#1  
Alt 10.04.2022, 20:13
el_marocco el_marocco ist offline männlich
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Standard Gebärmaschine

Liebe Freunde der Ahnenforschung,

obwohl ich es nun schon mehrfach erlebt habe, bin ich immer wieder fassungslos, in welch kurzem Abstand unsere Ahninnen ihre Kinder geboren haben! Eine meiner Urgroßmütter z.B. hat am 12.3. und am 16.12. desselben Jahres, also innerhalb von 9 Monaten und 4 Tagen zwei Töchter zur Welt gebracht. Da die im Dezember geborene Tochter das Erwachsenenalter erreicht hat, gehe ich mal nicht davon aus, dass es sich dabei um eine Frühgeburt gehandelt hat. Sie muss also sehr kurz nach der Geburt ihrer älteren Schwester gezeugt worden sein.
Fünf Jahre später hat meine Urgroßmutter innerhalb von 8 Monaten und 14 Tagen drei Kinder geboren, zuerst einen Sohn und dann Zwillinge. Aufgrund des kurzen Abstandes ist klar, dass die Zwillinge zu früh zur Welt kamen. Sie sind auch bereits am Tag ihrer Geburt verstorben.
In den ersten 7 Jahren und 4 Monaten ihrer Ehe hat meine Urgroßmutter 9 Kinder geboren, und dann nach einer kurzen Pause in 5 Jahren und 8 Monaten weitere 7 Kinder.
Was müssen die Frauen damals durchgemacht haben!

Viele Grüße

Ulrich
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  #2  
Alt 10.04.2022, 20:42
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Hallo.

Ich weiß, bis dato, nur von einem Fall, Ende des 19. Jahrhundert: Eine Schwester meiner Vorfahrin, hat, verheiratet, Anfang des Jahres 1899 einen Sohn und Ende des Jahres eine Tochter bekommen. Die Tochter hat das Erwachsenenalter erreicht.

Andere Vorfahrinnen haben beinahe jährlich Kinder bekommen, von denen jedoch nicht alle das Erwachsenenalter erreicht haben.

Was für eine körperliche Belastung für die Frauen.

Herzliche Grüße

Andrea
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  #3  
Alt 10.04.2022, 21:23
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Geschichtensucher Geschichtensucher ist offline weiblich
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In der Familie meines Mannes fand ich um die Jahrhundertwende 19./20. Jh. eine ganze Geschwisterfolge mit jeweils genau 13 Monaten Abstand. Da gab es wohl konkret 4 Monate Schonfrist
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Beste Grüße, Iris
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  #4  
Alt 10.04.2022, 21:54
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Die Großmutter meiner Schwiegermutter bekam das erste Kind am 7.6.1879,
das 18. Kind am 1.12.1900. Durchschnittlich alles 14 Monate ein Kind, ganz schrecklich. Bisher habe ich neun Kinder gefunden, die kurz nach der Geburt gestorben sind.
Wenn die Mütter leicht empfänglich waren und die Männer sich nicht zurückhalten konnten, waren die Frauen wirklich Gebärmaschinen
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Liebe Grüße
Gudrid
Lieber barfuß als ohne Buch
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  #5  
Alt 10.04.2022, 22:06
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Pumbaa Pumbaa ist offline
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Ich habe eine Familie im Stammbaum mit 11 Kindern.

Davon hat es nur eins geschafft erwachsen zu werden und eine eigene Familie zu gründen.


Liebe Grüße
Ramona
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  #6  
Alt 10.04.2022, 22:13
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Andrea1984 Beitrag anzeigen
Was für eine körperliche Belastung für die Frauen.
Hallo,

meine Tante hat von Jan. 1967 bis Mai 1969 vier Kinder geboren. Dabei hat sie anscheinend ziemlich viele Zähne verloren.

Mit besten Grüßen
Wolfgang
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  #7  
Alt 10.04.2022, 22:50
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Hallo Wolfgang,

ja, das habe ich auch gehört, dass jede Geburt einer Mutter einen Zahn kostet.

