Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Erfahrungsaustausch - Plauderecke
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #31  
Alt 27.01.2021, 14:41
MarthaLU MarthaLU ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 13.02.2013
Beiträge: 303
Standard wenn man Handschriften nachmachen kann

Wenn man Handschriften nachmachen kann- Zwischen Familienforschung, alten Zeitungen, Kriminalistik und Literaturwissenschaft


Heute kommt ein Beitrag über die Fähigkeit, Handschriften nachzumachen. Den meisten wird dieses Können wohl nie begegnen, aber ich hatte es ja auch nicht erwartet. Als ich aufgrund des Genealogischen Archivs Hamburg-Bergedorfs erfuhr, mein Urgroßvater Karl v. Gerstenberg sei der älteste Sohn des Schillerfälschers Heinrich v. Gerstenbergk, ging ich natürlich auf die Suche. Und lange bevor mir klar wurde, was Karl v. Gerstenberg in der Literaturgeschichte angerichtet hat, las ich von einer ganz anderen rätselhaften Gaunergeschichte. Heinrich v. Gerstenbergk hatte den Karl in erster Ehe 1838 bekommen. Die Ehe wurde geschieden, 1863, 1865 und 1867 bekam v. Gerstenbergk mit der zweiten Frau noch drei Kinder.

Kind 1 war unehelich geboren, hieß Paul v. Gerstenbergk, katholisch getauft trotz evangelischer Eltern. Kind 2, Victor, auch unehelich geboren, evangelisch getauft, hieß aber nicht v. Gerstenbergk, sondern nach der Mutter Bechler. Nachweisbar durch die Erfurter Häuserlisten ist das Bechlerkind dennoch in der Familie aufgewachsen. Kind 3, Georgine, wurde dann nach Heirat ehelich geboren, und hieß logischerweise v. Gerstenbergk. Das Bechlerkind war Gegenstand eines regelrechten Krimis, über den ein Historiker einen Aufsatz geschrieben hat. Denn der mütterliche Nachname beim zweiten Sohn war nicht die einzige Auffälligkeit. Dieses Kind hatte als Taufpaten zwei regierende Großherzöge. Das Kind eines Verbrechers und einer Putzmacherin! Dem Historiker gelang es in langjähriger Arbeit, annähernd sicher nachzuweisen, dass der Bruder des Taufpaten, ein Herzog ,der als Luftikus bekannt war, ein Techtelmechtel gehabt haben muss mit der Mama Bechler. Die allerletzten Beweise fehlen, aber heute spricht alles dafür, dass der Schillerfälscher a. D. und seine zweite Frau Alimente kassiert haben. Daher dürfte v. Gerstenbergk diesen Sohn nicht offiziell anerkannt haben, zusammengelebt haben sie allerdings schon. Wenn man dies weiß und die Geschichte der Schiller-Fabrik nachgelesen hat, ist man auf so etwa alles gefasst. Zunächst aber hatten wir zu klären, was aus dem Bechler-Kind geworden ist, und auch dies erforderte jahrelange Suche. Denn die v. Gerstenbergks waren 1871 aus Erfurt weggezogen und 1881 in Eisenach wieder aufgetaucht, bis heute haben wir den Wohnort dazwischen nicht finden können. Und Victor Bechler tauchte überhaupt nicht mehr auf. Im Adressbuch von Erfurt steht aber im Jahr 1900 ein Paul v. Gerstenbergk, das war für uns völlig klar der 1863 geborene Paul. Denkste. Die Meldedaten Erfurts weisen diesen Herrn eindeutig aus als das Kind Victor Bechler, Geburtsdatum, Geburtsort, kein Zweifel. Wenig später kam dann auch raus, dass der andere Paul schon als Baby gestorben war.

Es gibt Momente, wo einem die Sinnlosigkeit einer Suche klar wird. Wie und wann und wo aus Victor Bechler Paul v. Gerstenbergk wurde, ob die Eltern ihn doch noch adoptierten, wissen wir nicht und sehen auch keinen Suchansatz. Am wahrscheinlichsten dürfte sein, sie haben das Dokument einfach selber gemalt. Paul v. Gerstenbergk Nr. 2 jedenfalls hat der Familientradition viel Ehre gemacht. In Weimarer und Jenaer Zeitungen fnden sich etliche Berichte über seine Verurteilungen zu Gefängnis wegen allerlei Betrügereien. Schon 1894 wird er als Serientäter bezeichnet, da bekam er 3 Jahre. Das letzte bekannte Lebenszeichen stammt von 1915, ein halbes Jahr Knast wegen Betteln. Er scheint immer im Raum Weimar geblieben zu sein, steht aber nicht in den Sterbebüchern, die gut erhalten sind und bei Ancestry. Meiner Vermutung nach könnte er das Ende des 1. Weltkriegs nicht überstanden haben und zu den vielen Namenlosen gehören.

