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  #1  
Alt 14.09.2019, 10:51
genoveva184 genoveva184 ist offline
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Beiträge: 34
Standard Hilfe! Was tun wenn man Fehler bei anderen Forschern entdeckt??

Hallo alle zusammen,

ich brauch mal euren Rat. Beim Durchsehen früherer Forschungen von Familienmitgliedern bin ich immer wieder über Diskrepanzen gestolpert und habe dann beschlossen, selber zu recherchieren und mir die Originalquellen anzusehen. So ließen sich viele Fehler rekonstruieren. Oft waren es Zahlendreher, mal Druckfehler in Totenzetteln, mal hat wer aus der falschen Spalte aus dem Kirchenbuch abgeschrieben oder nicht umgeblättert und so das falsche Jahr notiert und mal hat sich auch schon der Pfarrer beim Eintrag vertan etc. Klar, das ist eh keine genaue Wissenschaft, aber im Ergebnis bedeutet das jetzt, dass viele Daten in unserer Familienchronik schlichtweg falsch sind, dass deshalb auch einige Grabsteine in der Familiengruft fehlerhaft sind (teils Abweichungen um mehrere Jahre) und gar nicht sicher ist, ob unser angeblich ältester Vorfahr wirklich der XY aus Z war, da die Verbindung aufgrund fehlender KBs überhaupt nicht sicher ist und er zudem eine andere Konfession hatte...und der wenn auch NUR Pächter und nicht - wie immer behauptet - Hofeigentümer war....Soviel dazu.

Jetzt sind aber die direkten Nachfahren derer die da bei uns schon geforscht haben total pikiert, dass ich mich jetzt dransetze, weil doch IHRE Leute das doch schon gemacht haben und die ja ach "soo sauber gearbeitet" hätten und es doch gar nicht seien könne, dass die bei ihrer Forschung Fehler gemacht haben könnten, weil die doch ach so schlau gewesen wären. Ehrlich gesagt gehe ich sehr stark davon aus, dass da ein Großonkel eine Zahlen-Legasthenie hatte, aber das sag ich natürlich nicht laut. Alleine der Hinweis darauf, dass da Daten evtl. nicht stimmen könnten und über Generationen immer wieder falsch übernommen, abgeschrieben und teils auch so veröffentlicht wurden, hat schon für genug Knatsch gesorgt.

Habt ihr solche Probleme auch, oder geht das nur mir so?

Naja, also mit dieser Negativ-Erfahrung im Rücken habe ich jetzt im Internet zufällig jemanden entdeckt, der angeblich zu einer Nebenlinie meiner Familie gehört. Diese Person hat sich scheinbar sehr viel Mühe gemacht, die vermeintlichen Vorfahren aus einem Band des Deutschen Geschlechterbuchs aus dem 19. Jh. mit allem Pipapo wortwörtlich abzuschreiben und sich bestimmt auch total gefreut, dadurch bis ins 17. Jh. vorzustoßen. Leider hat dieser Jemand dabei aber einen Buchstaben in der alten Schrift falsch gedeutet, sodass es sich in Wirklichkeit um einen ganz anderen Familiennamen handelt und die ganzen Leute gar nicht seine Vorfahren sind.

Frage: Was würdet ihr jetzt tun? Soll ich was sagen oder lieber den Mund halten? Ich selbst wäre froh, wenn mich jemand auf sowas hinweisen würde, aber ich weiß nicht, wie andere das vielleicht sehen und ich möchte nicht schon wieder ins Fettnäpfchen treten

VG
--Genoveva
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  #2  
Alt 14.09.2019, 11:18
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Genoveva,

ein wenig erinnert mich diese Sache an meine Diplomarbeit in Fach Agrargeschichte. Der betreuende Professor war nicht unbedingt der ausgewiesene Experte in diesem Fach und er riet mir, als zweiten Prüfer einen emeritierten Agrarhistoriker, eine bekannte Koryphäe, hinzuzuziehen, welcher den Job auch gerne angenommen hat. Ich habe dann nachweisen können, freilich ohne daß ich das anfangs vorhatte, aber es hat sich halt so ergeben, daß der emeritierte Agrarhistoriker in einer eigentlich nicht so wichtigen Sache zu falschen Ergebnissen gekommen ist. Da habe ich mich natürlich auch gefragt, ob das jetzt so schlau sei, meine Ergebnisse in die Arbeit einzubauen, aber ich dachte, er würde in seinem hohen Alter schon über den Dingen stehen. Weit gefehlt! Seine Eitelkeit war größer als seine Souveränität. Er war beleidigt und gab mir eine 3, während der Hauptprüfer mir eine 1 geben wollte. So wurde es leider nur eine 2. Schade, es war eine gute Arbeit, wie ich finde. Aber im Nachhinein würde ich es heute ebenso machen wie damals. Kunststück, denn ich habe ja den Abschluß in der Tasche, da kann man leicht so reden.

