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  #41  
Alt 29.12.2011, 20:26
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Standard FN Roßbach, Bauer, Krause, Mohrbach, Baumgärtel

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
8. Juli 1939

173. Roßbach. Am 23. Sept. 1802 wird in Adorf der Bogenmacher und Chirurgus Carl Gottfried Bauer getraut mit Christiane Rosine Roßbach. In ihrer Todesurkunde heißt sie Christiane Regine. Sie starb am 23. Febr. 1857 in Markneukirchen im Alter von 73 Jahren 6 Mon. 20 Tagen. Ihr Vater soll sein der 1802 bereits verstorbene Bürger und Tuchmacher Johann Adam Roßbach in Adorf. Dort ist aber um das Jahr 1783 kein entsprechender Taufeintrag festzustellen. Auch eine Durchsicht der Gerichtsbücher für Adorf ist erfolglos gewesen.

174. Krause. August Friedr. Krause, geb. als Pfarrerssohn am 2. März 1776 zu Reichenbach i. V., seit 1807 Pfarrer in Taltitz, seit 1828 in Geilsdorf, gestorben am 15. Dez. 1840, war verheiratet mit Elisabeth Mohrbach aus Hessen-Homburg. Nach den Trauringen müßte er am 15. Juni 1807 getraut worden sein. Der Ort der Trauung hat sich noch nicht feststellen lassen. Die Ehefrau starb am 14. Nov. 1820 im Alter von 40 Jahren in Taltitz. Ihre Taufe ist in Homburg vor der Höhe nicht zu finden.

175. Baumgärtel. Am 9. Sept. 1825 soll auf „der Sonne Gottes“ bei Geilsdorf eine Christiane Sophie Baumgärtel geboren worden sein. Das Haus gehört zu Berglas. Aber weder in den Kirchenbüchern von Geilsdorf noch Großzöbern ließ sich der gesuchte Eintrag ermitteln.
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  #42  
Alt 02.01.2012, 16:48
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Standard FN Geigenmüller, Knetzschke, Schilbach, Hübschmann, Schopper, Lippold, Heller, Waldmann

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
24. April 1937

In einem Artikel von J. Willy Geigenmüller über das damalige Rittergut Stöckigt bei Plauen i. V. sind umfangreiche genealogische Daten enthalten:

"...
In einem Protokoll im Ephoral Archiv Plauen über das Probeorgelspiel und den Sologesang des Lehrers Johann Traugott Schopper, welcher daraufhin als Lehrer in Oberlosa angestellt wurde, finden wir als Vertreter der Ritterschaft Stöckigt: „von Stöckicht der Knöschkische Richter Georg Waldmann“, denn das Rittergut war nach 1763 von Christoph Gottfried Knetzschke aus Görnitz bei Oelsnitz gekauft worden. Sein Name wird im Oelsnitzer Kirchenbuche Kuetzschke, im Plauener Kirchenbuche und Ephoral Archiv Knöschke, im Eichigter Kirchenbuche sogar einmal Gnetzschka geschrieben. Da er um 1711 in Görnitz geboren war, wo er als „Einwohner“ am 5.11.1734 Catharina Geigenmüller, älteste Tochter des Müllers und Zimmermanns Johann Christoph Geigenmüller auf der Allraunmühle, heiratete, war er also schon über 50 Jahre als, als er Stöckigt kaufte. In Görnitz ist das Ehepaar noch 1752 nachzuweisen, dann zogen sie nach Voigtsberg, wo sie bis 1763 urkundlich sind. Das Ehepaar hatte nur zwei Kinder, einen Sohn Gottlob Knetzschke oder Knöschke, geb. um 1741 in Görnitz, der mit Marie Sophie Schilbach aus Voigtsberg verheiratet war, die schon nach kurzer Ehe am 13.11.1769 kinderlos in Stöckigt starb. Sein alternder Vater hatte ihn zum Mitbesitzer des Rittergutes eingesetzt, doch starb er ebenfalls sehr jung, nur einige Monate über 30 Jahre alt, am 13.1.1772, sodaß sein Vater wieder Alleinbesitzer des Rittergutes wurde. Seine Tochter Maria Sophia Knetschke, geb. in Görnitz am 13. März 1736, hatte am 1. November 1753 den Müller und Zimmermann Johann Georg Geigenmüller, Besitzer der Hundsgrüner Mühle geheiratet, ihre Kinder wurden, da keine anderen Nachkommen da waren, erbberechtigt. Als Christoph Gottfried Knetzschke in Stöckigt am 21.3.1776 starb, wurde er am 23. März mit großem Gepränge (ein Beweis, daß er sehr vermögend war) begraben.
Seine Witwe Catharina Knötzschke geb. Geigenmüller überlebte ihn um 20 Jahre und starb in Stöckigt, über 80 Jahre alt, am 18.3.1795. Auch die einzige Tochter Maria Sophie Geigenmüller war schon vor ihren Eltern am 29.9.1763 verstorben, doch waren aus ihrer Ehe mit dem Müller Johann Georg Geigenmüller, der nach ihrem Tode die Hundsgrüner Mühle aufgab, am 4.7.1770 ein zweites Mal eine vermögende Frau Sophia Margatha Hübschmann heiratete und Besitzer des dritten Burggutes in Voigtsberg geworden war, 3 Söhne und 1 Tochter hervorgegangen. Auch aus der zweiten Ehe Geigenmüllers gingen zahlreiche Kinder hervor, so daß Nachkommen im Besitze des Burggutes bis 1864 geblieben sind.
Von den 3 Söhnen erster Ehe wurden der älteste und der jüngste Johann Gottfried Geigenmüller, geb. Hundsgrüner Mühle 16.3.1755, und Carl Gottlob Geigenmüller, geb. Hundsgrüner Mühle 3.1.1760, als gemeinsame Besitzer mit Stöckigt belehnt, während für den mittleren Sohn Johann Georg Geigenmüller, geb. Hundsgrüner Mühle 22.8.1757, das Rittergut Unterlosa gekauft wurde.
Von den beiden Besitzern des Rittergutes Stöckigt heiratete Johann Gottfried Geigenmüller am 18.6.1780 in Oberlosa ein ganz armes Mädchen, Wilhelmine Christiane Schopper, älteste Tochter des Oberlosaer Schullehrers Johann Traugott Schopper, während sein Bruder Carl Gottlob Geigenmüller im Jahre 1790 in Leubnitz die älteste Tochter Christiane Rosina Lippold des reichen Weißmüllers Johann Christoph Lippold in Leubnitz ehelichte. Er zahlte daraufnin den Anteil seines älteren Bruders heraus, der ein Amtsgut in Chrieschwitz übernahm, aber Mitbelehnter des Rittergutes blieb.
Carl Gottlob Geigenmüller war nunmehr Alleinbesitzer des Rittergutes Stöckigt. Aus seiner nur zweijährigen Ehe, denn er starb, noch nicht 33 Jahre alt, am 8.10.1792, entsproß ein einziger Sohn Carl Gottlob Geigenmüller (II), der in Stöckigt am 12.1.1792 geboren und der Nachfolger seines Vaters wurde. Am 15. Juli 1811 wurde er als Erb-, Lehn- und Gerichtsherr mit dem Rittergute Stöckigt belehnt. Er hatte am 14.4.1812 in Böhmsdorf bei Schleiz Johanna Christiana Heller, älteste Tochter des Gutsbesitzers Johann Ernst Heller geheiratet. Diese Familie sitzt übrigens heute noch auf dem großen, angestammten Gute in Wüstendittersdorf. Dieser glücklichen Ehe entsprossen 11 Kinder. Als Karl Gottlob Geigenmüller am 27.6.1854 in Stöckigt starb, wurden seine überlebenden 9 Kinder zu gleichen Anteilen am 11.2.1856 damit belehnt. Von den 4 Söhnen war nur einer, Adolph Eduard Geigenmüller, Landwirt geworden und erkaufte das angestammte Rittergut im Jahre 1857 von seinen Geschwistern. Durch die Belastung mit 8 Geschwisteranteilen war es ihm jedoch nicht möglich, das Rittergut zu halten und er verkaufte es im Jahre 1861.
"
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  #43  
Alt 02.01.2012, 16:55
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Standard FN Toß, Thoß, Schürer, Leutner, von Steinbach, von Tettau, von Schaumberg, Opitz, Döhler, Planitz