Das also war Karl v. Gerstenbergs jüngerer Halbbruder. Der Vater verurteilt wegen Literaturfälschungen, der Bruder ein Krimineller, und er 130 Jahre nach seinem Tod von mir entlarvt als Hochstapler und Fälscher. Von Karl v. Gerstenberg gibt es eine ganze Menge Briefe in Archiven, er hatte insgesamt etwa 5 mir bekannte Handschriften. Im Marbacher Archiv liegen 17 Briefe an Cotta in 4 Handschriften, dazu Briefe ans Frankfurter Hochstift, die Schiller-Stiftung und Einzelpersonen. Wenn ich die ansehe, mal geschmiert, mal in Kunstschrift, mal groß, mal klein, denke ich, der Kerl muss einen ordentlichen Dachschaden gehabt haben. Gesichert ist auch, dass er 1879 einen Totenschein seiner ersten Ehefrau gemalt hat, weil er in Prag ein zweites Mal heiraten wollte und noch gar nicht geschieden war, das ging damals durch alle Zeitungen. Dieser Mann hat 1883 den Westermannschen Monatsheften Autographen von Schiller, Charlotte v. Schiller, Goethe, Iffland, Wieland, Kleist angeboten. Wohnte im selben Jahr gegenüber der Familie Heine in Hamburg. War im Besitz einer gefälschten Ahnentafel der dänischen Dichterfamilie v. Gerstenberg. Und es gibt im Nachlass des Dichters, der Gerstenbergiana in München, Briefe vieler Schreiber, die klare Unwahrheiten und historische Falschaussagen enthalten.
Auch mir war das lange zuviel. Lange meinte ich, ein Fälscher ist einer, der eine bestimmte Handschrift über Jahre geübt hat, um sie imitieren zu können. Aber die haben ganz sicher gemerkt, dass man damals jede Handschrift verkaufen konnte, die nur ansatzweise Ähnlichkeit hatte mit der einer berühmten Persönlichkeit. Genaue Übereinstimmung war gar nicht notwendig. Und obendrein gehe ich heute von einem größeren Familienunternehmen aus mit mindestens 4 oder 5 Schreibern. Karl v. Gerstenberg war immer in Geldnot, wirklich immer, und ab 1882 hatte er keine Stelle mehr als Redakteur. Es spricht alles dafür, dass er nicht zufällig ab 1883 intensiv ins Autographengeschäft eingestiegen ist. Dass er an der Berliner Kunstakademie Zeichnen studiert hatte, ist belegt, und macht es nicht besser.

LG Martha

Geändert von MarthaLU (27.01.2021 um 14:42 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #32  
Alt 29.01.2021, 09:05
SarahEmelie SarahEmelie ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.06.2014
Ort: Kreis Kassel
Beiträge: 108
Standard

Hallo Martha,

Vielen Dank, dass du uns an diesen spannenden Entdeckungen teilhaben lässt! Da ich selbst Germanistik und Geschichte studiere, finde ich diesen Fall natürlich gleich doppelt spannend und freue mich auf jeden Fall darauf mehr darüber zu lesen. Vielleicht ja sogar irgendwann einen Aufsatz oder gar ein Buch. Genügend Quellen scheint es dafür ja zu geben.

Liebe Grüße
Sarah
Mit Zitat antworten
  #33  
Alt 29.01.2021, 19:53
MarthaLU MarthaLU ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 13.02.2013
Beiträge: 303
Standard

Zitat:
Zitat von SarahEmelie Beitrag anzeigen
Hallo Martha,

Vielen Dank, dass du uns an diesen spannenden Entdeckungen teilhaben lässt! Da ich selbst Germanistik und Geschichte studiere, finde ich diesen Fall natürlich gleich doppelt spannend und freue mich auf jeden Fall darauf mehr darüber zu lesen. Vielleicht ja sogar irgendwann einen Aufsatz oder gar ein Buch. Genügend Quellen scheint es dafür ja zu geben.

Liebe Grüße
Sarah

Hallo Sarah,

Danke für den netten Kommentar! Ja, es ist wirklich, wenn man Bezug zu Literatur hat, alles sehr spannend. Wobei ich den kaum hatte, bis mir das passierte, na gut, Deutsch und Latein LK im Abi, immerhin. Du bist natürlich viel besser drin in der Materie.
Ehrlich gesagt hoffe ich allerdings, dich nicht zu frustrieren. Denn meine Erfahrungen mit dem professionellen Literaturbetrieb sind weitgehend traurig. Ich denke schon, es ist eine Geschichte, die Fachleute dringend interessieren müsste. Tut sie begrenzt auch. Aber am Ende, das beginne ich erst allmählich zu ahnen, stehen doch wohl massive Finanzprobleme einer Klärung im Wege. Hatte mir auch ein kluger User hier so gesagt, aber noch bis vor kurzem dachte ich, aktuelle Verkaufsobjekte seien nicht betroffen. Nun, wo Heine unerwartet mit in den Mittelpunkt rückt und ich außerdem Entwürfe zu einem Schiller-Brief über den Don Carlos entdeckte, wird mir die Brisanz immer klarer.

