Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Erfahrungsaustausch - Plauderecke
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #1  
Alt 15.01.2014, 13:45
Henry Jones Henry Jones ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 31.12.2008
Ort: Krs. Göppingen / Ba-Wü
Beiträge: 899
Standard Erfassung und Ablage der Transkriptionen/Übersetzungen

Hallo Leute,

ein "Problem" dass mich immer mal wieder beschäftigt ist die Erfassung bzw. die Ablage der Übersetzungen bzw. Reinschriften meiner Urkunden und Kirchenbucheinträge. Habe bisher keine Lösung gefunden die mich vollkommen überzeugt. Derzeit erfasse ich den Text in Word und setze einen Scan/Bild des jeweiligen Eintrags darüber, damit ich eine Zuordnung bekommen. Darüber idR noch die Personendaten der Person mit Kekule-Nummer. Das Ganze dann mit samt der "Original"kopie in eine dokumentenechte Hülle mit der Reinschrift auf der Rückseite.

Bei Kirchenbucheinträgen ohne vorgeschriebene Kopfzeile funktioniert die Variante eigentlich recht gut. Bei Einträgen auf verschiedene Spalten aufgeteilt bzw. bei standesamtlichen Vordrucken (hier lass ich den Scan weg) sieht dass aber irgendwie nicht sehr schön aus.

Entsprechend wollte ich fragen, wie ihr dass mit den Reinschriften gelöst habt. Vielleicht hat ja jemand eine gute Idee wie man es verbessern kann.

Gruß Alex
__________________
Mitglied im Verein zur Klärung von Schicksalen Vermisster & Gefallener (VKSVG e.V.)
www.vermisst-gefallen.net (Homepage)
www.vksvg.de (Forum)
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 15.01.2014, 14:56
Carmen1452 Carmen1452 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.07.2012
Ort: Tübingen
Beiträge: 1.684
Standard

Hi,

also ich erstelle meine Reinschriften oder Übersetzungen immer in Excel und zwar fertige ich eine Tabelle an wo dem Kirchenbuch entspricht. Also mit allen Spalten und Zeilen wo auch das Buch hat. Somit sieht meine Übersetzung genauso aus wie das original. Und dann kommt das am PC in den Ordner der für die Person angelegt wurde. Die Personen habe ich dann nach Kekule-Nummer sortiert.
__________________
Mfg Carmen

suche zur Zeit hauptsächlich im Viertel unter dem Wienerwald Niederösterreich
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 15.01.2014, 15:29
Alter Mansfelder Alter Mansfelder ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.12.2013
Beiträge: 2.258
Standard

Hallo Carmen und Alex,

großen Respekt vor dem von euch betriebenen Verwaltungsaufwand. Bei mir gibt es keine Reinschriften oder Übersetzungen, sondern nur Kopien oder Dateien (jpg) vom Original, die nach Ort/Archiv und (soweit vorhanden) Signatur abgelegt werden, auffindbar durch entsprechenden Quellenverweis bei der jeweiligen Einzelperson in der Ahnenliste.

Es grüßt der Alte Mansfelder
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 15.01.2014, 16:19
gki gki ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.01.2012
Beiträge: 3.483
Standard

Hallo Alex!

Zitat:
Zitat von Henry Jones Beitrag anzeigen
ein "Problem" dass mich immer mal wieder beschäftigt ist die Erfassung bzw. die Ablage der Übersetzungen bzw. Reinschriften meiner Urkunden und Kirchenbucheinträge. Habe bisher keine Lösung gefunden die mich vollkommen überzeugt. Derzeit erfasse ich den Text in Word und setze einen Scan/Bild des jeweiligen Eintrags darüber, damit ich eine Zuordnung bekommen. Darüber idR noch die Personendaten der Person mit Kekule-Nummer. Das Ganze dann mit samt der "Original"kopie in eine dokumentenechte Hülle mit der Reinschrift auf der Rückseite.
Da kommt mir das kalte Grausen.

