Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Foren für Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen Genealogie
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #1  
Alt 21.08.2018, 19:44
NVMini1009 NVMini1009 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.03.2014
Ort: Hamminkeln
Beiträge: 130
Standard Familie Küper/Kuiper Bocholt (Liedern bzw. Lowick), 17. Jhdt.

Hallo,

ich versuche hier mal mit dieser Familie mein Glück. Diese Familie wurde auch schon einmal im leider auf mysteriöse Weise verschwundenen Forum ************************** behandelt, allerdings ging es dort um eine Generation später.
Ich hoffe hier, dass jemand meine am Ende genannte Theorie zu diesem Sachverhalt beurteilen kann, oder – mit etwas (viel) Glück – dass jemand sogar Fakten, die ich noch nicht kannte, zu dem Fall beitragen kann.

Es findet sich in Bocholt die Familie Henrich Kuper / Gesina Wolters, die folgende Kinder taufen lässt:

11.10.1654 / Anna Marg. / Henrich Gisken und Gesken
24.2.1658 / Alheidis / Henrich Kuper und Gesken
14.9.1659 / Hermanny / Henrich Cuper und Gesken Wolters
1.7.1663 / Woltery / Henrich Kuper und Gesken
1.7.1663 / Alheidis / Henrich Kuper und Gesken

Von den Taufpaten ist neben Älken Wolters und Henricksken Kupers (beide 1663) am ehesten noch Henrich Volmerinck von Bedeutung (auch 1663).
Henrich Kuper heiratet nun am 21.12.1666 eine Jenneken Küper und lässt von ihr folgende Kinder taufen:

19.01.1668 / Gerharda / Henrich Kuperß und Jenneken Kuperß
3.5.1671 / Goswina / Henrich Cüper und Jenneken
15.12.1675 / Aldegundis / Henrich Cupers und Jenneken Küpers
8.5.1678 / Joannes / Henrich Schepers und Jenneken Hegerinck
24.6.1680 / Goswina / Hinrich Schepers und Jenneken Küpers

Bei einer späteren Heirat zwischen einem Henrich Kuipers und einer Elsken Dinckloe, aus der drei Kinder entspringen, bin ich nicht sicher, ob sie zu diesem Henrich Kuipers gehört, denn unter den Paten leben alle (außer Peter Dinckloe, Bruder der Frau, der in Mussum auf Fisser, Nedermollen, Klein Barking und Klein Hardt gelebt hat – sehr umzugsfreudig!) in der Stadt Bocholt, soweit ich das sagen kann.
Unter den Taufpaten der Kinder von Jenneken Hegering lassen sich Berndt Schneltingh eindeutig Lowick (er lebte auf Volmering!) und Stine Brunssinck eindeutig Liedern (Tielkes) zuordnen.

Nun lässt am 1. Juli 1677 eine Grete Kuipers von einem Gert Böinck eine uneheliche Tochter taufen. er ist in „Lieren miles sub Thonhauß filius Lijse Böinck“ und sie ist die „filia Hinr: Kuipers in Lieren Volmerings Scheper“. Henrich Kuiper lebte also in Liedern und war Schäfer bei Volmering. Das Problem ist nun aber, im Personenschatzungsregister von 1685 findet sich „Volmeringß Scheffer“ nicht in Liedern. Aber dafür in Lowick, zwischen Henrich Volmerinck und Berndt Volmerinck (der oben genannte B. Schneltingh!) genannt.
Tatsächlich gibt es in Lowick auch in späterer Zeit noch diese zwei Höfe Volmering (Nr. 9 und Nr. 10). In Liedern lässt sich aber später kein Hof Volmering nachweisen. Allerdings von 1660 bis 1685 durchgängig eine Witwe Else Volmering; allerdings wird 1685 vermutlich nur noch der Hof so bezeichnet, denn das darauf lebende Ehepaar scheint Jan Brommelinck und Alken Nienhuß zu sein.

Mir ist nicht bekannt, wo die Höfe Volmering in Lowick liegen, doch weiß ich, dass der heutige Volmeringsweg (in dessen Nähe dürften die Höfe sicherlich zu lokalisieren sein) die Grenze zu Liedern bildet. Darum wird „Volmerings Scheper“ wohl 1677 zunächst als in Liedern wohnhaft, 1685 aber in Lowick genannt, vermutlich hat er im „Grenzgebiet“ zwischen Lowick und Liedern gewohnt. Möglicherweise war der Hof der Else Volmering auch nur eine Abspaltung der Lowicker Höfe Volmering. Aber das ist alles nur Spekulation.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass es in Liedern später einen Hof „Schäpersstätte“ mit der Hausnummer 30 gab. Die Lage desselben ist mir ebenso wenig bekannt, wie die der anderen genannten Höfe, aber zumindest erwähnenswert ist sicherlich, dass der erste von Heinrich Weber genannte sichere Bewohner Johannes Tielkes (1784-1843) der Sohn einer Anna Catharina Boeinck ist, die eine direkte Nachfarin von Gerdt Böinck und Grete Kuipers ist. Während bisher jegliche Indizien fehlen, ist es vielleicht denkbar, dass die Tochter Grete Kuiper die Stätte des Vaters, der ja Schäfer war, mit ihrem Mann (von dem sie ja wie oben erwähnt zunächst ein uneheliches Kind hatte) übernommen hat – doch das ist auch wieder alles Spekulation.

