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  #21  
Alt 28.02.2020, 07:58
Marina Marina ist offline
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Hallo Michael!

Ich weiss nicht, warum es fuer Dich so ein globales Problem ist. Alles, was man zum Adel finden kann und somit alle Raetsel loesen, befindet sich in den Archiven. Man muss bloss eine Anfrage schreiben. Natuerlich ist das kostenpflichtig. Aber man kann alles sofort erfahren.
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  #22  
Alt 28.02.2020, 15:44
Balduin1297 Balduin1297 ist offline
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Hallo,
man braucht beim russischen Adel heute keine Archive mehr besuchen dank petergen. Bei petergen kann man die Adelslisten von verschiedenen Gouvernements durchschauen. Nur weiß ich nicht, ob dort auch Kowno, Kasan und Moskau dabei ist. Ich weiß nur sicher, dass die beiden Gouvernements Cherson und Charkow enthalten sind. Es werden aber ständig neue Regionen hinzugefügt und aktualisiert. Das zentrale Adelsbuch aus dem RGIA in St. Petersburg mit allen Adelsfamilien in Russland kann man soweit ich weiß auch einsehen.

Das einzige, was ich noch nicht verstanden habe, ist, wie die Bezahlung nach Russland funktioniert, da petergen kostenpflichtig ist. Vielleicht weiß ja jemand hier, wie die Bezahlung und Anmeldung bei petergen funktioniert.
Bei der Suche muss man nach folgenden Wörtern suchen:
Алфавит дворянских родов Российской империи
Списки дворян по губерниям Российской империи


www.petergen.com

http://www.petergen.com/search.shtml


Und weiß jemand, warum hier erwähnt wird, dass der Alexander Leonowitsch evangelisch-lutherisch war? Eigentlich würde das auch Sinn ergeben, da er die Junkerschule in Riga besucht hat. Denn in Riga gab es fast nur Protestanten. Auch in Posen gab es viele Protestanten. Es gab ja einige Polen, die zum Protestantismus konvertiert sind. Die meisten evangelischen Polen kommen allerdings aus dem preußischen Teil Polens.
Die Ottilie Charlotte Hartmann von Twerdowsky war ebenfalls lutherisch und bei ihr weiß ich bis heute nicht, ob sie zum polnischen Adel Twardowski h. Ogonczyk gehörte oder nicht. Sie lebte ebenfalls in Russland und starb in Bely Kolodez Gouvernement Charkow.

http://ria1914.info/index.php?title=...B2%D0%B8%D1%87


In Posen gab es auch noch mehr Baltdendeutsche, wie z.B. der Adolf Emil v. Twardowsky-Hartmann, geboren am 7.4.1874 in Riga, gestorben am 4.8.1943 in Posen.

Geändert von Balduin1297 (29.02.2020 um 18:49 Uhr)
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  #23  
Alt 02.03.2020, 11:00
manymips manymips ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Balduin1297 Beitrag anzeigen
Hallo,
man braucht beim russischen Adel heute keine Archive mehr besuchen dank petergen.
Hallo,
vielen Dank für die Info/Hilfestellung zu petergen.org. Das kannte ich nicht. Werde mich dort bemühen, und wenn ich mehr zum Thema Bezahlen etc. herausgefunden habe melde ich mich wieder. Kann aber etwas dauern...

Zitat:
Zitat von Balduin1297 Beitrag anzeigen
Und weiß jemand, warum hier erwähnt wird, dass der Alexander Leonowitsch evangelisch-lutherisch war?
Die Eintrag auf der RIA-Website über meinen Großvater Alexander L. N. Butkiewicz sind Ergebnisse aus einer Recherche in Militärakten in Moskauer Archiven, die ich bei einem russischen Historiker beauftragt habe, sowie aus Beiträgen von mir aus Familienunterlagen, u.a. das Foto. Dass er ev.-luth. Glaubens war ist nicht korrekt, obwohl es in den Militärunterlagen so drinsteht. Die Familie ist polnisch-litauischen Ursprungs und er war definitiv Katholik, wie andere Unterlagen nachweisen. Dies war offenbar nicht nur bei meinem Großvater so. Katholischen Offizieren mit polnischen Wurzeln haftete gem. Aussage des Historikers im kaiserlichen Russland gerne mal der "Geruch der Unzuverlässigkeit" an, weshalb nicht selten in Militärakten statt des katholischen ein ev.-luth. Glaubensbekenntnis angegeben wurde, um sich von diesem Verdacht zu distanzieren. Das ev.-luth. Bekenntnis suggerierte offenbar einen "preußischen Kontext" der Familie, der wiederum hohes Ansehen genoss.

