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  #1  
Alt 04.10.2009, 03:05
Inka-G Inka-G ist offline weiblich
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Standard Suche Vorfahren zu Räbiger und Grempler aus Kreis Grünberg

Ich suche nach Vorfahren der hier genannten Ahnen
aus oder Kreis Grünberg (heute Zielona Góra)

1. Robert Grempler, geb. 04.08.1858 Altkessel,
verheiratet mit Ernestine Jäschke, 30.10.1860 Ochelhermsdorf
Datum der Heirat fehlt, Eltern Jäschke fehlen
Eltern von Robert Grempler: Johann Karl Gottlieb Grempler 07.07.1819 Altkessel, verh. mit Johanna Helen Elionore Müller, geb. 25.07.1825 Altkessel

2. Christoph Räbiger (als Witwer) mit Eva Staruske
Heirat 14.02.1775 Saabor, Kreis Grünberg
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  #2  
Alt 05.10.2009, 18:52
Paulchen Paulchen ist offline
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Hallo!

Waren die Vorfahren evangelisch oder katholisch oder waren es Juden? Das müßte man für die Suche vor Oktober 1874 (Standesämter) schon wissen, um hier Hinweise auf erhaltene Unterlagen zu geben.

Paul
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  #3  
Alt 05.10.2009, 21:43
Inka-G Inka-G ist offline weiblich
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Standard Evangelisch

Alle Vorfahren waren evangelisch, soweit bekannt.
Vermutlich evangelisch calvinistisch, was dazu führte, dass einige Vorfahren, die Nitschke hießen (aus Janny), am 28.10.1841 an Bord des dänischen Schiffes Skjold nach Port Adelaide/Süd-Australien auswanderten.
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  #4  
Alt 06.10.2009, 08:03
Paulchen Paulchen ist offline
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Nee - keine Calvinisten - das waren Altlutheraner ;-)

Siehe dazu:
Schott, Christian Erdmann, Die Auswanderung der Altlutheraner nach Australien, in: Jahrbuch für schlesische Kirchengeschichte, Bd. 64 (1985), S. 127-137.

Gesucht werden also Taufeinträge von 'Evangelischen' vom 07.07.1819 und 25.07.1825 aus Altkessel - was damals noch Polnisch Kessel hieß und eingepfarrt war zu Prittag. Von dieser Pfarrei gab es Kirchenbücher seit 1698 und Duplikate ab 1794 - sind alle vernichtet.

Geht man nun aber von Altlutheranern aus, so gab es für diese 1866 eine Kapelle in Grünberg-Stadt, deren KB ab 1855 geführt wurden. Diese befanden sich im Amtsgericht Freystadt und blieben so von 1855 bis 1874 auch erhalten - heute im Staatsarchiv zu Altkessel aufbewahrt. Diese Gm. war eine Filiale der St. Johanniskirche zu Freystadt. 1848 gehörte man zur altlutheraner Pfarrei in Züllichau / Brandenburg.

Fürsteneich oder Saabor erhielt wieder 1743 eine eigene ev. Pfarrei. Davon liegen im Staatsarchiv Altkessel:
Tf 1792-1835, 1839-1841, 1843-1851, 1853-1874
Tr 1743-1835, 1839-1841, 1843-1851, 1853-1874
Bg 1742-1790, 1795-1796, 1798-1876
Wovon es auch Verfilmungen bis 1870 gibt. Die nächstgelegene altlutheraner Gm. für Saabor befand sich in Pirnig, die zu Altkranz gehörte, was aber 1838 noch zu Züllichau gehörte.
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  #5  
Alt 06.10.2009, 19:00
Inka-G Inka-G ist offline weiblich
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Standard Kirchenbücher

Hallo Paulchen

vielen Dank für die umfangreichen Informationen.
Ich nehme mal an, ich muss mir im Net einen Standardbrief auf Polnisch suchen, damit ich nach Altkessel schreiben und mir die gewünschten Informationen von dort holen kann?
Wird wahrscheinlich eine Stange Geld kosten ...

Danke auf jeden Fall!
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  #6  
Alt 07.10.2009, 18:14
Paulchen Paulchen ist offline
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Langsam, langsam....

Die Altlutheraner wurden auch als Separierte bezeichnet, d.h. sie hatten sich von der ev.-luth. Kirche losgesagt. Als Anfang des 19. Jhd. Preußen die ev.-luth. und die reformierte Kirche vereinigte, waren damit die später als Altlutheraner Bezeichneten eben nicht einverstanden. Weil der preuß. Staat am Anfang auch mit Gewalt gegen die Separierten vorging, kam es zur Auswanderung. In Schlesien waren es ca. 1200, die 1825 nach Rußland, 1838 nach Australien und 1854 nach Texas auswanderten. Bis 1945 gab es in Schlesien ca. 50 alt-luth. Gemeinden. Nun zum eigentlichen Punkt - den Kirchenbüchern.

Die frühesten alt-luth. KB für Schlesien gab es (natürlich) in Breslau von 1830. 1839 entstand dort für diese Gm. die Christuskirche. In Freystadt finden wir die KB ab 1833 und in Grünberg gab es gar keine Erstschriften, zumindest sind sie nicht im Randt verzeichnet. D.h. ab 1867 sollte die Grünberger Gm. im KB von Freystadt enthalten sein. Lediglich die Zweitschriften wurde für Grünberg ab 1855 geführt. Über die altluth. Gm. von Züllichau liegen mir keine Daten vor. Es ist aber die Frage, wann überhaupt in Polnisch Kessel einige Familienväter Altlutheraner geworden sind. Vermutlich doch erst nach denen in Breslau, oder? Also sind die gesuchten Tf-Einträge vom 07.07.1819 und 25.07.1825 in ev.-luth. KB von Prittag verzeichnet - und das gibt es nicht mehr.

Den Tr-Eintrag vom 14.02.1775 aus Saabor findet man in einer Verfilmung, die kostet 8,50.
Heiraten 1743-1823 Filmnr. 896068
Siehe hier:http://www.familysearch.org/eng/libr...=Kirchenbuch++

Damals fand die Trauung wohl am Wohnort der Braut statt, d.h. über die Familie der Eva Staruske sollte man dann in diesem KB noch etwas finden können. Z.B. die Bg-Einträge der vermeintlichen Eltern.

Paul

Geändert von Paulchen (08.10.2009 um 06:53 Uhr)
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  #7  
Alt 07.10.2009, 20:25
Inka-G Inka-G ist offline weiblich
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Mensch Paulchen
du bist ja klasse!
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  #8  
Alt 09.10.2009, 16:55
Paulchen Paulchen ist offline
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Zufallsfund:
Signatur I. HA Rep. 81 Hamburg, 808
Datierung 1841
Titel Auswanderung der schlesischen Altlutheraner über Hamburg nach Australien
Aktenmaterial im Geheimen Staatsarchiv zu Berlin.

Da könnten ja auch personenbezogene Daten enthalten sein.
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  #9  
Alt 09.10.2009, 21:53
Inka-G Inka-G ist offline weiblich
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Lächeln

Das sind alles super Nachrichten und ich werde diese Fährte aufnehmen!
Tausendfachen Dank und schönes Wochenende!
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  #10  
Alt 31.03.2019, 21:24
feline feline ist offline
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Standard Frage v. 9.10.2009 nach Heirat Räbiger/Staruske 14.2.1775 Saabor

Liebe Inka-G, bitte melden, wenn Beleg noch gesucht wird. Ich habe einen Scan dieser Eintragung.
Gruß feline
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Stichworte
altkessel , grempler , grünberg , räbiger , saabor

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