Nun aber zum wichtigen spekulativen Teil:
heute fiel mir ein Eintrag im Hausschatzungsregister von 1660 in Auge.
Unter der bereits vorher genannten „Elßken Volmerinck“ findet sich nämlich ein „Wolter Timmermans Scheper“. Ein Schäfer bei Volmering also. (wobei natürlich die räumliche Nähe der beiden Behausungen nicht bewiesen ist)
In den folgenden Jahren findet er sich auch nach der Witwe Else Volmering:

1662 Wolter Timmerman
mit den Kindern unter 12: „Henrich, Grete, die Mutter wohnt bei ihrem Sohne“
1663 Wolter Timmerman
mit den Kindern unter 12: „ Henrich, Grete, Herman“
1664 wittib Wolter Timmerman
mit den Kindern unter 12: „Henrich, Grete, Herman“ sowie 2 Kindern über 12.

1685 gibt es noch „Timmermans Stette“, die aber von Henrich Tielkes und Mechelt Übbing/Pass bewohnt wird. Später ist dieser Hof nicht mehr zu finden.

An dieser Stelle nun meine Theorie: Wolter Timmerman war der Vater von Gesken, der Frau des Henrich Kuper. Sie wurde einmal Wolters genannt. Vermutlich wurde der Name an dieser Stelle patronymisch verwendet.
Gesken hatte die beiden Kinder Margaretha (1654) und Hermann (1658), diese Namen werden als Kinder unter 12 ja auch in den Registern genannt; nur der Henrich fehlt.
Da 1664 die wittib Wolter Timmerman genannt wird, muss er etwa 1663-1664 gestorben sein. Nun lassen Henrich Kuper und Gesken am 1. Juli 1663 einen Sohn taufen, den sie Wolter nennen. Womöglich in Gedenken an ihren verstorbenen Vater.

So, vielleicht hat sich ja jemand die Mühe gemacht, diesen Roman zu lesen und kann die Situation beurteilen..

Nico
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 22.08.2018, 17:41
Benutzerbild von Julio
Julio Julio ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.05.2015
Ort: Deutschland / Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 447
Standard

Nach meiner Einschätzung verhält es sich wie folgt:

Der Taufpate Roleff Rasfelt vom 11.10.1654 (Familie Küper-Wolters) war der Eigentümer des Hofes Eppinck in der Bauerschaft Lowick. Demnach könnte Gesken Wolters auch eine Eppinck gewesen sein. Gesken Wolters wird am 19.10.1664 Patin in Bocholt bei dem Kind Joes von Bernt up de Haar und Stine. Der Taufpate dieses Kindes hieß übrigens Lüke Wolters.

Lüke Wolters hatte die folgenden Kinder mit Elske Weikamp: Mechtildis (12.6.1656), Henricus (25.4.1660), Bernardus (26.3.1662) und Lummekina (6.6.1666). Dabei hieß er immer Ebbinck/Eppinck/Keppel. Gesken und Lüke/Lucas müssten Geschwister gewesen sein. Die Theorie, dass Gesken Wolters die Tochter eines Wolter Timmermann war, möchte ich vorerst nicht bestätigen.

Bezüglich der Zusammenhänge mit Küpers müsste man das Pferd sprichwörtlich von hinten aufzäumen. Der Sohn aus der Ehe Küpers-Dincklo, Gerardus Casparus, lebte mit seiner Familie auf dem Hof in der Bauerschaft Lowick Nummer 46. Dieser Hof wird als „Nie-Beuting“, also Neu-Beuting bezeichnet. Jetzt könnte man annehmen, dass dieser Hof womöglich ehemals ein Nebenhaus (Backhaus, Spieker) des eigentlichen Hofes Beuting war und dass Gerardus Casparus‘ Vater, Henrich Küpers, diesen Hof mit seiner dritten Frau Elsken Dinckloe ebenfalls bewohnte. In einer Schatzungsliste von 1704 heißt es dazu:
Henderych Unlandt yn Beytinck Spyecker
In diesem Fall wird der Vater Henrich Küper „Unlandt“ genannt. Dieser Henrich Unland wird Pate am 28.10.1692 beim Kind seines Sohnes Herman Küper und dessen 2. Ehefrau Jenneken Gerligs. Außerdem wird Henrich Unland Trauzeuge am 22.6.1694 bei der dritten Eheschließung seines Sohnes Herman Küpers mit Jenneken Hüntinck.

