#1  
Alt 02.02.2011, 23:11
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Standard deutsche Kriegsgefangene in Italien

Wie kann ich herausfinden, wo sich Kriegsgefangenenlager in Italien befanden? Der Onkel meiner Mutter befand sich in einem solchen Lager in Italien. Er kehrte etwa im Frühjahr 1947 heim. Mehr Informationen habe ich leider nicht.

Anna Pauline
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  #2  
Alt 03.02.2011, 07:14
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Hallo Pauline,

bei Google kann man mit den Worten "Kriegsgefangenenlager+Italien" so einiges finden. So zB. diese:

"...Ende Mai 1945 wurden rund 150.000 Soldaten in Italen in Gewahrsam der Briten.Die Soladaten hatten nicht den Status von Kriegsgefangenen, sondern galten als SEP und DEF (Disarmed Enemy Force) und wurden in einem schmalen Küstenstreifen zwischen Rimini im Süden und Cervia im Norden interniert. Im August 1945 begann dann der Einsatz von Arbeitseinheiten über ganz Italien verteilt.
Die ersten Heimtransporte begannen im August 1945. Kranke wurden zuerst entlassen, dann kamen Landwirte und schließlich ältere Gefangene. Rund 28.000 Gefangene überwinterten in Italien und verblieben zum Teil bis zum Sommer 1947 dort, bevor sie in die Heimat entlassen wurden."

Gruß Michael
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Infos zur Suche nach Dokumenten der k.(u.)k. Soldaten
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  #3  
Alt 04.02.2011, 11:40
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Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe natürlich Google vorher bemüht und auch viele Beiträge dazu gelesen. Trotzdem hatte ich gehofft, hier noch andere Informationen zu erhalten.
Im Herbst vorigen Jahres habe ich bei der WASt eine Anfrage gestellt. Da muss ich mich aber noch gedulden. Die Bearbeitungszeit soll ja sehr lange dauern. Ganz sicher werde ich da aber Antworten auf meine Fragen finden.

Anna Pauline
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  #4  
Alt 09.08.2011, 21:39
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Heute wende ich mich erneut an das Forum. Ich habe Post vom DRK-Suchdienst und von der WAST. Beide Nachrichten sind nur unbefriedigend und besonders die Auskunft der WAST verwirrt mich.
Der DRK-Suchdienst schreibt, dass er (der Onkel meiner Mutter - siehe ersten Beitrag)"...als verschollener des 2.Weltkrieges...." und "....in Italien als vermißt.."gilt
Die WAST schreibt, dass er "...nicht zu ermitteln..." ist.
Ich verstehe das alles nicht. Warum ist er dort nicht zu ermitteln? Können Unterlagen verschwunden sein? Warum weiß der DRK-Suchdienst mehr als die WAST? Kann mir jemand helfen und Erklärungsversuche geben???

Vielen Dank schon mal.

Anna Pauline
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  #5  
Alt 11.08.2011, 21:50
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Hallo,

die WASt-Unterlagen können auf Grund von Kriegsereignissen durchaus nicht mehr verfügbar sein. Besonders wenn der Gesuchte in der Waffen-SS oder in der Luftwaffe war.

Die DRK-Unterlagen beruhen größtenteils auf Informationen von Angehörigen (z.B. Suchanträge, Kriegsgefangenen- und Vermisstenregistrierung etc.) darum gibt es hier kaum Schriftgutverluste.

Stell doch mal die Schreiben ein, vielleicht finden wir ja das Haar in der Suppe. Normalerweise müsste bei der WASt auch ein Entschädigungsantrag aus der Kriegsgefangenschaft vorliegen.

Dem DRK-Suchdienst solltest du mitteilen, dass der Gesuchte aus dem Krieg zurückgekehrt ist und nicht mehr vermisst wird. So kann dort nämlich wieder ein Fall abgeschlossen werden!

