#1  
Alt 25.03.2020, 20:12
asommermann asommermann ist offline weiblich
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Standard Hossenfelder - Nilbau

Guten Abend,


ich versuche verschiedene Zweige der Familie Hossenfelder zusammenzuführen. Dabei lande ich immer wieder in Nilbau bei Glogau. Leider ist es mir bisher nicht gelungen, Kirchenbücher von dort zu finden. Häufig habe ich Hinweise gelesen, dass es Mormonenfilme zu dem Thema gibt, eine Anfrage bei familysearch blieb aber auch erfolglos. Nun will ich einfach mal ein bisschen stöbern, vielleicht finde ich hier Hinweise.


Viele Grüße
Anne
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  #2  
Alt 26.03.2020, 12:30
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Posamentierer Posamentierer ist offline männlich
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Hallo Anne,

hier sind die Kirchenbücher von Nilbau, die die Mormonen haben: https://www.familysearch.org/search/...tory%20Library Du wirst - zu erkennen am Schlüsselsymbol über der Kamera - dafür in ein Center der Mormonen gehen müssen.
__________________
Lieben Gruß
Posamentierer
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  #3  
Alt 26.03.2020, 13:21
DanniAufUndDavon DanniAufUndDavon ist offline
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Hallo Anne

Auch ein Willkommen von mir.

LG
Danni
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  #4  
Alt 26.03.2020, 13:36
asommermann asommermann ist offline weiblich
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Danke, herzlich willkommen zurück !
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  #5  
Alt 26.03.2020, 13:36
asommermann asommermann ist offline weiblich
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Vielen Dank! Ich werde mich mal durcharbeiten.
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  #6  
Alt 03.04.2020, 19:36
asommermann asommermann ist offline weiblich
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Zitat:
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Hallo Anne,

hier sind die Kirchenbücher von Nilbau, die die Mormonen haben: https://www.familysearch.org/search/...tory%20Library Du wirst - zu erkennen am Schlüsselsymbol über der Kamera - dafür in ein Center der Mormonen gehen müssen.
##############################################

Hier ist die Antwort von familysearch vom 1.4.2020:
...

vielen Dank, dass Sie sich an das FamilySearch-Support-Team gewandt haben.

Die Kirchenbücher von Nilbau sind noch nicht von den Polnischen Archiven verfilmt worden.
Unter diesem Link können Sie von Zeit zu Zeit nachschauen ob es inzwischen verfilmt wurde.
https://szukajwarchiwach.pl/search?q=Nilbau
http://data.matricula-online.eu/de/l...4810%2C7014665
Vielleicht werden sie auch von Matricula in nächster Zeit verfilmt.

Filme, die im FamilySearch Katalog eine DGS Nummer haben, sind schon digitalisiert. Das heisst leider nicht, dass FamilySearch auch das Recht hat, sie im Internet zu veröffentlichen. So kommt es öfters vor, dass Filme, die vor der “Mikrofilm nach digital” Umstellung frei zugänglich waren, nun nicht mehr eingesehen werden können.
Diese Rechte werden seit einiger Zeit mit den Archiven besprochen und in neuen Verträgen festgelegt. Dabei bestimmt jedes Archiv genau, was FamilySearch online stellen kann, ggf. mit Einschränkungen wie “Zugang nur in einem Center für Familiengeschichte.” Es kann auch unabhängig davon mit anderen Anbietern Verträge abschliessen, um Digitalisate auf deren Webseiten einzustellen. Möglicherweise können daher Filme, die bei FamilySearch nicht verfügbar sind, auf anderen Webseiten eingesehen werden.
########################################
Ich wünsche ein schönes Wochenende
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  #7  
Alt 04.04.2020, 07:39
SusanneVonG SusanneVonG ist offline
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Hallo Anne,
magst Du uns verraten, für welchen Zeitraum und welche Konfession Du Kirchenbücher suchst. Weil die Hossenfelder waren ja eigentlich eine "berühmte" evangelische Pfarrersfamilie. Wenn ich den Verlauf Deiner Anfrage aber richtig interpretiere, dreht es sich bislang um katholische Kirchenbücher.
Grüße
Susanne.
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  #8  
Alt 05.04.2020, 09:33
asommermann asommermann ist offline weiblich
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Hallo Susanne,
ja, ich suche die evangelischen Hossenfelders. Ich habe mal gelesen, dass in Glogau / Nilbau auch evangelische Taufen in katholische Kirchenbücher eingetragen wurden. Allerdings sind meine Informationen mehr als dürftig. Konkret suche ich Christian Hossenfelder. Er ist ein Vorfahre jenes zu zweifelhaftem Ruhm gelangten Pfarrers Joachim Hossenfelder. Von Christian weiss ich, dass sein Sohn Karl Gustav 1847 in Nilbau getauft wurde. In der Heiratsurkunde von Karl Gustav steht 1872, dass sein Vater Christian zu Nilbau verstorben ist.Tatsächlich weiß ich nicht wann Christian geboren wurde und ob er in Nilbau geboren wurde. Ich weiß auch nicht wann er gestorben ist, nur dass er 1872 schon tot war.
Weißt du mehr über die Hossenfelders?