Im Verzeichnis von 1689 ist der Hof Boytinck wüst. Dort wohnt im gleichen Jahr aber der Spiekerman Unland mit Frau und 4 über 12 Jahre alten Kindern. Es fehlen jedoch Angaben zu den jüngeren Kindern, was ich aber nicht Ausschlag gebend für einen Ausschluss dieser Küper-Familie halte. Der Trauzeuge aus der Ehe Küpers-Dinckloe war Herman Cuiper, welcher ein Sohn des Henrich aus dessen erster Ehe mit Gesken Wolters/Eppinck war. Für Elsken Dinckloe war es übrigens die zweite Ehe, nachdem sie schon am 22.2.1678 in Bocholt Herman Bauhus/Döinck geheiratet hatte.

Nie-Beuting ist unter Umständen identisch mit dem Schäferhaus von Volmering, wo Henrich Küper mit seiner zweiten Ehefrau Jenneken Hegering im Jahre 1685 lebte. Schließlich nannte er sich bei den Kindern zweimal „Schepers“. Auch in dem Schäferhaus sind 1685 die jüngeren Kinder nicht eingetragen. Zweimal nannte Henrich Küper seine Töchter aus der zweiten Ehe „Goswina“, wohl nach der verstorbenen ersten Ehefrau Gesken Wolters/Eppinck. Jenneken Hegering war vermutlich um 1645 geboren und die Tochter von Rotger Wolberdinck/Hegering und Stine Sicking/Schulten. Die Taufpatin Hilleken te Kotte (15.12.1675 in der Ehe Küpers-Hegering) war die 1. Ehefrau von Frerich Küper (oo Bocholt 4.5.1670). Ich gehe daher davon aus, dass dieser Frerich ebenfalls aus der ersten Ehe des Henrich Küper mit Gesken Wolters stammt und vor 1654 getauft wurde. In 2. Ehe heiratete Frerich Küper am 7.2.1679 in Bocholt Lammertjen Terbrügg. Bei dieser Ehe nannte er sich „Boitinck“.
In der 1662er Liste findet sich ein „Volmerings Spiekerman“ (Mann, Frau, Sohn Herman). Hier wohnte m. E. Henrich Küper mit seiner ersten Ehefrau Gesken Wolters/Eppinck und dem am 14.9.1659 getauften Sohn Herman.


Julio
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 22.08.2018, 19:37
NVMini1009 NVMini1009 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 30.03.2014
Ort: Hamminkeln
Beiträge: 130
Standard

Hallo, danke für die Antwort!

Die Verbindung zu Epping scheint schlüssig. Die Taufregister vor 1665 sind mir aktuell nicht sehr zugänglich (die Digitalisate von Matricula sind ja z. T. sehr verblasst), daher wäre mir das vermutlich nicht aufgefallen, auch wenn der Name "Lüke" in der Masse der Johanns, Hermanns, Henrichs usw. durchaus heraussticht.

Wolter Timmermann wäre mir vermutlich normalerweise in dem Zusammenhang gar nicht aufgefallen - schließlich ist Wolter sein Vorname und nicht sein Nachname. Mich hat jedoch die Eintragung "Scheper" 1660 in Kombination mit der Tatsache, dass er bei Elße Volmering genannt wurde, stutzig gemacht.

Bevor ich auf den Rest eingehe, hoffe ich, dass ein kleines Problem auch geklärt werden kann. Und zwar lässt ein Gerdt Kupers, der sich je vier mal Kupers bzw. Boiting nennt, von 1715 bis 1736 Kinder taufen von Joanna Töpping und Anna Lepels. Ein Johan Kupers lässt von einer Elisabet Eimers von 1721 bis 1732 Kinder taufen (er ist mein Vorfahre), dabei nennt er sich immerhin einmal auch Boiting.
Die Frage ist nun: handelt es sich bei Gerdt und Johan um a) die Kinder von Henrich Küpers und Elsken Dinckloe, getauft am 22.12.1686 (Gerardus Casparus) und am 20.02.1684 (Joannes) oder b) die Kinder von Herman Küpers, getauft am 01.02.1688 (Gerardus) und am 23.11.1693 (Joannes)? Herman, der ja der Sohn von Henrich Küpers aus erster Ehe ist, nennt sich ja bekanntlich 1692 "Kuipers vel Boiting" und 1693 "Boitinck od Essinck".
Essing nennt sich später nur noch Hermans Bruder Wolter, der Alheid Schnelting gnt. Volmering geheiratet hat. Der Bruder dieser Alheid, Rotger Schnelting gnt. Volmering hat 1703 eine Geesken Küpers geheiratet, mit Sicherheit die am 24.06.1680 als Goswina getaufte Tochter. Die weiteren mir bekannten Heiraten von Kindern Henrich Küpers sind:
1. Margaretha (~11.10.1654), heiratet 1683 Gerdt Böinck
2. Alheid Küpers (~15.12.1675), heiratet 1696 Gerdt Tielkes