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
24. April 1937

In dem oben genannten Artikel von J. Willy Geigenmüller über das damalige Rittergut Stöckigt bei Plauen i. V. sind Angaben zu folgenden weiteren Besitzern erwähnt:

vor 1763 -
Heinz, Hans, Matthes, Albrecht und Eberhard Toß (Toss, Tosse)
Eitel Toß
Georg Schürer
Hans Leutner
Engelhard von Steinbach
von Tettau
von Schaumberg

nach 1861 -
Johann Gottfried Opitz
Johann Gottfried Döhler
Johann Gottfried Döhler (II)
Hugo Edler von der Planitz
Carl Heinrich Thiele
Carl Eduard Riese
Franz Biermann

Bei Interesse schau ich gern noch mal in die Zeitung.
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  #44  
Alt 02.01.2012, 18:37
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Standard FN Popp, Gansmüller, Löscher, Glück, Fischer, Simon, Eckarth, Roth, Hochmuth, Windisch, Leupold

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
30. April 1937

In einem Artikel von J. Willy Geigenmüller über die Poppenmühle in Plauen i. V. sind u.a. folgende genealogische Daten enthalten:

1608: Franz Popp der Aeltere erster urkundlich nachweisbarer Müller auf der Möstelmühle,
1630: Zacharias Gansmüller auf der St. Wolfgangs Mühle,
1632: Zacharias Gansmüller uff der Poppenmühle,
1640: Nicol Löscher, Poppenmüller,
1641: Just(us) Glück, Poppenmüller,
1651: Simon Fischer, Müller in der Poppenmühle,
1654: begraben am 9.4.1654 „und der alde Popbenmüller“,
1664: den 10. Dezember „ein armer Man uf der Poppenmühl“ gestorben,
1669: Georg Eckarth, Poppenmüller,
1672: begraben „3. May 1672 ein Ungetauff Kind Uf der Popen Mühl“.
1699: Am 2. Juni 1699 leistete Hans Georg Simon aus Schleiz, Müller auf der Poppenmühle, den Bürgereid.
1713: Mstr. Joh. Georg Simons, Müllers auf der Poppenmühle Eheweib nah. Elisabeth ist am 16. Mai 1713 draußen der Stillstand vor der Mühle geschehen und gegen 2. fl. 4 gr. herein gesungen worden.
1714: Am 14.2.1714 heiratet Johann Georg Simon, Bürger und Müller auf der Poppenmühle, ein Witther, Frau Margaretha Rothin, Meister Johann Christoph Rothens Bürgers und Tuchmachers Wittbe.
1721: Am 9. Febr. 1721 heiratete Johann Georg Simon, ein lediger Gesell und Müller, Johann Georg Simons, Bürgers und Müllers auf der Poppenmühle ältester Sohn, Jgfr. Regina Hochmuthin, weyl. Mstr. Christoph Hochmuth Bürgers und Böttgers zu Schöneck hinterl. andere Tochter.
1722: Am 12. Juli 1722 heiratete Mstr. Joh. Georg Simon, Bürger und Müller auf der Poppenmühle, ein Wittwer, Jgfr. Susanna Maria Windischin, George Windischens, Bürgers und Braumeisters allhier jüngste Tochter anderer Ehe.
Es ist dies die dritte Ehe des Johann Georg Simon, der 1699 von Schleiz kommend, die Poppenmühle übernommen hatte. Ihm folgte auf der Mühle der jüngste Sohn aus erster Ehe, Johann Christoph Simon, der am 28. März 1728 den Bürgereid leistete. Er heiratete kurze Zeit darauf, am 13.6.1728, Jgfr. Susanne Salome Windischin, Mstr. Joh. Wolfgang Windischens, Bürgers und E.E. Handwercks der Schneider Vormeisters einzige Tochter anderer Ehe. Aus dieser Ehe ging ein einziger Sohn Johann Christoph hervor, der das Handwerk seines Großvaters ergriff und Schneider wurde und am 12.10.1758 Jgfr. Christiane Marie Leupold, Johann Friedrich Leupolds, Bürgers und E.E. Handwercks der Schneider Vormeister älteste Tochter erster Ehe heiratete. Er leistete den Bürgereid am 30. Sept. 1757.