Genügend Quellen für einen Aufsatz gibt es dicke, den Aufsatz gibt es auch schon. Aber die Verleger zucken zurück. Eine Mitarbeiterin der Staatsbibliothek Berlin sagte mir am Telefon, die Konstellation sei derart verheerend, dass man momentan keinen Weg sehe, damit umzugehen. So erzähle ich einfach hier noch ein wenig weiter und freue mich, wenn es Spaß macht.

Danke Dir, liebe Grüße, Martha
Mit Zitat antworten
  #34  
Alt 30.01.2021, 10:38
MarthaLU MarthaLU ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 13.02.2013
Beiträge: 303
Standard erst Mitleid, dann Hochachtung, und dann böses Erwachen

Als ich verdutzt las, mein Ur-Ur-Großvater sei der Schillerfälscher von Weimar gewesen, tat ich natürlich, was wir alle tun, googlen. Es gibt einen ausführlichen Prozessbericht von Anton Vollert ("Der Proceß wegen betrüglicher Anfertigung Schillerscher Handschriften). Nach der Lektüre dieses Aufsatzes empfand ich großes Mitleid mit dem Sohn des Fälschers, meinem Urgroßvater Karl v. Gerstenberg. Die Mutter hatte mit der Tochter Wally die Familie verlassen, Karl wuchs allein bei diesem Vater auf. Zudem hatte der junge Mann selber literarische Ambitionen, davon zeugen einige Briefe an bekannte Persönlichkeiten. Seine Herkunft konnte er seit der Entdeckung der Fälschungen 1855 nicht mehr angeben. Sogar für gewisse Schwindeleien hatte ich alles Verständnis. In einem frühen Brief, da war er 20 Jahre alt, bezeichnete er sich as armes Waisenkind, beide Eltern früh verstorben, und daher sei ihm trotz seiner Begabung und viel Fleiß der Weg eines Literaturstudiums versperrt. Okay, der Vater war grad wieder raus aus dem Gefängnis, und die Mutter hattte ein neues Leben begonnen, die reine Wahrheit war es nicht. Aber ich fühlte mit ihm.
Dann entdeckte ich die erste größere Information über ihn: https://www.deutschestextarchiv.de/b...n02_1913?p=366
Nun wuchs meine Hochachtung. Er hatte sich demnach trotzdem durchgekämpft und seine Ziele erreicht. Das Stipendium der Königin Elisabeth für den Sohn eines Ganoven beeindruckte mich außerordentlich, ja, war mir beinahe unerklärlich. Und in welchem Tempo er das alles geschafft hatte...
Bis ich begriff, wie Brümmers Literaturlexikon entstanden war...Franz Brümmer hatte die Literaten um Selbstauskunft gebeten, man konnte ihm Beiträge schicken. So ging das also damals, sich den Lebenslauf zu frisieren. Karl v. Gerstenberg dürfte nicht der Einzige gewesen sein, so dreist wie er dürften andere aber doch nicht gelogen haben. Bis heute konnte ich nicht jedes Detail klären, aber doch viele dieser Begebenheiten:

-Geburtsdatum und Geburtsort stimmen, ein Gymnasium, das er besuchte, wurde bisher nicht gefunden.
- Weder in Berlin noch in Jena hat er Philosophie und Literatur studiert, einen Dr. hat er schon gar nicht gehabt.
-Richtig ist, dass er ab 1858 an der Malerakademie( Kunstakademie) in Berlin eingeschrieben war. Dahin geholfen hat ihm aber nicht die Königin, sondern ein Verwandter. Die Schwester seiner Mutter hatte kurz vorher in Berlin einen Offizier im Ruhestand namens Schimmelpfennig von der Oye geheiratet. Der stellte den Zulassungsantrag und bezeichnete darin Karl v. Gerstenberg als seinen Neffen.
-In Leipzig war v. Gerstenberg 1862, dort bewarb er sich mal wieder für die Schiller-Stiftung, als F. C. v. Gerstenberg, mit neuer Handschrift. In Dresden muss er etwa 1863 gewesen sein.Richard Zeune berichtet, v. Gerstenberg sei dort Mitglied des Literaturvereins gewesen, bis er verschwand, Hotelzimmer nicht bezahlt, geliehene Gelder nicht zurück gezahlt, Frauen um ihr Geld gebracht, versprochene und schon bezahlte Autographen nicht geliefert.
-Die Reisen nach Dänemark und Frankreich sind noch ungeklärt.
-Tatsächlich ging er als Erzieher nach Bessarabien und dann in den Kaukasus. Vermittelt hatte ihm das eine reiche Dame in Dresden, der er allerlei Versprechungen gemacht hatte, bis er mit ihrem Geld verduftete. Im Kaukasus wurde er bereits Mitarbeiter Cottas, für die Zeitung " Das Ausland ". Lange ging es nicht gut mit der Fürstenfamilie Cantatucene, er legte ein Hausmädchen flach und floh mit ihr zurück nach Deutschland.
-In Frankfurt wurde er 1867 Mitglied des Freien Deutschen Hochstifts, bot denen Vorträge an und hoffte, dort Geld zu verdienen.
- In Darmstadt 1867 quartierte er sich erneut bei einer jungen Dame ein und ließ sich von deren Vater, einem armen Handwerker, durchfüttern.
- Von Darmstadt ist er lt. eigenem Brief vor den Preußen in die Schweiz geflohen, weil er als Redakteur der Darmstädter Zeitung eine falsche Meinung vertreten habe. Allerdings habe ich keinen Beleg, er sei auch dort Redakteur gewesen, es war vermutlich gelogen. Es sind aber Briefe erhalten aus Luzern und Zürich. In dieser Zeit hat er weiter für Baron Cotta geschrieben, es sind entsprechende Honoraranweisungen im Cotta-Archiv Marbach archiviert.
-Von 1870 bis 1873 hat er nachweisbar in Bern gelebt. Was er dort beruflich trieb, ist eine wichtige Frage. Die Zelte abbrechen musste er jedenfalls, weil er sich Anfang 1873 in seiner neu heraus gekommenen Zeitung Tarantel eine falsche Identität zuschrieb, und dummerweise flog der Schwindel auf. https://www.e-newspaperarchives.ch/?...g-------0-----
- Kurz danach wurde dieser Mann tatsächlich Chefredakteur der berühmten Allgemeinen Zeitung in Augsburg, und damit übrigens auch ein Nachfolger Heinrich Heines. 1875 flog er raus, nachdem er wegen Misshandlung zu Gefängnis verurteilt wurde.
- Nach Stuttgart floh er April 1875 noch zusammen mit der Frau, dort verschwand er mit dem dreijährigen Sohn, und ließ die Frau zurück mit ihrer einjährigen Tochter, meiner Großmutter.
- In Esslingen 1875 arbeitete er für den bekannten Verleger J.F. Schreiber, es gibt eine ganze Reihe Kinderbücher aus dieser Zeit.
- Nach bisherigem Wissen war er ab 1876 im Baltikum, Berichte aus Rigaer Zeitungen sind erhalten.
- Schon 1877 fing er in Prag an als Redakteur des Tagblatts. Dort floh er Mitte 1879, weil er heiraten wollte, ohne geschieden zu sein, und daher einen Totenschein der erste Ehefrau selber gemalt hatte. Die tauchte dummerweise kurz vorher auf in Prag...
- Vermutlich ab 1879 lebte er in Bad Elster, gründete dort als Horst von der Ilm das Bademuseum.
- Ab 1880 muss er in Braunschweig gelebt haben, nachgewiesen durch Dokumente. Dort starb der kleine Sohn, und er gründete dort die Braunschweigische Landeszeitung. Warum er dort floh Ende 1881, ist bisher unbekannt.
-Danach kommen die rätselhaften Hamburger Jahre bis zum frühen Tod 1888. Vermutlich war er nicht Redakteur des Correspondenten, es ist immer noch unklar, weshalb er überhaupt nach Hamburg zog. Wovon er dort lebte, ist nicht bekannt. Er war erneut Mitglied des Literaturvereins, und ab 1883 veröffentlichte und verkaufte er etliche Handschriften berühmter Dichter.

Von diesem Lebenslauf war ich dann doch erschlagen. Aber auch erstaunt und begeistert, wieviel Recherche heute geht, denn ohne die Digitalisierung alter Zeitungen und Dokumente wäre ich ihm nicht auf die Schliche gekommen.
Aber welches Drama, dass der berühmte Verleger Baron Cotta diesem Mann vertraute und ihm Zutritt in allerfeinste literarische Kreise verschafft hat. Egal wo Karl v. Gerstenberg lebte, er schrieb für Zeitungen, Theaterkritiken, über Literatur, ja sogar über Schillers Werke, war Mitglied der Schriftstellervereinigungen. Ich stimme dem Urteil der Staatsbibliothek Berlin zu, es ist nicht absehbar, was Karl v. Gerstenberg angerichtet hat. Weil er es anrichten konnte.