Den Namen von Herman Küpers nach zu urteilen, muss er ja spätestens 1692 auf einem Hof Beuting gelebt haben - so viel wusste ich bereits. Ob es nun Nr. 15 (Beuting) oder Nr. 46 (Nie-Beuting) ist, wusste ich nicht. Allerdings würde ich eigentlich eher zu Beuting selbst tendieren, denn 1703 wird in Lowick ein "harman boitinck" bzw. "harmen breytynck" genannt. Das Register von 1689 ist mir nicht verfügbar, daher wusste ich bisher nicht, dass Beuting zu dieser Zeit wüst war.
Bei "Boytings Spiekerman Unlandt" hätte ich eher vermutet, dass es sich um Herman Unland handelt, der von 1668 bis 1676 vier Kinder taufen lässt (Boytings Spiekerman Unlandt hat auch 1685 vier Kinder über 12 Jahre - es waren zwar noch nicht alle zwölf, und normalerweise hat man die Kinder jünger gemacht um Steuern zu sparen, aber man kann sich ja wohl auch zu Gunsten des Steuereinnehmers verschätzen..). Bei den ersten drei Taufen nennt seine Frau sich Alken Schenckenbohms, bei der vierten jedoch Alken Boitinck. Den Henrich Unlandt hätte ich als den identifiziert, der 1686 Rotgera Hesselinck geheiratet hat. Dass Henrich Unlandt 1694 Trauzeuge bei der Trauung von Herman Küper war, ließe sich ja damit erklären, dass Henrich Unlandt im Spieker und Herman Küper auf dem Hof lebte.

Ich gebe zu, die Theorie, dass Hermann Küper zwischen 1689 und 1692 auf Beuting (Nr. 15) gezogen ist, passt nicht zu der Nennung des Frerich Küper als Frerich Boitinck. Wenn ich das richtig sehe und nichts übersehe, sind die Erwähnungen von Frerich Küper ja recht spärlich gesät - seine beiden Heiraten, zwei Taufen seiner Kinder und zwei Mal taucht er als Taufpate auf (1686 und 1710).

Was ich mich nun noch frage, ist, ob eine bestimmte Heirat irgendwie in dieses Gesamtbild passt, oder ob die Namen nur Zufall sind. Am 27. September 1676 heiratet Berndt Boitinck eine Geesken Kuipers. Ein Kind lassen die beiden am 21.11.1677 taufen, dabei nennt der Vater sich Leÿkinck.

Übrigens, von der ersten Ehe der Elsken Dinckloe wusste ich bereits. Hermann Bauhaus/Döinck war auch in erster Ehe seit dem 25.06.1658 mit einer Anna Telinck gnt. Schoppers verheiratet und stammt von Mussum Nr. 58. Seine (vermutliche) Schwester Anna Bauhaus/Döinck war die erste Frau von Peter Dinckloe, mit dem sie auf Mussum Nr. 54 (Fisser) wohnte.

Nico
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 22.08.2018, 20:45
Benutzerbild von anika
anika anika ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.09.2008
Beiträge: 2.274
Standard Familie Küper/Kuiper Bocholt (Liedern bzw. Lowick), 17. Jhdt

Hallo Nico und Julio

Ich hatte damals die Daten zur Familie Kuiper aus Bocholt im verschwundenen Forum gepostet.

Ich bin bisher bis zu meinen ersten Ahnen

am 14.9.1659 wird Hermann in Bocholt getauft

Eltern: Henrich Cuper und Gesken Wolters vorgedrungen.

Nico deine Frage zu Johann Kuiper (Ehe Elsken Eymers) macht mich stutzig da ich bisher immer davon ausging das Johann der Sohn von Hermann und dessen Ehefrau Jenneken Gerlings sei.

Bei mir geht es übrigens mit dem Bruder Lambert getauft in Bocholt am 22.09.1729. Er heiratet in Haldern am 11.05.1751 Anna Schmeink.

Ab da lebt der Zweig der Familie in Haldern.

anika
__________________
Ahnenforschung bildet
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 22.08.2018, 20:56
Benutzerbild von Julio
Julio Julio ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.05.2015
Ort: Deutschland / Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 447
Standard

Hallo,


also, Joan Küpers, der am 1.5.1718 Elsken Eimers (+ 1732) und in zweiter Ehe am 18.9.1733 Catharina Schwining heiratete, war ein Sohn von Henrich Küper und Elsken Dinckloe. Er wurde getauft am 20.2.1684 in der Kirche St. Georg in Bocholt. Sein jüngster Sohn Lambertus (get. 22.9.1729) hatte als Taufpatin Jenneken Topping.


Diese war die erste Frau seines Bruders Gerardus Casparus Küpers, getauft am 22.12.1686, der später auf Nie-Beuting wohnte.