Wie ist das möglich ? 4 Kinder innerhalb von 2 1/4 Jahren ?

Zwillinge ? Oder mehrere Kinder binnen 10 Monaten ?

z.B. 01/1967, 03/1968 - Zwillinge - und 05/1969 ?

Woran liegt es, dass Frauen soviele Kinder bekommen haben ?

Am Klima ?

Oder daran, dass man damals einfach keine anderen Möglichkeiten und Ablenkungen gehabt hat z.B. kein Radio, kein Fernsehen, kein Internet etc.

Herzliche Grüße

Andrea
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  #8  
Alt 11.04.2022, 09:13
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Andrea1984 Beitrag anzeigen
Zwillinge? Oder mehrere Kinder binnen 10 Monaten?

z.B. 01/1967, 03/1968 - Zwillinge - und 05/1969 ?

Woran liegt es, dass Frauen soviele Kinder bekommen haben? Am Klima?

Hallo Andrea,

die Zwillinge wurden im Dez. 1967 als Sieben-Monats-Kinder geboren.

In dieser Familie spielte anscheinend extreme Frömmigkeit die Hauptrolle.

LG Wolfgang
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  #9  
Alt 11.04.2022, 10:59
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Bergkellner Bergkellner ist offline
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Man muss gar nicht in die Vergangenheit gehen.

Wir haben eine Nachbarsfamilie mit 12 Kindern, von denen noch 11 leben, ein Mädchen ist mit drei Jahren im Fluss ertrunken.
Die Mutter hat mit 19 Jahren geheiratet, sie ist jetzt 45 und sieht zwanzig Jahre älter aus.
Sie gehören einer christlichen Sekte an, bei denen Verhütung verboten ist.

Von dem Verein gibt es bei uns im Dorf eine ganze Menge, Familien mit 8 und mehr Kindern sind keine Seltenheit.
__________________
Wer lesen kann, ist besser dran!(Andreas' Opa Fred)
Nierngstwuh giehts so zu wie uff dare Walt!(Claudias Uroma Anna)

Suchen immer:
Loewe - Steinau an der Oder/Schlesien(vor 1850)
Heine - Glogau/Schlesien(vor 1850)
Hollenstein - Bleiwäsche/Westfalen(vor 1710)
Ulich - Neukirchen b. Stollberg(um 1710)
Rothbart - Kröslin/Pommern(um 1740)
Mädtke - Grambin und Umgebung/Vorpommern(vor 1840)
Buden/Budin - Wriezen u.U./Brandenburg(um 1700)
Kellner/Gevers - Hannover Stadt u.U.(um 1700)



Geändert von Bergkellner (11.04.2022 um 11:00 Uhr)
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  #10  
Alt 11.04.2022, 13:12
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Octavian Busch Octavian Busch ist offline männlich
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Hallo
Im Buch von Peter Bahn "Familienforschung Ahnentafel Wappenkund - Wege zur eigenen Familienforschung ist ein Kupferstich abgebildet:
Das Ehepaar Barbara und Adam Stratzmann mit seinen 38 ehelichen Söhnen und 15 Töchtern (2. Hälfte des 15. Jahrhunderts)
Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Stratzmann
Ob das wahr ist, ist schwer zu sagen.


Unter meinen eigenen Vorfahren ist der Rekord 16 Kinder, wovon 8 im Kindesalter verstorben sind.
__________________
Ave


Ballendorf: Heyne; Grossbothen: Lange, Dietze; Bad Lausick: Hantschmann, Schilde, Sebastian, Zopf; Leipzig: Zopf, Näumann, Kühn; Schneeberg: Friede; Grossgörschen: Fickler; Greitschütz: Staacke; Drehbach: Orgis; Waldkirchen: Neubert; Kaltenborn: Kern; Hohnbach: Frentzel; Grimma: Lange, Ansorg, Börner; Stadtroda: Kittel
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