#21  
Alt 03.07.2020, 10:36
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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Jetzt lässt sich ja noch darüber spekulieren, woher der Name Thalbach stammt. Neben dem bayerischen Weiler gab es ja auch noch ein Dorf im Kreis Braunsberg.


Thomas
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FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Uelzen)
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  #22  
Alt 03.07.2020, 11:12
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Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Guten Tag,
vielleicht gab es in den Familien Joachim oder Mendl einen Bezug zu dem Ortsnamen (Herkunftsort)?

Bei Mendl eher nicht:
http://dfg-viewer.de/show/cache.off?...f%5Bpage%5D=69
Bei ihm müsste man mal die erste Ehe suchen.
__________________
Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.

Geändert von Horst von Linie 1 (03.07.2020 um 11:29 Uhr)
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  #23  
Alt 03.07.2020, 12:02
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Es geht noch interessant weiter nach hinten:
Der Sattlermeister Alois Joachim, * 29/30.5.1836 (vielleicht in Ising Icking), war der Sohn der Eheleute Karl Joachim (*~1807) u. Theresia Paum. Karl war zunächst Papierfabrikant in München, profitierte aber vor allem von der Mitgift seiner Ehefrau, Tochter eines Kalkbrenners, die mit ihrem Geld dann den sog. Brüderlhof in Ising Icking erwarb. Da sie von Karl misshandelt wurde, verließ sie ihn, klagte am 3.5.1850 auf Scheidung, starb aber zuvor (~ Nov. 1850). Karl wurde wegen Misshandlung verurteilt, lebte dann mit den Kindern und der Dienstmagd Barbara Hölzel, mit der er auch ein Verhältniss hatte, auf dem Hof. Gegen Karl liefen mehrere Verfahren wegen Diebstahl, Betrug u. Jagdfrevels. Um die Versicherung zu kassieren steckten Karl und seine Geliebte den Hof in der Nacht vom 26. zum 27. April 1850 in Brand, während Alois auf seine Geschwister aufpasste. Vor dem Schwurgericht in München wurden im Dezember 1850 Karl u. der 13jährige Alois Joachim sowie die Barbara Hölzel angeklagt. Das Gericht befand die beiden für schuldig, Alois wurde freigesprochen. Karl wurde zum Tode verurteilt, die Magd kam auf unbestimmte Zeit ins Zuchthaus.

Quellen:
Tr ooI. von Alois
Gerichtsverhandlung:
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Ob das wohl die Katharina weiß?

Geändert von Manni1970 (03.07.2020 um 12:53 Uhr)
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  #24  
Alt 03.07.2020, 12:07
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Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Hallo,
spannender wäre die Frage, ob die Hinrichtung auch tatsächlich vollzogen wurde.
Und ob der Hingerichtete ein kirchliches Begräbnis bekam.
Bei der ersten Trauung des Sohnes wird er immerhin noch als "Herr" geführt.
__________________
Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.
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  #25  
Alt 03.07.2020, 12:28
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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Der bayerische Eilbote schreibt von Icking, nicht von Ising: https://books.google.de/books?id=G85...201851&f=false


Thomas
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  #26  
Alt 03.07.2020, 12:54
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Hab mir umgehend ne neue Brille bestellt

Ich vermute aber, er war in München (Landgerichtsgefängnis?) inhaftiert u. wurde dort ggf. hingerichtet. Bei Matricula gibt es von der Pfarrei Maria Hilf jeweils einige Jgg. für die Strafanstalt an der Au, 1851 fand ich darin nicht. (falls ich ausnahmsweise mal richtig gelesen habe ...)

Geändert von Manni1970 (03.07.2020 um 12:59 Uhr)
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  #27  
Alt 03.07.2020, 14:35
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Im Dez. 1854 wurde ein Jakob Engelhardt in München hingerichtet. Er hatte seine Mutter mit Arsen vergiftet. Das Urteil war vom König bestätigt worden. Die Hinrichtung fand vor dem Gerichtsgebäude statt. Anschließend kam die Leiche in die Anatomie. Diese gehörte zur Pfarrei St. Peter, dort findet sich auch sein Bg-Eintrag.
Unser Karl Joachim starb jedoch als Strafgefangener an Lungentuberkulose am 10.9.1858, Bg dann ebenfalls in St. Peter:
http://dfg-viewer.de/show/cache.off?...e4963b256369f0
War also sein Urteil nicht vom König bestätigt, sondern in lebenslange Haft abgeändert worden.
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  #28  
Alt 03.07.2020, 15:06
Juergen Juergen ist offline
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Hallo allerseits,

sehr gut recherchiert.

Dem Vater dem Sattler- und Riemer-Meister dürfte es in dieser Zeit in München finanziell gut gegangen sein, und
er war dort sicher gut angesehen.

So konnte sein Sohn Alois JOACHIM sich scheinbar aussuchen, was er werden wollte, sodass er nicht selbst auch Satller oder ähnliches werden brauchte.
Nach den biografischen Angaben, wollte er gar erst Schriftsteller werden, wurde dann aber Sänger.

Wie er auf seinen Alias- bzw. Künstlernamen Thalbach kam, bleibt vermutlich sein Geheimnis, denn was
seine Nachkommen sagten, wird so nicht stimmen.

Vermutlich war der Vater zuvor kurzzeitig schon mal verheiratet, dessen Frau Anna starb aber bald.
So laut Zeitungsbericht 1866:
--> https://www.bavarikon.de/object/bav:...oachim&lang=de

Heirat 1864
Alois Joachim Sattler- und Riemer-Meister mit Anna BERGMAIER von Münchsdorf.
--> https://www.bavarikon.de/object/bav:...oachim&lang=de

Viele Grüße
Juergen

Geändert von Juergen (03.07.2020 um 15:13 Uhr)
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