Zur Geschichte um Berndt Boiting gnt. Leykinck und Gesken Küpers melde ich mich dieser Tage.


Julio
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 22.08.2018, 21:07
NVMini1009 NVMini1009 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 30.03.2014
Ort: Hamminkeln
Beiträge: 130
Standard

Hallo,

zur Elternfrage: tatsächlich dachte ich zunächst, dass Johann der Sohn von Henrich Küper und Elsken Dinckloe ist. Diese Information hatte ich von Pastor Pail. Erst der Eintrag in besagtem Forum hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Hermann Küpers ebenfalls zwei Söhne Gerhard und Johann hatte.

Während es bei mir übrigens über Hermann Küpers (~1727) mit seiner Frau Christina Hoppenkreis weitergeht, führt die Linie von Lambert zu einem Freund von mir - eine von unzähligen Verwandtschaften zu ihm, ich weiß aktuell gar nicht, wie viele es sind...

Nico

Nachtrag: Ah, danke für den Hinweis zur zweiten Ehe Küpers/Schwining. Davon wusste ich bisher noch nichts, auch wenn ich von Pastor Pail die Angabe habe, dass Elisabeth Eimers 1732 gestorben ist (aber ihm fehlt auch die erste Ehe der Elsken Dinckloe. Die Frage ist, was spricht denn nun eher dafür, dass Gerhard und Johann die Söhne von Henrich Küpers und Elsken Dincklohe und nicht von Hermann Küpers und Grete Hebinck (Gerhard) bzw. Jenneken Gerlings (Johann) sind?
Ich meine, mich zu erinnern, dass auch Dr. Klemens Becker in "Beiträge zur Geschichte der Familie Böltink" (veröffentlicht in Unser Bocholt) Gerhard als den Sohn von Hermann Küpers bezeichnet, aber da bin ich mir gerade nicht sicher.

Geändert von NVMini1009 (22.08.2018 um 21:13 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 22.08.2018, 23:15
Benutzerbild von anika
anika anika ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.09.2008
Beiträge: 2.274
Standard Familie Küper/Kuiper Bocholt (Liedern bzw. Lowick), 17. Jhdt.

Hallo

Die Angaben von Pfarrer Pail sind auch nicht immer korrekt.

Ich bin gerade etwas verwirrt wer denn nun die Eltern von Johann Küper sind?

Julio der Sohn Lambert war mein Ahn somit war er gar kein Sohn aus der Ehe mit Jenneen Gerlings?


anika
__________________
Ahnenforschung bildet
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 23.08.2018, 18:59
Benutzerbild von Julio
Julio Julio ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.05.2015
Ort: Deutschland / Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 447
Standard

In einer Sache ist zunächst eine Korrektur notwendig: Henrich Küpers ist offenbar nicht identisch mit Henrich Unland, wie sich jetzt herausstellte. Die Leute, die z. B. schon ab 1662 auf Boitinck Spiekermann wohnten, waren Herman Ortman gnt. Unland und Altien Wenners/Wevers/Averroths/Schenckebooms/Boitinck (oo Bocholt 14.10.1654). Die Frau hatte mehrere Namen. Außer den Kindern zwischen 1668 und 1676 wurden noch Alheidt (13.9.1657), Henricus (31.10.1660), Barth (10.6.1663) und Willemken (25.10.1665) in diese Ehe geboren. Alheidt und Henricus finden sich im Personenschatzungsregister von 1662.

Nun zur Frage, warum ist Joan Küper der Sohn von Henrich K. und seiner 3. Ehefrau Elsken Dinckloe und nicht ein gleichnamiger Sohn von Herman Küper?
Weil die Nähe zur Familie Dincklo gegeben ist, weil die Frau von Joan Küper, Elsken Eimers, am 15.9.1726 Patin wird bei der Elternfamilie Joan Dincklo und Elisabeth Gebbinck. Dieser Joan Dincklo ist ein Neffe der Elsken Dincklo (Mutter des Joan Küper), bzw. ein Sohn von deren Bruder Henrich Dincklo, der seit dem 15.5.1674 in Bocholt mit Fyken Essinck verheiratet war. Aus dieser Ehe stammt u. a. die Tochter Bernardina Dincklo, die wiederum Patin wird in der Ehe Joan Dincklo-Elisabeth Gebbinck. Anders gesagt: Joan Küper und Joan Dinckloe waren Cousins. Ferner nannten Joan K. und Elsken Eimers ihren Erstgeborenen Henricus, nach dessen Großvater Henrich Küper.
Mit seiner zweiten Ehefrau Catharina Schwining hatte Joan Küper am 1.8.1734 die Erstgeborene Elisabeth, benannt nach deren Großmutter Elsken Dinckloe.

