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  #1  
Alt 06.03.2018, 20:16
NDemidoff NDemidoff ist offline
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Standard Ehstland c. 1660 (Nieroth, von)

Quelle bzw. Art des Textes:
Jahr, aus dem der Text stammt:
Ort und Gegend der Text-Herkunft:
Namen um die es sich handeln sollte:


Wenn der zu transkribierende Text nicht in deutscher Sprache verfasst ist, sind Sie hier falsch! Siehe gelbe Hinweisbox oben!

Bitte tippen Sie hier den Text Zeile für Zeile ein, soweit Sie diesen selbst entziffern können. Sie können unsichere Wörter mit einem Fragezeichen und fehlende Stellen mit Punkten kennzeichnen. Nennen Sie zumindest unbedingt die Orts- und Familiennamen, die im Text vorkommen (sofern lesbar bzw. bekannt)!
Eine Anrede, eine freundliche Bitte und am Schluss ein netter Gruß erhöhen die Motivation der Helfer!

Sehr geehrte Experten!
Ich appelliere wieder an dich um Hilfe ...

- Dies ist ein weiteres Dokument, das sich auf meine direkten Vorfahren bezieht - die Familie von Nieroth, die Adligen von Estland.

Diesmal: ein Dokument um 1624.

*Das Dokument besteht aus 3 Seiten.
Ich habe es geschafft, die erste Seite zu transkribieren ...
Aber ich brauche deine Hilfe: Ich bitte um Korrekturen.

Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Hilfe.

Mit den besten Wünschen aus Belarus, Nikita Demidov.
................................................

Wolgeborner Edler Herr, wolverordenter Herr Könichlicher Gúbernator, mechtiger patron |
vnd beforderer, E. W. E. Herligkeit, kan ich Hochbetrúbte vnd verlassene fraúe, im nahmen |
meines lieben Ehemannes, Magnús Nierodt ab_wesenden, in diemútigster vnterthenigkeit |
Hochdringender vnvmbgenklicher nothúrfft nicht vorhalten, was massen ich mit meinen recht= |
wessigen sachen, eine langwúrige … Zeitt im recht gehangen, vnd nach vielen aúsgestan= |
denen vnd erlittenen schaden, …, spott, lebens vnd sehlen gefahr, endtlich Zú ei= |
nem vhrtheill, dúrch gnedige beforderúng, vnd gröser múhr, ihrer Erlaúchten Wolgebornen |
Gnaden gelanget bin, welchem Gott der Herr, solches genediglich belohnen wolle, an leib vnd |
Sehle. bitte E. W. E. Herligkeit, gerichen mich gnediglich beӱ meinem vhrtheil vnd recht ferner |
Zú schú[t]zen. |

Dem nach Wolgeborner Edler Herr, als ich mich, mit meinem Hiegen, Hochbetrúbten vnd Elen= |
den Ehemanne, Magnús Nierodt in die ander ehe eingelassen, haben die angehörigen verwan= |
dten. des gútts Kappell. sich mit vhrtheil vnd recht so vergliechen, das derselbige gútt, Zwar |
S. Tönnis Nierodt seinen sohnen, als negsten_erben der Schwerdt linien_/ gehöre vnd gebúhre… |
aber ihnen nichtes geliefert; sondren ihr Vetterchen F… Nierodt, so den Herren Ritmeister. |
Dierich Thiesenhaúsen Zúr ehe gehabt, hat_es besessen vnd genúzet_/ fúr die waren mennichliche |
erben welches ihr nicht hette gebúhret, wen die mennichliche erben, getreúe vormúnder gehabt |
Hett…: … … der blöden Júngfraúen Dorothea Nieroth. |

Weilen es sich aber mit einrúmigen des gúttes, lange Zeitt bis dato Her vor Zogen, vnd von einem |
freuden vnd Schwager besessen worden. Also bin ich vervhrsachet worden, mit wissen vnd willen |
meines ebenden Ehemannes, fúr Zwen iahre, aúff meine eigenen, … aúff Wilhelm |
Nierohts vnkosten, vnd ebentheúr, mit vor_seúmnús meiner Haús Haltúng, die beschwerliche vnd |
geferliche reise, nach Riga aúff mich Zú_nehmen vnd vnsren aller gnedigsten Königen Landes |
Herren vnd Vatter vmb gnedigste erkendtnisse vnd befehlich, aúff das gegebene vhrtheill der |
Herren Landtrethe, Zúersúchene: |