Da der einzige Sohn des Poppenmüllers Johann Christoph Simon Schneider geworden war, ging die Mühle nach seinem Tode in anderen Besitz über.
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  #45  
Alt 02.01.2012, 21:52
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Standard FN Uttenhoff, Jahn, Medler, Metler, Ficker, Hopf, Geigenmüller, Meinel, Jacob, Rudert, Jahnsmüller

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
30. April 1937

In einem Artikel von Dipl.-Ing. Ehrhard Günther aus Adorf i. V. über das Kanzleibauerngut in Rebersreuth sind u.a. folgende genealogische Daten enthalten:

Um 1404-44 besitzt das Gut „Raubesreuth“ Claus von Uttenhoff (Wild, Reg. Nr. 57). 1477 wird Hans Jan mit dem Gut Rebersreuth belehnt, welches er Hans Polern, dieser aber Eberhard von Uttenhofen abgekauft hat. Die Zinsen betrugen jährlich 2 Rh. fl. Und 1 Scheffel Hafer auf das Schloß Vogtsberg. 1522 wird Heinrich Jahn mit dem Gut belehnt, wie er und sein verstorbener Bruder es vom Kurfüsten zu Lehen hatten.

1569 wird Nicol Jahn, der Sohn Heinrich Jahns, mit dem Gut belehnt, im Besitze seines Sohnes Fabian (+ 1592) und seiner Enkel Engelhard und Enders, die eine Teilung vornahmen, blieb es bis 1607 bzw. 1611.
1607 verkaufte Engelhard Jahn sein halbes Lehngut Schulden halber an Konrad von Raitenbach auf Freiberg, 1611 verkauft auch Enders Jahn sein 1/2 Lehngut an Philipp Medler zu Rebersreuth, der auch die andere Hälfte 1614 von Conrad von Raitenbach erhält. In den folgenden Jahrzehnten hatte Rebersreuth durch seine exponierte Lage an der Heerstraße viel durchzumachen, viele Güter wurden verwüstet, die Einwohner starben an der Pest, so Philipp Medler 1632, sein Sohn Nicol 1628 und Hans 1642. 1649 suchten die Medlerschen Erben um Erteilung der Lehen.

Bis 1658 wird das Gut von den Medlerschen Erben gemeinsam bewirtschaftet, seitdem ist es endgültig geteilt in den Fickerschen (noch heute im Besitz) und den Medlerschen Anteil (heute durch Einheirat Rudert).
„Am 16. Nov. 1646 wurde in Adorf copuliert Christoph Ficker von Würschnitz, und nunmehr angehender Bürger und Schmied allhier zu Adorf, mit Jgfr. Catharina, Nickel Metlers zu Rebersreuth hinterl. Tochter.“
Christoph Ficker stammte aus der Würschnitzer Haasenmühle, die 1628 ein Christoph Ficker, wohl sein Vater, besaß. Der älteste Sohn des Schmiedes, Wolf Christoph Ficker erwarb 1669 die alte Mühle in Rebersreuth, die bis dahin im Besitze der Müllerfamilie Hopf gewesen war, bis sie 1785 Gottfried Geigenmüller von seinem Schwiegervater Joh. Wolf Ficker kaufte.
Der zweite Sohn Adam Ficker (1660 bis 1742), Einwohner und Hufschmiedemeister in Rebersreuth, erbte das väterliche Gut, in dem sich seit dieser Zeit auch die Rebesreuther Dorfschmiede befand, die zu Zeiten, als man noch mit Pferd und Wagen fuhr, ein recht einträgliches Geschäft gewesen sein mag.
Ihm folgt Georg Wolf Ficker (*1701, +1781), Johann Heinrich F. (1734 – 1812), nach dem die Familie noch heute den Spitznamen Heinrich führt, Johann Gottfried F. (1760 – 1828), Joh. Heinr. F. (1793 – 1878). Dieser Johann Heinrich F. war der letzte, der zur Erbhuldigung nach Dresden gereist ist. … Ihm folgte Carl Gottlieb Ficker (+1907), Gustav Albin Ficker (+1911) und der jetzige Besitzer Erich Ficker.
Das andere halbe Kanzleigut blieb durch Einheirat seit 1611 auch im Besitz derselben Sippe! Bis 1632 Philipp Medler, bis 1642 Hans Medler, bis 1696 Adam Medler, bis 1731 Adam Medler, bis 1779 Johann Georg Meinel, getraut mit Anna Magdalena Medler, bis 1814 Johann Georg Meinel, bis 1827 dessen Witwe wieder verheiratete Jahnsmüller, bis 1873 Christiane Friederike Jacob geb. Jahnsmüller, bis 1884 Christian Ferdinand Jacob, bis 1912 Friedrich Eduard Rudert, getraut mit Caroline Ernestine verw. Jacob, seitdem der jetzige Besitzer Albin Edwin Rudert.
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  #46  
Alt 04.01.2012, 21:50
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Standard FN Rospach, Heckel, Schütz, Geigenmüller, Süß, Schilbach, Ploß, Roßbach

