#21  
Alt 27.02.2018, 16:23
OliverS OliverS ist offline männlich
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Aber dort sind nur die gelagert, die aus einem Standesamt der ehemals östlichen Provinzen stammen.
Östliche preußische Provinzen, Polen, Personenstandsregister 1874-1945

Ich wüsste nicht, ob das StA I nach dem Krieg Beurkundungen selber vorgenommen hat und wo diese dann sein könnten. Angeblich haben ja die West-Deutschen Standesämter solche Eintragungen vorgenommen und davon sollte eine Kopie nach Berlin gesendet werden. Ob das jeder gemacht hat? Und wo diese nun sind ?
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  #22  
Alt 27.02.2018, 16:58
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Saure Saure ist offline männlich
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Hallo Alex,

zu Ihrer Information hier ein Beispiel einer
'Kriegsgefangenen- und Vermisstenregistrierung 1950':


Hoffentlich hat es geklappt.
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Viele Grüße
Dieter Saure

Manchmal findet man, was man sucht.
Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
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  #23  
Alt 28.02.2018, 20:58
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Opa98 Opa98 ist offline männlich
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Hallo,

herzlichen Dank Waltraut, Oliver und Herr Saure.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann soll ich die Heimkehrererklärung beantragen.

Da er vermisst ist und nie jemand einen Toderklärungsprozess anstrebte, bin ich mir sicher, dass es keine Sterbeurkunde gibt.

Ich werde das DRK anschreiben und bitten, dass das Bild in die Akte aufgenommen wird und die WAST anschreiben bezüglich der Aufnahme der Fotografie in das Gedenkbuch.

Ich habe noch einige ungeklärte Kriegsvermisste aus der Familie.

Vielleicht schaut ijr euch das dann mal an. Bin auf dem Gebiet weißgott nicht konform.

Liebe Grüße und schnönen Abend.
Alex
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  #24  
Alt 28.02.2018, 22:27
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grüß dich Alex,

- "dann soll ich die Heimkehrererklärung beantragen" - ich befürchte auch so eine Unterlage, wenn eine vorhanden ist, gibt das DRK nicht heraus. Herr Saure was ist Ihre Meinung dazu?

- "ich werde das DRK anschreiben und bitten, dass das Bild in die Akte aufgenommen wird" - das ist nicht notwendig. Die Verlustlisten des DRk sind Anfang der 1950er Jahre erstellt worden (Buchform) und mittlerweile online einsehbar. Nur wenn damals die Angehörigen dem DRK ein Bild zur Verfügung gestellt haben, wurde es erfasst. Ich denke nicht, dass das DRK an den online-Listen etwas ändert.

-"ich werde die WASt anschreiben ..." Die WAST hat kein Gedenkbuch.
Von der DD-WASt kannst du einen vollständigen militärischen Lebenslauf deines Onkels erhalten, wenn du das willst. Da steht dann z.B. drin, wann dein Onkel in welcher Einheit war. Vorausgesetzt die DD-WAST hat dazu Unterlagen von den Einheiten erhalten. Über meinen Vater hat das die DD-WASt z.B. nicht - anscheinend gingen die Meldungen in den Kriegswirren der letzten Kriegsmonate unter.
Kostet Geld und dauert momentan 2 Jahre.

- was der Volksbund anbietet: ein Gedenkblatt - dein Onkel ist ja auf einem Gedenkstein auf einem Friedhof erfasst. Ich weiß nicht wie sowas aussieht. Im Beitrag #5 von Valentin ist der link zum Eintrag beim Volksbund, dort ist ein blauer Button, wo du das Gedenkblatt anfordern kannst.
Vielleicht kannst du in so einem Gedenkblatt das Foto anbringen und dein Onkel und Tante sehen, dass ihr Bruder nicht vergessen ist.

- ich schau mir deine anderen Beiträge noch an, vermutlich erst morgen Abend. Ich bin ja nicht der Spezialist, aber ein bischen was hab ich die letzten Jahre dazugelernt.

- wenn du Fragen hast, kannst du mich auch per PN anschreiben.

liebe Grüße, Waltraud

Geändert von WeM (28.02.2018 um 22:45 Uhr)
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  #25  
Alt 01.03.2018, 00:17
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Hallo Waltraud,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antworten.

Nun zu Ihrer Frage:
'"dann soll ich die Heimkehrererklärung beantragen" - ich befürchte auch so eine Unterlage, wenn eine vorhanden ist, gibt das DRK nicht heraus. Herr Saure was ist Ihre Meinung dazu?'