LG Martha

Geändert von MarthaLU (30.01.2021 um 10:40 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #35  
Alt 30.01.2021, 11:43
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.04.2020
Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 311
Standard

Spannende Geschichte! Wo du nur grade die ganzen Dokumente findest.

Trotzdem war dieser Mann ein Genie und musste sehr charismatisch gewesen sein, sonst hätte er nicht so viel Erfolg mit seinen Gaunereien gehabt. Schade um das vergeudete Potential.
__________________
Liebe Grüße
Gudrid

Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.
Nikos Kazantzakis
Mit Zitat antworten
  #36  
Alt 30.01.2021, 16:25
MarthaLU MarthaLU ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 13.02.2013
Beiträge: 303
Standard

Zitat:
Zitat von Gudrid Beitrag anzeigen
Spannende Geschichte! Wo du nur grade die ganzen Dokumente findest.

Trotzdem war dieser Mann ein Genie und musste sehr charismatisch gewesen sein, sonst hätte er nicht so viel Erfolg mit seinen Gaunereien gehabt. Schade um das vergeudete Potential.

Hallo Gudrid,

So etwa sind meine Gefühle auch. Er muss eine grandiose Erscheinung gewesen sein, sonst hätte er sich nicht sein ganzes Leben unerkannt als Dr. phil. in den höchsten literarischen Kreisen bewegen können. Er hatte auch tatsächlich allerbeste Fachkenntnis der klassischen Literatur, vor allem im Prager Tagblatt kann man seine vielen Theaterkritiken lesen. Und Schlag bei Frauen hatte er, Damen, die ihn durchfütterten und denen er sonstwas versprochen haben dürfte, gab es etliche. 1888 starb er unerwartet mit nur 49 Jahren, und erst vor wenigen Jahren konnte ich ihn enttarnen als Hochstapler.

Tja,nebenbei tragisch, ich empfinde es auch so. Er hätte großartiges leisten können, wobei er das im Grunde vielleicht sogar getan hat. Sein Werk entlarvt ja den allzu professionellen und lieblosen Betrieb der Literaten. Als seine Urenkelin fühle ich eine gewisse Fassungslosigkeit, denn auch wenn unser Vater kein Langeweiler war, aber doch ein ganz normaler und ehrlicher Bürger. Karl v. Gerstenberg muss genial und wahnsinnig gleichzeitig gewesen sein. Für die Familie ist das lustig, peinlich, bestürzend, alles zusammen. Für die Archive ein Unglück.

Was die Quellen angeht, hat er natürlich selber viel Lesestoff hinterlassen, und nicht jeder taucht hunderte Mal auf in Zeitungen. Aber es ist absolut faszinierend, welche Möglichkeiten sich heute auftun mit der Digitalisierung alter Papiere. Ich las hier öfter von Usern, die sich neben Lebensdaten ein Lebensbild der Vorfahren wünschen. Ich fand auch bei anderen Verwandten, die überhaupt nichts spektakuläres getan haben und einfache Berufe ausübten, allerhand Material in alten Zeitungen und Archiven. Für mich die allerbeste Möglichkeit, mehr zu erfahren.

LG Martha
Mit Zitat antworten
  #37  
Alt 31.01.2021, 13:23
Benutzerbild von Frank92
Frank92 Frank92 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 04.01.2021
Beiträge: 195
Standard

Irre Geschichte. Das wird ein spannender Film ("Nach einer wahren Begebenheit")
Erste Kritik: "Total übertrieben", "Dem Autor ist die Fantasie durchgegangen", ...

Bei meinen Vorfahren bin ich ja schon froh, wenn ich mal einen Eintrag im Adressbuch finde oder eine Werbung in einer alten Zeitung für ihr Gasthaus.

Danke, dass du uns teilhaben lässt an deiner Suche!

Liebe Grüße,
Frank
Mit Zitat antworten
  #38  
Alt 31.01.2021, 18:44
MarthaLU MarthaLU ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 13.02.2013
Beiträge: 303
Standard

Zitat:
Zitat von Frank92 Beitrag anzeigen
Irre Geschichte. Das wird ein spannender Film ("Nach einer wahren Begebenheit")
Erste Kritik: "Total übertrieben", "Dem Autor ist die Fantasie durchgegangen", ...

Bei meinen Vorfahren bin ich ja schon froh, wenn ich mal einen Eintrag im Adressbuch finde oder eine Werbung in einer alten Zeitung für ihr Gasthaus.

Danke, dass du uns teilhaben lässt an deiner Suche!