To make a long story short: Ja, ich würde den Kollegen auf den Fehler hinweisen. Immerhin ist das, was wir tun, doch ein wenig wissenschaftliche Forschung, auch wenn die wenigsten von uns die echte Qualifikation dafür mitbringen, weswegen wir von echten Historikern ja auch mitunter belächelt werden. Die Korrektheit sollte immer über irgendwelchen vermuteten Animositäten stehen.

Viel Erfolg und viele Grüße
consanguineus
__________________
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Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben

Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
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  #3  
Alt 14.09.2019, 12:01
mhhanno mhhanno ist offline männlich
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Hallo Genoveva,
korrekte Daten, durch die entsprechenden Quellen belegt, sollten immer den Vorrang vor irgendwelchen Animositäten haben. Der Hinweis auf den Fehler sollte die betreffende Person eigentlich positiv stimmen, was nutzt die ganze Forschung, wenn alle Ergebnisse falsch sind ? Ausserdem kann er/sie das immer noch ignorieren und weitermachen wie bisher, da Du Deine Ergebnisse ja belegt hast, bist Du auf dem richtigen Weg.
__________________
Beste Grüße
Manfred
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  #4  
Alt 14.09.2019, 12:29
genoveva184 genoveva184 ist offline
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Hallo Genoveva,

...ich dachte, er würde in seinem hohen Alter schon über den Dingen stehen. Weit gefehlt! Seine Eitelkeit war größer als seine Souveränität. Er war beleidigt und gab mir eine 3, während der Hauptprüfer mir eine 1 geben wollte. So wurde es leider nur eine 2.

Viel Erfolg und viele Grüße
consanguineus
Ooohja, solche Prüfer kenne ich leider auch Find ich toll, dass Sie sich treu geblieben sind, statt ihm nach dem Mund zu reden! *Chapeau*

Ich verstehe auch ehrlich gesagt gar nicht, warum es mache Leute so aufregt, wenn man mal sagt "Guck, da steht geschrieben der Soundso sei 1780 gestorben, hätte dann aber 1790 nochmal geheiratet und 5 Kinder gezeugt. Das macht keinen Sinn, lasst uns das nochmal nachprüfen". Ganz schlimm ist scheinbar auch aufzudecken, dass man von 'einfachen' Leuten abstammt, dass manche Berufe eher nicht so prestigeträchtig waren, oder dass die Vorfahren *SchockHorror* laut Pfarrer "des Schreibens unkundig" waren....Was bitte ist daran so schlimm? So war das damals halt. Zeigt doch nur, dass wir uns heute in vielen Dingen glücklich schätzen können.

Danke für die Bestärkung & VG
--Genoveva

Geändert von genoveva184 (14.09.2019 um 12:58 Uhr)
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  #5  
Alt 14.09.2019, 12:38
genoveva184 genoveva184 ist offline
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Zitat:
Zitat von mhhanno Beitrag anzeigen
Hallo Genoveva,
korrekte Daten, durch die entsprechenden Quellen belegt, sollten immer den Vorrang vor irgendwelchen Animositäten haben. Der Hinweis auf den Fehler sollte die betreffende Person eigentlich positiv stimmen, was nutzt die ganze Forschung, wenn alle Ergebnisse falsch sind ? Ausserdem kann er/sie das immer noch ignorieren und weitermachen wie bisher, da Du Deine Ergebnisse ja belegt hast, bist Du auf dem richtigen Weg.
Danke mhhanno, ich sehe das eigentlich auch so. Es ist nur so, dass die betreffende Person wohl schon etwas älter ist und ich mache mir etwas Sorgen, sie damit vielleicht extrem traurig zu stimmen. Was wenn das jemand ist, der vielleicht jahrelang allen stolz erzählt hat "Von DaundDa stammen wir ab" und für die falsche Familie extra in Archiven gepilgert ist? Das täte mir so leid für ihn.

Danke für das Feedback !
VG
--Genoveva
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  #6  
Alt 14.09.2019, 12:46
OliverS OliverS ist offline männlich
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Hallo,
definitiv anfragen und fragen ob er / Sie Interesse an einem Austasch hat, weil du zu anderen Ergebnissen gekommen bist.

Habe ich auch gerade, ich fand in 4. Generation zurück einen gleichen Vorfahren, für mich war bisher genau an der Stelle Schluss, weil Ostpreußen, es gibt keine Unterlagen mehr, alles nur noch Spekulation, vier Personen mit identischen Namen, nix zu finden.