Zitat:
Zitat von Balduin1297 Beitrag anzeigen
In Posen gab es auch noch mehr Baltdendeutsche, wie z.B. der Adolf Emil v. Twardowsky-Hartmann, geboren am 7.4.1874 in Riga, gestorben am 4.8.1943 in Posen.
Die Relevanz dieser Aussage zu meiner Anfrage/zum Thema verstehe ich nicht. Bitte erläutern. Habe ich etwas übersehen? Posen war einer der Hauptzielorte für Deutschbalten im Rahmen der Zwangsumsiedlung 1939.

Gruß und nochmals vielen Dank
Michael
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  #24  
Alt 02.03.2020, 15:06
Balduin1297 Balduin1297 ist offline
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Hallo,
meine Aussage hat eigentlich keinen Sinn gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass sie im Exil Kontakte zu Baltendeutschen gesucht haben, da diese sehr zarentreu waren. Und deine Mutter und Tochter des Alexander hat ja auch einen Baltendeutschen geheiratet. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass sie deshalb nach Posen gezogen sind, um dort Kontakte zu Baltendeutsche aufzubauen.
Da sie allerdings schon vor der Zwangsumsiedlung nach Posen gezogen sind und zu dem Zeitpunkt also noch gar nicht wussten, dass dort später Baltendeutsche leben werden, ergibt auch das keinen Sinn.
Und ich dachte, dass der Alexander und der Adolf Emil sich vielleicht kennen, da auch der Adolf Emil Teilnehmer der Weißen Bewegung war und zur selben Zeit in Posen gewohnt hat.

Geändert von Balduin1297 (02.03.2020 um 15:42 Uhr)
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  #25  
Alt 03.03.2020, 13:25
manymips manymips ist offline männlich
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Registriert seit: 19.11.2018
Ort: Nähe Augsburg
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Zitat:
Zitat von Balduin1297 Beitrag anzeigen
Hallo,
...Ich könnte mir vorstellen, dass sie im Exil Kontakte zu Baltendeutschen gesucht haben, da diese sehr zarentreu waren. Und deine Mutter und Tochter des Alexander hat ja auch einen Baltendeutschen geheiratet. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass sie deshalb nach Posen gezogen sind, um dort Kontakte zu Baltendeutsche aufzubauen...
Der Hinterrund des Zuzuges meiner Großeltern nach Polen/Posen liegt wohl eher darin begründet, dass Polen nach der Staatsgründung nach Ende des 1. WK für Exilpolen bzw. Menschen mit nachweisbar polnischen Wurzeln die Option einer Repatriierung anbot, die mein Großvater wohl für sich und seine Familie annahm. Über diese Repatriierung müssten deshalb eigentlich Unterlagen in Polen zu finden sein, denn hier wurde nach meiner Kenntnis die russische Staatsbürgerschaft aufgegeben und die polnische angenommen; ganz sicher ein formeller Akt mit Antrag und Entscheidung etc. Die Frage ist: wo suchen? Wie schon anderweitig gesagt ist die Familienforschung in Polen und Russland für mich noch Neuland.

Auch ist noch völlig ungeklärt, warum meine Mutter im besetzten Posen offenbar als Deutsche galt. Von einer Einbürgerung weiß ich nichts, aber sie arbeitete gem. vorhandener Arbeitszeugnisse ab 1939/40 im Finanzamt und bei einer Krankenkasse, und solche Anstellungen war nach meiner Kenntnis Deutschen vorbehalten. Ich weiß aus Erzählungen meiner Mutter, dass die Familie ab 1939 in Posen überwiegend Kontakt mit Deutschbalten pflegte. Auch hatte Großvater einen in Berlin erstellten Ariernachweis, wofür auch immer dieser damals in Posen diente.

Mit der Zeit und der Hilfe von Forscherfreunden werde ich dieses Enigma hoffentlich noch lösen können. ;-)

Gruß
Michael

Geändert von manymips (03.03.2020 um 13:28 Uhr)
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adel , adelsbücher , butkewicz , butkiewicz , kaunas , kazan , kowno , moskau , posen , russischer

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