Liebe Grüße,
Frank

Hallo Frank, da musste ich lachen. Denn genauso glaube ich auch, würde das ausgehen. Wer sich sowas ausdenkt, dem glaubt kein Mensch. Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine sehr traurige Familiengeschichte dahinter, von der wir, zwar ahnungslos als Kinder, wohl doch etwas gespürt haben.
Auf speziellen Wunsch einer Dame hier die Meldung vom gefälschten Totenschein eingestellt, aus dem Portal ANNO:

https://anno.onb.ac.at/cgi-content/a...search&seite=3

Karl v. Gerstenbergs Ehefrau, die nach Prag reiste, hat einen furchtbaren Preis für ihre Heirat mit diesem Mann gezahlt. Meine Urgroßmutter war eine geborene Helene Pini, aus der unter Familienforschern recht bekannten Braunschweiger Familie Pini, eine hoch angesehene Verwandtschaft. Sie war eine junge erfolgreiche Schauspielerin und lernte v. Gerstenberg als Autor eines Theaterstücks kennen. Der Sohn kam Herbst 1872 zur Welt, die Tochter, meine Großmutter, März 1874. Im März 1875 wurde v. Gerstenberg bereits wegen schwerer Misshandlung seiner Frau zu Gefängnis verurteilt. Die Schilderungen sind furchtbar, er muss sadistisch gewesen sein. Danach verließ die Familie Augsburg, man zog nach Stuttgart, und dort verschwand Karl v. Gerstenberg mit dem zweieinhalbjährigen Sohn. Meine Urgroßmutter blieb zurück mit einem Baby von gut einem Jahr. Wie man im Zeitungsartikel lesen kann, sie hat sich trotzdem beruflich durchgekämpft. Als sie 1879 nach Prag fuhr, muss der Junge 6 Jahre gewesen sein. Bis heute habe ich keinen Hinweis, sie habe ihr Kind jemals wieder gesehen. Es ist auch völlig unklar, ob Karl v. Gerstenberg ein kleines Kind im Schlepptau hatte bei seinen vielen Reisen, oder ob er den Jungen irgendwo abgegeben hatte. Gesichert ist nur, dass der Bruder meiner Großmutter 1881 in Braunschweig an Halsentzündung starb und auf dem Magnifriedhof beerdigt wurde.
Helene von Gerstenberg soll danach 1884 in Stuttgart nochmal geheiratet haben, einen Herrn Robert Mabus oder Mebus. Nach den ganz wenigen Erzählungen meines Vaters soll seine Mutter irgendwie in einem Heim oder einer Gemeinschaft gelebt haben als Kind, evtl. ein Kloster, also vermutlich hat Helene von Gerstenberg sie weggegeben vor der zweiten Heirat. Viel später, 1920, starb in Neuß die Hausiererin Helene Gathmann, geb. Pinni, geb. zu Braunschweig, Ehefrau des Lokomotivführers Heinrich Gathmann, unter allerärmsten Umständen. Die wohlhabende Familie Pini in Braunschweig hatte sie offensichtlich verstoßen, denn Herrmann Mitgau erwähnt sie nicht in seinem Buch " Gemeinsames Leben", das auch eine Genealogie der Pinis enthält.
Über Helene Pinis Tochter, meine Großmutter Elsa v. Gerstenberg, weiß ich leider trotz intensivster Suche bis heute fast gar nichts, also auch ich hatte nicht immer das Glück, viele Quellen zu finden.

LG Martha
Mit Zitat antworten
  #39  
Alt 05.02.2021, 16:10
MarthaLU MarthaLU ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 13.02.2013
Beiträge: 303
Standard Wie man mit Autographen umging und umgeht