Warum ist Garrit Küpers, verheiratet mit Jenneken Töpping auf Lowick Nr. 46, ein Sohn von Henrich und Elske Dincklo und nicht ein Sohn von Herman Küper?
Weil Garryt Tieltjes am 3.8.1722 in der Ehe Küpers-Töpping Pate wird. Garryt Tielkes ist ja bekanntlich des Ehemann von Garrid Küpers‘ Halbschwester Aldegundis Küpers (* 15.12.1675), Tochter des Henrich Küpers und seiner 2. Ehefrau Jenneken Hegering. Auch G. Küpers und Jenneken Töpping nannten ihren ersten Sohn Henricus, nach dessen Großvater Henrich Küper.

Wege, die zu Herman Küper mit seinen vier Frauen führen, sehe ich gar nicht. Ich sollte im Gegenzug fragen, was dazu verleitet anzunehmen, dass sich die Linie über Herman Küper fortsetzt.

Nun zu Friedrich Küper. Er war derjenige, auf den die Linie zum Hof Lowick Nr. 42 zurückführt. Spätestens mit seinem Sohn Georgius steigt dort die nächste Generation ein. In der Liste von 1685 wohnt Friedrich auf Boytings Schopman, und zwar mit seinen beiden Kindern Altgen (8) und Jurgen (3). Die Kinder sind jeweils am 26.4.1671 bzw. am 23.12.1674 getauft worden. Da sieht man, dass die Altersangaben der unter 12-Jährigen mitunter nicht richtig sind. Vielleicht ist Boytings Schopman identisch mit der späteren Nummer 42 in Lowick. Die Tochter Altgen heiratete übrigens am 11.2.1697 Albert Grote Wyle in Lowick Nr. 17.

Weiter zu Gesken Küpers, die seit dem 27.9.1676 mit Bernd Boitinck gnt. Leykinck verheiratet war. Bernd war ihr erster Mann. In zweiter Ehe heiratete sie am 9.7.1684 Henrich Brommelinck, der schon kurz nach der Heirat verstorben ist. In dritter Ehe war sie schließlich seit dem 7.1.1685 mit Jan Meierman verheiratet, mit dem sie später auf Biemenhorst Nr. 30 wohnte. Gesken Küpers nannte sich bei ihren letzten beiden Kindern in Biemenhorst „Hegering“. Sie wurde am 13.8.1656 in Bocholt getauft. Ihre Eltern waren Rotger Wolberdinck gnt. Hegering und Christina Sicking-Schulten. Gesken Küpers-Hegering war somit eine Schwester der Joanna Hegering, die sich bei der Eheschließung mit Henrich Küper am 21.11.1666 auch Küper nannte.

Wie gut, dass die Kirchenbücher nun alle ins Netz gestellt werden, da braucht man nicht immer so weit zu fahren, sondern kann schnell von zu Hause aus nachsehen und dringende Fälle zeitnah in Angriff nehmen. Eine Sache bleibt für mich aber vorerst noch offen:

Die Heirat von Henrich Küper und Willemken Nieman am 6.5.1696 in Bocholt (Trauzeugen: Henrich Nyman und Frerich Cuipers). Kinder sind aus dieser Ehe nicht entsprungen. Wer ist dieser Henrich Küper? Man könnte jetzt annehmen, dass die 3. Ehefrau des Henrich K., Elsken Dinckloe, verstorben sei. Willemken Nieman wird am 25.9.1701 Patin in der Ehe Albert te Wyle und Alheidt Cuipers. Ferner wird sie Patin am 29.1.1702 in der Ehe von Gert Tielkes und Alheid Cuipers. Demnach gehört ihr letzter Ehemann Henrich Küper – sie war drei Mal verheiratet – irgendwie in dieses Küper-Gefüge hinein.
Die 3. Ehefrau des Henrich Küper, Elsken Dinckloe, lebt aber offenbar 1703 noch, oder es ist eine weitere Person gleichen Namens. Sie wird am 10.2.1703 Patin beim achten und letzten Kind des Bernd Bauhus, verheiratet mit Grete Varland. Bernd Bauhus (* 18.10.1665) war ihr Stiefsohn. Er war der Sohn ihres ersten Ehemannes Herman Doynck gnt. Bauhus mit Anna Telinck gnt. Schoppers. Wenn Elsken Dinckloe vor 1696 gestorben wäre, dann hätte ihr Witwer Henrich Küpers die 4. Ehe mit Willemken Nieman schließen können.
Elsken Dincklo wird drei Mal Patin: am 13.3.1678, am 12.3.1680 und 23 Jahre später am 10.2.1703. 23 Jahre keine Patenschaft, das muss doch eine andere Elsken Dincklo sein! Wenn sie die Stiefmutter des Bernd Bauhus resp. die Stiefgroßmutter seines Kind war, so wäre sie doch bei seinen ersten Kindern Patin geworden und nicht erst bei seinem achten und letzten! Deswegen glaube ich, dass diese 1703er Patin Elsken Dincklo eine andere Person war und nicht die Ehefrau Henrich Küper. Der ist m. E. um 1695 Witwer geworden und konnte ein Jahr darauf Willemken Nieman heiraten.