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
11. September1937

In einem Artikel von J. Willy Geigenmüller über die Alraunmühle bei Hundsgrün sind umfangreiche genealogische Daten enthalten:


Der erste nachweisbare Müller ist Hans Rospach, der am 2. Mai 1636 Pate steht. Seine Witwe wird am 18. Jan. 1654 beerdigt. Ihm folgt Georg Heckel, der 1648 als Alraunmüller seinen Sohn Johannes, den späteren Besitzer der Mittelmühle in Adorf, taufen läßt. Seine Frau steht am 5. Sept. 1648 Pate bei Maria, der Tochter des Hans Geigenmüller auf der Tanzermühle. Er stirbt am 9. Febr. 1657.
Erhard Schütz erscheint am 22. Sept. 1676 als „Müller uff der Aalraunmühl“, wird aber schon am 26. März 1659 unter den Paten des Christoph, des Sohnes Salomon Geigenmüllers auf der Hundsgrüner Mühle als „Erhart Schütz, ein Mühlknecht uff der Ohlraunmühl“ erwähnt. Erhard Schütz hat die Alraunmühle 1682 aufgegeben, denn von diesem Jahre an tritt er, bis um 1694, als Müller auf der Oberen Mühle in Adorf auf. Ihm folgte Michael Heckel, ein jüngerer Sohn des vorerwähnten Georg Heckel. Bald nach 1683 gab er die Alraunmühle auf und ist 1689 Besitzer der Mittelmühle in Adorf.
1686 ist neuer Müller auf der Alraunmühle Nicol Geigenmüller, der fünfte Sohn des Hundsgrüner Müllers Salomon Geigenmüller und seiner Ehefrau Katharina Süß aus Schöneck. Er wurde am 14. Aug. 1661 in Hundsgrün geboren. …
Nicol Geigenmüller heiratete am 27. Mai 1686 als Müller auf der Ohlraunmühle Susanne, die älteste Tochter des Amtsrichters Nicol Schilbach zu Willitzgrün. Aus dieser Ehe entsprossen von 1687 bis 1699 sechs Kinder.
… Im Jahre 1711 übergab Nicol die Alraunmühle seinem ältesten Sohn Christoph, nachdem er von dem Müller Johann Paul Ploß im gleichen Jahre die Hasenmühle erkauft hatte, die er aber schon 1715 an seinen zweiten Sohn Johann Nicol abtrat und erpachtete die Tuchmacher-Walkmühle in Oelsnitz, wo er am 9. Juli 1720, 59 Jahre alt, starb. Schon vorher am 11. Febr. 1720 war seine Frau Susanna verschieden.
Christoph Geigenmüller, sein Nachfolger, war am 6. April 1687 geboren und heiratete als Alraunmüller am 15. November 1712 Katharina, Tochter des Hans Roßbach des Jüngeren zu Hundsgrün. Diese Ehe war von 1714 bis 1727 mit einem Sohn und vier Töchtern gesegnet. Auf der Alraunmühle ist er noch 1734 nachweisbar, dann kaufte er, wahrscheinlich im gleichen Jahre, von den Erben des Vizebürgermeisters und Stadtvoigts Johann Christoph Geigenmüller die Jahnmühle in Oelsnitz, die bis dahin als Pachtmühle betrieben worden war, und wurde der erste Eigentumsmüller auf dieser Mühle. Er starb als erbgesessener Müller und Zimmermann auf der Jahnmühle am 16.10.1763, 77 Jahre alt, seine Frau am 26.2.1775, 82 Jahre alt.

