sohn von Franz ist sein Sohn Christoph aus der Verbindung mit der unbekannten Frau angegeben. Es kann ja wohl nicht sein, daß der einen Sohn hatte, der 1744 geboren wurde!

Friedrich
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  #3  
Alt 03.03.2009, 23:51
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Standard Franz von Waldeck

Moin zusammen,

ja dann erzähle ich noch mal was über den guten Graf Franz zu Waldeck (1491 - 1553), der als jüngerer Sohn des Grafen Philipp II aus der Eisenberger Linie nicht regierender Graf wurde (das wurde sein Bruder Philipp III). Er war u.a Probst in Einbeck, wo er Anna Pohlmann kennenlernte, mit der er immerhin acht Kinder hatte. Laut Waldschmidt (1927) gibt es ein Gerücht, nach dem Franz auf Anraten des hessischen Landgrafen Philipp des Großmütigen eine heimliche Ehe geschlossen hat.

Er wurde auf jeden Fall Bischof von Münster und Osnabrück (1532) sowie Administrator von Minden (1529). Als Münsteraner Bischof hatte er sich 1534 mit den Wiedertäufern herumzuschlagen.

Zu seinen Kindern zählt Christoph, der aus seiner Ehe mit Agnes Pagenstecher, einer Warendorfer Bürgermeisterstochter, zwei Söhne hatte: Franz (1582 - 1635) und Christoph (1585 - 1657). Agnes hatte übrigens vor Christoph schon fünf Männer in kinderlosen Ehen! Läßt Kapitän Blaubart grüßen????

Franz Waldeck (1582 - 1635) erwarb auf jeden Fall das Wildunger Burggut und begründete die "Wildunger Linie" der bürgerlichen Waldecks, aus der u.a. einige Pfarrer hervorgegangen sind.

Sein Bruder Christoph (1585 - 1657) ist der Begründer der "Mengeringhäuser Linie". Unter seinen Nachfahren finden sich viele Beamnte und z.B. die Ehefrau des berühmten Mathematikers Carl Friedrich Gauss!

Auf jeden Fall sind die bürgerlichen Waldecks und ihre Nachkommen in Waldeck und darüber hinaus mittlerweile weit verbreitet.

Hauptquellen, die mir zur Verfügung standen:
Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Frankfurt am Main 2000
Ernst Waldschmidt: Die waldeckische Familie Waldschmidt und die Vorfahren Waldschmidtscher Ehefrauen, Bad Wildungen 1927

Friedrich
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  #4  
Alt 04.03.2009, 00:57
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Standard Leonhard Gundelfinger

In meinem Beitag handelt es sich nicht um eine Verbindung zwischen einem hochadeligen Mann und einer bürgerlichen Frau, sondern beide sind adelig. Dennoch gilt diese Verbindung als einer der bürgerlichen Hochadelsanschlüsse. Wie das funktionieren soll und was dabei heraus kam, habe ich aus einem recht langen Thread bei uns im Forum zusammengefasst.

Leonhard Gundelfinger, Bürger zu Ulm, + 1566
Angebliche Eltern: Schweickhardt (Swigger) von Gundelfingen (1476-26.12.1546) oo Elisabeth Gräfin von Montfort (+ 30.5.1560)
Quelle: Europäischen Stammtafeln, Band 12, Neue Folge, Tafel 44

Etwas seltsam mutet an, dass er in den Europäischen Stammtafeln zum einen als ihr illegitimer Sohn gilt und dass das Elternpaar 6 Söhne wie folgt hatte:
Sebastian Gundelfinger (+ nach 1560)
Leonhard Gundelfinger (+ 1566?)
Ulrich v. Gundelfingen (+ nach 1599)
Peter Gundelfinger (+ [1559,1565])
Eberhard Freiherr v. Gundelfingen (+ nach 1562)
Ludwig Freiherr v. Gundelfingen (+ nach 1562)

Das wären dann 3 legitime und 3 illegitime Söhne ein und des selben Ehepaares. Hier darf man sich wohl zurecht wundern.

Im Laufe unserer Diskussion meldete sich ein User, dessen Familie Ahnenforschung betrieb, ohne, dass sie wussten, dass Leonhard Gundelfinger, Bürger zu Ulm +1566 ein Hochadelsanschluss sein soll. In der erforschten Genealogie ist von Schweickhardt (Swigger) von Gundelfingen und Elisabeth Gräfin von Montfort keine Spur. Der erforschte Vater war Andreas Gundelfinger, Zwölfermeister der Grautucher und Samtfabrikant, die Mutter ist unbekannt. Die Ahnenreihe führt bis zu Hans Gundelfinger, + 1370 in Nördlingen.

Viele Grüße
Hina
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  #5  
Alt 04.03.2009, 01:31
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Standard Nach kommen des Franz von Waldeck

Zitat:
Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen

Als letzter Sohn von Franz ist sein Sohn Christoph aus der Verbindung mit der unbekannten Frau angegeben. Es kann ja wohl nicht sein, daß der einen Sohn hatte, der 1744 geboren wurde!
Hallo Friedrich,

da magst Du recht haben. In der angegebenen Quelle (Miroslav Marek)
heißt es:

Zitat:
he left issue, extinct 1744
auf gut deutsch, er hatte Nachkommen ausgestorben 1744.

Aber Fehler sind verzeihlich und gerade dieses Forum ist zur Diskussion gedacht. Ich habe leider bisher überhaupt keine Nachkommen des Franz in meiner Datenbank.

