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  #1  
Alt 31.10.2018, 15:56
Victoria Victoria ist offline weiblich
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Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum:
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung:
Konfession der gesuchten Person(en):
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):



Hallo zusammen,


ich hänge seit Ewigkeiten an einem Punkt fest. Ich suche Unterlagen zu einer Heirat vor 1814, wahrscheinlich evangelisch und in Woislawitz stattgefunden habend und auch Sterbeeinträge vor 1800.


Laut Christoph sollen Unterlagen dazu:



Evg. KB.: Heiraten 1766-1920 noch (2000) in der evg. Pfarrei Sankt Salvador in Kreuzburg


vorhanden sein.
Leider antwortet dort niemand auf schriftliche Anfragen. Daher meine Frage, macht es Sinn persönlich hinzufahren? War schon mal jemand da und durfte in Kirchenbücher sehen?
Danke für Eure Erfahrungsberichte.


LG
Victoria
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  #2  
Alt 03.11.2018, 13:10
henry henry ist offline männlich
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Hallo,

Hinweis

http://www.heimatkreisverband-kreuzb...mtsunterlagen/
__________________




Gruss henry
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  #3  
Alt 03.11.2018, 17:46
goli goli ist offline
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Ich wollte mal durch einen Forscher in Polen Einblick in gewissen KB in besagter Kirche erhalten und kann dir mitteilen, das man dir dort wohl nicht weiterhelfen wird.

Gruß Marcus
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  #4  
Alt 04.11.2018, 11:49
Victoria Victoria ist offline weiblich
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Hallo Henry,


danke, den Heimatkreisverein kenne ich auch schon, aber die können auch nicht weiter helfen.
Leider.


Hallo Goli,


das habe ich befürchtet, da man auf vielfache Anfragen dort auch nicht reagiert.
Verstehen kann ich das irgendwie nicht, da ich ansonsten in Polen immer gute Erfahrungen gemacht habe.


Danke Euch.


LG
Victoria
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  #5  
Alt 08.11.2018, 10:39
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat:
Zitat von Victoria Beitrag anzeigen
Verstehen kann ich das irgendwie nicht, da ich ansonsten in Polen immer gute Erfahrungen gemacht habe.
Vielleicht sollte man hier ein wenig weiter ausholen.
Als 1945 die Polen in Schlesien einmarschierten, waren nur ganz wenige von ihnen evangelisch. Der gesamte Besitz der dt.-ev. u. dt.-kath. Kirche 'fiel' zunächst an den poln. Staat. Die poln.-ev. Kirche war also keineswegs der Rechtsnachfolge der dt.-ev. Kirche (wurde 1948 nochmals vom höchsten poln. Gerichtshof bestätigt). Diese kleinen poln.-ev. Gemeinden wurden von der Regierung/Partei in Warschau auf Schlesien verteilt. Oftmals kam es dabei zum handfesten Streit mit der allmächtigen poln.-kath. Kirche - so auch im Krs. Kreuzburg, wo bspw. der poln.-kath. Pfarrer Folt die ev. Polen u. vielleicht noch ein paar Deutsche aus der eigentlich ev. Kirche in Konstadt 'warf'. Die poln.-ev. Kirche hatte u. hat es vermutlich nicht leicht in Schlesien/Polen. Anders sieht dies mit der kath. Kirche aus. Dort ist nun mal Rom der Mittelpunkt der Welt. Ob ein Pfarrer in Breslau deutsch oder polnisch predigt, vor ihm Schlesier oder Polen sitzen, ist gleichgültig. Der poln. Pfarrer hat eben nur seinen deutschen Kollegen abgelöst. Der Bischof sitzt weiterhin in Breslau und der Papst in Rom - fertig. Bei den poln.-ev. Pfarrern ist es aber anders. Da gibt es keine wirkliche Verbindung zu den früheren dt.-ev. Pfarren, Pfarrarchiven, Gemeinden - und damit auch den KB.

Ich kenne eigentlich nur zwei poln.-ev. Pfarrer, die sich um die dt. KB tatsächlich bemüht haben. Pf. Szczugieł aus Waldenburg u. Pf. Schröder in Kreuzburg. Szczugieł ist noch in Waldenburg, und das dortige KB-Archiv wird bspw. von Andreas Richter auch genutzt. Anders sieht es mit Kreuzburg aus, wo Pf. Schröder längst in Ruhestand ist und seine zwei Nachfolger sind eben wenig oder überhaupt nicht an den dt. KB interessiert.

Was ich noch nicht verstanden habe: Von der Tochterkirche in Woislawitz blieben doch Tr nur 1766-1857 im Kreuzburger Archiv erhalten. Also keine Bg vor 1800. Dafür befinden sich im SA Oppeln Tr 1800-1841. Wenn man also Tr vor 1814 sucht, könnte sich doch eine Überprüfung des Oppelner Bestandes lohnen.

Geändert von Kleinschmid (08.11.2018 um 17:50 Uhr)
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  #6  
Alt 12.11.2018, 07:21
Victoria Victoria ist offline weiblich
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Hallo Kleinschmid,


danke für die Ausführungen, wußte ich noch nicht. Habe mich bislang gerade in Archiven gute Erfahrungen gemacht.
Du hast recht mit den Beerdigungen, diese habe ich in Oppeln bereits eingesehen. Waren recht aufschlußreich, wenn auch in keinem guten vollständigem Zustand. Leider.
Hatte auf die Trauungen 1766-1857 im Kreuzburger Archivgestzt, um vielleicht Hinweise auf die Herkunft es Mannes zu bekommen, aber das wird mir wohl verwehrt bleiben. So oder so. Entweder ist kein Heiratseintrag vorhanden oder man gibt keine Informationen heraus. Also weiterhin ein Toter Punkt in meiner Forschung.