Da ja jede Urkunde zu einem Ereignis gehört, binde ich eventuell erstellte Transskriptionen als "Ereignis-Notiz" in Gramps ein oder füge sie als Notiz zur Fundstelle bei.

Zitat:
Bei Kirchenbucheinträgen ohne vorgeschriebene Kopfzeile funktioniert die Variante eigentlich recht gut. Bei Einträgen auf verschiedene Spalten aufgeteilt bzw. bei standesamtlichen Vordrucken (hier lass ich den Scan weg) sieht dass aber irgendwie nicht sehr schön aus.
Das Problem hätte ich dort allerdings auch.

Prinzipiell könnte man mit Word eine Vorlage erstellen und das ausgefüllte Dokument dann in Gramps in der Ereignis-Galerie neben dem Screenshot des Originals ablegen. Oder bei der Fundstelle/Quelle hochladen.

Generell fertige ich allerdings eher Regesten als Transskriptionen an.
__________________
Gruß
gki
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 16.01.2014, 12:08
Henry Jones Henry Jones ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 31.12.2008
Ort: Krs. Göppingen / Ba-Wü
Beiträge: 899
Standard

Hallo Zusammen,

herzlichen Dank für eure Rückmeldungen zu diesem Thema, wo es wohl auch wie bei anderen Dingen in der Ahnenforschung keine Non-Plus-Ultra Lösung gibt.

@Carmen
So habe ich es auch gemacht, kostet halt sehr viel Zeit wenn es sich um verschiedene Kirchenbücher handelt wo die Einträge zum Teil stark variieren.

@Alter Mansfelder
Würde es dir denn nicht einfacher gehen, wenn du genau weißt, was in dem Eintrag steht? Also ich bin froh, wenn ich die "Reinschrift" lesen kann, bevor ich mich jedes mal wieder mühsam mit dem Text auseinander setzen muss. Hilft doch auch den nachkommenden Forschern in der Familie.


Zitat:
Zitat von gki Beitrag anzeigen
Hallo Alex!

Da kommt mir das kalte Grausen.
@gki

Bei was kommt dir das kalte Grausen? Beim verwaltungstechnischen Aufwand des Ganzen? Nun ich bin halt der Typ, der alles gerne ordentlich und strukturiert beisammen hat und auch die entsprechende Quelle + "Übersetzung" griff bereit hat. Denn ohne ordentliche Quellenverzeichnung ist man mM nach auch in der Ahnenforschung verloren. Und da ich auch etwas mit Archivarbeit zutun habe, war es naheliegend entsprechende Abschriften ähnlich wie bei archivischen Urkundentranskriptionen zu fertigen.

Die digitale Ablage ist da weniger das Problem. Da funktioniert es mit dem "The Next Generation Sitebuilding" (TNG) ganz gut, auch was die Quellenverwaltung anbelangt, was mM nach aber bei vielen Forschungsprogrammen noch problematisch ist.

Zitat:
Generell fertige ich allerdings eher Regesten als Transskriptionen an.
Was ist damit gemeint bzw. wie sieht soetwas aus? Eine Art Zusammenfassung. Kann mir dass nicht so richtig vorstellen. Hast du dazu evtl. ein Beispiel?

Gruß Alex
__________________
Mitglied im Verein zur Klärung von Schicksalen Vermisster & Gefallener (VKSVG e.V.)
www.vermisst-gefallen.net (Homepage)
www.vksvg.de (Forum)
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 16.01.2014, 13:12
Alter Mansfelder Alter Mansfelder ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.12.2013
Beiträge: 2.258
Standard

Hallo Alex,

Zitat:
Zitat von Henry Jones Beitrag anzeigen
@Alter Mansfelder
Würde es dir denn nicht einfacher gehen, wenn du genau weißt, was in dem Eintrag steht? Also ich bin froh, wenn ich die "Reinschrift" lesen kann, bevor ich mich jedes mal wieder mühsam mit dem Text auseinander setzen muss. Hilft doch auch den nachkommenden Forschern in der Familie.
vielleicht habe ich zu der ganzen Angelegenheit eine etwas "krasse" oder (sagen wir mal: ) pessimistische Einstellung:

Ich selbst habe im Regelfall (ohne jetzt irgendwie angeben zu wollen) kaum Leseschwierigkeiten. Für mich wäre die Anfertigung von Reinschriften deshalb keine Erleichterung, sondern ein überflüssiger Zusatzaufwand. Was die Ablage nach Personen betrifft, ist hinzuzufügen, dass ich in manchen Orten so viele Vorfahren habe, dass mitunter mehrere Ahnen auf einer Kirchenbuchseite stehen und das seitenweise (ohne Übertreibung). Für mich bietet es sich deshalb an, nicht nach Personen sondern nach benutzten Primärquellen zu ordnen.

Bei der Ordnung meiner "Ahnensachen" orientiere ich mich nicht daran, es den "Forschern nach mir" möglichst leicht zu machen. Ich gehe vielmehr von dem Schlimmstfall aus, dass sich später gegebenenfalls niemand dafür interessiert und die "Nebenunterlagen" weggeworfen werden. Nach Wahrscheinlichkeitsgrundsätzen ist dies (leider) das häufigste Schicksal jeder privat noch vorhandenen Überlieferung. Deshalb lege ich wert auf eine ordentliche, übersichtliche, verständlich durch ausführliches Vorwort eingeleitete und (für Quellen außerhalb der Kirchenbücher) mit Einzelfiliationsbelegen versehene Ahnenliste, die beim Durchblättern als Buch interessant ist. Sie hat die beste Chance, über lange Zeiten später im heimischen Buchregal zu verbleiben. Und dafür, dass auch andere später davon einen Nutzen haben, soll die AL auch irgendwann (online?) publiziert, mindestens jedoch in der Deutschen Zentralstelle für Genealogie und der Nationalbibliothek als Exemplar vorhanden sein.

Es grüßt der Alte Mansfelder
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 16.01.2014, 13:18
gki gki ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.01.2012
Beiträge: 3.483
Standard

Hallo Alex!

Zitat:
Zitat von Henry Jones Beitrag anzeigen
@gki

Bei was kommt dir das kalte Grausen? Beim verwaltungstechnischen Aufwand des Ganzen? Nun ich bin halt der Typ, der alles gerne ordentlich und strukturiert beisammen hat und auch die entsprechende Quelle + "Übersetzung" griff bereit hat. Denn ohne ordentliche Quellenverzeichnung ist man mM nach auch in der Ahnenforschung verloren. Und da ich auch etwas mit Archivarbeit zutun habe, war es naheliegend entsprechende Abschriften ähnlich wie bei archivischen Urkundentranskriptionen zu fertigen.
Das Grausen kommt mir eher beim Gedanken, das alles auf Papier zu machen.

Zitat:
Die digitale Ablage ist da weniger das Problem. Da funktioniert es mit dem "The Next Generation Sitebuilding" (TNG) ganz gut, auch was die Quellenverwaltung anbelangt, was mM nach aber bei vielen Forschungsprogrammen noch problematisch ist.
Gramps soll da recht gut sein.

Zitat:
Was ist damit gemeint bzw. wie sieht soetwas aus? Eine Art Zusammenfassung. Kann mir dass nicht so richtig vorstellen. Hast du dazu evtl. ein Beispiel?
Ein Regest ist in der Tat eine kurze Inhaltsangabe.

http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/D...l/3968/charter

Ein Regest könnte lauten:

"Bernhard Ponigl aus Hehenfelden, Pfleggericht Griesbach, bekommt den Wedl-Hof in Niederschärding und dessen Zehnt vom Domkapitel Passau als Leibgeding verliehen. Zeugen: Urban Högn im Simbach, Blasius Hausner, Grundprobst des Domkapitels, Aussteller: Jacob Christoph Kempf von Angret, Domprobst, Johann Hector Schad, Freiherr von Mittelbibrach, Domdechant, Johann Georg Graf von Heberstein, Kapitelältester, Datum: 28.11.1650"


(Mit den Ausstellern halte ich mich gewöhnlich nicht auf...)

