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  #1  
Alt 29.01.2020, 11:18
Benutzerbild von Bienenkönigin
Bienenkönigin Bienenkönigin ist offline weiblich
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Standard Datierung Amulett-Foto - wer war der Verehrer?

Hallo liebe Mitforscher,

erst vor einigen Wochen haben meine Kinder beim Kruschteln ein Amulett in den Sachen meiner Großtante gefunden.
Sie war zeitlebens unverheiratet und die Archivarin aller Familienerbstücke auf dieser Seite, Geburtsjahr 1908.

In ihren Sachen waren auch Dinge ihrer Mutter Else Elch (geb. 1878) und noch älterer Vorfahren.
Deshalb frage ich mich, wem ich das Amulett zuordnen könnte. Ich denke nicht, dass es von meiner Großtante war, denn ihre Verehrer waren fesche junge Männer, in denen sie in den 1930er Jahren Skifahren war, nicht so ein gesetzter Herr.
Die Machart ist relativ billig, kein Glasdeckel. Nur das ausgeschnittene Foto und hinten eine dünne dunkelblonde Locke.

Die dunklen Augen lassen auf jeden Fall auf die Elch-Linie schließen. Ich kenne nur einen Vorfahren, der auch so wenige Haare hat, das war der Vater von Else, nämlich August Elch (geb. 1843-1913).
Was meint Ihr, könnte das ihr Vater sein? Ein Vergleichsfoto hänge ich an. Auf diesem und allen anderen Fotos, die ich von ihm habe, hat er nie so einen Nietzsche-Schnauzer wie auf dem Amulett-Foto gehabt. Edit: Noch ein zweites Vergleichsfoto, auf dem er etwas jünger war. Ohren könnten hinkommen, Augen irritieren mich aber.
War es üblich, von Verwandten ein Amulett zu haben?

Geheiratet hat Else 1903, ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein früherer Verehrer war.
Von wem könnte man sonst ein Amulett aufbewahren?

Die zeitliche Einordnung fällt mir auch schwer. Die Krawatte irritiert mich etwas, aber die Art der Fotografie und der Bart weisen für mich auf evtl. vor 1900 hin. Kann das sein?

Vielen Dank für Eure Gedanken dazu!
Viele Grüße,
Bienenkönigin
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg amulett_elch_lehnert.jpg (82,2 KB, 121x aufgerufen)
Dateityp: jpg August_Elch.jpg (242,4 KB, 105x aufgerufen)
Dateityp: jpg August_Elch2.jpg (248,4 KB, 92x aufgerufen)
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Penkert, Wawrosch (Sudetenland, Böhmen,)
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Geändert von Bienenkönigin (29.01.2020 um 11:25 Uhr)
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  #2  
Alt 29.01.2020, 11:28
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Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Guten Tag,

aufgrund des dritten Bildes scheidet eine Identität von 1 mit 2 aus, da 1 und 3 um 1875 aufgenommen sind.
__________________
Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend.

Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.

Geändert von Horst von Linie 1 (29.01.2020 um 11:34 Uhr)
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  #3  
Alt 29.01.2020, 11:55
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Bienenkönigin Bienenkönigin ist offline weiblich
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Danke, das dachte ich mir schon fast. Meine Pappenheimer erkenne ich inzwischen meist auf Photographien. Einen männlichen Cousin aus der Linie gab es auch nicht.
Mysteriös...
Zitat:
Zitat von Horst von Linie 1 Beitrag anzeigen
aufgrund des dritten Bildes scheidet eine Identität von 1 mit 2 aus, da 1 und 3 um 1875 aufgenommen sind.
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  #4  
Alt 29.01.2020, 12:14
Benutzerbild von Horst von Linie 1
Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Guten Tag,
allerdings ist die Kopfform bei 1 und 2 ähnlich ( 3 weicht eher ab) und aufgrund der Ohren könnte man meinen, alle drei Personen wären ein und dieselbe.
__________________
Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend.

Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.
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  #5  
Alt 29.01.2020, 12:35
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo,
das Amulett-Foto von 1875? Das glaube ich nicht. Bin gespannt, was Antje sagt.
Die Locke, wär die nicht was für einen DNA-Test?
Viele Grüße
Xylander
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  #6  
Alt 29.01.2020, 13:03
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Bienenkönigin Bienenkönigin ist offline weiblich
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Ja, warten wir mal, ob es eine genauere Datierung gibt.
An DNA-Test hatte ich auch schon gedacht. Aber ich kenn keinen in der Verwandtschaft, der schon sowas gemacht hätte oder demnächst vor hat ...
Zitat:
Zitat von Xylander Beitrag anzeigen
das Amulett-Foto von 1875? Das glaube ich nicht. Bin gespannt, was Antje sagt.
Die Locke, wär die nicht was für einen DNA-Test?
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  #7  
Alt 29.01.2020, 18:14
Verano Verano ist offline
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Hallo,

