#1  
Alt 18.11.2007, 08:38
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Eva64 Eva64 ist offline weiblich
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Standard Kriegsgefangener in USA

Mein Schwiegervater kam in Nordafrika in amerikanische Kriegsgefangenschaft in der er vier Jahre in unterschiedlichen Lagern war (er wurde 1947 über England ausgeliefert). Die Amerikaner hielten geheim, wo genau diese Lager waren.

Besteht die Möglichkeit herauszufinden, in welchen Lagern mein Schwiegervater war? Er selbst hat es nie erfahren.

Danke

Eva
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  #2  
Alt 18.11.2007, 13:10
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Standard RE: Kriegsgefangener in USA



In britischer Kriegsgefangenschaft hatten Gefangene die Adresse des jeweiligen Lagers, um Post von Angehörigen empfangen zu können.
Das müßte in amerikanischer Kriegsgefangenschaft ähnlich gewesen sein.
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Viele Grüße
Michael
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  #3  
Alt 19.11.2007, 12:54
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Standard RE: Kriegsgefangener in USA

Sofern noch Post von damals existieren würde, wäre das ja weniger das Problem. Es scheint jedoch so, dass das alles weg ist. Und da meine Schwiegereltern nicht mehr leben, kann ich die auch Nichts mehr fragen.
Soweit uns bekannt, haben die Amerikaner ein echtes Geheimnis daraus gemacht, wo die einzelnen Kriegsgefangenenlager in USA waren. Und wir wissen nicht, ob sich das in der Zwischenzeit verändert hat oder immer noch ein Geheimnis draus gemacht wird...

Gruß
Eva
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  #4  
Alt 19.11.2007, 13:06
Carlton
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Standard RE: Kriegsgefangener in USA

Hallo Eva,

ich habe Anfang des Jahres dieses Buch gelesen:

Autor: Schlauch, Wolfgang "In amerikanischer Gefangenschaft: Berichte deutscher Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg"

Ich habe es in einer Bibliothek ausgeliehen. War sehr interessant und aufschlussreich.

Vielleicht kann Dir der Autor weiterhelfen?

Oder aber hier: http://www.archives.gov/research/arc/contact.html
Habe ich allerdings noch nicht ausführlich angeschaut. Da ich einen amerikanischen Soldaten suche und keine deutschen Kriegsgefangenen. Aber vielleicht wissen die was? Wenn Du weiter keine Hinweise bekommst, wäre es ja ein Versuch wert! Denn es gibt in den Staaten mit Sicherheit über jeden Deutschen Kriegsgefangenen eine Unterlage.

Viel Erfolg!
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  #5  
Alt 19.11.2007, 17:52
menestrel menestrel ist offline männlich
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Standard RE: Kriegsgefangener in USA

Moin Eva,
mein Vater wurde Juni 1944 in Südfrankreich aus dem Lazarett /Geldfieber) heraus von den Amis gefangen genommen. Er war auf einer Baumwollfarm in Pensylvenia? (müßte ich nochmals versuchen nachzulesen) als Arbeiter verpflichtet, später nach Südengland gebracht, wo er auf einer Farm einer netten Familie noch gearbeitet hatte. Während die Amois ihn halb tot geschlagen hatten, wurde er in Südengland wie ein Mensch behandelt; deren beiderseitige Freundschaft auch noch mit dem Sohn auf der Farm hielt noch über 40 Jahre mit gelegentlichen Privatbesuchen beiderseits. Mai 1948 kam er als entlassener Soldat nach D zurück.
MfG
menestre
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  #6  
Alt 20.11.2007, 08:58
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Standard RE: Kriegsgefangener in USA

Zitat:
Original von Carlton
Hallo Eva,

ich habe Anfang des Jahres dieses Buch gelesen:

Autor: Schlauch, Wolfgang "In amerikanischer Gefangenschaft: Berichte deutscher Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg"

Oder aber hier: http://www.archives.gov/research/arc/contact.html
Danke für die Tipps . Mal sehen ob unsere Bücherei das auch hat, sonst gibt es ja noch die Fernleihe

LG
Eva
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  #7  
Alt 20.11.2007, 09:09
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Standard RE: Kriegsgefangener in USA

Zitat:
Original von menestrel
Moin Eva,
mein Vater wurde Juni 1944 in Südfrankreich aus dem Lazarett /Geldfieber) heraus von den Amis gefangen genommen. Er war auf einer Baumwollfarm in Pensylvenia? (müßte ich nochmals versuchen nachzulesen) als Arbeiter verpflichtet, später nach Südengland gebracht, wo er auf einer Farm einer netten Familie noch gearbeitet hatte. Während die Amois ihn halb tot geschlagen hatten, wurde er in Südengland wie ein Mensch behandelt; deren beiderseitige Freundschaft auch noch mit dem Sohn auf der Farm hielt noch über 40 Jahre mit gelegentlichen Privatbesuchen beiderseits. Mai 1948 kam er als entlassener Soldat nach D zurück.
MfG
menestre
Ähnliches hatte mein Schwiegervater auch erzählt über die Behandlung durch die Amerikaner. Er war wohl in USA in diversen Lagern und musste dann Feldarbeit leisten, wobei sie mit dem Essen sehr knapp gehalten wurden. Erst als der Lagerkommandant wechselte, ging es ihnen etwas besser.
Die Auslieferung über England wurde von den Engländern noch verzögert. Nun ja, kein Wunder nachdem was alles im Krieg passiert war...

Grüße
Eva
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  #8  
Alt 20.11.2007, 09:49
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Luise Luise ist offline weiblich
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Standard RE: Kriegsgefangener in USA

Mein Großonkel war in Texas. Leider lebt er auch schon nicht mehr, das ihn befragen könnte. Es wurde immer erzählt, dass er nur deshalb aus der Gefangenschaft vorzeitig entlassen wurde, weil er eine Heimatadresse in Deutschland angeben konnte. Eigentlich hatte er die nicht, da er aus Schlesien stammte und nicht wußte, wohin seine Frau mit den Kindern vertrieben wurde. Ein kiegsgefangener Freund half ihm aber mit einer Adresse aus. Während der Freund die Adresse seiner Frau angab überließ er meinem Großonkel die Adresse seiner Eltern.
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Liebe Grüße von Luise
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  #9  
Alt 21.11.2007, 18:25
Friedel Friedel ist offline
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Standard RE: Kriegsgefangener in USA

Hallo Eva,

vor einiger Zeit habe ich versucht etwas über die Kriegsgefangenschaft meines Vaters heraus zu bekommen. Allerdings war er in Russland. Ich hatte nur die Karten die er damals geschrieben hat.
Im Internet habe ich dann zwei Adressen gefunden die sich mit dem Thema Kriegsgefangenschaft beschäftigen.

www.Kriegsgefangen.de
www.Gedenktafel-Informationsportal.de

Bei der ersten Adresse habe ich am meisten erfahren. Die Leute kennen sich echt aus. Vielleicht können sie dir auch weiterhelfen.

Gruss Friedel
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