Dieser nun gefundene Forscher, antwortete mir auch, und zwar genau ein Mal.
Er wäre ein Mormone, fest von seiner langjährigen Arbeit überzeugt und 'er' wäre derjenige der für andere Forscht, und er würde natürlich für mich mal nachsehen.
Ich habe massig Unterlagen von Ihm bekommen per Mail, natürlich alles was schon geprüft war, aber nur er kennt schließlich diese Quellen und seine Ururoma wäre korrekt, das könne ich glauben weil er ja schon lange Forscht.

Ich zeigte ihm dann, das der bei ihm Geführte aber schon ein paar Jahre nach der Geburt als Kind verstorben ist und somit sein ganzer Baum ab da also nicht stimmen kann und das es drei weiter mit dem Namen gab und alle in ca drei Jahren geboren wurden. Keine Antwort mehr..

Nach drei Monaten sehe ich an seinem online Stammbaum, er hat plötzlich eine andere Ururoma :-)
Gut in dem Fall hat mein Hinweis wohl dazu geführt, das er es sich nochmal ansieht, aber........auch die jetzt dort stehenden Person kann ich nicht nachvollziehen, ohne Urkunden und nur weil das mögliche Geburtsdatum passt, hat er nun diese aufgenommen und verbreitet es bei FS und Ancestry.

Ich habe ihm natürlich um seine Einschätzung gebeten wie er darauf kommt, aber keine Antwort. Und ich bin fast sicher, es ist wieder falsch.
Er rührt sich nicht mehr.

So kann es gehen, versuch es aber bitte, die Möglichkeit es richtig zu stellen solltest du nutzen.
__________________
Dauersuche: Frau ?? verwitwerte Wiechert, zwischen 1845 und 1852 neu verheiratete Springer, wohnhaft 1852 in Leysuhnen/Leisuhn

Geändert von OliverS (14.09.2019 um 12:49 Uhr)
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  #7  
Alt 14.09.2019, 13:01
sigrungaerber sigrungaerber ist offline
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ich finde die Idee mit dem Austausch sehr schön ;-) so ist es nicht ganz so offensichtlich, dass du was gefunden hast

Ich selbst habe gerade hiesigen historischen Verein (erneut) angeschrieben, da sie auf ihrer Internetseite viele Fehler haben. Unter anderem steht da, das mein direkter Ahn bis 1920 ein Gasthaus betrieben hat .. . der gute Mann ist bereits 1899 verstorben, war "nur" Schankwirt und Bürgermeister (letzteres scheint nicht bekannt gewesen zu sein) und ich kann mir leider nicht vorstellen, dass er als Geist 21 Jahre später hier zugegen gewesen ist :-)
__________________
Deutschland:
Stein, Kling, Becker, Murus, Pinck, Walther / Breckenheim
Becker, Cleber, Kahl, Schäferin / Massenheim
Heuser / Oberfischbach
Sturm und Eymer / Langenhain
Schröder / Diedenbergen, Biebrich, Braunshardt
Bauschmidt / Idstein, Ingelheim
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  #8  
Alt 14.09.2019, 13:03
alfio alfio ist offline
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Hallo Genoveva! Das "Problem" ist mir sehr gut bekannt. Ich halte mich an die KBs.
"Verwandte" aus Amerika sind besonders "gut". Deren Stammbaum wächst, oft, sehr schnell und ist falsch! Mich beschimpfen sie dann immer, auch wenn ich Daten durch KBs belegen kann. Darüber rege ich mich nicht (mehr) auf! Ich tausche mich mit Forschern gern aus. Dadurch erhielt ich viele Informationen und sie von mir. OFBs sind für mich eine Quelle, wo ich suchen kann, unkontrolliert übernehme ich nichts. Trotzdem können sich Fehler einschleichen. Auch Pfarrer irrten: bei mir oo Brüder Schwestern 1790. Die Damen wurden vertauscht. Viel später wurde das korrigiert und meine Kusine war sauer auf mich. Damit muss und kann man leben.
__________________
Viele Grüße
alfio
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  #9  
Alt 14.09.2019, 13:34
Pommerellen Pommerellen ist offline
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Hallo Genoveva,

bisher habe ich die Erfahrung gemacht, das ein Hinweis auf Diskrepanzen zunächst positive Rückmeldungen gebracht hat. Zwar gibt es eingeschnappte Leute, doch wer ernsthaft die Forschung betreibt ist froh über die Hinweise, das er/sie sich vertan hat. Kommt einem auch selber vor. Ich selber prüfe auch erstmal alle Infos aber, die in Büchern geschrieben sind. Ein Beispiel ist immer wieder das GHdA hier gibt es unglaublich viele Annahmen die nicht gekennzeichnet sind. Eine Suche in den KB liefert dann erstaunliche Änderungen.
Also nicht scheuen andere anzusprechen, oft kommt ja in der Regel Positives zurück.