Ja, ich habe Alexander dazu ermutigt, diese Heimkehrer-Erklärung anzufordern.

Ich habe selbst nach dem Grab meines Vaters jahrelang gesucht.
Ich habe 7 verschiedene Todesnachrichten von Heimkehrern, DRK-Suchdienst, Volksbund, usw. erhalten, und ich bin allen Hinweisen nachgegangen. Das hat Jahre gedauert.

Ich weiß also, von was ich spreche. Gott sei dank, das ich nicht aufgehört habe, das Grab meines Vaters zu suchen.
So habe ich letztlich herausbekommen, dass mein Vater in russ. Kriegsgefangenschaft gestorben ist., und wo sein Grab ist.

Vielleicht können Sie uns ja auch Ihre Suche nach einem im Krieg gebliebenen Angehörigen schildern.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
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Viele Grüße
Dieter Saure

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Geändert von Saure (01.03.2018 um 00:18 Uhr)
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  #26  
Alt 01.03.2018, 19:57
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grüß euch,

sollte es tatsächlich noch möglich sein, Kopien von solchen Heimkehreraussagen zu erhalten, wäre dies für Viele interessant, die nach vermissten Soldaten suchen. Also Alex, solltest du da erfolgreich sein, lass es uns wissen.

Grüße, Waltraud
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  #27  
Alt 01.03.2018, 22:40
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Moin zusammen,

ich will ja niemanden den Mut nehmen, aber der DRK-Suchdienst hat schon vor einigen Jahren seine Regeln für Auskünfte geändert / verschärft. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Vermißtenregistrierungen zu internen Dokumenten erklärt und Heimkehreraussagen werden seit der Zeit nicht mehr herausgegeben, um die Heimkehrer und deren Nachfahren vor Nachfragen von Suchenden zu schützen.

Laut Aussage eines Mitarbeiters (vor 3-4 Jahren) wurde der komplette Bestand der originalen Vermißtenregistrierungen nach interner Auswertung in Kisten verpackt und eingelagert.

Dieter, wann hast Du denn das letzte Mal eine Heimkehreraussage bzw. Vermißtenregistrierung vom DRK bekommen?

Herzliche Grüße Jürgen
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  #28  
Alt 01.03.2018, 23:04
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Danke für all eure Tipps.

Ich bemühe mich, das Bild zumindest in die Akte zu geben.

Ich werde mich bei der Wast noch einmal informieren, bin aber beruflich im Moment ziemlich eingespannt. Mal sehen wenn es klappt.

Liebe Grüße und vielen Dank
Alex
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  #29  
Alt 02.03.2018, 00:40
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Saure Saure ist offline männlich
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Hallo Jürgen,

natürlich antworte ich gerne auf Deine Frage:
'Dieter, wann hast Du denn das letzte Mal eine Heimkehreraussage bzw. Vermißtenregistrierung vom DRK bekommen?'.

Das war zu der Zeit, als ich das Grab meines Vaters suchte und direkt mit Klaus Mittermaier in Kontakt stand.
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Dieter Saure

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  #30  
Alt 02.03.2018, 21:54
JürgenP JürgenP ist offline männlich
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Moin Dieter,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ja, zu der Zeit bekam man noch das "volle Programm" geboten. Heimkehreraussagen einschließlich der Daten der Heimkehrer, die Karteikarten der Vermißtenregistrierung mit allen Angaben der Antragsteller usw.
Aber wie schon gesagt, die Zeiten sind leider schon einige Jahre vorbei.
Dafür bietet der DRK-Suchdienst aber die Möglichkeit der Kontaktherstellung. Man schreibt einen Brief an die entsprechende Person und das DRK leitet diesen Brief dann weiter. Das habe ich selbst schon gemacht und dadurch Kontakt zu entfernten Verwandten herstellen können, die seinerzeit für meine Großeltern (Ostdeutschland) die Vermißtenregistrierung für meinen Onkel abgegeben haben.

Alex:
Es macht keinen Sinn, ein Bild an das DRK zu senden. Wie schon geschrieben, die Vermißtenbildlisten wurden in den 50ger Jahren erstellt und es gab nur 2 Nachträge in Form von Nachtragsbänden, die auch zeitnah erstellt wurden. Nach der Drucklegung wurden die Originalbilder wieder an die Antragsteller verschickt, das DRK hat diese nicht archiviert sondern nur bis zur Möglichkeit der Rückgabe aufbewahrt.

Herzliche Grüße Jürgen
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