(wird fortgesetzt)
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  #47  
Alt 05.01.2012, 11:55
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Standard FN Hopf, Hase, Geigenmüller, Gerbet, Neumärker, Pohland, Dölling

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
11. September1937

Fortsetzung des Artikels von J. Willy Geigenmüller über die Alraunmühle bei Hundsgrün:

Auf der Alraunmühle erscheint nun als Pachtmüller Johann Gottlieb Hopf, vermählt mit Anna Maria Hase. Das Ehepaar ließ am 12. Jan. 1749 einen Sohn Johann Gottlob taufen. Als nächster Müller wird 1765 im Kirchenbuche Unterwürschnitz Johann Georg Geigenmüller genannt, der laut Lehnsbrief am 26. Nov. 1785 mit der Alraunmühle belehnt wird. Er war der älteste Sohn des Johann Christoph Geigenmüller auf der Lohmühle in Untereichigt, wo er am 18.12.1734 geboren wurde und heiratete am 31.12.1765 Anna Margaretha Gerbet aus Rebersreuth als Müller und Zimmermann auf Aalraunmühle. Er war anscheinend erst 1765 Pachtmüller und kaufte die Mühle 1785, da er in diesem Jahre mit der Mühle belehnt wurde. Aus seiner Ehe sind drei Söhne und zwei Töchter hervorgegangen. Im Hauptstaatsarchiv Dresden befindet sich eine Urkunde über ihn. (Gerichtsakten Oelsnitz Nr. 692)
Nach dem „Tabellarischen Extract der Marieneyer Rittergutsuntertanen vom 18.10.1800“ zinst Johann Georg Geigenmüller auf der Alraunmühle nur sechs jährliche Weihnachtssemmeln „im Gelde“.
Nach dem Tode seines Vaters am 28. Jan. 1799 folgt ihm sein jüngster Sohn Johann Christoph Geigenmüller, geboren auf der Alraunmühle am 13. Sept. 1782, der am 6. März 1802 mit der Alraunmühle belehnt wurde, deren Besitz er erweiterte, denn laut Kaufvertrag Hauptstaatsarchiv Dresden Nr. 336 kaufte er am 2. Oktober 1817 von Johann Küntzel gegen 400Mfl. Die Mühlwiese, die „als Mundlehn zu Pfarre zu Unterwürschnitz“ ging. …
Johann Christoph heiratete am 4. Nov. 1802 Anna Sophia Geigenmüller, die am 2.10.1780 in Marieney geborene älteste Tochter Johann Georg Geigenmüllers, Müllers und Zimmermanns auf der Hasenmühle, die nach kurzer Ehe am 14.10.1810, nur 30 Jahre alt, unter Hinterlassung zweier kleiner Töchter und eines Söhnchens, das 1812 verschied, starb. Im gleichen Jahr, also 1812, ging Johann Christoph Geigenmüller eine zweite Ehe mit der aus Tirschendorf (geb. 25. Sept. 1790) gebürtigen Anna Maria Neumärker ein, die kinderlos blieb. Noch jung, erst 40 1/3 Jahr alt, starb der rührige und tüchtige Mann. … Nach dem Tode Johann Christoph Geigenmüllers, der die kinderlose Witwe zweiter Ehe und zwei unmündige Töchter hinterließ, wurden die beiden Kinder die Erben der Mühle. Als Vormünder wurden ernannt: für die ältere Christiane Sophie der Besitzer der Dreihöfer Mühle Johann Georg Geigenmüller und für die jüngere Christiane Friederike Johann Georg Pohland von Oberwürschnitz. Im Einverständnis mit diesen bestimmte das Amt Voigtsberg …, daß die Mühle verkauft werden müsse. …
Gekauft wurde die Alraunmühle durch den „begüterten Einwohner zu Hundsgrün“ Johann George Dölling, laut dem auf der Mühle heute noch aufbewahrten Kaufbrief vom 28. Mai 1823 für 4325 Thaler. … Der Käufer der Alraunmühle Johann Georg Dölling saß von 1823 bis ungefähr 1827 auf ihr (+1837).
Ihm folgte sein Sohn Gottfried Dölling von ungefähr 1827 bis 1858. … Ihm folgte wieder sein Sohn Friedr. Dölling von ungefähr 1858 bis 1895. Der jetzige Besitzer Friedrich Max Dölling übernahm die Mühle von seinem Vater im Jahre 1895. Ihm steht tatkräftig sein Sohn Kurt Dölling zur Seite, welcher vor einiger Zeit die Meisterprüfung ablegte.
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  #48  
Alt 06.01.2012, 21:11
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Standard FN Schmutzler, Schedlich, Spitzner, Lenk

