#1  
Alt 31.05.2021, 15:45
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LisiS LisiS ist offline weiblich
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Standard Art des Geläuts zum Todestag/Begräbnis

Jahr, aus dem der Begriff stammt: 1701
Region, aus der der Begriff stammt: Steyr OÖ kath. Stadtpfarre


Hallo zusammen!

Mir ist grad in einem Sterbebuch aufgefallen dass da verschiedene Anmerkungen zu den "Sterbeglocken" gemacht wurden.

Ich kann mir aber keinen rechte Reim drauf machen, und gefunden hab ich auch nix was mir das erklären könnt, was damals mit "des kleine gleith" und "des glökhl" und "des mitters gleith" (wenn ich das richtig les - beim 2. Eintrag links) gemeint war? Bei manchen steht gar nix zu dem Geläut?

Hatte man dafür was zu zahlen? Oder woran lags, welche Glocke(n) geläutet wurden und ob überhaupt geläutet wurde?

https://data.matricula-online.eu/de/...%252F03/?pg=11

Danke für eure Hilfe!


P.S.: Bei uns am Land kommts heute noch vor, dass hin und wieder, wenn jemand gestorben ist während der Messe dann die kleinste Glocke einige Zeit geläutet wird. Insofern kann ich mir schon vorstellen, was das für eine Bedeutung heute hat, aber nicht damals.
__________________
Liebe Grüße
Lisi

Geändert von LisiS (31.05.2021 um 15:46 Uhr)
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  #2  
Alt 31.05.2021, 18:21
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Interrogator Interrogator ist offline männlich
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bei Wiki...

Schiedläuten:
Das Schiedläuten (auch: Scheideläuten, Scheidungsläuten, Sterbeläuten, Schiedamläuten) bedeutet, dass beim Bekanntwerden eines Todesfalles mit der Schiedglocke – in der Schweiz/in Österreich auch mit der Zügenglocke (vgl. „in den letzten Zügen liegen“) – geläutet wird. Die Zügenglocke ist fast immer die kleinste Glocke des Geläuts. Die Schiedglocke kann ebenfalls die kleinste Glocke des Geläuts sein, manchmal handelt es sich hierbei aber auch um die größte Glocke (oder zweitgrößte, falls die größte Glocke den Festtagen vorbehalten ist). Das Schiedläuten kann entweder bei Eintreffen der Todesnachricht, nach dem nächsten Betläuten/Angelus oder zu einer anderen festen Zeit erfolgen. In Österreich gibt es auch teilweise noch den Brauch, dass beim Todesfall eines Mannes die Schiedglocke dreimal, beim Todesfall einer Frau zweimal und beim Tod eines Kindes einmal geläutet wird. Dieses Schiedläuten findet jedoch ausschließlich in Landgemeinden statt; ein Grund dafür ist sicherlich, dass in der Großstadt das Schiedläuten wohl mehrmals täglich erklingen würde. In der Eifel und im Saarland wird hierfür auch der Begriff Wegläuten verwendet (im Sinne von "Wegläuten aus dem Kreis der Lebenden / aus der Gemeinde").
__________________
Gruß
Michael
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  #3  
Alt 31.05.2021, 19:23
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo Lisi
ein Glöckner musste bezahlt werden.

Beispiel einer Gebührenordnung für das Läuten, bzw. für den Glöckner. Aber auch die Kirchenkasse bekam noch etwas.
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Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (31.05.2021 um 19:31 Uhr)
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  #4  
Alt 01.06.2021, 14:36
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Oh! Da wurde auch noch gleich nach "Klassen" unterschieden mit den Preisen und allem. Spannend!
Danke Anna Sara!


Dir auch danke Michael! Wieder was dazu gelernt!


P.S.: Dürft aber aufgrund der "Konfirmanden" eine evangelische Kirche gewesen sein?
__________________
Liebe Grüße
Lisi
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  #5  
Alt 02.06.2021, 15:05
inge inge ist offline
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Als wir vor 40 Jahren evangelisch in Niedersachsen geheiratet haben, mussten wir kein Läutegeld bezahlen, da ein Altersheim existierte und deshalb genug Einnahmen zusammen kamen.
LG
inge
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  #6  
Alt 02.06.2021, 21:49
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@ Inge
So kanns auch gehen
Glück gehabt!
__________________
Liebe Grüße
Lisi
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