Bei dem gesuchten Heiratseintrag gibt es auch noch die Besonderheit, daß der Mann kath. war und die Frau ev..
Im Nachgang waren die Jungs kath. getauft und die Mädchen ev.
Aber leider gibt es auch keine weiteren Unterlagen von der kath. Kirche.


Danke



LG Victoria
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  #7  
Alt 13.11.2018, 08:06
Victoria Victoria ist offline weiblich
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Hallo Kleinschmid,


ich suche seit vielen Jahren diesen Heiratseintrag von Barbara Mysliwiec und Anton Bella.
Beide lebten in Uschütz und hatten 9 Kinder.

Die ev. Taufen der Mädchen fanden alle in Woislawitz statt, die Jungs wurden kath. in Uschütz getauft.


Die Heirat der beiden muß ca. 1812 (?) stattgefunden haben. Ich bin davon ausgegangen, daß diese ggf. in Woislawitz stattfand, da in Uschütz bzw. in Seichwitz in in den Kirchenbüchern nichts zu finden ist.

Pitschen fällt ebenfalls aus.


Bin auch eher davon ausgegangen, daß die Trauung ev. war und bei der Braut stattfand. Da ich aber nicht genau weiß, woher Barbara kam, ist das schwierig.
Ich vermute, es könnte Neudorf sein, da einige Mysliwiecs aus einem Neudorf kamen, laut KB von Woislawitz. In welchem Zusammenhang sie mit meiner Barbara standen, weiß ich nicht.
In ihrem Sterbeeintrag im KB von Woislawitz stand auch nichts weiter, als daß sie 82 Jahre alt war und demnach um 1777 geboren sein müßte (obwohl das meines Erachtens nicht stimmen kann, sie wäre sonst beim letzten Kind 53 Jahre gewesen-unwahrscheinlich).
Auch Antons Sterbeeintrag in Uschütz ist mehr als knapp.
Nichts, woraus man irgendeine Info ziehen könnte.


Ich hänge hier, wie gesagt schon ewig und greife jeden Strohhalm.


LG
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  #8  
Alt 13.11.2018, 09:06
DeniSee DeniSee ist offline weiblich
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@ Kleinschmid:
Gilt das nicht nur für Trauungen, wo beide derselben Religion angehören aber aus verschiedenen Orten kamen?

Bei diesen Mischehen, zu dieser Zeit, allerdings in anderen Gebieten kenne ich es nur so:
Es wird katholisch geheiratet mit Dispens, ansonsten wird exkommuniziert.
Bei der Eheschließung wird festgelegt, dass
a) alle Kinder
b) alle Kinder eines Geschlechts (m/w)
Katholisch getauft werden müssen.



Dispens: würde ich im Archiv der Diazöse/Bistum suchen.

Geändert von DeniSee (13.11.2018 um 09:07 Uhr)
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  #9  
Alt 13.11.2018, 14:03
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat:
Zitat von Victoria Beitrag anzeigen
Beide lebten in Uschütz und hatten 9 Kinder.
Recht schönen Dank für die Erläuterung - also dreht es sich hier um Uschütz. Ja, dann lag ich mit meinem Pitschen falsch.

Demnach starb die ev. Barbara 1859 mit angebl. 82 J. u. wäre 1812 bereits 35 J. alt gewesen. Ihre Töchter wurden in Woislawitz getauft, weil dies eben die ev. Pf. für Uschütz war. Das heißt aber nicht, daß Barbara auch aus Woislawitz stammte. Doch eher nicht, weil die Tr von Woislawitz im SA Oppeln bis 1800 vorliegen und darin fehlt sie ja. Also gilt es, das Mysliwiec-Vorkommen zu Ende des 18. Jh. im Krs. Kreuzburg festzustellen, weil sie als Evangelische wahrscheinlich von dort herstammte.
Undankbare Aufgabe ... Was sagt denn Hans Fuhrich dazu? Der bearbeitet die Ecke doch schon recht lange u. hat meines Wissens eine recht große Personen-Datenbank vorliegen. Allerdings weiß ich nicht, inwieweit er bisher ev. Familien rund um Roschkowitz usw. erfassen konnte.
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  #10  
Alt 13.11.2018, 14:40
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat:
Zitat von DeniSee Beitrag anzeigen
Gilt das nicht nur für Trauungen, wo beide derselben Religion angehören aber aus verschiedenen Orten kamen?
Nein, es dreht sich hier um das preußische Landrecht von 1794, hier 2. Teil, 11. Titel, § 435: Die Trauung gebührt der Regel nach dem Pfarrer der Braut.

Siehe auch zur Taufe/Erziehung deren Kinder:
https://forum.ahnenforschung.net/sho...19&postcount=9

Noch zum Dispens:
§ 11 Ob kath. Glaubengenossen bei ihren geistl. Oberen nach Dispensation nachsuchen oder nicht, bliebt ihrem Gewissen überlassen.
§ 12 Wurde die Dispensation nicht nachgesucht oder aber versagt, verliert die Ehe aber nichts von ihrer bürgerlichen Gültigkeit.
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