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
12. Juni 1937

In einem Beitrag von Paul Apitzsch über die Hahnenhäuser bei Schnarrtanne lesen wir:

Ewald Rannacher berichtet aus dem Taufregister der St. Laurentiuskirch zu Auerbach vom Jahre 1759:
Hahnenhauß, Anne Maria, Tochter der Rosine Schmutzler natus (geboren) am 25. April, baptiratus (getauft) am 26. April 1759. Pathen: Johann Christian Spitzner auf’n Hahnenhauß; Rosina uxor (Gattin) des Christian Schedlich in Schnarrtanne.
Hahnenhauß, Johann Georg, Sohn der Sophie Schmutzler, natus den 28. August, baptiratus den 20. August 1759, Pathen: Georg Christoph Lenk, Handarbeiter aus Schönheyde; Jungfrau Christliebe, Tochter Gottfried Lenks, Inwohners in Schönheude.

Heute wohnen in beiden Hahnenhäusern achtzehn Menschen, und zwar zehn im (Friedrich) Lenk’schen Hause und acht im (Emil) Spitzner’schen Anwesen.
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  #49  
Alt 01.02.2012, 22:17
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Standard FN Dütte, Diete, Sümpfer, Pabst, Schmirler, Ströber, Frey, Swoboda, Moysel, Müller, Fietz

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
10. April 1937

In einem Artikel von Dipl.-Ing. E. Günther aus Adorf im Vogtland über die Papiermühle zu Hohendorf bei Brambach sind die folgenden genealogische Daten enthalten:

"
So erwarb in Brambach 1672 der Papiermacher Elias Dütte (auch Diete) ein Stück herrschaftlichen Grundes zum Bau einer Papiermühle, der kurze Zeit später eine „Obere“ Papiermühle folgte.
Die Trauung dieses Elias D. fand ich zufällig in Landwüst: „1669. Elias Dütte, Peter Düttens, d. Zeit papiermachers zu Graitz Sohn ist am 16. Nov. mit Anna Maria, Christoph Sümpfers zu Watzen Reuth Tochter uff Befehl des Hn. Superint. zu Oelsnitz in Landwüst copuliert worden.“