Viele Grüße

Dirk
www.genealogie-peters.de
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  #6  
Alt 04.03.2009, 09:04
Lars Severin Lars Severin ist offline männlich
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Standard Nachkommen des Franz von Waldeck

Moin zusammen,

klarer Fall, in der Masse geht leider auch schnell mal etwas unter, die Unschärfen werden mit dem nächsten Upload korrigiert sein. Ich bin da relativ leidenschaftslos, denn ich stamme wohl nicht von Franz v. Waldeck ab. Er hatte jedoch viele Deszendenten mit FN Severin, was die Sache für mich dennoch interessant macht. Auf diese habe ich mich in der Darstellung auch konzentriert. Dennoch sollte natürlich alles korrekt sein, insofern natürlich und ausdrücklich meinen Dank für die Hinweise.

Grüße
Lars
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  #7  
Alt 04.03.2009, 11:50
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Friedrich Friedrich ist offline männlich
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Standard Nachkommen des Franz zu Waldeck

Moin Lars,

Deinen Worten entnehme ich (erleichert), daß Du mir die Kritik nicht übel nimmst. Was die Nachkommen von Franz angeht: Die Linie seines Sohnes von der unbekannten Frau war im Raum Vechta, soweit ich weiß, ansässig als Beamte. Später soll es einige nach Korbach verschlagen haben, wo sie z.B. das Bürgermeisteramt bekleideten. Diese Linie starb am 22.06.1744 aus. Soviel kann man dazu bei Waldschmidt nachlesen; bei Schwennicke steht nur der Tag des Aussterbens.

Friedrich
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  #8  
Alt 04.03.2009, 13:02
NilsLenke NilsLenke ist offline männlich
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Standard Waldeck, Gauss

Hallo,

Das mit der Gauss-Gattin als Christoph Waldeck-Nachfahrin würde mich näher interessieren, da ich ja auch aus dieser Linie stamme .

Wo steht das? Bei Waldschmidt?

Viele Grüße,

Nils
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  #9  
Alt 04.03.2009, 15:13
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Standard Gauss-Gattin

Moin Nils,

schickst Du mir mal per PN Deine E-Mailadresse?

Ich mail Dir dann eine Kopie.

Friedrich
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  #10  
Alt 04.03.2009, 16:59
Benutzerbild von Johannes v.W.
Johannes v.W. Johannes v.W. ist offline männlich
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Standard schwäbischer Hochadelsanschluß

Hier nun der “berühmte“ schwäbische Hochadelsanschluß:


Johannes (Hanß) Wirtemberger von (auf?) Tagersheim („der ehrbar' Mann“)
* (zw. 1440-1450) + Stuttgart 17.III.1503/04
unehelicher Sohn des Grafen Ludwig I. von Württemberg- Urach und der Barbara verehel. Kaltmayer;
(und Enkel von Eberhard IV. „der Jüngere“ Graf von Württemberg und der Henriette von Montfaucon, Erbin der Grafschaft Mömpelgard)
  • Wappen des Johannes Wirtemberger (nach Crusius 2): „In seinem Wappen hatte er 3 Creutzweiss gelegte Hirsch-Hörner und 2 Creutz-weiss gelegte Fische, welche von einer Linie durschnitten waren.“ (Anm.: Die drei Hirschstangen sind das Wappen der Württemberger Grafen, die Fische, d.h. 2 Barben, das Wappen Mömpelgards, s. Wappen Württemberg-Mömpelgard; die „durchschneidende Linie“ war der sogenannte Bastardfaden)
oo (um 1470) Walpurga von Reischach

|
Margarethe Wirtemberger
+ (nach 1528)
oo N. Bidenbach

|
Johannes Bidenbach, Rentmeister, dann Vogt im Gefolge Herzog Ulrichs
* Grünberg, Hessen (um 1500) + Brackenheim, Württ. 1553
oo (vor 1528) Elisabeth von Petershain + (nach 1553)

|
Eberhard Bidenbach Theologe und Reformator
* Grünberg, Hessen 2.VII.1528 + Bebenhausen 24.IV.1597
oo 1554 Sophie Brenz * 1534/38 + (nach 1597)
Tochter des Reformators von Württemberg, Johannes Brenz


Quellen: (das meiste ist aber nicht von mir persönlich nachkontrolliert)
- Martin Crusius, Annales Suevici 2 (1595/96), Die Schwäbische Chronick 2, übersetzt von Johann Jakob Moser, 1733, S.163
- Europäische Stammtafeln, Bd. 1.2 Tafel 256
- G. Schweizer, G. Todt, Ahnenliste Mader (Verein für Familien - und Wappenkunde in Württemberg u. Baden?)
- Robert Uhland (Hrsg.), 900 Jahre Haus Württemberg, Stuttgart 1985
- Gerhard Raff, „Hie gut Württemberg allewege“, Das Haus Württemberg von Graf Ulrich dem Stifter bis Herzog Ludwig, Stuttgart 1988



Von den Bidenbachs stammen eine Reihe württembergischer Bürgersfamilien ab (und ich über eine schwäbische 3xUrgroßmutter).

Viele Grüße Johannes
__________________
Dergleichen [genealogische] Nachrichten gereichen nicht nur denen Interessenten selbst, sondern auch anderen kuriosen Personen zu einem an sich unschuldigen Vergnügen; ja, sie haben gar oft in dem gemeinen Leben und bei besonderen Gelegenheiten ihren vielfältigen Nutzen. Johann Jakob Moser, 1752

Geändert von Johannes v.W. (04.03.2009 um 18:08 Uhr)
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