Julio
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 23.08.2018, 19:55
Benutzerbild von anika
anika anika ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.09.2008
Beiträge: 2.274
Standard Familie Küper/Kuiper Bocholt (Liedern bzw. Lowick), 17. Jhdt.

Hallo Julio

Auch wenn ich langsam den Überblick verliere ist es für mich noch nachvollziehbar.

Auch Lambert gibt seiner erstgeborenen Tochter in Haldern den Namen Elsken, wohl dann nach seiner Mutter Elsken Dinckloe.

anika
__________________
Ahnenforschung bildet
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 23.08.2018, 21:30
NVMini1009 NVMini1009 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 30.03.2014
Ort: Hamminkeln
Beiträge: 130
Standard

Hallo,

wieder einmal vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!
Tja, da habe ich die früheren Kinder übersehen. Ich habe mir die Taufregister von 1665 bis 1711 in einer Excel-Tabelle abgeschrieben – mit etwa 130 bis 210 Taufen pro Jahr erleichtert das natürlich vieles, zumindest für diesen Zeitraum. Aber davor und danach bleibt es mir bisher nur, das teilweise sehr verblasste Register selbst durchzuschauen der bei Matricula auch digitalisierte Index hilft ja nur begrenzt; nach Paten suchen geht nicht, und das gelegentliche Namenschaos macht es auch leicht, etwas zu übersehen.
Wie dem auch sei, zurück zu Küpers.

Die Argumente bezüglich der Patenbeziehungen und Benennungen sind schlüssig, bis auf eines: die am 01.08.1734 getaufte Elisabeth, Tochter von Joan Küper und Catharina Schwining, wurde mit Sicherheit eher nach Joans verstorbener Ehefrau Elisabeth Eimers benannt. Außerdem ist die erstgeborene Tochter von Joan (nach vier Söhnen) eine am 07.03.1732 getaufte Joanna (die Mutter heißt bei der Taufe Elisabeth Gebbing – erst jetzt fällt mir die Parallele zu Joan Dincklo / Elisabeth Gebbinck auf, diese Familie war mir bisher noch nicht bekannt bzw. ich habe mich mit ihr nicht beschäftigt). Falls Johan ein Sohn von Hermann Küper sein sollte, könnte diese Tochter nach Johans Mutter Jenneken Gerlings, oder nach einer seiner Stiefmütter (die ja auch beide Jenneken hießen...) benannt worden sein.
Wirklich ausschlaggebend scheint mir aber aktuell nur die Patenschaft der Elsken Eimers bei der Familie Dincklo. Ob z. B. Garrit Küper 1722 mit Garrit Tielkes seinen Schwager oder den Schwager seines Vaters als Taufpaten wählt, halte ich für nicht allzu erheblich. Meines Wissens ist der nähere Familienkreis der Söhne des Herman Küpers ja sonst eher begrenzt – über die anderen (bzw. eventuell auch Gerardus und Joannes) Kinder desselben ist mir bisher nichts außer der Taufe bekannt.

Als ich vor der Frage stand, ob Johann und Gerhard nun die Söhne von Henrich oder von dessen Sohn Hermann sind, war für mich eine Sache ausschlaggebend. Und zwar ist ja bekannt, dass Gerhard und Johann sich auch Beuting/Boiting nennen. Von Hermann Küpers ist bekannt, dass er auf Beuting gelebt hat, da er sich 1692 und 1693 so nennt (Kuipers vel Boiting bzw. Boitinck od Essinck). Von Henrich Küpers dagegen habe ich keine Verbindung zu diesem Hof gesehen.
Aktuell sehe ich die Verbindung zwischen der Familie Küpers und dem Hof Beuting so: Frerich Küper hat bei Beuting im Schuppen gewohnt (Boytings Schopman), während bekanntlich die Familie Unland bei Beuting im Speicher gewohnt hat und deswegen später bei den Küpers Patenschaften übernehmen. Nun wird 1689 Beuting selbst als wüst bezeichnet. Ich denke, kurz darauf ist Hermann Küpers auf Beuting gezogen, wo ja sein potenzieller Bruder Frerich im Schuppen lebte und nennt sich in Folge dessen 1692 erstmals Boiting.
Übrigens sieht es für mich eher so aus, als ob die Familie Küpers auf Lowick Nr. 15 – Beuting gelebt hat, nicht auf Nr. 46 – Niebeuting. Denn 1703 finden sich unter den ganzen Erben („Vulle Erbe“) zum einen „harmen breytynck“ = Hermann Küpers gnt. Beuting und zum anderen „Wolter Eßynck“ = Wolter Küpers gnt. Essing. Unter der Kategorie „Vm schaßbaw gunter“ (?) findet sich übrigens auch „fryederych vp den swanen kampt“, also Frerich Küpers. Boytings Schopman gibt es nicht mehr, nur noch unter „vp spycker vnd kaemer lue“ (Auf Speichern und Kammerleute) den „henderych Vnlandt yn boeytynck spyecker“. Ich denke es ist nicht zu abwegig anzunehmen, dass, falls Niebeuting um 1700 schon bestand, kein ganzes Erbe war, oder?