Währen 1708 noch Papiere aus Grün mit dem Zedtwitzischen Wappen benützt wurden, zeigen die Papiere von 1710 neben dem Wappen der Herren von Reitzenstein auf Schönberg das Zeichen F. P. Dieser erste reitzensteinische Papiermacher war Friedrich Pabst. … Pabst ist später Papiermacher in Siebenbrunn.
Nach Pabst werden als Besitzer genannt: Wolf Adam Schmirler, Papiermacher zu Hohendorf 1728 . 1733, ein Glaserssohn aus Schöneck, später Papiermacher in Schöneck. Nach ihm Johann Christoph Ströber, der 1741 im Alter von 72 Jahren in Schönberg starb.
Am 4.5.1732 wird in Schönberg getraut der Papiermacher Paul Frey. Sein Traueintrag lautet: „Paul Frey, ein Junggesell und Papiermacher von Konischin in Markgrafthumb Mähren bei Trebitzsch, weyl. Nicol Freyens, gewesen Richters das. hinterl. 2. Sohn mit Maria Magdalena, Mstr. Caspar Moysel, itziger Zeit Bestand Müllers allhier auf der Scheubenmühle ältesten ehel. Tochter.“ In Erlbach, wohin er später als Papiermacher zog, findet sich sein Sterbeeintrag: „den 13. März 1758 wurde Paul Swoboda, der sich hiesiger Orten beständig Paul Frey genennet, ein Papiermacher Geselle aus Mähren, mit einer Leichen Predigt beerdiget, aet. 65 J. we. 6 Wo. 1 Tag.“ Seine Nachkommen lebten in Kegel bei Erlbach.
1741-1743 wird genannt der Papiermacher Johann Lorenz Müller.
1743 erwarb die Papiermühle Herr Johann Michael Fietz, kunsterfahrener Papiermacher, Sohn des verstorbenen unteren Papiermachers in Erlbach (vorher in Brambach) Paul Fietz.
Die Familie stammt aus dem Erzgebirge, aus der Gegend um Schneeberg Neustädtel. Wir finden die Fietz nach 1700 auf den Papiermühlen in Brambach, Erlbach, Hohendorf, Neuberg, Adorf und Klingenthal. Während die Hohendorfer Familie verarmte, brachten es die Adorfer, nach denen noch heute die Melthermühle auch Fietzenmühle heißt, zu großem Wohlstand.
Mstr. Johann Michael Fietz starb 1766 erst 51 Jahre alt. Seine Witwe führte den Betrieb bis 1777 weiter."

Wird fortgesetzt.
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  #50  
Alt 01.02.2012, 22:53
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Standard FN Michael, Schmidt, Fietz, Badstübner, Bloß, Fischer

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
10. April 1937

Fortsetzung zum Artikel von Dipl.-Ing. E. Günther aus Adorf im Vogtland über die Papiermühle zu Hohendorf bei Brambach:

"1778 erwarb die Mühle Wilhelm Adam Michael, ein Sohn des Grüner Papiermachers Johann Jobst Michael, geb. 1749 in Grün, er besaß sie wohl bis 1795.
Von 1795-1799 nennt uns das Kirchenbuch von Schönberg Joh. Christoph Friedrich Schmidt, Sohn des unteren Papiermachers in Brambach, Joh. Gottlieb Schmidt. Die Familie, die ursprünglich aus Grünhain stammte, besaß seit 1757 die untere Papiermühle in Brambach.
Der nächste Besitzer war Christian Gotthilf Heinrich, ein Sohn des Papiermachers in Siebenbrunn. Dieser heiratete 1791 die jüngste Tochter des Joh. Michael Fietz, Elisabeth Margaretha (geb. 1764 Hohendorf, +1820 das.). Er besaß die Mühle bis 1831, nach ihm sein Schwiegersohn August Carl Badstübner aus Rodewisch bis 1838.

Am 12. Jan. 1839 erstand die Papiermühle für 460 Thaler der aus der Hohendorfer Mittelmühle stammende Christoph Heinrich Fischer (später auf der Grubermühle in Brambach), der sich sein Erstehungsrecht an einen abzutreten vorbehalten hatte. Am 9. Februar 1839 wurde dieses Joh. Adam Michael Bloß aus Karlsgasse bei Adorf übertragen. Seine Nachkommen sind heute noch im Besitz der alten Papiermühle, die wohl damals schon in eine Mahlmühle umgebaut wurde.

Ueber das Schicksal der beiden anderen Mühlen in Hohendorf kann nur kurz berichtet werden. Die älteste ist die jetzige Mittelmühle, die seit 1681 bis heute sich vom Vater auf den Sohn vererbt hat. Sie wird heute von Gustav Fischer und seinem Sohn Erwin bewirtschaftet. Den ältesten Fischer finden wir schon 1668 auf der Großen Teich-Mühle in Schönberg, die auch noch im Besitz der Sippe ist. Christoph Fischer (1648-1728) besitzt beide Mühlen, die Schönberger und die Hohendorfer. Er hatte 3 Söhne, dem jüngsten baute er laut Gerichtsprotokoll 1709 die kleine obere Mühle in Hohendorf."
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