Manchmal werde ich gefragt, warum die v. Gerstenberg so viel angestellt haben. Ich frage dann zurück: Ja warum hätten sie es nicht tun sollen, wenn man es ihnen so einfach macht? Die Frage ist dennoch eigentlich schwierig zu beantworten. Meiner Ansicht nach liegt der Grund in Wissen oder Gefühl, Unrecht erlitten zu haben. Und nicht etwa in Geldnot und Armseligkeit, wie man 1856 den Schillerfälscher gerne darstellte. Damals fand man vor Gericht nicht einmal heraus, dass er Nachfahre der adligen Erfurter v. Gerstenberg war. Es scheint diese Familiengeschichte sich als Unrecht angefühlt zu haben, und das nicht allein wegen des Adelsverlustes durch die uneheliche Geburt. Schon weit früher, um 1700 herum, lebte nicht ein ältester Sohn auf dem Gerstenbergischen Besitz, sondern das jüngste Kind der Familie. Hintergründe dazu sind aber wohl nicht mehr klärbar.
Aber zurück zu Autographen und einer musterhaften Geschichte, wie haarsträubend man damals und bis heute diese kostbaren Papiere archivierte:
Die Schillerschen Falsificate entdeckt hat 1852 der Papier-und Autographenhänder Carl Künzel aus Heilbronn. Ihm glaubte jedoch keiner, so dauerte es bis Ende 1854, bis ein Berliner Professor ihm zustimmte, Ermittlungen aufgenommen wurden, und v. Gerstenbergk verhaftet wurde. Im Frühjahr 1855 standen dann in den Zeitungen Aufrufe, man möge fragliche Handschriften von Schiller zur Prüfung abliefern. Just zu diesem Zeitpunkt aber verkaufte Künzel ein Manuskript aus Schillers Nachlass an die Cottasche Buchhandlung. Der Kaufvertrag ist archiviert und sogar heute digitalisiert einsehbar im Goethe-Schiller-Archiv Weimar. Schon merkwürdig, und nach Prozessende Februar 1856 fuhr Baron Cotta zu Schillers Tochter Emilie v. Gleichen-Rußwurm und brachte ihr dies Manuskript vorbei, sie behielt es bis zu ihrem Tode 1872 unter Verschluss.
Es handelte sich dabei um den Entwurf zu "Die Braut in Trauer". Emilie v. Gleichen-Rußwurm hat sich ihr Leben lang präsentiert als treue Nachlassverwalterin ihres Vaters, sie hat immer wieder auch Bücher herausgegeben und in langen Vorworten vom Vater erzählt. Allerdings war sie erst gut neun Monate alt, als der berühmte Schiller 1805 starb. Eigene Erinnerungen konnte sie also gar nicht haben. Ihre Rolle ist ungeklärt bis heute. Aber klar ist durch den erhaltenen Kaufvertrag, die Braut in Trauer stammte keineswegs direkt aus Schillers Nachlass, sie kam von einem Autographenhändler. Und weshalb Künzel, Familie Cotta und Schillers Tochter das Papier vorbei geschleust haben an der Echtheitsüberprüfung, ist nicht dokumentiert.

Sicher ist dagegen, wer etwa 10 Jahre danach anfing als Mitarbeiter der Cottaschen Buchhandlung, nämlich Karl v. Gerstenberg. Vermutlich war es nicht derselbe Cotta, der das Manuskript erworben hatte, denn Georg von Cotta war 1863 verstorben. Emilie v. Gleichen-Rußwurm blieb aber lebenslang den Cottas engst verbunden, bis 1867 hatte Familie Cotta das alleinige Publikationsrecht für Schillers Werke. Zeigte Karl v. Gerstenberg sich zunächst vor allem als Berichterstatter der Zeitung " Das Ausland", so fing er doch bald an, auf sich aufmerksam zu machen als Experte für klassische Dichtung. Schon 1867 bestellte er bei Baron Cotta persönlich die neue Schiller-Gesamtausgabe des Cotta-Verlags und fragte auch nach, wie teuer Gesamtausgaben von Goethe und Lessing seien. Wie Familie Cotta darauf gekommen ist, ihn Anfang 1873 zunächst zum Redakteur und im Sommer 1873 wegen schwerer Erkrankung des Vorgängers blitzschnell zum Chefredakteur der berühmtesten Cotta-Zeitung zu machen, ist leider nicht mehr dokumentiert. Es gibt auch keinen Nachweis, Karl v. Gerstenberg könnte als Cottas Literatur-Experte noch der alten Emilie v. Gleichen-Rußwurm begegnet sein.

Denkbar ist es jedenfalls. Denn wie überragend gut Baron Cotta den Karl v. Gerstenberg wertschätzte, belegt das weitere Schicksal der Braut in Trauer. Als Schillers Tochter Ende 1872 starb, war die Zeit für die Erstveröffentlichung des Entwurfs gekommen. Sie sollte in Cottas Zeitung eingeläutet werden mit einem Artikel darüber, und man muss wissen, ein 1873 noch unbekannter Entwurf Schillers muss eine Art Sensation gewesen sein. Der Cotta, der jeden berühmten Mann hätte beauftragen können, er gab Karl v. Gerstenberg das Manuskript. Der Sohn des Schillerfälschers hat am 08.10.1873 in der Allgemeinen Zeitung( siehe BSB München, Zeitungsportal ) als Erster über die Baut in Trauer geschrieben. Schlecht gemacht hat er es fürwahr nicht! Er war in der Tat ein Literaturexperte, und seine Kenntnisse über Wasserzeichen und Handschrift des Dichters sind mir durchaus erklärlich...