Thema Gesken Küpers: Dass Jenneken Hegering nur einmal Hegering, aber viermal Küpers genannt wird, hatte ich bisher kaum beachtet – seltsam gefunden, aber nicht beachtet. Ich nehme mal an, ein Grund für die Namenskombination Hegering-Küper ist nicht bekannt? Ohne Hintergrundwissen zu den Eheleuten Wolberdinck-Hegering / Sicking-Schulten wäre ein Szenario, das mir spontan in den Kopf kommt, ist, dass diese Eheleute früh verstorben sind und die (bzw. zumindest zwei, Jenneken und Gesken) Kinder bei „Volmerings Scheper“ untergekommen sind, der dann später auch eine von beiden geheiratet hat. Aber wer weiß, wie voll dann das Haus des Schäfers gewesen wäre, ob das Sinn ergibt...?

Tja, zur Frage ob nun der Henrich Küper, der Willemken Niemans heiratet, ein anderer ist, oder ob Elsken Dinckloe, die 1703 Patin ist, eine andere ist, kann ich gerade auch weiter nichts beitragen. Einen anderen Henrich Küper gibt es, aber dieser (auf Mussum Nr 66 / Nießing) war mit einer Trine Taken verheiratet, die später noch eine zweite Ehe einging, also kommt er nicht in Frage. Eine andere Elsken Dinckloe konnte ich bisher nicht finden.
Dinckloes in Bocholt konnte ich bisher sechs finden, vermutlich Geschwister:
1. Peter Dinckloe, verheiratet in erster Ehe mit Enneken Bowhuss / Doinck (vermutl. die Schwester des Hermann), daraus drei Kinder; verheiratet in zweiter Ehe mit Hermken te Vehne, daraus zwei Kinder. Sie hatte in ihrer ersten Ehe mit Arnt Kosthorst sieben Kinder. Peter lebte mit seiner ersten Frau auf Mussum Nr. 54 – Fisser; mit der zweiten auf Mussum Nr. 68 – Nedermollen, Mussum Nr. 30 – Klein-Barking und Mussum Nr. 39 – Klein-Hardt
2. Henrich Dinckloe, verheiratet in erster Ehe mit Fyken Essinck / Wippinck, daraus fünf Kinder, verheiratet in zweiter Ehe mit Stine Nienhuss, daraus zwei Kinder. Er wohnte auf Mussum Nr. 26 – Wüpping als Spikermann.
3. Dersken Dinckelohe; sie hat 1670, 1674 und 1681 je ein uneheliches Kind. 1674 heißt es bei ihr „ex Lanckeren“, 1681 „filia ex Dingden habitat apud Petrum Fisser int Mussem“ (ihr Bruder). Später heiratet sie Herman Imping, mit dem sie zwei weitere Kinder hat
4. die bekannte Elsken Dincklohe
5. Hermken Dinckloe, verheiratet in erster Ehe mit Henrich Buß gnt. Bömkes, daraus ein Kind, verheiratet in zweiter Ehe mit Derck Temminck gnt. Bömkes, daraus sieben Kinder.
6. Herman Dinckloe, verheiratet am 21.05.1675 mit Enneken Huninck – keine bekannten Kinder.

Davon hatten die männlichen Dinckloes soweit ich weiß keine Tochter Elisabeth.
Wenn man nun nach Lankern schaut, wo ja Dersken ausdrücklich herkommt, dann lebte dort 1695 ein Cornelius Dinckloe mit seiner Frau Margaretha und der Schwiegertochter Adelheid Wellinck, die in erster Ehe mit Petrus Hemminck (ein Kind 1686) und in zweiter Ehe mit Hermann Heitpaß gnt. Dinckloe (neun Kinder 1689-1710) verheiratet war. Wie dazu die Dinckloes passen, die sich in Bocholt verteilt haben, weiß ich nicht.
Allerdings lässt am 18.03.1675 in Dingden ein Henricus Dinckloes von seiner Frau Catharina eine Tochter Elisabetha taufen. Der Vater kann nicht der sein, der in Bocholt geheiratet hat. Da die Eltern eventuell umgezogen sein könnte und später einen anderen Hofnamen geführt haben könnten, und da es fraglich ist, was sie mit der Familie Bauhus/Vaerland zu tun hatte, halte ich es für möglich, aber nicht wahrscheinlich, dass sie die gesuchte Person ist.

Wie dem auch sei, nach diesen Ausschweifungen zur Familie Dinckloe mache ich dann doch noch mal Schluss, bevor die Länge des Beitrags vollkommen außer Kontrolle gerät...

Nico
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:12 Uhr.