Gruß Alex
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  #6  
Alt 21.08.2011, 16:31
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Hallo Alex,

vielen Dank für Deine Antwort und die Tipps. Ich habe mal gleich welche in die Tat umgesetzt. Bei der WAST habe ich angerufen, leider nur eine Vertretung der Bearbeiterin erreicht. Sie hat mir in etwa dasselbe beschrieben wie Du. Es kann sein, dass die Unterlagen nicht mehr ihr Ziel erreicht haben. Der Onkel war (mit Jahrgang 1902) zu alt und deshalb ist er erst zum Schluß eingezogen worden. Also ca 1944. Beim DRK-Suchdienst hatte ich alles angegeben, was ich wußte. Auch, dass er den Krieg überlebt hat. Dort muss ich ebenfalls nach der Urlaubszeit noch 1x anrufen. Ich habe nochmals in der Familie herumgefragt und weiß nun, dass der Onkel in der Schlacht um Monte Cassino gekämpft hat und dabei in britische Gefangenschaft geriet. Ich habe schon versucht, im Internet heraus zu finden welche Einheiten dort eingesetzt waren. Leider habe ich noch nichts gefunden. Mir fehlten allerdings auch etwas Ruhe und Zeit. Ich suche weiter. Vielleicht weiß ja auch hier jemand etwas dazu.

Gruß Anna Pauline
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  #7  
Alt 27.08.2011, 17:06
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Liebe Mitforscher,

nun bin ich ganz verwirrt. Ich habe bei der WASt angerufen und mit der entsprechenden Bearbeiterin gesprochen. Diese sagte mir, dass der Onkel meiner Mutter nicht bei der WASt geführt wird, weil er nicht verletzt oder getötet wurde. Meines Wissens nach sollen doch dort aber alle Angehörigen der Deutschen Wehrmacht usw. geführt werden. Auf der Internetseite der WASt steht das jedenfalls so. Hat jemand von euch ebenfalls so merkwürdige Erfahrungen mit der WASt gemacht?
Anna Pauline
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  #8  
Alt 27.08.2011, 17:46
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Liebe Mitforscher,

nun bin ich ganz verwirrt. Ich habe bei der WASt angerufen und mit der entsprechenden Bearbeiterin gesprochen. Diese sagte mir, dass der Onkel meiner Mutter nicht bei der WASt geführt wird, weil er nicht verletzt oder getötet wurde. Meines Wissens nach sollen doch dort aber alle Angehörigen der Deutschen Wehrmacht usw. geführt werden. Auf der Internetseite der WASt steht das jedenfalls so. Hat jemand von euch ebenfalls so merkwürdige Erfahrungen mit der WASt gemacht?
Anna Pauline
Hallo Anna Pauline,

also die Aussage von dieser WASt-Mitarbeiterin irritiert mich doch sehr stark. Ob die weiß wo sie überhaupt arbeitet? Fakt ist, dass dort zu nahezu jedem Wehrmachtsangehörigen Unterlagen geführt werden, egal ob dieser gefallen ist oder nicht. In den Erkennungsmarken-Verzeichnissen sind auch Soldaten eingetragen, die nachweislich nicht gefallen oder verwundet worden sind.

Denn anders wäre es für viele ehem. Soldaten nicht möglich gewesen entsprechende Nachweise für die Rentenversicherung zu beschaffen. Vlt. sollte man die gute Frau einmal über die Aufgaben und Zuständigkeiten ihres Arbeitsgebers aufklären.

Aber durchaus möglich, dass es keine Unterlagen bei der WASt mehr gibt, in denen dein Onkel verzeichnet ist. Evtl. findet man in den Entnazifizierungsunterlagen nach dem Krieg Hinweise auf den Kriegsdienst.

Gruß Alex
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  #9  
Alt 27.08.2011, 18:12
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Hallo Alex,

danke. Ich war schon am Verzweifeln. Wo finde ich denn Entnazifizierungsunterlagen?

Anna Pauline
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  #10  
Alt 27.08.2011, 18:19
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Hallo Alex,

danke. Ich war schon am Verzweifeln. Wo finde ich denn Entnazifizierungsunterlagen?

Anna Pauline
I.d.R. im Staatsarchiv welches die Akte des Amtsgerichts archiviert, wo dass Verfahren durchgeführt wurde. Wenn du also seinen Wohnort nach seiner Entlassung aus der Kgf. kennst, dann müsste sich das zuständige Gericht normalerweise im selben Landkreis befinden.

Wenn du uns den Wohnort nennst, können wir die evtl. auch bei der Suche helfen.

Gruß Alex
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