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  #21  
Alt 16.02.2020, 07:44
Benutzerbild von DariusKollotzek
DariusKollotzek DariusKollotzek ist offline männlich
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Ja du hast sicherlich Recht. Aber weil ich das auf meine Verwandtschaft beziehen will, würde ich gerne erfahren wie sich das Region spezifisch in Schlesien entwickelt hat. Außerhalb der allgemein bekannten Klischees. Ich kann das noch nicht nachweisen. Aber es ist formlich hinter den Chroniken und Urkunden, dass z.B. in Schlesien ein Umbruch stadtgefunden hat. Die Menschen zogen in die Städte. Ich würde mutmaßlichen, dass der Grund dafür die Industrialisierung Schlesiens gewesen war. Weiter stelle ich mir vor was für einen Einfluss hat das für die Arbeit was die Menschen spezifisch in Schlesien machten, hat die Industrialisierung Einfluss auf Ihr Gesundheit gehabt. Wieso sind bei manchen Familien so viele Menschen gestorben und bei manchen nur eins? Über dem Aufstand der Tuchmacher in Schlesien wurde relativ viel geschrieben, aber wie war das in Oberschlesien? Oder wie war das noch früher. Wenn eine nur ein Knecht war oder Gemeinheitsarbeiter. Sogenannte Gartenstallbesitzer oder Häusler. Wie hat er sich und die Familie ernährt. Oder wie Sahen die Häuser damals aus, wenn ich höre, dass noch vor 150 Jahren in Damals Alt-Zabrze das erste Ziegelhaus gebaut wurde. Anderes Thema ist, Ihre Meinungen. Was haben sie gelesen, was ihre Meinung beeinflusst. Wovor hatten sie Angst und wieso? Ich habe tatsächlich jetzt ein paar Zeitungen von damals gelesen. Es ist schon interessant, wenn man das aus der Entfernung von Ca. 90 Jahren liest. Und letztendlich steht die Frage im Raum ´: Ist meine Schlussfolgerung in Bezug auf Beurteilung der Beweggründe damalige Menschen richtig? Daran habe ich große Zweifel…
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  #22  
Alt 16.02.2020, 20:39
mabelle mabelle ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von DariusKollotzek Beitrag anzeigen
Hallo,
Es sind die Geiste die Ich rief, seit dem ich die Familienforschung intensive betreibe. Sie lassen mich jetzt nicht mehr in Ruhe. Ihre Bilder wälzen sich in jeder freien Minute in meinem Kopf. Ich muss wohl oft daran denken, wie die Menschen damals gelebt haben? Wie sahn die Ortschaften in den sie gelebt haben? Mit der Familienforschung wird ja zwangsweise auch eine Neugier erweckt. Wie sah das Leben damals aus? Wie lernten sie sich gegenseitig kennen? Die sind oft von Dorf zu Dorf umgezogen, was war der Grund dafür? Vorher kamen sie nach Schlesien? Wie bewältigten sie den Alltag. Ich habe nichts über den Alltag in Schlesien gefunden außer romantisch verklärtes Bild der alten Heimat? So wie sich das aus den Familienchroniken anzeichnet war das Leben in Schlesien bestimmt kein Zuckerschlecken, und war sicherlich für die meisten sehr hart. Wie geht ihr mit euren Geisten um? Gibt es irgendwo realistische Beschreibungen des Leben in Schlesien im XVII und XIX Jahrhundert oder Kann mir vielleicht selber erzählen wie es damals war?
Hallo Dariusz,

ich habe gerade eine Rezension zu dem Buch von Szczepan Twardoch mit dem Titel "Drach" gelesen. Klingt sehr interessant. Ist die Geschichte einer Familie in Schlesien über vier Generationen ...

Ich bin darauf gestoßen, weil ich mich aufgrund Deines Beitrags etwas nostalgisch an meinen Großvater (eigentlich Nenn-Opa) erinnerte, der aus Oberschlesien stammte und scheinbar eine ganz andere Sprache sprach. Wie ich heute weiß, wird das bis heute Wasserpolnisch genannt. Ich hörte ihm gerne zu mit der starken Betonung der Konsonanten, es war sehr unmittelbar, ehrlich und bildhaft. Und die beiden Fußballer Miroslav Klose und Lukas Podolski unterhalten sich bis heute auf Wasserpolnisch, berichtet der Spiegel.

Viele Grüße
mabelle
__________________
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Bezold: Eckenhaid/Eckental, Eschenbach, Tirschenreuth, Lauterbach, Moosburg, Ebersberg, Halle-Saale, Duisburg, Hudson, New Jersey, USA
Hillner: Halle-Saale, Schlüchtern
Kalkbrenner: Fürstenwalde/Spree, Brandenburg
Krömer: Bieskau, Schweidnitz, Schlesien
Meißner: Lauterbach, Großkonreuth
Polte: Bunzelwitz, Schlesien
Rother: Königszelt, Költschen, Schweidnitz, Schlesien
Thamm: Schweidnitz, Würben, Schlesien