Der Rest der Urkunde ist eigenlich nur austauschbarer Formalkram.
__________________
Gruß
gki
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 16.01.2014, 14:48
Alter Mansfelder Alter Mansfelder ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.12.2013
Beiträge: 2.258
Standard

Hallo gki,

für Quellen außerhalb der Kirchenbücher fasse ich die Angaben ebenso wie Du in der Ahnenliste in Regestenform zusammen. Filiationsbelege übernehme ich dabei in Anführungszeichen im Vollwortlaut.

Zitat:
Zitat von gki Beitrag anzeigen
... (Mit den Ausstellern halte ich mich gewöhnlich nicht auf...) ...


Die Aussteller lasse ich wiederum nicht weg. Denn nach Ausstellern/ Behörden ordnet häufig das Archiv und da will ein Dritter die Quelle gegebenenfalls wiederfinden. Ein aus der AL herauskopiertes Regest wäre etwa:

Mi. n. St. Jörgentag 1437: vor Rudolf Schultheiß unter dem Schopf, Schultheiß der Stadt Zürich, wird folgendes Kaufgeschäft getätigt: „Der from bescheiden Peter Rordorff burger Zürich“ verkauft Herrn Johannes Schwarb, Komtur des Klosters im Gfenn, St. Lazarus Ordens, als Vertreter der beiden Klosterfrauen und Geschwister Margaretha und Regula Menendorff um 106 fl rh. sein Gut zu Dübendorf, es wird „Rordorffs güt“ genannt und zur Zeit durch Jacob Libenstal bebaut, es ist pfandweise vom Zürcher Bürger Lüppolt Artzat sel. an „sinen vatter Hartman Rordorff seligen“ gelangt, und zwar um 16 March Silber Zürcher Brand laut einem Pfandbrief gegenüber den Grafen zu Habsburg, die beiden Schwestern sollen das Gut leibdingweise nutzen, nach ihrem Tod fällt es dem Kloster anheim, der Schultheiß siegelt (Staatsarchiv Zürich, C II 19, Spannweid, Nr. 76 = URZH 6, Nr. 8092, Siegel fehlt; MR S. 29)

Es grüßt der Alte Mansfelder
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 16.01.2014, 15:00
gki gki ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.01.2012
Beiträge: 3.483
Standard

Hallo Alter Mansfelder!

Zitat:
Zitat von Alter Mansfelder Beitrag anzeigen

für Quellen außerhalb der Kirchenbücher fasse ich die Angaben ebenso wie Du in der Ahnenliste in Regestenform zusammen. Filiationsbelege übernehme ich dabei in Anführungszeichen im Vollwortlaut.
Das ist eine gute Idee, das werde ich ab jetzt auch so machen.

Zitat:
Die Aussteller lasse ich wiederum nicht weg. Denn nach Ausstellern/ Behörden ordnet häufig das Archiv und da will ein Dritter die Quelle gegebenenfalls wiederfinden.
Mit "Aussteller" meine ich in meinem Beispiel die Namen der Herren von und zu vom Domkapitel. "Aussteller: Domkapitel Passau" würde mir gewöhnlich reichen.
__________________
Gruß
gki
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 16.01.2014, 19:56
Jojo Jojo ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.05.2013
Ort: Hamburg
Beiträge: 261
Standard

Hallo allerseits,
ich zeichne mir die Struktur der Einträge auf Papier, um dann die Reischrift per Hand sauber einzutragen, was eine ganzschöne Arbeit ist(und der Teil, der mir am wenigsten Spaß macht!).
__________________
LG jojo

Suche alles zu den Familien Schmolke, Menke (Schlesien)
und Fackiner, Hartung, Simon (Thüringen/Hessen)
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 03:08 Uhr.