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  #11  
Alt 23.02.2009, 13:21
Benutzerbild von dirkpeters
dirkpeters dirkpeters ist offline männlich
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Standard Streit im Feld

Hallo Andrea,

mich würde einfach mal die weitere Stammfolge interessieren, vielleicht kann ich ja noch etwas dazu beitragen, da meine Datenbank auch viel zu schlesischen Adelsfamilien enthält.

Viele Grüße

Dirk
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  #12  
Alt 23.02.2009, 14:02
Benutzerbild von Hina
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Das Problem hierbei ist noch, dass v. Streitenfeld bei allen adeligen Familien dieses Namens das verliehene Adelsprädikat bildet und nicht auf einen Besitznamen zurückzuführen ist. Ein uneheliches Kind konnte also nicht nur das "von" nicht im Namen führen, sondern auch das Prädikat Streitenfeld nicht, sondern nur den eigentlichen Familiennamen des Geschlechtes.
Ein nichtadeliger Familienname Streitenfeld muss also auf eine andere Herkunft zurückzuführen sein.
Viele Grüße
Hina
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  #13  
Alt 23.02.2009, 17:02
Paulchen Paulchen ist offline
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Hallo!
Meine genannten Daten zur Familie Müller stammen aus:
Ehrenkrook, Hans-Friedrich v., u. Ehrenkrook, Karola v., Stammfolgen schlesischer Adelsgeschlechter, Bd.1, Görlitz 1941, S. 102. Das Geburtsjahr von Dorothea Tugendreich d.J. wird darin nicht genannt.

Die ev. Stände hätten alles getan, um einen Nachfolger von Georg Wilhelm präsentieren zu können. Damit hätten sie den Kaiser und die Jesuiten aus dem Land halten können - es gab aber keinen.

Paulchen
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  #14  
Alt 23.02.2009, 17:26
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Standard Streit im Feld

Hallo Paulchen,

es hätte auch nichts genützt, wenn noch einer dagewesen wäre, der ein eventuelles Kind anerkannt hätte. Uneheliche Kinder (legitimiert oder nicht) waren nicht landtafelfähig und damit auch von der Nachfolge ausgeschlossen. Siehe auch August v. Darr: Die legitimierten Nachkommen der letzten Herzöge von Teschen aus Piastischem Geblüt, Görlitz 1908. Sagen die Ehrenkrooks eventuell was zu den Eltern der Dorothea v. Nostitz, Neumann-Reppert hat sie nämlich nicht in die Stammfolge der Familie einorden können.

Viele Grüße

Dirk
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  #15  
Alt 23.02.2009, 19:26
Paulchen Paulchen ist offline
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Hallo!

Interessante Nachfrage...
Ich war mir mit dieser Nostitz auch nicht sicher, aber wenn der Ehrenkrook das so schreibt. Zimmermann zu Wilkau: ".. 1621 den Sigmund v. Niemitz, 1655 dessen Witwe, 1668 den Martin Müller von Streitenfeld, 1694 den Joachim v. Baudis..." Ganz schön, nur fehlt ein Nostitz - ob es daher eine Niemitz war? Ich weiß es nicht.

Paulchen
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  #16  
Alt 24.02.2009, 02:23
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Standard Niemitz auf Wilkau

Zimmermann ist mir bekannt, der Sigmund v. Niemitz hatte nur einen Sohn Christoph + 1653. Von der Ehefrau des Sigmund ist bei Neumann-Reppert leider nur der Vorname angegeben, die Ehefrau des Christoph fehlt ganz, er soll aber eine Tochter Helene gehabt haben. In Neumann-Repperts Stammtafel zu Nostitz taucht Wilkau nur im Zusammenhang mit einigen Schwiegersöhnen auf und bei der nicht eingeordneten Dorothea Tugendreich v. Nostitz.

Viele Grüße

Dirk
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  #17  
Alt 24.02.2009, 09:00
Drea Drea ist offline
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Leider hat mein inzwischen verstorbener Onkel angefangen, Ahnenforschung mütterlicherseits zu betreiben, habe also keinerlei Aufschlüsse, inwieweit er zurückgehen konnte. Ich weiß nur, dass es sich als sehr schwierig gestaltete, im heutigen Polen nachzuforschen, da ja viele Unterlagen nach dem Krieg vernichtet wurden. Meine Mutter ist auch tot, so dass ich wirklich keinen Ansprechpartner mehr habe. Was ich weiß, war immer diese Familienstory über das Kind des letzten Piasten und der Freiin. Einer meiner Urgroßväter in Schlesien soll Besitzer einer Glashütte gewesen sein und den Namen "Nowak" getragen haben.
Liebe Grüße, Drea
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  #18  
Alt 24.02.2009, 09:48
Paulchen Paulchen ist offline
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Hallo!

@Dirk
Neumann-Reppert - damit ist doch sicher Ekkehart Neumann-Reppert gemeint, der über viele schlesische Familien gearbeitet hat. Ich nahm bisher an, seine Arbeiten sind nur in der Bibliothek des Herolds zu Berlin zugänglich. Sind die jetzt auch sonstwo noch publinziert worden?

Paulchen
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  #19  
Alt 24.02.2009, 15:16
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo Drea,

ja, es ist wirklich schade, wenn schon mal jemand in der Familie angefangen hat, richtig zu forschen, um der Sache auf den Grund zu gehen und dann sind die Ergebnisse leider nicht mehr da. Das heißt dann immer von vorne anzufangen.

Es ist sicher richtig, dass eine Forschung in Polen oftmals nicht so einfach ist aber es ist letztendlich doch noch mehr vorhanden, als allgemein geglaubt wird. Von etlichen Kirchenbüchern gab es z.B. auch Zweitschriften, die in Berlin einsehbar sind. Die standesamtlichen Unterlagen sind großteils in Polen erhalten.

Bevor man sich aber in Polen auf die Suche macht, braucht man natürlich einen Ansatz, wo und wann die Familie in Schlesien lebte. Das kannst Du ergründen, wenn Du die standesamtlichen Urkunden Deiner Mutter, der Großeltern usw. Schritt für Schritt abforderst. Auf den Urkunden sind dann auch Namen, Daten und Geburtsorte der jeweiligen Eltern zu finden. Weiter geht es dann mit den Kirchenbüchern.

Wir haben ja hier auch ein Unterforum für Schlesien. Da gibt es viele fleißige Helfer, bei denen Du die entsprechenden Adressen, wo Du die Urkunden abfordern müsstest und wo die entsprechenden Kirchenbücher sind, erfragen kannst.

Eine andere Möglichkeit gibt es leider nicht, der Familiengeschichte auf die Spur zu kommen. Wie Du gesehen hast, stimmen weder Name noch Titel mit der Geschichte überein. Aber selbst, wenn etwas gepasst hätte, es wäre ja immer noch kein Beweis dafür, dass Deine Familie tatsächlich von denen abstammt, es bliebe immer noch eine Familiengeschichte und wenn Du Dich mal hier im Forum umschaust, dann wirst Du sehen, wie viele dieser Geschichten es in den Familien gibt.

Viele Grüße
Hina
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  #20  
Alt 25.02.2009, 08:34
Drea Drea ist offline
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Beiträge: 7
Standard Liebe Hina,

ja, es macht sicher Sinn, das Ganze noch mal von vorn aufzudröseln. Trotzdem euch allen vielen Dank, wenn ich was Grundlegendes finde, melde ich mich wieder!
Liebe Grüße, Andrea
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