Die entscheidende Frage bleibt aber: ist die Braut nun echt oder gerstenbergisch erfunden? Hatte Karl v. Gerstenberg die eigene Arbeit vor sich oder tatsächlich einen echten Schiller? Ich weiß es noch nicht. Papier und Schrift sehen eher nach Echtheit aus (das Digitalisat ist online unter DLA Marbach).Aber warum die Geheimnistuerei 1855? Und viel frappierender sind zwei grobe sprachliche Fehler. "Sie hat ihr zuerst in der Capelle des Nonnenklosters begegnet." Dieser Satz steht wirklich genauso drin, tut weh, oder? Ich habe sogar alte Grammatiken gewälzt und gesucht nach einer hübschen Erklärung. Gefunden habe ich keine, man "ist" begegnet, damals und heute. Weiter findet sich der Satz: "Ein Parricida muss begangen werden". Das ist ganz schön falsches Latein, hätte das Schiller nicht wissen müssen? Viele Jahre lang haben die Gesamtausgaben dazu angemerkt, es müsse ein Schreibfehler sein, gemeint sei Parricide, die französische Form. Nur war die nicht üblich in Deutschland. Die aktuelle Schiller-Nationalausgabe hat kurzen Prozess gemacht und schreibt einfach Parricide ohne Kommentar. So löst man Probleme...Mein Tip ist, die Gerstenbergs dürften den Parricida aus dem Wilhelm Tell bestens gekannt haben, hatten aber nie lateinische Grammatik.
Die Wahrheit kenne auch ich nicht in diesem Fall, neige allerdings aufgrund der bösen Grammatikfehler eher zu den Gerstenbergs. Solche Schnitzer fand ich in anderen ihrer Bücher auch, kann sie mir aber beim besten Willen nicht vorstellen von Schiller. Aber solange alle Archive nur Glaswände kaufen und Autographen dahinter ausstellen, statt sich mit ihnen zu befassen, wird nichts geklärt werden. Karl v. Gerstenberg traf damals auf eine Literaturszene, die ohne Sinn und Verstand gierte nach Handschriften. Weshalb hätte er das nicht ausnutzen sollen?

LG Martha

Geändert von MarthaLU (05.02.2021 um 16:12 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #40  
Alt 06.02.2021, 11:42
Benutzerbild von Bergkellner
Bergkellner Bergkellner ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.09.2017
Ort: (Nieder)Sachsen
Beiträge: 1.630
Standard

Zitat:
Zitat von MarthaLU Beitrag anzeigen
Karl v. Gerstenberg traf damals auf eine Literaturszene, die ohne Sinn und Verstand gierte nach Handschriften. Weshalb hätte er das nicht ausnutzen sollen?
LG Martha
Hallo Martha,

frei nach dem antiken Motto: Mundus vult decipi, ergo decipiatur!
Für alle Nicht-Lateiner "Die Welt will betrogen sein, also betrügen wir sie!"
Oder anders gesagt, es gehören immer zwei zu einem Betrug, einer der betrügt und einer der sich (nur zu gerne) betrügen lässt.

Für ihn war es der Broterwerb und der Eintritt in eine Welt, die ihm sonst sicher verschlossen geblieben wäre. Und schließlich hatte er ja einen guten Lehrmeister...

Viel schlimmer als die ganzen Fälschungen finden ich den heutigen Umgang damit. - Aber beim Umfang der Sache denke ich, haben vermutlich alle Biblioheken, Instituten und Universitäten Angst, dass vieles, was heute als Fakt in der Germanistik gelehrt wird, als Blume auf dem Misthaufen deines Ahnen gewachsen ist.
Außerdem ist die Germanistik nicht gerade für Beweglichkeit bekannt, ok, die Romanisten sind noch langsamer.

Wie wäre es, die Geschichte in ein Drehbuch für eine Serie zu verwandeln, ich denke da an so etwas wie Bridgerton bei Netflix, die suchen immer gute Stoffe.

Bitte berichte weiter, ich finde die Geschichte so was von spannend!

Lg, Claudia von den bergkellners

PS: Dagegen ist die Geschichte mit dem "eingemeindeten" Wappen bei Andreas' von Bergen-Vorfahren nur ein netter Gag.
__________________
Wer lesen kann, ist besser dran!(Andreas' Opa Fred)
Nierngstwuh giehts so zu wie uff dare Walt!(Claudias Uroma Anna)

Suchen immer:
Loewe - Steinau an der Oder/Schlesien(vor 1850)
Heine - Glogau/Schlesien(vor 1850)
Hollenstein - Bleiwäsche/Westfalen(vor 1710)
Ulich - Neukirchen b. Stollberg(um 1710)
Rothbart - Kröslin/Pommern(um 1740)
Mädtke - Grambin und Umgebung/Vorpommern(vor 1840)
Buden/Budin - Wriezen u.U./Brandenburg(um 1700)
Kellner/Gevers - Hannover Stadt u.U.(um 1700)


Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:18 Uhr.