Welches nach demnachl ich dasselben in búchstaben, nebenst ihrer E. W. G. treúwliche vorwar= |
núngen Gottlob, in vnterthenigkeit erlanget vnd endtpfangen habe ich mich des orttes wieder |
erhoben, vnd bin mit gröser beschwer hie angelanget, vnd den H. Landtratthene solch Mandat |
praesentiret, aber vbel angetroffen, vnd bin des starcken Könichlichen Mandats nichts gebessert |
worden. / gedenske aber keines weges im geringsten davon ab Zútretten. |

Sondren die Herren vormúndren Haben vns, im nahmen Wilhelm Nieroht. vnd Hindrich Hastfer |
ein ander gútt, Paistfer genandt, da wir ohne das erblich Zúgehören, aús genaden, wegen S. |
Tönniges Nierohts vorbrechen, welches nicht kauerwiesen werden, sondren Júrgen Nieroht ist |
der vorbrecher gewesen / an praesentiret, vnd ein starck Contract mit … aúfgerichtet |
welchen mir Zúhalten enmúglich gewesen, welchem ich aúfsichts wiedersprochen, nach dem sie vns |
sieben oder acht baúren Zúgesagt, vnd mir einen erb baúren geliebert, wie die … ein= |
weisúng aús gewiesen, vnd ist von ihnen selber erstlich nicht gehalte worden. |
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  #2  
Alt 06.03.2018, 20:25
NDemidoff NDemidoff ist offline
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Beiträge: 86
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Ich entschuldige mich bei den Moderatoren: Ich habe einen Fehler im Titel des Themas gemacht ...

Ehstland c. 1660 (Nieroth, von) --- das ist nicht wahr
Der richtige Name --- Ehstland c. 1624 (Nieroth, von)

Ich entschuldige mich für meinen Fehler.

Mit freundlichen Grüßen, Nikita
  #3  
Alt 06.03.2018, 22:00
Verano Verano ist offline
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Hallo Nikita,

meinen allergrößten Respekt zu der Transkription.
Erstmal bis hierher.

Wolgeborner Edler Herr, wolverordenter Herr Könichlicher Gúbernator, mechtiger patron |
vnd beforderer, E. W. E. Herligkeit, kan ich Hochbetrúbte vnd verlassene fraúe, im nahmen |
meines lieben Ehemannes, Magnús Nierodt ab_wesenden, in diemútigster vnterthenigkeit |
Hochdringender vnvmbgencklicher nothúrfft nicht vorhalten, was massen ich mit meinen recht= |
massigen sachen, eine langwúrige raume? (wie geraume?) Zeitt im recht gehangen, vnd nach vielen aúsgestan= |
denen vnd erlittenen schaden, Hon*, schimpff, spott, lebens vnd sehlen gefahr, endtlich Zú ei= |
nem vhrtheill, dúrch gnedige beforderúng, vnd gröser múhe, ihrer Erlaúchten Wolgebornen |
Gnaden gelanget bin, welchem Gott der Herr, solches genediglich belohnen wolle, an leib vnd |
Sehle. bitte E. W. E. Herligkeit, gerichen mich gnediglich beӱ meinem vhrtheil vnd recht ferner |
Zú schútzen. |

* Hohn

__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
  #4  
Alt 07.03.2018, 06:03
NDemidoff NDemidoff ist offline
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Danke Ihnen!
Warten auf weitere Korrekturen ...

Mit freundlichen Grüßen, Nikita
  #5  
Alt 07.03.2018, 08:52
Verano Verano ist offline
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Guten Morgen

Demnach Wolgeborner Edler Herr, als ich mich, mit meinem Itziegen, Hochbetrúbten vnd Elen= |
den Ehemanne, Magnús Nierodt in die ander ehe eingelassen, haben die angehörigen verwan= |
dten. des gútts Kappell. sich mit vhrtheil vnd recht so vergliechen, das daselbige gútt, Zwar |
S. Tönnis Nierodt seinen sohnen, als negsten_erben der Schwendt linien_/ gehöre vnd gebúhre… |
aber ihnen nichtes geliefert; sondren ihr Vetterchen F… Nierodt, so den Herren Ritmeister. |
Dierich Thiesenhaúsen Zúr ehe gehabt, hat_es besessen vnd genútzet_/ fúr die waren mennichliche |
erben welches ihr nicht hette gebúhret, wen die mennichliche erben, getreúe vormúnder gehabt |
Hetten: viel weiniger der blöden Júngfraúen Dorothea Nieroth. |