die Revers, Hemdkragen, Krawatte und Fliege habe ich auf meinen Fotos von 1895 – 1905.
Dies ist nur ein Hinweis, nicht die Datierung.
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #8  
Alt 29.01.2020, 18:56
Mismid Mismid ist offline
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Warum jemand ein Amulett besitzt und vom wem es stammt, kann niemand sagen. Daraus läßt sich rein gar nichts schließen. Manche haben solchen Schmucke andere solchen, je nach Geschmack. Auch die Verwandtschaft läßt sich rein aus Fotos kaum ableiten. Das ist reinste Spekulation. Wenn die Verwandten kein Interesse an einem Gentest haben, scheint auch niemand ernsthaft Interesse an einer Zuordnung der genannten Person zu haben.
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  #9  
Alt 29.01.2020, 21:08
Benutzerbild von AKocur
AKocur AKocur ist offline weiblich
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Hallo,

Zitat:
Zitat von Bienenkönigin Beitrag anzeigen
Die Machart ist relativ billig, kein Glasdeckel. Nur das ausgeschnittene Foto und hinten eine dünne dunkelblonde Locke.
[...]
War es üblich, von Verwandten ein Amulett zu haben?
Andenken- bzw. Totenschmuck war völlig üblich im 19. Jh. Teilweise wurde solcher Schmuck sogar bei Beerdigungen an die Anwesenden ausgegeben. Man konnte auch durchaus auch von Freunden, mit denen man nicht verwandt war, ein solches Andenken besitzen.
Ich kann leider nicht genau sagen, wann diese Sitte ausgestorben ist, gehe aber davon aus, dass auch noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. solche Broschen gefertigt wurden. Solche Bräuche verschwinden ja nie von jetzt auf morgen.
Was die Machart angeht, sicherlich einfach, allerdings würde ich vermuten, dass da mal Glas drüber war, was im Laufe der Zeit verloren ging. Interessant wäre, was das für ein Material ist (versilbert? Eisen?) und ob ein fachkundiger Mensch aus der Machart des Stücks etwas zur Datierung mitteilen könnte.

Zitat:
Zitat von Bienenkönigin Beitrag anzeigen
Die zeitliche Einordnung fällt mir auch schwer. Die Krawatte irritiert mich etwas, aber die Art der Fotografie und der Bart weisen für mich auf evtl. vor 1900 hin. Kann das sein?
Die Krawatte irritiert mich auch. Ich kenne keinen Knoten, der so lang ist und aus dem die Krawatte dann so gerade raushängt. (@alle Männer: gibt's hier Krawattenknotenexperten?) Mein Tipp wäre hier dass es sich um eine fertig gebundene handelt.
Der Hemdkragen sieht weich aus, nicht gestärkt. Das kam erst nach dem 1.WK auf. Die breite Öffnung beim Kragen finde ich als neuen Stil 1912 und dann immer wieder bis in die 20er Jahre.

Ein Bart taugt zur Datierung meist nicht besonders, wir wissen ja nicht, ob er zu einer modischen Bartfrisur neigte oder jahrzehntelang ein Modell getragen hat

Ich würde das Amulettfoto vorsichtig in die 1910er-1920er datieren, nachdem ich mir jetzt eine ganze Menge an Vergleichsbildern angeschaut habe (Ich muss mir da mal ein Archiv für Herrenmode und Normale-Leute-Mode anlegen).

LG,
Antje

@Verano: Wärest du bereit, mir die mal zu zeigen? Um 1900 wäre mir ein solche Kombination von Revers, Hemdkragen und Krawatte neu
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  #10  
Alt 29.01.2020, 21:40
Benutzerbild von Bienenkönigin
Bienenkönigin Bienenkönigin ist offline weiblich
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Hallo Anke und alle, die ihre Gedanken beigetragen haben:

Danke für Eure Meinungen. Das Amulett ist meines Erachtens aus Eisen. Ob da Platz für ein Glas drüber war, müsste ich mal morgen schauen.

Dann sind meine Hypothesen:
* Erinnerung an einen Freund der Familie, evtl. auch Klavierlehrer oder was auch immer. Die Locke ist allerdings seltsam, kann mir nicht vorstellen, dass bei einer Beerdigung jeder der Gäste auch gleich eine Locke mitbekommt.
* Falls Verwandtschaft, dann ziemlich weit entfernt (ich schau mal bei den Schwerdtfeger-Cousins 2. oder 3. Grades, ob ich da Fotos zuordnen kann).
* Zeitlich vermutlich schon 20. Jahrhundert.
* Von meiner Großtante habe ich die Geschichte, dass ein junger Mann aus der Verwandtschaft in Südamerika im Dschungel verschollen ist, als er dort als Forscher unterwegs war. Aber "jung und gutaussehend"? Ist wohl Interpretationssache...

Danke, also leider keine einfache Lösung.
Liebe Grüße,
Bienenkönigin
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