Viele gute Grüße
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  #10  
Alt 14.09.2019, 13:41
genoveva184 genoveva184 ist offline
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Zitat:
Zitat von OliverS Beitrag anzeigen
Hallo,
definitiv anfragen und fragen ob er / Sie Interesse an einem Austasch hat, weil du zu anderen Ergebnissen gekommen bist.

Habe ich auch gerade, ich fand in 4. Generation zurück einen gleichen Vorfahren, für mich war bisher genau an der Stelle Schluss, weil Ostpreußen, es gibt keine Unterlagen mehr, alles nur noch Spekulation, vier Personen mit identischen Namen, nix zu finden.

Dieser nun gefundene Forscher, antwortete mir auch, und zwar genau ein Mal.
Er wäre ein Mormone, fest von seiner langjährigen Arbeit überzeugt und 'er' wäre derjenige der für andere Forscht, und er würde natürlich für mich mal nachsehen.
Ich habe massig Unterlagen von Ihm bekommen per Mail, natürlich alles was schon geprüft war, aber nur er kennt schließlich diese Quellen und seine Ururoma wäre korrekt, das könne ich glauben weil er ja schon lange Forscht.

Ich zeigte ihm dann, das der bei ihm Geführte aber schon ein paar Jahre nach der Geburt als Kind verstorben ist und somit sein ganzer Baum ab da also nicht stimmen kann und das es drei weiter mit dem Namen gab und alle in ca drei Jahren geboren wurden. Keine Antwort mehr..

Nach drei Monaten sehe ich an seinem online Stammbaum, er hat plötzlich eine andere Ururoma :-)
Gut in dem Fall hat mein Hinweis wohl dazu geführt, das er es sich nochmal ansieht, aber........auch die jetzt dort stehenden Person kann ich nicht nachvollziehen, ohne Urkunden und nur weil das mögliche Geburtsdatum passt, hat er nun diese aufgenommen und verbreitet es bei FS und Ancestry.

Ich habe ihm natürlich um seine Einschätzung gebeten wie er darauf kommt, aber keine Antwort. Und ich bin fast sicher, es ist wieder falsch.
Er rührt sich nicht mehr.

So kann es gehen, versuch es aber bitte, die Möglichkeit es richtig zu stellen solltest du nutzen.

Wow, das ist natürlich ein sehr krasser Fall! Tut mir total leid für dich, Oliver. Da findet man endlich wen, der sich mal für die Erforschung der gleichen Familie überhaupt interessiert und dann sowas! Kann ich überhaupt nicht verstehen, warum der dann so reagiert, anstatt froh zu sein, wen gefunden zu haben, mit dem er sich austauschen kann.

So wie dir ist mir auch total schleierhaft, warum manche die Möglichkeit von Namensdopplungen scheinbar auch so gar nicht in Betracht ziehen und so ganz naiv an die Sache rangehen und immer ganz fix denken "Och, der da hat den passenden Namen nach dem ich suche, das muss er sein".

Ich hab noch so'n schönen Fall: Mein Urgroßvater hat früher auf Familienfeiern erzählt, er sei beim Forschen auf einen aus ner Nebenlinie gestoßen, der mal Erzbischof von Riga wurde. Diese Verwandtschaft ist natürlich überhaupt nicht gesichert, aber der Herr Erzbischof kam schließlich aus Kamen, was nicht allzuweit weg war, und hatte dazu noch den richtigen Nachnamen. Und jetzt kommt's: Eine junge, entfernte Verwandte, die damals auf diesen Feiern wohl nur mit einem Ohr zugehört hat, hat jahrzehnte später als alte Frau einem Heimatforscher ein Interview gegeben und dabei erzählt, sie habe mal auf Familienfeiern gehört, unsere Familie "stamme" aus Lettland...und der Heimatforscher hat das dann auch so in sein Buch aufgenommen und jetzt steht da schwarz auf weiß in einem veröffentlichten Buch, die Wurzeln unserer Familie lägen im Baltikum (!) statt in Westfalen.

Wie kommt man gegen ein offizielles Buch mit ISBN-Nummer bitte an, wo noch dazu so ziemlich jede Anleitung mit Tipps zum Thema Familienforschung eindringlich dazu rät, Familienmitglieder zu befragen, weil an deren Erzählungen oft viel Wahres dran sei? Wenn in 100 Jahren mal wer was zur Familie wissen will und dann bei der Recherche auf dieses Buch stößt....

Geändert von genoveva184 (14.09.2019 um 13:48 Uhr)
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