Später habe ich mehr Zeit

__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.

Geändert von Verano (07.03.2018 um 08:54 Uhr)
  #6  
Alt 07.03.2018, 12:47
Verano Verano ist offline
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Ein Stückchen weiter:

Weilen es sich aber mit einrúmigen des gúttes, lange Zeitt bis dato Her vor Zogen, vnd von einem |
recken vnd Schwager besessen worden. Also bin ich vervhrsachet worden, mit wissen vnd willen |
meines elenden Ehemannes, fúr Zwen iahre, aúff meine eigenen, und nicht aúff Wilhelm |
Nierohts vnkosten, vnd ebentheúr, mit vorseúmnús meiner Haús Haltúng, die beschwerliche vnd |
geferliche reise, nach Riga aúff mich Zúnehmen vnd vnsren aller gnedigsten Königen Landes |
Herren vnd Vatter vmb gnedigste erkendtnisse vnd befehlich, aúff das gegebene vhrtheill der |
Herren Landtrethe, Zúersúchene: |

Welches nach demmahl ich dasselben in búchstaben, nebenst ihrer E. W. G. treúwliche vorwar= |
núngen Gottlob, in vnterthenigkeit erlanget vnd endtpfangen habe ich mich des orttes wieder |
erhoben, vnd bin mit gröser beschwer hie angelanget, vnd den H. Landtratthene solch Mandat |
praesentiret, aber vbel angetroffen, vnd bin des starcken Könichlichen Mandats nichts gebessert |
worden. / gedencke aber keines weges im geringsten davon ab Zútretten. |


__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
  #7  
Alt 07.03.2018, 13:38
Verano Verano ist offline
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Welches nach demmahl ich dasselben in búchstaben, nebenst ihrer E. W. G. treúwliche vorwar= |
núngen Gottlob, in vnterthenigkeit erlanget vnd endtpfangen habe ich mich des orttes wieder |
erhoben, vnd bin mit gröser beschwer hie angelanget, vnd den H. Landtratthene solch Mandat |
praesentiret, aber vbel angetroffen, vnd bin des starcken Könichlichen Mandats nichts gebessert |
worden. / gedencke aber keines weges im geringsten davon ab Zútretten. |

Sondren die Herren vormúndren Haben vns, im nahmen Wilhelm Nieroht. vnd Hindrich Hastfer |
ein ander gútt, Paistfer genandt, da wir ohne das erblich Zúgehören, aús genaden, wegen S. |
Tönniges Nierohts vorbrechen, welches nicht kannerwiesen werden, sondren Júrgen Nieroht ist |
der vorbrecher gewesen / an praesentiret, vnd ein starck Contract mit bekauwungen* aúfgerichtet |
welchen mir Zúhalten unmúglich gewesen, welchem ich aúfsichts wiedersprochen, nach dem sie vns |
sieben oder acht baúren Zúgesagt, vnd mir einen erb baúren geliebert**, wie die vormuendte ein= |
weisúng aús gewiesen, vnd ist von ihnen selber erstlich nicht gehalten worden. |

* Bekaufungen
** geliefert

Ich gebe mir Mühe, trotzdem sollte drübergeschaut werden.
__________________
Viele Grüße August

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  #8  
Alt 07.03.2018, 20:48
NDemidoff NDemidoff ist offline
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Danke Ihnen!
Aber hier stimme ich dir nicht zu:

... von einem |
recken vnd Schwager ...

frecken/ fracken/ ... ???

Mit freundlichen Grüßen, Nikita
  #9  
Alt 07.03.2018, 21:51
Verano Verano ist offline
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Beiträge: 4.075
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Wenn man genau hinsieht, könnte da ein Teil eines f zu sehen sein. Mir ist da zuerst nur ein zufälliger Strich aufgefallen, dem ich keine Bedeutung beigemessen habe.
Dann also frecken und Schwager. „frecken“ steht für verrecken, „freckig“ ist verflucht. Ein Schimpfwort für den Schwager.

http://www.woerterbuchnetz.de/cgi-bi...&lemid=AF01493
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Viele Grüße August

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  #10  
Alt 07.03.2018, 23:08
NDemidoff NDemidoff ist offline
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Also, das richtige Wort: frecken ?

Mit freundlichen Grüßen, Nikita
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