Geändert von mabelle (16.02.2020 um 20:40 Uhr) Grund: Formatierung
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  #23  
Alt 16.02.2020, 22:42
Benutzerbild von DariusKollotzek
DariusKollotzek DariusKollotzek ist offline männlich
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Das habe ich auch bereits noch vor Weihnachten gelesen. Eben abgesehen davon, wie man das beurteilt was der Mann da schreibt, Das buch hat mich auf viele Ideen gebracht, wenn es um die Familienforschung geht. Auch das viele meine Verwandten auch im Oberschlesien Infanterie-Regiment "Keith" Nr. 22. in Glewitz gedient haben. Oder Dass sie mit dem Infanterie-Regiment 84 die Maginotlinie überwunden haben und später unter Stalingrad quasi pulverisiert wurden. Zwar meine Ansicht ist bisschen andre als seiner, trotzdem habe ich gelernt seine Ansichten so akzeptieren, wie er das Buch beschrieben hat. Oberschlesien eben! Ein meine Internetbekannten hat das auf dem Punkt gebracht " Oberschlesien ist eine Großküche mit vielen Gewürzen aus ganz Europa". Angeblich ist das Original in "Ost-Oberschlesisch" geschrieben. Und als ich das alles gelesen habe dachte ich trotz Allem: wie gut, dass ich heute lebe und nicht damals. Man sieht, das der Autor die Zeit gut recherchiert hat. Übrigens mein Name wird Darius geschrieben nicht Dariusz

Geändert von DariusKollotzek (17.02.2020 um 00:09 Uhr)
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  #24  
Alt 17.02.2020, 00:39
Asphaltblume Asphaltblume ist offline
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Eventuell wären (Heimat-)Romane von schlesischen Schriftstellern eine interessante Quelle. In der deutschen Version von Projekt Gutenberg (www.projekt-gutenberg.org) sind einige Autoren vertreten, zum Beispiel Paul Keller, Gustav Freytag, Karl von Holtei, Heinrich Laube oder Gerhart Hauptmann.
__________________
Gruß Asphaltblume
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  #25  
Alt 17.02.2020, 07:41
Benutzerbild von DariusKollotzek
DariusKollotzek DariusKollotzek ist offline männlich
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Der Paul Keller schreibt zwar in schlesischen Dialekt. „Der Bergkrach“ ist eine sehr humorvoll geschriebene Erzählung, da kommen schon die „Die Ahnen“ von Gustav Freitag der Sachen nähe. Ich gebe Dir Recht die Autoren die Du erweht hast, sind auf jeden Fall des Lesens wert. Die Literatur, was Du oben aufgeführt hast, ist aber die „deutsche Romantik“ ist nicht ganz das was ich suche. Außerdem in der Reihe “Die Ahnen“ Beschreibt Gustav Freitag eine Familie deren Wurzeln bis in 1500 Jahre zurückreichen. Ich muss gestehen soweit möchte ich meine Wurzeln nicht verfolgen. Für mich ist das Jahr 1800 eine Hürde die ich hin und wieder überwunden habe, ist aber zumindest für mich sehr schwierig. Immer hin die Schlacht bei Waterloo hat 1815 stattgefunden. Das ist erst ein paar Generationen her. Allein der Umfang der Familie vergrößert sich um Das Vielfache und wird undeutlich. Und das gilt in gleicher Weise für die Erzählungen und Geschichten. Die kann man nur sehr allgemein auffassen. Bei uns in Schlesien hat man früher gesagt: „Das Leben ist wie ein Kinderhemdchen, viel zu kurz und oft beschissen“.

https://www.youtube.com/watch?v=NpflKLO6dOw

https://www.youtube.com/watch?v=k7a6ak8QggY

http://riesengebirgler.de/gebirge/li.../Bergkrach.htm

Geändert von DariusKollotzek (17.02.2020 um 08:30 Uhr)
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  #26  
Alt 24.02.2020, 20:50
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DariusKollotzek DariusKollotzek ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von fajo Beitrag anzeigen
Guten Morgen!
Hast du hier schon einmal versucht die Seiten wieder zu finden:
http://zefys.staatsbibliothek-berlin.../zdb/24325259/

lg
Danke für den Tipp. Dank dessen konnte ich auch ein Paar Themen finden die unmittelbar mit meinen Vorfahren zu tun hatten.

Weiß Du vielleicht. Ob es möglich ist irgendwo alte DDR Zeitungen zu sehen? Besonder interessieren mich aus Schwerin aus dem Jahr 1975 - 1977.
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  #27  
Alt 26.02.2020, 11:45
Capro Capro ist offline
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Hallo Darius,

vielleicht sind volkskundliche Zeitschriften für Dich interessant? Es gibt beispielsweise die Digitalisate der Mitteilungen der Schlesischen Gesellschaft für Volkskunde hier: https://www.sbc.org.pl/dlibra/public...6741#structure. Verfügbar sind die Jahrgänge 1894 bis 1938.

Zwar thematisieren nicht alle Artikel speziell Schlesien, aber es gibt einen Schwerpunkt auf Schlesien. Bei den späteren Jahrgängen muss man sicher sehr genau zwischen Bericht und Deutung differenzieren und natürlich generell die Zeit beachten, in der sie geschrieben wurden. Ich habe leider nicht so viel Zeit, dort mehr zu lesen. Schwerpunkt ist wie der Titel schon sagt "Volkskunde". Neben Artikeln über Sagen, Lieder usw. gibt es immer mal auch Beschreibungen von Festen, Brauchtum usw. Gehört ja auch zum Leben dazu.

Gruß

Capro
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  #28  
Alt 27.02.2020, 10:57
fajo fajo ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von DariusKollotzek Beitrag anzeigen
Danke für den Tipp. Dank dessen konnte ich auch ein Paar Themen finden die unmittelbar mit meinen Vorfahren zu tun hatten.

Weiß Du vielleicht. Ob es möglich ist irgendwo alte DDR Zeitungen zu sehen? Besonder interessieren mich aus Schwerin aus dem Jahr 1975 - 1977.
Entschuldige die verspätete Antwort, habe deine Frage gerade erst gelesen.
Da bin ich leider etwas überfragt. Wenn ich allerdings über etwas stolpern sollte, gebe ich die Infos hier weiter.
LF fajo
__________________
Vorsicht : >Ich habe keine Ausbildung. Ich habe Inspiration. ... < von Bob Marly -**


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