Viele Grüße Anne
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  #9  
Alt 06.04.2020, 07:43
SusanneVonG SusanneVonG ist offline
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Hallo Anne,

das ist alles richtig, was Du da schreibst. Na, nicht ganz. Nilbau lag im Fürstentum Glogau, das zur fraglichen Zeit dem Kaiser gehörte. Nach dem 30jährigen Krieg ließ dieser daher endgültig den ev. Pfarrer in Nilbau verjagen und setzte einen katholischen ein. Die katholischen Kirchenbücher beginnen somit für Taufen, Trauungen und Beerdigungen 1651/52. Allerdings blieben die Bewohner fast alle evangelisch, weil der Kaiser aufgrund des politschen Drucks der Schweden in der nahegelegenen Stadt Glogau eine große evangelische Friedenskirche zulassen mußte. Man ließ also seine Kinder in Glogau taufen, mußte aber den eigentlich arbeitslosen katholischen Pfarrer vor Ort in Nilbau dafür bezahlen u. der trug das in sein Kirchenbuch ein. Das waren so viele Evangelische, daß einer der katholischen Pfarrer in Nilbau sogar seit 1730 ein extra Kirchenbuch ausschließlich für evangelische Eintragungen neben dem 'normalen' Buch führte. Nach dem gewonnenen 7jährigen Krieg beendete Friedrich der Große dann diese Doppelbuchführung in Schlesien - also etwa in den 1760er Jahren. Weil es eben kaum Katholiken in Nilbau gab, in den 1840er Jahren waren es bei etwa 500 Einwohnern 40 Katholiken, hatte der pr. König in Verbindung mit dem kath. Bischof in Breslau 1815 den Evangelischen die Mitbenutzung der katholischen Kirche gestattet (sog. Simultannutzung). Wie immer gab es dann irgendwann Ärger und Breslau verbat 1862 den ev. Gottesdienst in Nilbau. Deshalb bauten sich die Ev. 1866 eine eigene Kirche. Bereits 1865 war die Gemeinde selbständig geworden. Zuvor, also seit dem 30jährigen Krieg, gehörte die Gemeinde zur Stadtpfarrkirche Schifflein Christi in Glogau, seit 1865 war sie eigenständig. ABER sie führten keine eigenen Kirchenbücher, sondern weiterhin wurden die in Glogau genutzt.

Da Du im 19. Jhd. suchst, ist für Dich also die ev. Pfarrei in Glogau zuständig. Davon blieb aber gar nicht viel erhalten. Etwas Tf von 1823-1831 ist online: https://szukajwarchiwach.pl/pradziad...&rpp=15&page=1

Von der Stadt Glogau ist mittlerweile einiges online: https://szukajwarchiwach.pl/search?q...ata_poczatkowa

Seit Okt. 1874 gehörte Nilbau standesamtlich zu Brostau. Meines Wissens blieb von dort nichts erhalten.

Folgende Daten sind Dir ja von ancestry usw. bekannt:

Christian Hossenfelder, Freibauerngutsbesitzer in Nilbau, + Nilbau vor 1871
Sohn:
Carl Gustav Hossenfelder, * 17.11.1847, 1870 Lehrer an der Grundschule in Cottbus, oo Cottbus 16.1.1872 Antonie Brückner, * Cottbus 20.4.1852, To.d. Bäckers Carl Robert B.
Sohn:
Karl Gustav Kurt Hossenfelder, Handelsschuldirektor in Kiel, Ruhestand in Cottbus, * Cottbus 3.10.1872
Söhne:
Gustav Wilhelm Hermann Hossenfelder, * Cottbus 27.3.1898, Lehrer,
Joachim Gustav Wilhelm Hossenfelder, Pfarrer, seit 1929 NSDAP-Mitglied, * Cottbus 29.4.1899, + Lübeck 28.6.1976, oo Bad Warmbrunn 7.7.1925 Johanna Stimm, * Warmbrunn 4.9.1905, + Warmbrunn 12.5.1928

vermutlicher Sohn des Christians:
Julius Hossenfelder, Bauerngutsbesitzer, + Nilbau vor 1903, oo Johann Dorothea Drescher, + Nilbau v. 1903
Sohn:
Gustav (Karl Julius) Hossenfelder, * Ober Herrndorf, Krs. Glogau, 9.11.1862, Ratsbaumeister, + Breslau 2.9.1942, oo Breslau 26.10.1903, Klara Wilhelm.

Du könntest Dir von dieses Joachim die NSDAP-Unterlagen aus dem Bundesarchiv in Berlin bestellen. Größere Stammbaumskizzen sind aber eher bei Angehörigen der SS zu erwarten.

Von Nilbau blieben noch mehrere Unterlagen zur Bauernbefreiung aus dem 19. Jhd. erhalten. Das alles lief unter dem Stichwort "Generalkommission Schlesien". Hier etwa: https://szukajwarchiwach.pl/82/192/0...1#tabJednostka
Da sollten Deine Hossenfelder Bauern auftauchen. Inwieweit aber genealogische Daten dabei sind, kann man nur hoffen.

Grüße
Susanne.
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  #10  
Alt 06.04.2020, 13:47
asommermann asommermann ist offline weiblich
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Hallo Susanne,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort, vor allem auch zur Geschichte. Aus der Sterbeurkunde von Karl Gustav Hossenfelder (Cottbus, 1910) weiß ich, dass dessen Eltern Christian Hossenfelder und Henrietta Schnock waren. Schön wäres, wenn ich herauffinden könnte, wer die Eltern von Christian waren. Mein Urururgroßvater Gottlob Hossenfelder wurde 1794 in Hermsdorf geboren, hat 1817 in Jätschau geheiratet und ist in Rauschwitz gestorben.
Es gibt ja mehrere Orte namens Hermsdorf und Rauschwitz. Ich gehe aber davon aus, dass das Hermsdorf im Landkreis Glogau gemeint ist.
Viele Grüße
Anne
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glogau , hossenfelder , liegnitz , nilbau

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